Aktuelles aus Jerusalem – 6. April 2018

„Ich aber will beständig harren und all Dein Lob vermehren.“  Kolosser 4,2

100.000 MENSCHEN EMPFANGEN AN DER KLAGEMAUER SEGENSSPRUCH – Rund 100.000 Menschen ließen sich anlässlich von Pessach von den Kohanim (den Nachkommen der Priesterfamilien) am Montag, den 2.4.2018 an der Klagemauer in Jerusalem segnen. Der Segen wird von Juden ausgesprochen, die Nachkommen von Aaron, dem Bruder von Mose, sein sollen. Es ist einer der ältesten Segenssprüche im jüdischen Glauben. Die Kohanim bedecken oft ihr Gesicht, wenn sie den Segen ausrufen. Es heißt, ihr Gesicht sehe dabei ehrfurchterregend aus. An der Zeremonie nahmen führende Rabbis aus Israel teil ebenso wie der US-Botschafter in Israel David Friedman. In der Diaspora wird er an bestimmten Tagen auf dem jüdischen Kalender gesprochen, in Jerusalem dagegen täglich und im Rest des Landes einmal wöchentlich. (Jerusalem Post)  Der aaronitische Segen lautet:Der HERR segne dich und behüte dich! Der HERR lasse Sein Angesicht über dir leuchten und sei dir gnädig! Der HERR erhebe Sein Angesicht auf dich und gebe dir Frieden!“ - 4. Mose 6,24-26

ISRAEL VEREITELT GROSSEN ANSCHLAG DES ISLAMISCHEN DSCHIHAD – Seit Freitag, den 30.3.2018 versammeln sich Tausende von Palästinensern im Gaza-Streifen entlang der israelischen Grenze. Einige haben versucht, die Grenze zu durchbrechen. Am Mittwoch, den 4.4.2018 veröffentlichten die Israelischen Verteidigungskräfte (IVK) ein Video, in dem zu sehen war, wie IVK-Soldaten in ein Fischerboot aus Rafah stiegen, das in unerlaubtes Gebiet gesegelt war. Zehn Palästinenser wurden festgenommen und zum Verhör abgeführt. Der israelische Geheimdienst, Schin Beit, teilte mit, der palästinensische Anführer Amin Saadi Muhammad Juma habe beim Verhör den geplanten Anschlag gestanden. Das Fischerboot sollte als Lockvogel dienen und ein israelisches Marineschiff zwingen, sich ihm zu nähern. Die Palästinenser an Bord eines zweiten Bootes sollten eine aus sowjetischer Produktion stammende Kornet-Panzerabwehrlenkwaffe auf das israelische Schiff abfeuern und dann von einem dritten Boot aus ins IVK-Schiff einsteigen, um die überlebenden IVK-Soldaten zu entführen. Juma hatte in Vorbereitung auf den Anschlag für die Terrorgruppe Islamischer Dschihad seit einiger Zeit geheim Informationen über das an der Küste von Gaza eingesetzte israelische Marineschiff zusammengetragen, wie Schin Beit mitteilte. Dieser Anschlag zur See “beweist die wahren Intentionen der Terrororganisationen in Gaza, die versuchen, ihre mörderischen Pläne zu verdecken, indem sie Israel am Sicherheitszaun zu Gaza provozieren. Die Absicht dahinter ist, Terroristen einen Deckmantel zu bieten, unter dem sie Israel angreifen können”, so der israelische Premierminister Benjamin Netanjahu. (Jerusalem Post)

NETANJAHU REAGIERT AUF ERDOGANS BEHAUPTUNGEN ÜBER GAZA – Der türkische Präsident Erdogan behauptete am Sonntag, den 1.4.2018: „Israel hat in Gaza ein Massaker verübt und Netanjahu ist ein Terrorist.“ Darauf erwiderte der israelische Premier: „Jemand, der Nordzypern besetzt, ins Kurdengebiet einmarschiert und Massaker an Zivilisten in Afrin verübt, sollte uns keine Moralpredigt halten.“ Davor hatte er gesagt: „Die charakterstärkste Armee der Welt lässt sich nicht von jemandem vorführen, der seit vielen Jahren Zivilisten schonungslos bombardiert.“ * Die als „friedliche Demonstrationen“ angekündigten Proteste der Palästinenser gehen an der Grenze zu Israel - gewaltsam - weiter. Dabei werden typisch für die PA-Terroristen wieder palästinensische Frauen und kleine Kinder als Schutzschild benutzt. (Haaretz)

