Aktuelles aus Jerusalem – 6. Oktober 2017

„Freut euch mit Jerusalem und jubelt über sie, alle, die ihr sie liebt! Jauchzt mit ihr in Freude, alle, die ihr über sie getrauert habt!“  Jesaja 66,10

SUKKOT 2017 – Israelis feiern diese Woche das Laubhüttenfest und haben sich gut auf dieses sehr fröhliche Fest auf dem jüdischen Kalender vorbereitet. Die Feiern begannen am Mittwoch, den 4.10.2017 bei Sonnenuntergang und gehen bis zum Sonnenuntergang am Donnerstag, den 12.10.2017. In ganz Israel haben sich Familien eine Sukka (Hütte) mit Dächern aus Palmenzweigen gebaut. Die Kinder haben Deko gebastelt, um die vorübergehende Wohnung zu schmücken. Sieben Tage und Nächte werden die Familien und ihre Gäste ihre Mahlzeiten in der Sukka einnehmen und sie als ihr Zuhause betrachten. Das erinnert sie an die 40 Jahre, die das jüdische Volk in der Wüste Sinai in seinen Hütten verbrachte, bevor es ins Heilige Land kam. Die Mitarbeiter von Vision für Israel und vom Josef-Lagerhaus senden euch, unseren lieben Freunden, Fürbittern und Gebern in nah und fern, von ganzem Herzen Grüße zum Laubhüttenfest. Bitte betet in diesen Tagen besonders für das Wohlergehen und die Bewahrung unserer Nation. Mögen auch die zahlreichen Besucher aus anderen Ländern beschützt werden. Denkt außerdem an die bevorstehende Regenzeit, in der wir unbedingt reichliche Niederschläge brauchen, nachdem es in den letzten Jahren eine Dürre gab und die Wasservorräte immer mehr geschrumpft sind.

ISRAELS HANDEL MIT RUSSLAND STEIGT UM 25 % – Der Handel zwischen Israel und Russland ist dieses Jahr um 25 % gestiegen, wie beide Seiten jetzt offiziell mitteilten. In den ersten sechs Monaten von 2017 lag das Handelsaufkommen bei rund 323 Millionen Euro mehr als im selben Zeitraum des Vorjahres. Zeev Elkin, der Kabinettsminister, der für Umweltschutz und ähnliche Themen im Zusammenhang mit Jerusalem verantwortlich zeichnet, erklärte: „Es gibt noch ein großes Potential für Wachstum im Handel und viel Arbeit liegt noch vor uns.“ Er bezog sich damit auf die seit 2013 andauernden Verhandlungen über ein Freihandelsabkommen mit Russland. Temur Ben Jehuda, der Vorsitzende des Israelisch-Russischen Wirtschaftsrates sagte: „Wir diskutieren nicht nur über einen Ausbau beim Handel, sondern unterzeichnen auch wichtige Abkommen zwischen israelischen und russischen Firmen, darunter Watergen, Assuta und viele andere.“ Einerseits gibt es dieses Wachstum im Handel. Andererseits unterstützt Moskau das Regime von Präsident Baschar Assad in Syrien. Trotzdem war Premierminister Netanjahu innerhalb von einem Jahr fünf Mal in Russland, um die Beziehungen zwischen Russland und Israel weiter zu verbessern. (Times of Israel)

ISRAELIS BILDEN PALÄSTINENSISCHE AVOCADO-BAUERN AUS – Um den Handel in den Palästinensischen Gebieten zu fördern, hat ein israelisches Landwirtschaftsinstitut Palästinenser weitergebildet, so dass sich deren Ernte bei den international beliebten Avocados verbessert. Das israelische Außenministerium beschrieb die Zusammenarbeit zwischen dem Galiläischen Internationalen Managementinstitut (GIMI) und einer Gruppe von palästinensischen Landwirtschaftsingenieuren als eine „einzigartige Kooperation“, die die Koexistenz fördere. GIMI arbeitet bereits seit 30 Jahren mit Arabern. Selbst bei der äußerst angespannten Lage auf dem Tempelberg diesen Sommer hielt das GIMI einen Kurs für jordanische, palästinensische und israelische Olivenölproduzenten ebenso wie Online-Kurse für Computerspezialisten in Gaza. Neben anderen ähnlichen Projekten bildet das GIMI schon lange Palästinenser, die Avocados exportieren, weiter. Israel ist bereits international für seinen Export von Avocados bekannt. Die gesunde Frucht wird häufig als „grünes Gold“ bezeichnet. Da sie sich so großer Nachfrage erfreut, war das GIMI der Meinung, es würde den Palästinensern helfen, mehr Avocados anzubauen und zu exportieren. Die Schulung war für palästinensische Landwirtschaftsexperten, die wiederum ihre eigenen Bauern vor Ort anlernen sollen. (Kehila News)

