Auf allen Ebenen: Vision für Israel im 2. Quartal 2026
Samstag, 18. Juli 2026
Liebe Freunde,
das zweite Quartal des Jahres 2026 stand ganz im Zeichen des Krieges. Auch als ein Waffenstillstand mit dem Iran in Kraft trat und sich der Himmel allmählich aufhellte, hatten Familien in ganz Israel weiterhin unter dem langwierigen Reservedienst, der Vertreibung und der täglichen Unsicherheit entlang der Konfliktlinien zu leiden. Während dieser Zeit blieb „Vision für Israel“ vor Ort, kümmerte sich um die jeweiligen Bedürfnisse und stand Soldaten, Familien und Kindern in jedem Winkel des Landes zur Seite.
Dieser Quartalsbericht gibt einen Einblick in die Arbeit, die eure Großzügigkeit zwischen April und Juni ermöglicht hat. Von Passah-Mahlzeiten, die an Soldaten an vordersten Posten geliefert wurden, über Lebensmittelpakete, die in bedrohte drusische Gemeinden im Norden gebracht wurden, bis hin zu einem Abend, an dem die Ehefrauen von Reservekämpfern endlich Beachtung fanden und geehrt wurden – jede hier beschriebene Hilfsaktion fand statt, weil Ihr Euch entschieden habt, dem Volk Israels zur Seite zu stehen.
Wir laden Euch ein, diese Geschichten zu lesen und festzustellen, dass eure Partnerschaft einen greifbaren, lebensverändernden Unterschied bewirkt.
Ein Pessach-Tisch für die Soldaten an der Front
Am Vorabend von Pessach bereitete „Vision für Israel“ ein festliches Mahl für etwa 750 Reservisten aus verschiedenen Brigaden und Bataillonen zu, die in Kampfgebieten im Norden und Süden Israels im Einsatz waren. Diese Soldaten, die nach mehr als zweieinhalb Jahren intensiver Kämpfe im Gazastreifen und im Libanon wieder zum Dienst einberufen worden sind, waren an vordersten Posten in schwierigem Gelände stationiert; viele von ihnen verbrachten den Feiertag fern von den Familien, während sie das Land beschützten. Für sie war das Essen weit mehr als nur Nahrung. Es vermittelte ein Gefühl von Heimat, hob die Moral und bot einen Moment der Zusammengehörigkeit und Erholung inmitten einer anspruchsvollen Einsatzrealität. Es vermittelte zudem eine klare Botschaft: Die israelische Heimatfront steht hinter ihnen. Das Kommandopersonal und die Soldaten, die im Rahmen der Operation „Roaring Lion“ im Einsatz waren, drückten ihre tiefe Dankbarkeit für diese Geste und deren positive Wirkung auf ihre Stimmung aus. Es ist uns eine Ehre, an der Seite der IDF und des israelischen Volkes zu stehen.

Familien mit Liebe und Fürsorge unterstützen
Unser Team machte sich daran, Geschenkgutscheine an Sozialhilfeempfänger zu verteilen, die während des Pessachfestes keine Unterstützung erhalten hatten. Es lag uns sehr am Herzen, auch Haushalte zu erreichen, die wir bei unseren üblichen Verteilungen normalerweise nicht berücksichtigen, insbesondere jene, die während der Feiertage still und leise schwere Lasten zu tragen hatten. Jeder Standort wurde sorgfältig organisiert und vorbereitet, und wir wurden mit herzlicher, respektvoller Gastfreundschaft empfangen. Die örtlichen Sozialämter arbeiteten eng mit uns zusammen; ihre Teams hießen die Familien willkommen, halfen bei der Organisation der Verteilung und klärten die Details vor Ort ab. Die Dankbarkeit der Familien hautnah mitzuerleben, war zutiefst bewegend und hat uns daran erinnert, wie viel schon ein einziger Geschenkgutschein für einen Haushalt bedeuten kann, der Mühe hat, über die Runden zu kommen. Für diese Familien bot die Hilfe mehr als nur praktische Entlastung. Sie vermittelte Würde, Fürsorge und das Bewusstsein, dass sie nicht vergessen sind. Wir sind dankbar für die Gelegenheit, ihnen zu dienen, und für die Partner, die diese Hilfsaktion möglich machen.

Ausbau der Notfallversorgung: Einweihung eines weiteren Rettungswagens
Im April hatte Barry die Ehre, gemeinsam mit Israels First Lady Michal Herzog an einer besonderen Zeremonie in England teilzunehmen, bei der ein weiterer mobiler Intensivrettungswagen eingeweiht wurde, der von „Vision für Israel“ an die MDA gespendet wurde. Dieses Fahrzeug wird zu Schulungs- und Ausbildungszwecken eingesetzt, um Teams darauf vorzubereiten, in lebensbedrohlichen Situationen schnell und effektiv zu reagieren. Dank der Großzügigkeit unserer Partner haben wir nun 22 Rettungsfahrzeuge bereitgestellt, die alle dem Schutz und der Rettung von Menschenleben dienen. In 32 Jahren Einsatz hat sich unsere Mission nie geändert: Leben zu retten und in Zeiten von Konflikten und Terror Trost zu spenden. Wo der Feind versucht, zu terrorisieren, zu zerstören und Leben zu nehmen, ist unsere Antwort: umarmen, trösten, lieben und retten. Wir sind zutiefst dankbar für die Möglichkeit, dienen zu dürfen, und wir danken Gott für seine Treue, die dies ermöglicht hat.

