Aktuelles aus Jerusalem – 9. März 2018

„Steh auf, werde licht! Denn dein Licht ist gekommen, und die Herrlichkeit des HERRN ist über dir aufgegangen. Denn siehe, Finsternis bedeckt die Erde und Dunkel die Völkerschaften; aber über dir strahlt der HERR auf, und Seine Herrlichkeit erscheint über dir. Und es ziehen Nationen zu deinem Licht hin und Könige zum Lichtglanz deines Aufgangs.“  Jesaja 60,1-3

BITTE HELFT VFI MEDIZINISCHES GERÄT FÜR UNTERPRIVILEGIERTE MENSCHEN UND EINEN NEUEN KRANKENWAGEN ZU KAUFEN – Wann immer wir Spenden bekommen, werden regelmäßig medizinisches Material und Geräte an unterprivilegierte Menschen, aber auch an Krankenhäuser und Rettungsteams weitergegeben. Diese Spenden gehen dann an Bedürftige in Altenheimen, an Intensivstationen und an die Onkologie in Krankenhäusern oder sie werden für Rollstühle für behinderte Kinder verwendet. Derzeit sammeln wir Spenden für den dritten Krankenwagen, den wir als Dienst spenden wollen. Danke im Voraus für eure Unterstützung.

NETANJAHU WIRD WIE EIN HELD BEGRÜSST – Mit stehenden Ovationen begrüßten die über 18.000 Anwesenden bei einer Veranstaltung vom Amerikanisch-israelischen Ausschuss für öffentliche Angelegenheiten (AIPAC) am 6.3.2018 den israelischen Premier Benjamin Netanjahu, der in Israel immer wieder in Skandale verwickelt ist, und seine Frau Sara. Netanjahu würdigte Trumps Standpunkt in Bezug auf den Iran und sagte mehrfach: „Wir müssen den Iran stoppen. Wir müssen den Iran stoppen.“ Dafür erntete er prompt tosenden Beifall. Der Premier erklärte: „Finsternis ist über unsere Region gekommen. Der Iran baut ein aggressives Reich auf.“ Netanjahu hob hervor, Trump habe deutlich gemacht, auch er werde einen Iran, der über Atomwaffen verfügt, nicht akzeptieren. „Wenn die Fehler im Atomabkommen nicht behoben werden, wird [Trump] sich ausklinken und die früheren Sanktionen erneut verhängen“, so Netanjahu. Israel würde Amerika zur Seite stehen - wie auch andere Länder in der Region. Sehr zu schätzen wisse Netanjahu die Bemühungen von Trumps Delegation und Jared Kushner, der an seinem Friedensplan für den Nahen Osten arbeitet. Allerdings müsse der PA-Vorsitzende Mahmud Abbas damit aufhören, den Terror zu unterstützen, sonst könne es keinen Frieden geben. „Ich habe eine Botschaft für Präsident Abbas: Hören Sie auf, die Terroristen zu bezahlen!“ Der Premier dankte dem amerikanischen Präsidenten, dem Kongress und AIPAC, die dazu beigetragen hätten, dass die Armee Israels nun stärker sei denn je zuvor. Er fügte hinzu, die Geheimdienste Israels hätten Dutzende großer Terroranschläge in Dutzenden von Ländern auf der ganzen Welt verhindert. (Haaretz)

IRAN WILL SICH VON ATOMVERTRAG VERABSCHIEDEN – Der Iran will sich von dem 2015 ausgehandelten Atomvertrag zurückziehen, wenn sich daraus kein wirtschaftlicher Nutzen ergibt und große Banken weiterhin einen weiten Bogen um die Islamische Republik machen, so die Drohung des stellvertretenden Außenministers in Teheran. In dem Vertrag mit Großbritannien, China, Frankreich, Deutschland, Russland und den Vereinigten Staaten hatte der Iran zugestimmt, sein Atomprogramm einzuschränken, wenn dadurch die Sanktionen, die das Land lahmlegten, aufgehoben würden. Dennoch halten sich Großbanken zurück, weil sie nicht mit den übrigen US-Sanktionen in Konflikt geraten wollten. Das hindert den Iran daran, seinen Außenhandel wieder aufzubauen und Investoren anzuziehen. US-Präsident Trump hatte den Europäern am 12.1.2018 gesagt, sie müssten die „schrecklichen Fehler im Atomvertrag mit dem Iran korrigieren“, sonst werde er die teilweise aufgehobenen Sanktionen wieder verhängen.