SAUDISCHER KRONPRINZ ERKENNT ISRAELS EXISTENZRECHT AN – Der saudische Kronprinz Mohammed bin Salman erkannte diese Woche in einem Interview das Existenzrecht Israels an und stellte künftig diplomatische Beziehungen zwischen seinem Königreich und dem jüdischen Staat in Aussicht. Auf die Frage, ob er glaube, das jüdische Volk habe ein Recht auf einen eigenen Staat, zumindest in einem Teil des Gebietes, das seinem Volk früher gehörte, antwortete er: „Ich glaube, dass jedes Volk, egal wo, das Recht hat, in einer friedlichen Nation zu leben.“ In Bezug auf Antisemitismus in Saudi Arabien sagte er: „Unser Land hat keine Probleme mit Juden. Unser Prophet Mohamed war mit einer Jüdin verheiratet. Sie war nicht nur seine Geliebte. Er war mit ihr verheiratet. In Saudi Arabien leben viele Juden - aus Amerika und Europa.“ Israel und Saudi Arabien pflegen keine offiziellen Beziehungen; jedoch hat Israel in den vergangenen Jahren geheime Kontakte angedeutet und betont, dass beide Länder bezüglich des Widerstands gegen den Iran gemeinsame Interessen haben. Salman unterstrich, welche Bedrohung der Iran für den Nahen Osten darstellt. Er hatte sogar geäußert, der Ajatollah Khomenei sei noch schlimmer als Hitler. Khomenei ist die oberste geistliche und politische Instanz, Oberbefehlshaber der iranischen Streitkräfte und Staatsoberhaupt des Iran. (Times of Israel)

CHEF DER BRITISCHEN LABOUR PARTY BESUCHT VERANSTALTUNG EINER ORGANISATION, DIE ISRAEL ZERSTÖREN WILL – Am Montag, den 2.4.2018 nahm der Chef der britischen Labor Party Jeremy Corbyn an einer „alternativen“ Sederfeier teil, die die radikale, antiisraelische Gruppe „Jewdas“ aus dem Londoner Stadtteil Islington veranstaltete. Die extrem linke Gruppe hatte in der Vergangenheit zur Zerstörung Israel aufgerufen und die jüdischen Nation als „stinkendes Abwasser“ bezeichnet, dessen man sich entledigen müsse. Corbyn verbrachte mehrere Stunden auf der Veranstaltung von Jewdas, bei der sich die Teilnehmer über den Protest gegen Antisemitismus in der Labor Partei lustig machten. Ein Sprecher Corbyns gab zu, der Labour-Chef sei bei der Veranstaltung gewesen, allerdings als Privatperson und nicht als Vertreter seiner Partei. Nichtsdestotrotz kritisierten einige Parteimitglieder Corbyn dafür, weil er damit den Kampf gegen Antisemitismus untergrabe. „Damit provoziert er die jüdische Gemeinde absichtlich - nur wenige Tage nachdem sie ihn eindringlich aufgefordert hatte, den Antisemitismus zu bekämpfen“, so John Woodcock von Labour auf Twitter. „Ihm muss klar gewesen sein, dass seine Teilnahme an dem Treffen gerade jetzt suggeriert, die Ansichten der extremistischen Gruppe seien in Ordnung.“ * Die britische Premierministerin Theresa May von den Konservativen erklärte: „Mit dem Auszug aus Ägypten ging der Antisemitismus nicht zu Ende. Seit Tausenden von Jahren sehen sich die Nachkommen von Mose der Verfolgung ausgesetzt, täglich erlebten sie Hass, Diskriminierung und Gewalt. Das ist leider auch in Großbritannien so. Ich setze mich beständig dagegen ein. Wir haben in den Schutz von jüdischen Gemeinden und in Aufklärung investiert. Wir haben ein Holocaustdenkmal gesetzt, das uns an das erinnern soll, wozu Hass führt, wenn man ihn ignoriert.“ Eine Woche davor hatten sich 2.000 Juden vor dem britischen Parlament versammelt und gegen Jeremy Corbyn demonstriert, da er bisher nicht gegen Antisemitismus unternommen hat. (Arutz-7, Jerusalem Post)  Bitte betet, dass Leute wie der Chef der Opposition in Großbritannien und seine Gefolgsleute immer wieder als Antisemiten entlarvt und dass sie ihrer einflussreichen Ämter enthoben werden. „Es ist aber nichts verdeckt, was nicht aufgedeckt, und nichts verborgen, was nicht erkannt werden wird; deswegen wird alles, was ihr in der Finsternis gesprochen haben werdet, im Licht gehört werden, und was ihr ins Ohr gesprochen haben werdet in den Kammern, wird auf den Dächern ausgerufen werden.“ - Lukas 12,2-3