TERRORANSCHLAG IN MARSEILLES – Am Sonntag, den 1.10.2017 wurden zwei Frauen in der südfranzösischen Hafenstadt Marseilles erstochen; Soldaten erschossen daraufhin den Angreifer. Es handelte sich wahrscheinlich um einen Terroranschlag. Die Polizei erklärte, der Verdächtige habe „Allahu Akbar“ geschrien, als er den Anschlag am Bahnhof von Marseille verübte. Das Gebiet wurde abgeriegelt. In Frankreich herrscht bereits seit November 2015 der Ausnahmezustand; bei den islamistischen Terroranschlägen gab es damals 130 Todesopfer. Andere Länder wie Großbritannien, Deutschland und Belgien litten ebenso unter Terroranschlägen, bei denen Messer, Schusswaffen, Sprengstoff und Fahrzeuge eingesetzt wurden. Eine Zeugin erklärte gegenüber der in London ansässigen Nachrichtenagentur Reuters, sie habe gesehen, wie ein Mann ein Messer aus seinem Ärmel gezogen und erst ein junges Mädchen und danach eine zweite Frau erstochen habe. Dabei habe er „Gott ist groß“ geschrien. Den französischen Medien zufolge schnitt er bei einer Frau die Kehle durch, dem anderen Opfer rammte er ein Messer in den Bauch. Der Angreifer wurde daraufhin von Soldaten, die am Bahnhof im Einsatz waren, erschossen. (Reuters)

KANADISCHE POLIZEI ÜBERPRÜFT ANSCHLAG AUF BEAMTEN – Die kanadische Polizei überprüft einen Anschlag auf einen Polizisten bei einem Fußballspiel und die Verfolgungsjagd eines Lasters, bei der vier Menschen verletzt wurden. Sie geht von einem möglichen Terroranschlag aus. Der Polizeichef von Edmonton Rod Knecht sagte am Sonntag, den 1.10.2017, eine Person sei festgenommen, bei der es sich wahrscheinlich um einen Einzeltäter handelt. Das Chaos begann vor einem Spiel des kanadischen Fußballverbandes, als ein Fahrzeug eine Sperre mit einer Verkehrskontrolle rammte. Dabei wurde ein Beamte durch die Luft geschleudert. Laut Knecht stieg der Fahrer daraufhin aus und stach auf den Polizeibeamten ein. Einige Stunden später wurde ein Lkw-Fahrer zur Verkehrskontrolle angehalten, doch dann flüchtete dieser. Die Polizei verfolgte ihn. Der Lkw-Fahrer verletzte bei seinem Fluchtversuch vier Fußgänger, bevor er selbst festgenommen werden konnte. (Fox)

HISB-ALLAH BEHAUPTET, ISRAEL WOLLE IN DER REGION KRIEG – Die im Libanon ansässige Hisb-Allah warf dem israelischen Premier Netanjahu und seiner Regierung am Sonntag, den 1.10.2017 vor, die Region in Syrien, im Libanon und im Gaza-Streifen in den Krieg zu treiben. In Israel wäre niemand mehr sicher, sollte ein solcher Krieg ausbrechen. Dieses Jahr sind die Spannungen zwischen der vom Iran unterstützten Hisb-Allah und ihrem Erzfeind Israel schlimmer geworden. Der letzte große Konflikt wurde 2006 ausgetragen. Israel hat erklärt, es würde im Kriegsfall von Anfang an all seine Mittel gegen die Hisb-Allah einsetzen. In einer Rede vor seinen Anhängern erklärte der Hisb-Allah-Chef Sayyed Hassan Nasrallah, die israelische Regierung habe keine rechte Vorstellung davon, wohin solch ein Krieg führen würde, sollte sie ihn denn auslösen, und die Juden wüssten auch nicht, wie er enden würde. Im Juni 2017 hatte Nasrallah erklärt, ein künftiger israelischer Krieg gegen Syrien oder den Libanon könnte Tausende von Kämpfern aus Ländern wie dem Iran, Irak, Afghanistan, dem Jemen und aus Pakistan anlocken. Nasrallah rief nun in Israel lebende Juden auf, in ihre Ursprungsländer zurückzukehren, aus denen sie ausgewandert sind. Sonst würden sie von ihrer törichten Regierung als Kanonenfutter verheizt. Seiner Meinung nach werden israelische Juden „im besetzten Palästina“ keinen sicheren Ort finden. (Reuters)

