Aktuelles aus Jerusalem – 4. Mai 2018

„Und Er wird jede Träne von ihren Augen abwischen, und der Tod wird nicht mehr sein, noch Trauer noch Geschrei noch Schmerz wird mehr sein; denn das Erste ist vergangen.“  Offenbarung 21,4

JUGENDLICHE STERBEN NACH UNWETTERN IN WASSERMASSEN – Zehn Israelis, neun Mädchen und ein Junge, alle circa 18 Jahre, starben am Donnerstag, den 26.4.2018 bei einer Wanderung durch eine Schlucht südlich vom Toten Meer. Sie hatten an einem Programm vor ihrem Eintritt in die Armee teilnehmen wollen. „Israel trauert um junge Hoffnungsträger, die durch diese Tragödie so plötzlich aus dem Leben gerissen wurden“, sagte Premierminister Benjamin Netanjahu. „Wir trauern mit den Familien und beten, dass die Verwundeten schnell wieder gesund werden.“ Eines der verletzten Mädchen beschrieb einem Arzt im Soroka-Krankenhaus von Beerscheba die Katastrophe wie folgt: „Wir stiegen in den Fluss, aber nicht an der engsten Stelle. Wir fingen an zu gehen, aber dann hörten wir die Wasserfluten ganz plötzlich kommen.“ Sie schilderte eine schockierende Szene: „Wir fingen alle an zu rennen, aber das Wasser riss jeden einzelnen mit.“ Bei der Wanderung sollten sich die neuen Schüler der Bnei Tzzion-Akademie in Tel Aviv, an der man sie auf die Armee vorbereiten wollte, besser kennen lernen. Die Sprecherin der Polizei Meirav Lapidot erklärte, die Verwaltung der Schule habe die Wanderung genehmigt - trotz Warnungen vor möglichen Überschwemmungen und obwohl die Polizei die Anweisung erteilt hatte, sich nicht in diesem Gebiet aufzuhalten. „Hier handelt es sich um eine ganz schlimme Tragödie, die leicht hätte verhindert werden können, wenn die Verantwortlichen nur hingehört und den Anweisungen Folge geleistet hätten“, sagte sie. Am Freitag, den 27.4.2018 verhörte die Polizei drei Vertreter der Akademie. Zwei von ihnen, darunter der Schulleiter, wurden in Gewahrsam genommen. (Jerusalem Post, Haaretz)  Bitte betet für die Angehörigen und Freunde dieser jungen Leute. Betet, dass diejenigen, die Wanderungen leiten, auf die Warnungen der Polizei und des Wetterdienstes hören und ihre Exkursionen nicht durchführen, wenn es gefährlich werden könnte.

BOMBARDIERUNG IN SYRIEN – Am Sonntag, den 29.4.2018 schlugen Raketen bei zwei der Militärstützpunkte von Präsident Baschar Assad in der Gegend von Hama ein. Die Erschütterungen waren laut dem Seismologischen Zentrum für Europa und den Mittelmeerraum (EMSC) so stark wie bei einem Erdbeben der Stärke 2,6. Am Abend erklärte die syrische Armee, es habe einen Angriff auf ihre Stützpunkte im Randgebiet der Stadt Homs und im Bezirk Aleppo gegeben. Eine syrische Menschenrechtsorganisation sagte, Ziel sei der Stützpunkt der 47. Brigade gewesen. Dort seien iranische Soldaten stationiert. Darüber hinaus wurden Stützpunkte des Regimes von Assad im Gebiet um den Flughafen Salhab westlich von Hama zum Ziel der Bombardierungen. Mehrere Dutzend Menschen starben der Menschenrechtsorganisation zufolge. Bei dem Angriff sollten große Armeelager beschossen werden, in denen sich Boden-Boden-Raketen befanden, welche der Iran in Syrien aufstellen wollte. Vergangene Woche hatte es geheißen, dass der US-amerikanische und der israelische Geheimdienst den Transport von iranischen Waffen in Syrien beobachtet hatten; Verteidigungsminister Lieberman sagte, Israel werde nicht zulassen, dass der Iran Stützpunkte in Syrien erreichtet, um Israel von dort aus anzugreifen. (Haaretz)  „Der HERR ist mein Licht und mein Heil, vor wem sollte ich mich fürchten? Der HERR ist meines Lebens Zuflucht, vor wem sollte ich erschrecken? Wenn Übeltäter mir nahen, mein Fleisch zu fressen, meine Bedränger und meine Feinde, so sind sie es, die straucheln und fallen. Wenn sich ein Heer gegen mich lagert, so fürchtet sich mein Herz nicht; wenn sich auch Krieg gegen mich erhebt, trotzdem bin ich vertrauensvoll.“ - Psalm 27,1-3

