Aktuelles aus Jerusalem – 5. Januar 2018

„Es ist aber nahe gekommen das Ende aller Dinge. Seid nun besonnen und seid nüchtern zum Gebet!“  1. Petrus 4,7

NETANJAHU KRITISIERT TEHERAN FÜR MISSHANDLUNG VON CHRISTEN – Selten kommt es vor, dass auf iranischen Straßen Demonstranten zu sehen sind, wie das seit Donnerstag, den 28.12.2017 der Fall war. Der israelische Premier Benjamin Netanjahu veröffentlichte am Freitag ein Video auf Facebook. Darin kritisierte er Teheran wegen der Art und Weise, wie Christen behandelt werden. Er hob die Heuchelei des iranischen Außenministers Javad Zarifs hervor, der vor Weihnachten auf Twitter eine Botschaft veröffentlicht hatte. Netanjahu erklärte: „Stellen Sie sich das vor! Am 23.12.2017 postete er folgenden Tweet: ‚Der Engel sagte, Maria, Gott hat eine gute Botschaft für dich, ein Wort von dem, dessen Name Christus, Jesus [Jeschua], der Sohn Marias, ist, hoch geehrt in dieser Welt und in der kommenden. Koran 3,45. Ihnen allen ein frohes und friedliches Weihnachten. Möge Christi universale Botschaft des Friedens im kommenden Jahr begrüßt werden.’ Da frage ich mich, was die Christen, die diesen Monat im Iran ins Gefängnis kamen, zu so einer Twitter-Nachricht sagen würden. Doch leider hat das Regime Twitter verboten - nun ja, es sei denn, man ist ein hochrangiger Vertreter des Landes.“ Anfang des Monats hieß es in den persischen Medien, iranische Sicherheitskräfte hätten vier Iraner, die sich zum Christentum bekehrt hatten, festgenommen; die Polizei durchsuchte sechs Häuser, die bisher als Hauskirchen genutzt wurden. Die offizielle Nachrichtenagentur der iranischen Regierung, IRNA, verteidigte die Festnahmen, indem sie erklärte: „Elemente einer unaufrichtigen christlichen Sekte, die sich selbst anpries und versuchte, den Markt und die wirtschaftliche Ordnung zu stören, sind festgenommen worden.“ Netanjahu nahm auf diese Festnahmen in seiner Videobotschaft Bezug: „Stellen Sie sich vor, Sie beten bei sich zu Hause im Kreise ihrer Familie und plötzlich dringen bewaffnete Schlägertypen in Ihr Haus ein und zerren Sie ins Gefängnis. Sie quälen Sie, nur weil Sie Ihren christlichen Glauben praktizieren. So sieht es im Iran aus!“ Er fügte hinzu: „Wenn jemand ‚Frohe Weihnachten’ wünscht, aber gleichzeitig Christen in seinem eigenen Land ins Gefängnis wirft, dann ist das der Gipfel der Heuchelei. Bitte beten Sie für unsere christlichen Brüder und Schwestern, die unter dem grausamen iranischen Regime leiden.“ An die Christen dort gewandt sagte er: „Liebe Brüder und Schwestern, wir stehen Ihnen zur Seite - die Welt steht Ihnen zur Seite.“ (Jerusalem Post)  Obwohl die Verfolger im Iran damit gedroht haben, die christliche Kirche auszuradieren, wächst die Zahl der Christen in der Islamischen Republik mehr als sonst irgendwo in der Welt! In den letzten 20 Jahren sind mehr Iraner Christen geworden als in den vorangegangen 13 Jahrhunderten. Bitte betet für Mut, Schutz und weiteres Wachstum in den christlichen Gemeinden im Iran.

NETANJAHU WÜNSCHT DEMONSTRANTEN ERFOLG FÜR IHR EDLES STREBEN NACH FREIHEIT – Am 1.1.2018 erklärte der israelische Premier Netanjahu: „Mutige Iraner gehen auf die Straßen. Sie wollen Freiheit. Sie wollen Gerechtigkeit. Sie wollen grundlegende Freiheiten, die ihnen seit Jahrzehnten versagt geblieben sind.“ Hochrangige Politiker haben den US-amerikanischen Präsidenten Donald Trump für seine Unterstützung für die Demonstranten gelobt. Trump hatte jüngst unter anderem gesagt, der Iran versage auf allen Ebenen und es sei Zeit für Veränderungen. Am Montag beklagte Netanyahu, dass bisher keine einzige europäische Nation ihre Unterstützung für die Demonstranten zum Ausdruck gebracht habe. „Dieses Regime versucht krampfhaft, Hass unter uns zu streuen, aber das wird ihm nicht gelingen”, so Netanjahu. „Ich wünsche den Menschen im Iran Erfolg für ihr edles Streben nach Freiheit.“ Der israelische Premier bezeichnete Behauptungen aus dem Iran, Israel stecke hinter den Protesten, als falsch und lächerlich. (The Hill)