BEWEISE FÜR BIBLISCHE BERICHTE – Dr. Eilat Mazar, eine Archäologin an der Hebräischen Universität zu Jerusalem, präsentierte jetzt eine so genannte Bulle (d. h. ein Siegel). Sie gehörte wahrscheinlich dem Propheten Jesaja. Mazar erklärte, der Fund sei von besonders großer Bedeutung. Das Jesaja-Siegel fand ihr Team nämlich ganz in der Nähe einer im Jahr 2009 entdeckten Bulle von König Hiskia, einem der wichtigsten Könige Israels. Gegenüber den Medien sagte Mazar damals, sie selbst sei über den Fund „total erstaunt“ gewesen. Zu dem Zeitpunkt waren 22 Siegel in unmittelbarer Nähe zueinander entdeckt worden. „Wir stießen auf den Siegelabdruck von König Hiskia persönlich. Darauf war klar zu lesen: ‚Dies gehört Hiskia, dem Sohn des Ahas, König von Juda.’ Noch nie haben wir bei archäologischen Ausgrabungen oder wissenschaftlicher Schichtenkunde einen Gegenstand entdeckt, der so persönlich und greifbar an einen Israeliten oder einen König von Juda erinnerte. Näher können wir wohl nicht an biblische Figuren, geschweige denn an einen König, herankommen.“ Die Jesaja-Bulle ist nicht weniger interessant als die von Hiskia, denn der König und der Prophet Jesaja pflegten eine enge Beziehung, wie man in 2. Könige 19-20 und Jesaja 37-39 nachlesen kann. „Es ist äußerst unwahrscheinlich, dass das Siegel jemand anderem als dem bekannten Propheten Jesaja gehört“, schrieb Mazar in einem Artikel, der in einer Zeitschrift für biblische Archäologie veröffentlicht wurde. Der erste israelische Premier David Ben-Gurion äußerte im Jahr 1937 die inzwischen berühmten Worte: „Das Mandat ist nicht unsere Bibel. Die Bibel ist unser Mandat.“ Diese Äußerung machte er vor der Peel-Kommission, welche als erste vorschlug, Israel gemäß den britischen Plänen zu teilen. Immer wieder untermauern solche archäologischen Funde, wie die der beiden Siegel, Ben-Gurions Aussage. (Kehila News)

REGIERUNGKRISE WEGEN WEHRPFLICHT – Die Krise in der Koalition wegen der Wehrpflicht für charedische (ultraorthodoxe) Juden könnte die israelische Regierung in die Knie zwingen, wie Premier Netanjahu am 5.3.2018 andeutete. Nach seinem Treffen mit US-Präsident Donald Trump sagte er vor Journalisten: „Ich will eine Vereinbarung, die es der derzeitigen Regierung ermöglicht, das Ende ihrer Amtszeit im November 2019 zu erleben. Doch derzeit kann ich nicht sagen, ob das Klassenziel erreicht wird.“ Der Premier fügte hinzu, er und in noch stärkerem Maße sein Oberbefehlshaber Joab Horowitz hätten seit seiner Ankunft in den USA am 4.3.2018 versucht, die Krise zu lösen. Es habe viele Gespräche mit dem Vorsitzenden vom Vereinigten Thora-Judentum Jakob Litzman und anderen Koalitionspartnern gegeben. Netanjahu leugnete, er sei an einer Koalitionskrise interessiert, um einen Grund für vorgezogene Neuwahlen zu haben, bevor Justizminister Avichai Mandelblit beschließt, Anklage gegen ihn zu erheben. Derzeit laufen Ermittlungen wegen Korruption in mehreren Fällen. „Das stimmt einfach nicht“, so Netanjahu. „Wir versuchen, die Krise zu lösen. Wo ein Wille ist, ist ein Weg. Sonst nicht. Ich bin willig.“ (Jerusalem Post)

