Aktuelles aus Jerusalem – 9. Februar 2018

„Ein Ende nehme die Bosheit der Gottlosen, aber dem Gerechten gib Bestand, der du Herzen und Nieren prüfst, gerechter Gott!“  Psalm 7,10

ANSCHLAG AUF RABBI – Itamar Ben Gal, 29, wurde diese Woche ermordet, als er an einer Bushaltestelle stand und auf dem Weg zu einer Familienfeier, der Beschneidung seines Neffen, war. Er selbst hatte vier Kinder, die ihren Vater nun nie mehr sehen werden. Itamar wurde als ein ganz besonderer Mensch beschrieben, ein guter Lehrer, wunderbarer Ehemann, dynamisch, voller Kraft, jung, voll des Lebens. Er hatte sein Leben der Bildung und Lehre gewidmet. Der Tatverdächtige konnte vom Tatort fliehen. Dieser Terroranschlag ist das Resultat der fortwährenden Hetze durch die PA und die Terrorgruppe Hamas - und der Grund, warum derzeit im Nahen Osten kein Frieden möglich ist. (CUFI)  Bitte betet für Trost, Kraft und die Versorgung von Itamars Witwe Miriam, für seine kleinen Kinder und alle anderen Angehörigen sowie für die Festnahme des Mörders.

US-SOLDATEN TREFFEN IN ISRAEL EIN – Während die angespannte Lage an den Grenzen Israels im Norden und Süden groß ist, sind US-Soldaten eingetroffen und haben in Vorbereitung des Juniper Cobra-Manövers ein Raketenabwehrsystem an verschiedenen Orten in Israel aufgebaut. Die groß angelegte Militärübung dient der Vorbereitung auf einen massiven Raketenangriff auf Israel an beiden Fronten. Es wird unter Führung der Israelischen Luftwaffe stattfinden, wie die Israelischen Verteidigungskräfte (IVK) am 4.2.2018 bestätigten. Angesichts der Bedrohungen aus der Region soll das gemeinsame Manöver mit der US-Armee dem Ausbau der militärischen Zusammenarbeit und der Sicherheit Israels auf lange Sicht dienen. Die IVK haben mitgeteilt, dass die Übung, die seit 2001 alle zwei Jahre stattfindet, zum regulären Training gehört, um die Truppen in Bereitschaft zu haben, sie findet allerdings zu einem Zeitpunkt statt, wo die Hisb-Allah über Krieg redet. Sie verfügt schätzungsweise über 100.000 und 150.000 Raketen. Washington und Israel haben ein Abkommen unterzeichnet, gemäß dem die USA Israel helfen würden, wenn es im Kriegsfall zu Raketenangriffen kommt. (Jerusalem Post)

US-SANKTIONEN GEGEN PERSONEN UND FIRMEN MIT BEZIEHUNGEN ZUR HISB-ALLAH – Am 2.2.2018 holte die Regierung Trump gegen das Finanznetzwerk der Terrorgruppe Hisb-Allah aus, indem sie Sanktionen gegen sechs Personen und sieben Firmen verhängte, um den Einfluss des Irans auf den Nahen Osten und darüber hinaus einzugrenzen. „Die Regierung ist fest entschlossen, die Netzwerke der Hisb-Allah zu stören, die missbraucht werden, um illegale Operationen zu finanzieren - auch im Nahen Osten und in Westafrika“, so US-Finanzminister Steven Mnuchin bei der Bekanntgabe der Auflagen, die gegen die im Libanon ansässige Hisb-Allah gerichtet sind. Von den sechs betroffenen Personen sind fünf Libanesen, einer ist Iraker. Die sieben Firmen befinden sich in Sierra Leone, Liberia, im Libanon und in Ghana. Ranghohe Vertreter der Regierung Trump erklärten, die Sanktionen gehörten zu Maßnahmen gegen die Hisb-Allah, um den Einfluss des Irans zu begrenzen, der der Terrorgruppe jedes Jahr rund 570 Millionen Euro überweist, um ihre Terroraktivitäten mit zu finanzieren. Demnächst wird es wohl weitere US-Sanktionen geben. Die Hisb-Allah soll bereits finanzielle Schwierigkeiten haben, weil sie ständig teure Operationen in Syrien und im Jemen bezahlt. Die USA wollen ihre Verbündeten in Europa ermutigen, ebenfalls Druck auf die Terrorgruppe auszuüben. Die Entscheidung des US-Finanzministers bedeutet, dass das gesamte Vermögen der Hisb-Allah, welches der amerikanischen Gesetzgebung untersteht, eingefroren ist und dass Amerikaner keine Transaktionen mit der Hisb-Allah vornehmen dürfen. (Algemeiner)