TOTE BEI ANSCHLAG AUF KIRCHE IN KAIRO – Das ägyptische Außenministerium teilte mit, dass mindestens zehn Personen, darunter acht koptische Christen, bei einer Schießerei vor einer Kirche in Kairo getötet wurden; Khaled Megahed sagte, der Angriff am Freitag, den 29.12.2017, habe sich vor der Mar Mina-Gemeinde ereignet. Bewaffnete Männer, die mit Motorrädern unterwegs waren, eröffneten das Feuer. Einer der Schützen wurde ebenso wie ein Sicherheitsbeamter erschossen. Es hieß, der andere Angreifer sei geflohen und würde noch gesucht. Ein Sprecher der orthodoxen koptischen Kirche erklärte, mindestens sechs Menschen seien bei dem Anschlag getötet worden, fünf Kopten und ein Polizist. Er fügte hinzu, dass es einen weiteren Anschlag auf ein Geschäft in Helwan, in der gleichen Gegend, gab. Dabei wurden zwei weitere Kopten getötet. Die christliche Minderheit unter den Ägyptern ist seit Dezember 2016 immer wieder von islamistischen Terroristen angegriffen worden, wodurch über 100 Menschen starben und unzählige verwundet wurden. (New York Post)  Bitte betet für die Christen in Ägypten, die täglich verfolgt werden - viele sind bereits getötet worden, andere wurden verletzt, ihr Hab und Gut wurde beschädigt, sie verloren ihre politischen Rechte. Betet, dass die ägyptische Regierung auf die Terroranschläge gegen Christen, zum Beispiel durch Ableger der ISIS, reagiert. Möge sie alles Erdenkliche tun, um die Christen zu schützen.

JUDEN IN SCHWEDEN BEFÜRCHTEN ANTISEMITISCHE ANSCHLÄGE – Rabbi Pinchas Goldschmidt, der Vorsitzende der Konferenz europäischer Rabbis, hat um ein außerordentliches Treffen mit dem schwedischen Premier Stefan Löfven gebeten, um über den wachsenden Antisemitismus zu sprechen. Rabbi Goldschmidt sandte ein Schreiben an Löfven, nachdem verschiedene Synagogen in Schweden mit Brandbomben angegriffen worden waren. Am 10.12.2017 warfen anti-israelische Demonstranten Brandbomben in die Synagoge von Göteborg. Während des Anschlags waren jüdische Schüler in dem Gebäude. Am nächsten Tag wurden zwei brennende Gegenstände in eine Kapelle am jüdischen Friedhof von Malmö geworfen. Rabbi Goldschmidt sagte: „Schweden ist das einzige Land in Europa, wo der Antisemitismus nicht nur auf dem Vormarsch ist, sondern wo anti-israelische Meinungen öffentlich sichtbar sind, was zu gefährlichen Anschlägen auf die jüdische Gemeinde führt. Es ist auch verboten, jüdische Praktiken auszuüben, wie zum Beispiel religiöses Schächten.“ Rabbi Goldschmidt betonte, dass die 18.000 schwedischen Juden ständig in Angst lebten, weil antisemitische Übergriffe unvermeidbar seien und die Regierung Schwedens kaum oder gar nicht reagiere. „Ich glaube, dass die Furcht, gegenüber von Moslems, besonders gegenüber Flüchtlingen, intolerant zu sein, die Regierung lahmlegt und sie hindert, tief sitzende Vorurteile gegen Juden anzugehen. Dadurch ist es zu einem Anstieg bei antisemitischen Anschlägen gekommen. Es sei an der Zeit, aufzuhören, nur über Antisemitismus zu reden und stattdessen etwas dagegen zu unternehmen. Diese Anschläge bereiten mir und der jüdischen Gemeinde in ganz Europa enorme Sorgen.“ (Arutz 7)  Bitte betet gegen antisemitische Schikane und Gewaltakte gegen Juden in Schweden. Betet, dass die Regierung dort Schritte gegen Antisemitismus unternimmt und dass alle Juden, denen es möglich ist, in ihre Heimat Israel zurückkehren. „Rette uns, HERR, unser Gott, und sammle uns aus den Nationen, dass wir Deinen heiligen Namen preisen, dass wir uns rühmen Deines Lobes!“ - Psalm 106,47