WICHTIGER JÜDISCHER SPENDER WIRD BRITISCHE LABOUR PARTY NICHT MEHR UNTERSTÜTZEN – Einer der wichtigsten Spender hat die britische Oppositionspartei Labour verlassen, weil sie sich nicht mit den jüngsten, ganz offensichtlichen Fällen von Antisemitismus befasst hat. Sir David Garrard, ein Jude, hat der Labour Party seit 2003 umgerechnet rund 1,7 Millionen Euro gespendet. „Als jemand, der Labour bisher stark politisch und finanziell unterstützt hat und als jemand, der so viele Jahrzehnte Mitglied war, spüre ich nun keinerlei Verbundenheit mehr zu dem, was scheinbar aus der Partei geworden ist“, so Garrard gegenüber britischen Journalisten. Am 1.4.2018 hatte eine große britische Tageszeitung berichtet, dass zwölf ranghohe Mitarbeiter, die für Corbyn und den Anführer der Opposition, John McDonnell, tätig sind, zu einer Facebook-Gruppe gehören, die antisemitische und gewaltverherrlichende Kommentare postet und Adolf Hitler lobt. Dem Bericht zufolge stehen auf den Facebook-Seiten der 20 größten Fan-Gruppen von Corbyn über 2.000 rassistische, antisemitische, frauenfeindliche, gewaltverherrlichende und missbräuchliche Botschaften. Immer wieder werden dort jüdische Menschen angegriffen und der Holocaust geleugnet. Garrand erklärte, er habe in den letzten beiden Jahren mit Bestürzung und einer bösen Vorahnung beobachtet, wie sich die Parteiführung seiner Ansicht nach verhalten hat: „Für mich sieht es so aus, als unterstützt und begrüßt die Partei offensichtliche Fälle von Antisemitismus.“ Das habe bereits in der Vergangenheit für Millionen von unschuldigen Menschen zu unerträglich schlimmen Konsequenzen geführt. „Die Partei gibt nicht einmal mehr vor, sie stehe für die früheren Prinzipien und die Rechtschaffenheit, die Labour einst verkörperte“, wie Garrard hinzufügte. (JTA)

ISIS ERMORDET PAKISTANISCHE CHRISTEN NACH OSTERN – Am Dienstag, den 3.4.2018 übernahm die ISIS die Verantwortung für die Ermordung von vier Christen in Südwestpakistan. Sie hatte das Feuer auf eine Gruppe von Christen eröffnet, die von Quetta, der Hauptstadt der Provinz Baluchistan, aus unterwegs war, um Angehörige zu besuchen. Ihr Fahrzeug wurde von Terroristen abgefangen, die sodann auf sie schossen. Pakistanische Christen sind mit über 2 Millionen die zweitgrößte Minderheit im Land. (Fox)  Bitte betet für Trost für die Hinterbliebenen, die so kurz nach dem Auferstehungsfest ihre Lieben auf so grausame Weise verloren haben: „Und Gott wird jede Träne von ihren Augen abwischen, und der Tod wird nicht mehr sein, noch Trauer noch Geschrei noch Schmerz wird mehr sein; denn das Erste ist vergangen.“ - Offenbarung 21,4

VFI BRAUCHT EURE HILFE – Über die Projekte von Vision für Israel könnt ihr euch auf unserer Website unter www.visionforisrael.com/de informieren. Danke im Voraus für eure Unterstützung in Gebet und für eure finanziellen Gaben! „Denn es hat Mazedonien und Achaja wohlgefallen, einen Beitrag zu leisten für die Bedürftigen unter den Heiligen, die in Jerusalem sind. Es hat ihnen nämlich wohlgefallen, auch sind sie ihre Schuldner. Denn wenn die Nationen ihrer geistlichen Güter teilhaftig geworden sind, so sind sie verpflichtet, ihnen auch in den leiblichen zu dienen.“ - Römer 15,26-27

Wir danken dem Herrn für Eure Gebete

Barry, Batya und das VfI-Team