JERUSALEM IST BALD ZU 50 % ARABISCH? – Der Nationale Sicherheitsrat Israels erwägt verschiedene Optionen, um zu verhindern, dass die schwindende Anzahl von Juden in Jerusalem nicht unter 50 % sinkt. Experten hatten gewarnt, dass die andauernde Flut von arabischen Migranten von der PA in die Hauptstadt Jerusalem das demografische Gleichgewicht in der Heiligen Stadt vollkommen verändern würde. Seit dem 19. Jahrhundert waren die Juden in der Mehrheit. Im Jahr 1980 machten sie 72 % der Bevölkerung aus, im Jahr 2000 68 %. Doch in den letzten 15 Jahren hat sich die Demografie rasant verändert. Zwischen 2000 und 2015 wuchs die jüdische Bevölkerung nur um 17 % - vor allem, weil Juden die Stadt wegen der horrenden Mieten verließen. Laut Statistikamt waren 2015 nur noch 61 % der Bewohner von Jerusalem Juden. Nadav Shragai, ein Forscher am Jerusalemer Zentrum für öffentliche Angelegenheiten warnt seither, dass dieser Prozentsatz noch weiter sinken dürfte. „Wir bewegen uns schnell auf eine gefährliche Situation zu, wo 50 % der Bevölkerung von Jerusalem Araber sind“, sagte er Anfang Februar 2018. Shragai geht davon aus, dass der illegale Zuzug von Zehntausenden von Bewohnern aus den PA-Gebieten nach Jerusalem die Hauptursache für den rasanten Anstieg der arabischen Einwohnerzahl ist. Ohne das Eingreifen aus dem Baureferat oder von Polizeibeamten gibt es in den arabischen Stadtteilen Kafr Aqab und Shuafat massive illegale Bauprojekte, es wurden beispielsweise zehnstöckige Wohnblöcke errichtet. Da es in diesen isolierten Gegenden keine Polizei gibt, schießen die Häuser nur so aus dem Boden. Das hat zu der Flut von ‚Einwanderern’ aus den PA-Gebieten geführt. Zehntausende von Arabern sind also widerrechtlich in diese Gegenden am Rande von Jerusalem gezogen - außerhalb des Sicherheitszauns, aber dennoch im Hoheitsbereich Israels und innerhalb der Stadtgrenzen. Aufgrund dieser Entwicklung haben Politiker Vorschläge eingereicht, um sicherzustellen, dass die Mehrheit der Bevölkerung Jerusalems jüdisch bleibt. (INN)  Betet für die Einwohner von Jerusalem, für bezahlbare Wohnungen und Arbeitsplätze für Männer und Frauen. Betet, dass die Politiker ihre Vorschläge umsetzen und die Prozentzahlen sich zu Gunsten der jüdischen Bewohner verändern.

USA BESORGT WEGEN SYRISCHEM CHLORGASANGRIFF – „Die Vereinigten Staaten sind zutiefst beunruhigt über Meldungen, wonach das syrische Regime [wieder] Chlorgas eingesetzt hat“, so die Sprecherin des US-Außenministerium Heather Nauert. „Es handelt sich hier um den sechsten Bericht aus Syrien innerhalb von 30 Tagen. Wir fordern die internationale Gemeinschaft auf, einstimmig jede Möglichkeit zu nutzen, um Druck auf das Regime von Assad und seine Anhängern auszuüben, dass sie mit dem Einsatz von chemischen Waffen aufhören sollen und die zur Verantwortung ziehen, die für diese brutalen Angriffe verantwortlich sind”, so Nauert. Außenminister Rex Tillerson habe im Januar 2018 in Paris gesagt, Russland sei schlussendlich verantwortlich für die Opfer in Ghouta und zahllose andere Syrer, die mit chemischen Waffen angegriffen wurden, seit Russland sich in den Krieg in Syrien einmischt. Die neuesten Berichte über den Giftgaseinsatz kamen nur wenige Tage, nachdem Trump den syrischen Präsidenten Al-Assad vorgeworfen hatte, neue Waffen zu produzieren und einzusetzen, um die tödlichen Chemikalien zu verbreiten, obwohl er 2013 versprochen hatte, sein chemisches Waffenprogramm abzuschaffen. Trump schließt weitere militärische Schritte nicht aus, um solche Anschläge zu verhindern oder um Assad wegen der Giftgaseinsätze zu bestrafen. (Arutz 7)  Betet gegen dieses extra brutalen Angriffe auf die syrische Zivilbevölkerung mit chemischen Waffen. Derart rohe Gewalt führt zu einem unsagbar schrecklichen Tod oder schlimme Verletzungen für die Opfer. Der syrische Präsident Assad zeichnet verantwortlich für den Tod von zahllosen Bürgern, einschließlich von Hunderten von Kindern.