WEHRPFLICHT FÜR ORTHODOXE – Die überwältigende Mehrheit der jüdischen Öffentlichkeit ist gegen einen Gesetzentwurf, worin ultraorthodoxe Parteien fordern, dass alle Jeschivastudenten wieder von der Wehrpflicht befreit werden. Rund 79 % der Juden sind dagegen, nur 21 % dafür. Dies ergab eine vom Smith-Institut durchgeführte Umfrage. In Auftrag gegeben hatte sie die Gruppe Hiddush, die sich seit ihrer Gründung 2009 für religiöse Freiheit und Gleichberechtigung in Israel einsetzt. Die Umfrage zeigte auch, dass der Widerstand sich über alle politischen Parteien in der Knesset erstreckt, abgesehen vom ultraorthodoxen Vereinigtes Thora-Judentum (VTJ) und von der Schas-Partei (zu Deutsch: „Sephardische Wächter der Thora“). Der von der VTJ und der Schas eingereichte Gesetzentwurf würde zu einem „grundlegenden Gesetz“ führen, wonach das Studieren der Thora für den jüdischen Staat von herausragender Bedeutung ist und wenn sich jemand dem für eine längere Zeit widmet, soll er ein Anrecht haben, vom Wehrdienst befreit zu werden. Die ultraorthodoxen Parteien fordern, dass der Entwurf dreimal in der Knesset gelesen und noch vor der Frühlingspause der Knesset verabschiedet wird. Der Chef von Hiddush, Rabbi Uri Regev, erklärte: „Auf dem Spiel steht nicht nur das Prinzip, seinen Bürgerpflichten in Israel nachzukommen, sondern auch die Frage, ob es eine Grenze für die Unterwürfigkeit der bürgerlichen Parteien gibt, wenn sie von ultraorthodoxen Politikern, die Marionetten von Rabbis sind, erpresst werden. Das ist ein Test für beide Koalitionsparteien und für die Parteien der Opposition - angesichts des Widerstands aus der breiten Öffentlichkeit gegenüber den Forderungen der ultraorthodoxen Parteien. Jetzt wird klarer denn je, dass die Öffentlichkeit die zur Rechenschaft ruft, die Gleichberechtigung als zivile Last betrachten und Blut so behandeln, als könne man es kaufen.“ (Jerusalem Post)  Bitte betete weiter für den Willen Gottes in Bezug auf das mögliche Ende der Regierung - 18 Monate vor Ende der Amtsperiode. Betet gegen die Manipulation der religiösen Parteien in dieser Situation.

POLNISCHE JUDEN FÜHLEN SICH WEGEN ANTISEMITISMUS NICHT SICHER – In Polen haben jetzt 23 jüdische Organisationen ein gemeinsames Schreiben verfasst, in dem sie betonen, dass sie sich nicht mehr sicher fühlen. Was sie zusammen fordern, sind gegenseitiger „Respekt und Wahrheit“. In dem Brief heißt es: „Hassreden sind nun nicht mehr aufs Internet beschränkt, sondern haben auch die öffentliche Sphäre infiltriert. Sie finden sich in Zeitungen und Fernsehsendungen wieder, sogar bei den öffentlichen Medien.“ Die jüdischen Organisationen hoben außerdem hervor, dass die jüdische Gemeinde in Polen immer mehr antisemitische Nachrichten erhält. Vertreter der Regierung hätten zwar Antisemitismus verurteilt, könnten aber nichts tun, um seine Verbreitung zu verhindern. Die aktuelle Welle des Antisemitismus resultiere aus der Unterzeichnung eines kontroversen Gesetzes durch den Präsidenten und die Regierung. Demnach wird man zum Kriminellen, wenn man sich über den Holocaust äußert und die polnische Nation oder der Staat für die Verbrechen der Nazis verantwortlich macht. (JTA)  Bitte betet für den Schutz der jüdischen Gemeinde in Polen. Betet auch für offene Türen für alle, die gerne nach Israel kommen wollen. Es ist ein äußerst komplizierter Weg, wenn man aus einem europäischen Land nach Israel umziehen will. Der enorme bürokratische Aufwand hält viele davon ab, den Schritt zu wagen, insbesondere arme Menschen, die sich sonst gerne auswandern würden. Bitte betet für eine Vereinfachung des Prozesses, einschließlich der Auffindung von Unterlagen, deren Übersetzung und für eine Senkung der hohen Kosten.

VFI BRAUCHT EURE HILFE – Über die Projekte von Vision für Israel könnt ihr euch auf unserer Website unter www.visionforisrael.com/de informieren. Danke im Voraus für eure Unterstützung in Gebet und Gaben! - Römer 15,26-27

Wir danken dem Herrn für Eure Gebete

Barry, Batya und das VfI-Team