DEMONSTRATIONEN IM IRAN SIND KEINE ÜBERRASCHUNG, TEHERAN VERSCHWENDET MILLIARDEN ZUR FINANZIERUNG VON TERRORISMUS – Drei Demonstranten wurden am Samstag, den 30.12.2017 von der Iranischen Revolutionsgarde erschossen, während es den dritten Abend in Folge zu Protesten kam. Die Demonstranten forderten die Regierung auf, ihre teuren Expansionsprojekte im ganzen Nahen Osten ebenso zu beenden wie die Korruption in ihren eigenen Rängen und in der gesamten Islamischen Republik. Im staatlichen Fernsehen wurde berichtet, dass zehn weitere Personen bei Zusammenstößen am Abend des 31.12.2017 getötet wurden. Am Samstagabend hatte sich das Büro des israelischen Premierministers noch nicht zu den Vorfällen im Iran geäußert. Jetzt sagte der Minister für öffentliche Sicherheit und strategische Angelegenheiten Gilad Erdan, die Proteste seien keine Überraschung. „Der Iran verschwendet Milliarden von Euros, um die Hisb-Allah, die Hamas, das Regime von Assad und Terror in der ganzen Welt zu finanzieren, anstatt das Geld in sein eigenes Volk zu investieren“, schrieb Erdan in einem Tweet. Er fügte hinzu: „Es ist kein Wunder, dass viele Iraner mutig aufstehen und sich gegen die iranische Führung äußern.“ In Videoaufnahmen war zu sehen, wie Polizisten auf Demonstranten einschlugen und sie festnahmen. (Jerusalem Post)

ALTE GRABTÜR MIT MENORA WIRD IN ISRAEL ENTHÜLLT – Eine sehr alte Grabtür aus Basalt, in die eine wunderschöne Menora eingraviert ist, wird seit kurzem vom Institut für Archäologie an der Hebräischen Universität in Jerusalem ausgestellt. Die Grabtür fand man in Tiberias in der Region von Galiläa bereits im Jahr 2010. Sie wurde jedoch erst vor einigen Wochen für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Die Tür, die Teil einer jüdischen Grabstätte ist, stammt wahrscheinlich aus dem 2. bis 4. Jahrhundert und zeigt eine verzierte Menora mit sieben Armen vor dem alten jüdischen Tempel, einem der Schlüsselsymbole für das Judentum. (Fox)

USA HANDELT GERINGERE BEITRÄGE FÜR DIE UNO AUS – Die Vertretung der USA bei den Vereinten Nationen teilte am 24.12.2017 mit, dass das Budget der UNO für 2018 - 2019 um über 236 Millionen Euro gekürzt wird. Die Delegierten erklärten, dass die Einsparungen für die Verwaltung der UNO gelten. Die US-amerikanische UNO-Botschafterin Nikki Haley sagte, es sei bekannt, wie ineffizient die Organisation sei und dass sie viel zu hohe Ausgaben habe. Haley wolle nicht, dass die Großzügigkeit des amerikanischen Volkes ausgenutzt wird. Ihre Delegation freue sich zwar über das Ergebnis der Verhandlungen über den Etat, wolle aber nach weiteren Möglichkeiten suchen, die Effizienz der UNO zu erhöhen; dabei sollen allerdings auch die Interessen Amerikas geschützt werden. (Washington Times)

VFI BRAUCHT EURE HILFE – Über die Projekte von Vision für Israel könnt ihr euch auf unserer Website unter www.visionforisrael.com/de informieren. Danke im Voraus für eure Unterstützung in Gebet und Gaben! „Denn es hat Mazedonien und Achaja wohlgefallen, einen Beitrag zu leisten für die Bedürftigen unter den Heiligen, die in Jerusalem sind. Es hat ihnen nämlich wohlgefallen, auch sind sie ihre Schuldner. Denn wenn die Nationen ihrer geistlichen Güter teilhaftig geworden sind, so sind sie verpflichtet, ihnen auch in den leiblichen zu dienen.“ - Römer 15,26-27

Wir danken dem Herrn für Eure Gebete

Barry, Batya und das VfI-Team