DEUTSCHLAND VERKAUFT TECHNOLOGIE FÜR DEN EINSATZ VON CHEMIKALIEN UND BIOLOGISCHEN SUBSTANZEN AN DEN IRAN, DIE IN SYRIEN EINGESETZT WERDEN – Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) erteilte der Firma Krempel die Erlaubnis, Technologie an den Iran verkauft, die auch für militärische Zwecke eingesetzt werden kann. Diese Technologie wurde dann vom syrischen Regime für den Giftgaseinsatz gegen die eigene Bevölkerung in Syrien eingesetzt, wie die Bild-Zeitung am 5.2.2018 berichtete - mit Bildern von den Überresten von Raketen mit dem Logo von Krempel und dem Aufdruck: „Made in Germany.“ Die Überreste fand man zwei Tage nach dem Giftgasangriff von Assad. Bei Angriffen am 22.1. und 1.2.2018 wurden 21 Menschen verletzt, darunter viele Kinder. * Deutschland ist der größte und wichtigste Handelspartner des Irans in der EU. Der Export in den Iran stieg 2017 um 19 %. Die britische Zeitschrift Jane’s Defense Weekly hatte 2005 berichtet, die Islamische Republik wolle mit Syrien zusammenarbeiten, um ein innovatives Chemiewaffenprogramm zu entwickeln. Die Aufgabe des Irans war es, Anlagen zu bauen, in denen Hunderte von Tonnen der Ausgangsstoffe für die chemischen Kampfstoffe VX, Sarin und Senfgas hergestellt werden können. Teheran soll dafür Produkte und wissenschaftliches Know-how im Bereich der Entwicklung von Massenvernichtungswaffen und Raketentechnologie gesucht haben. In einem 181-Seiten starken Dokument werden 49 Beispiele für die iranische Kriegsführung im Cyberspace, für Spionage, Terror und die Beschaffung von Massenvernichtungswaffen erwähnt. Assad setzte das Nervengas Sarin erstmals 2013 in Ghouta, einem Vorort von Damaskus ein, wodurch 1.500 Menschen, darunter 426 Kinder, qualvoll starben. (Jerusalem Post)

FAMILIEN FINDEN BEI WANDERUNG 1.500 JAHRE ALTEN KRUG IM NORDEN ISRAELS – Zwei Familien entdeckten kürzlich bei einer Wanderung die in der Nähe eines Baches im Nationalpark Bet Schean im Norden Israels einen Wasserkrug aus der byzantinischen Zeit. „Wir waren wandern und haben an einem Hang angehalten, um eine Pause einzulegen“, so Tamar Armon, eine der Mütter. „Plötzlich sahen wir das ‚Ohr’, also einen Tonhenkel, der aus der Erde rausguckte. Wir waren überrascht und begeistert, als wir den kompletten, schweren und sehr schönen Krug entdeckten. Wir sind an Archäologie interessiert und lesen entlang des Weges alle Schilder. Auf einem davon stand, dass dort bereits tönerne Krüge gefunden worden waren. Und dann haben wir selber einen gefunden, der rund 1.500 Jahre alt ist!“ Die Familien Avidor und Armon übergaben ihren Fund der israelischen Regierung und bekamen zum Dank dafür eine Urkunde von der Israelischen Altertumsbehörde. (Arutz 7)

VFI BRAUCHT EURE HILFE – Über die Projekte von Vision für Israel könnt ihr euch auf unserer Website unter www.visionforisrael.com/de informieren. Danke im Voraus für eure Unterstützung in Gebet und Gaben! „Denn es hat Mazedonien und Achaja wohlgefallen, einen Beitrag zu leisten für die Bedürftigen unter den Heiligen, die in Jerusalem sind. Es hat ihnen nämlich wohlgefallen, auch sind sie ihre Schuldner. Denn wenn die Nationen ihrer geistlichen Güter teilhaftig geworden sind, so sind sie verpflichtet, ihnen auch in den leiblichen zu dienen.“ - Römer 15,26-27

Wir danken dem Herrn für Eure Gebete

Barry, Batya und das VfI-Team