Unterstützung eines drusischen Dorfes durch Nahrungsmitte als Soforthilfe
Vertreter eines drusischen Dorfes an der Nordgrenze kamen in unsere Büros, um im Rahmen eines Sonderprojekts für Bewohner des Nordens, die entlang der Konfliktlinien leben, 100 Lebensmittelpakete abzuholen. Diese Familien sind mit einer anhaltenden komplexen Sicherheitslage konfrontiert, in der selbst einfache alltägliche Aufgaben wie Einkaufen oder die Aufrechterhaltung eines normalen Alltags sowohl in wirtschaftlicher Hinsicht als auch in Bezug auf die Sicherheit zu echter Herausforderung geworden sind. „Vision für Israel“ legt großen Wert darauf, auf die aktuellen Bedürfnisse einzugehen und Gemeinden zu unterstützen, die direkt betroffen sind. Über die Deckung praktischer Bedürfnisse hinaus vermitteln die Lebensmittelpakete den Familien, die mit täglichen Entbehrungen und Unsicherheiten leben, eine Botschaft der Fürsorge und Solidarität. Wir waren tief bewegt von den Rückmeldungen der Stadtverwaltung und der Sozialbehörde, die uns berichteten, dass die Familien gerührt und dankbar waren, und betonten, dass jede Hilfe, ob groß oder klein, in dieser Zeit von großer Bedeutung ist. Wir sind stolz darauf, den Bewohnern des Nordens zur Seite zu stehen.

Warme Mahlzeiten und ein Gefühl der Zugehörigkeit für gefährdete Kinder
Im Rahmen unseres Projekts zur Ernährungssicherung setzt „Vision für Israel“ seine Partnerschaft mit einer Organisation von Jugendzentren fort. Die Initiative stellt monatlich Mittel zur Verfügung, um Lebensmittel zu kaufen und die Mitarbeiter dabei zu unterstützen, warme Mahlzeiten für gefährdete Kinder zuzubereiten. Für diese Kinder, die unter schwierigen familiären Verhältnissen aufwachsen, werden die warme Mahlzeit und die herzliche, familiäre Atmosphäre zu einem Lichtblick in ihrem Alltag. Dieses Gefühl von Wärme und Geborgenheit gibt ihnen Kraft und den Willen, trotz der Schwierigkeiten weiterzumachen. Dieses Projekt bietet mehr als nur Nahrung; es weckt Hoffnung und stärkt die emotionale Widerstandsfähigkeit der Kinder. Für uns bleibt es eines der kostbarsten und bedeutungsvollsten Projekte, die wir durchführen – eine stille, beständige Investition in junge Leben, die allzu oft unbemerkt bleiben. Wir sind dankbar, diesen Kindern und denen, die sich um sie kümmern, zur Seite stehen zu dürfen.

Lebensmittelhilfe für Familien an der Nordgrenze Israels
„Vision für Israel“ spendete Lebensmittelpakete an 100 bedürftige Familien in Kiryat Shmona und erweiterte damit unsere umfangreiche Hilfe für die Bewohner des Nordens. Diese Familien leiden seit langem unter einer schwierigen Sicherheitslage und leben in Gemeinden entlang der Konfliktlinie unter ständiger Raketenbedrohung. Für sie ist selbst die grundlegendste Alltagsroutine – vom Lebensmitteleinkauf bis zur Haushaltsführung – angesichts der sich verschlechternden wirtschaftlichen und sicherheitspolitischen Lage nahezu unmöglich geworden. Wir betrachten es sowohl als Recht als auch als moralische Verpflichtung, die sich wandelnden Bedürfnisse vor Ort aufmerksam zu verfolgen und entsprechend der aktuellen Lage schnell zu reagieren. In diesen Tagen zunehmender Unsicherheit ist es unerlässlich, die am stärksten vom Krieg betroffenen Gemeinden zu stärken. Über die materielle Unterstützung hinaus sendet die Verteilung eine klare Botschaft der Solidarität an die Bewohner entlang der Konfliktlinie: Wir stehen euch zur Seite und stärken euch, während ihr angesichts der harten Realität standhaft bleibt.