ÖSTERREICH: BURKAVERBOT TRITT IN KRAFT, GESICHTER DÜRFEN IN ÖFFENTLICHKEIT NICHT VERHÜLLT WERDEN – Am 1.10.2017 trat in Österreich das Verbot für den Vollschleier in Kraft. Unter das Gesetz fallen auch moslemische Schleier, die Teil einer Burka sind. In dem Gesetz heißt es, dass an öffentlichen Plätzen in Österreich alle Gesichter vom Haaransatz bis zum Kinn sichtbar sein müssen. Die Polizei kann Personen zwingen, ihr Gesicht zu zeigen und Bußgelder von 150 Euro verhängen. In Frankreich und Belgien waren ähnliche Verbote bereits 2011 eingeführt worden. Das niederländische Parlament debattiert noch darüber. Moslemische Gruppen haben das Gesetz verurteilt; nur eine Minderheit der Frauen im Land trage Vollschleier. Doch das Gesetz fand große Unterstützung, was auf die wachsenden Ressentiments gegenüber Einwanderern in dem mehrheitlich katholischen Land deutet. „Es ist nicht richtig, das hier lebende Menschen ihre Gesichter nicht zeigen“, erklärte ein Bürger, der auf den Straßen von Wien befragt wurde. Parteien, die gegen Einwanderung sind, haben gute Chancen, die Wahlen am 15.10.2017 zu gewinnen. (UK Telegraph)

CHRISTEN IM IRAN – Im Iran Christ zu sein ist gefährlich. Dennoch sich ließen 20 Christen trotz der Verfolgung an einem nicht genannten Ort und ohne Nennung ihrer Namen taufen. Einer sagte: „Ich habe neun Jahre auf diesen Augenblick gewartet.“ Ein anderer sagte: „Das war mein Wunsch, bevor ich sterbe.“ Die Massentaufe war ein freudiges Ereignis für die Christen, manche von ihnen waren Teenager, andere älter. Fast alle haben schon Verfolgung erlebt, weil sie an Jeschua glauben. Trotz der Gefahren für die Gläubigen und der Angst der Regierung vor der Ausbreitung des Evangeliums, wächst die christliche Gemeinde sehr. Es gibt viele Berichte von Moslems, denen Jeschua in Träumen und Visionen begegnet ist. „Wir beten seit Jahren, dass Menschen im Iran zum Glauben an Jeschua kommen und sich taufen lassen. Hier wird ein Traum war“, sagte ein Konvertit, dessen Bruder 1994 ermordet worden war, weil er sich zu Jeschua bekannt hatte. (CBN)  Bitte betet, dass die iranischen Gemeinden und Leiter weiter wachsen, ermutigt und bewahrt werden. „Auf diesem Felsen werde Ich Meine Gemeinde bauen, und des Hades Pforten werden sie nicht überwältigen.“ - Matthäus 16,18

BETET FÜR DAS LAUBHÜTTENFEST 2017 – Wir feiern in Jerusalem von Sonntag, 8. bis Dienstag 10. Oktober und in London am 20. und 21. Oktober. Die Konferenz in Jerusalem wird im Internet übertragen werden. Mehr Infos dazu im gesonderten Mail oder unter: https://www.visionforisrael.com/de/content/konferenz-zum-laubh%C3%BCtten...

VFI BRAUCHT EURE HILFE – Danke im Voraus für eure Spenden, die jetzt zu den hohen jüdischen Feiertagen besonders gebraucht werden. - „Und wie ihr wollt, dass euch die Menschen tun sollen, tut ihnen ebenso!“ - Lukas 6,31

Wir danken dem Herrn für Eure Gebete

Barry, Batya und das VfI-Team