Ein besonderer Abend zu Ehren der Ehefrauen von Reservisten
Im Millennium Center in Modi’in veranstalteten wir einen Abend zu Ehren der Ehefrauen von Soldaten eines Panzer-Reservebataillons. Dreiundfünfzig Frauen nahmen daran teil, jede von ihnen verheiratet mit einem Soldaten dieses Bataillons, das seit Kriegsbeginn fünf Kampfeinsätze absolviert und Verluste erlitten hat – Verluste, die bei den Soldaten und ihren Familien tiefe Narben hinterlassen. Während ihre Ehemänner im Libanon kämpfen, führen diese Frauen ihren Haushalt unter der Bedrohung durch Raketen und ständiger Angst und ziehen ihre Kinder groß. Da wir wissen, dass die Widerstandsfähigkeit der Soldaten auf der Widerstandsfähigkeit ihres Zuhauses beruht, haben wir es uns zur Aufgabe gemacht, diese Frauen zu stärken. Sie nahmen an Gruppen zur emotionalen Aufarbeitung teil, die von professionellen Therapeuten geleitet wurden und von vielen als der bedeutendste Teil des Abends beschrieben wurden. Anschließend genossen sie gemeinsam ein reichhaltiges Abendessen und nahmen an einem kreativen Workshop teil, wodurch sie Bande der Unterstützung und der Solidarität knüpfen konnten. Eine Frau erzählte, dass sie sich seit Kriegsbeginn nach einem Tag gesehnt habe, an dem jemand sie wirklich wahrnehmen würde. Dieser Abend, so sagte sie, habe all ihre Vorstellungen übertroffen.

Stärkung der Reservisten der Negev-Brigade
„Vision für Israel“ veranstaltete im Millennium Center einen bewegenden Dankesabend für die Reservisten der Negev-Brigade und überreichte 13 Soldaten finanzielle Unterstützung in Höhe von insgesamt rund 53 000 NIS (ca. 15400 Euro). Da sie in den letzten zwei Jahren mehr als 400 Reservistentage geleistet haben, gerieten viele dieser Soldaten in finanzielle Not. Der Abend begann mit einem feierlichen Abendessen, gefolgt von einem interaktiven Vortrag zum Thema Finanzmanagement, der praktische Hilfsmittel für den Aufbau zukünftiger Stabilität vermitteln sollte. Anschließend überreichten Batya und Barry jedem Soldaten eine Zuwendung. Über die finanzielle Hilfe hinaus berührte es die Soldaten am meisten, einfach wahrgenommen zu werden – zu wissen, dass jemand ihr Opfer anerkennt und ihnen zur Seite steht. Da wir die Negev-Brigade in den vergangenen zwei Jahren durch verschiedene Projekte „adoptiert“ hatten, wollten wir mit diesem Abend nicht nur Hilfe leisten, sondern den Soldaten, die danach streben, nach einer langen Zeit aus der Krise herauszukommen, konkrete Hilfe und Hoffnung vermitteln. Wir werden ihnen und ihren Familien auch weiterhin zur Seite stehen, wann immer sie Unterstützung benötigen.

Leben retten – ein Schutzbunker nach dem anderen
Schutzbunker blieben auch im zweiten Quartal ein Eckpfeiler unserer Arbeit. Im April, nach langen Tagen der Kämpfe im nördlichen Sektor und nachdem der Waffenstillstand mit dem Iran in Kraft getreten war, klarte der Himmel auf und die Winterregenfälle ließen nach; auf Ersuchen des Heimatfrontkommandos stellte „Vision für Israel“ sechs weitere Bunker im Norden bereit. Im Mai stellten wir 10 davon in Gemeinden rund um den Gazastreifen und entlang der südlichen Konfliktlinien auf, und zwar in dicht besiedelten Gebieten, öffentlichen Parks sowie in der Nähe von Kindergärten und Kinderspielplätzen; zwei davon wurden neben einem Vergnügungspark aufgestellt. Der Juni brachte unseren bislang größten Einsatz mit sich: 10 Bunker wurden im Norden Israels und weitere 10 in Gemeinden im Süden installiert, in der Nähe von Gemeindezentren, städtischen Schwimmbädern, Parks, Spielplätzen und Bushaltestellen. Während ihrer Installation im Norden ertönten in der Gegend die Alarmsirenen – eine ernüchternde Erinnerung an die tägliche Realität, die die Bewohner unter ständiger Alarmbereitschaft erdulden müssen. Sicherheitskoordinatoren und Gemeindevertreter drückten ihre tiefe Dankbarkeit aus und zeigten sich bewegt davon, dass eine zivile Organisation eine solche Initiative anführt und dass Spendern aus der ganzen Welt Israels Sicherheit so sehr am Herzen liegt. Seit Beginn des Projekts haben wir nun 538 Schutzbunker aufgestellt. Auch nachdem wir die 500-Marke überschritten haben, ruhen wir uns nicht auf unseren Lorbeeren aus. Wir bleiben unserem Engagement treu, die Gemeinden an den Grenzen Israels so lange wie nötig zu schützen – aus dem tiefen Bewusstsein, die Bewohner vor Schäden zu bewahren und die Heimatfront zu stärken.