DIE VERSION DES MAHMUD ABBAS VON DER JÜDISCHEN GESCHICHTE – Der PA-Vorsitzende sprach am 31.4.2018 vor dem palästinensischen Nationalrat in Ramallah und behauptete prompt, dass Juden in Europa wegen ihres sozialen Verhaltens im Zusammenhang mit dem Verleihen von Geld massakriert wurden. „Vom 11. Jahrhundert bis zum Holocaust in Deutschland wurden die Juden alle zehn bis 15 Jahre massakriert. Warum geschah das? Das in allen Ländern Europas weit verbreitete Problem mit den Juden war nicht ihre Religion, sondern ihr soziales Verhalten in Zusammenhang mit Zinswucher und Banken.“ Abbas bezog sich auf eine Theorie, wonach Aschkenasim [aus Mittel- und Osteuropa kommende Juden] aus dem Königreich Chasar im Süden Russlands stammen und „keine Beziehung zur semitischen Kultur, zu Abraham, Jakob und anderen“ haben sollen. Darüber hinaus wiederholte Abbas, Israel sei ein „koloniales Projekt“. Die Legende, sie wollten sich ein eigenes Land aufbauen, komme nicht von den Juden, sondern aus den Kolonialstaaten, so Abbas * Der israelische Premierminister Netanjahu warf dem PA-Vorsitzenden Antisemitismus vor, nachdem Abbas behauptet hatte, die Juden seien selbst für den Holocaust verantwortlich. Das israelische Außenministerium zeigte sich am 2.5.2018 empört; Abbas schüre „religiösen und nationalistischen Hass gegen jüdische Menschen und den Staat Israel“. Netanjahu fügte hinzu: „Es stimmt: einmal ein Leugner des Holocaust, immer ein Leugner des Holocaust. Ich rufe die internationale Gemeinschaft auf, den gravierenden Antisemitismus von Abu Mazen [Abbas] zu verurteilen; diesen sollte es nirgendwo auf dieser Welt mehr geben.“ (UK Daily Mail, Times of Israel)  Bitte betet, dass Abbas aus seinem Amt als PA-Vorsitzender entfernt und durch jemanden ersetzt wird, der bei klarem Verstand ist und eine echte Vision dafür hat, mit Israel auf Frieden und eine friedliche Zusammenarbeit hinzuarbeiten.

„MÖGEN DIE WIDERWÄRTIGEN WORTE VON ABBAS SEINE LETZTEN ALS PA-VORSITZENDER SEIN“ – Der New York Times-Leitartikel „Mögen die widerwärtigen Worte von Abbas seine letzten als PA-Vorsitzender gewesen sein“ vom 1.5.2018 verurteilte die Rede von Abbas vom Vortag; er hatte behauptet, die soziale Rolle von Juden im Zusammenhang mit Zinswucher und Banken sei der Grund für den Jahrtausende langen Antisemitismus. In dem Artikel hieß es, falls Palästinenser und Israelis jemals versuchen sollten, an den Verhandlungstisch zurückzukehren, dann habe der PA-Vorsitzende mit diesen Äußerungen jetzt alle Glaubwürdigkeit als vertrauenswürdiger Partner verloren. Die antisemitischen Ressentiments von Abbas seien nicht neu, denn er hatte die Anzahl der Juden, die beim Holocaust ermordet worden waren, bereits in seiner kontroversen Doktorarbeit angezweifelt. Seine Regierung leide auch unter Korruption und Fehlfunktionen; er sei damit sowohl als PA-Vorsitzender als auch als Gesprächspartner für künftige Friedensverhandlungen ungeeignet. Am Ende des Artikels über diese „widerwärtige Rede“ wurde sie als „neuer Tiefpunkt“ bezeichnet. Dass Abbas sich zu solch finsteren, ätzenden Äußerungen herabgelassen hat, zeige, es sei Zeit, dass er sein Amt abgibt. Der US-Botschafter für Israel David Friedman bediente sich ähnlich deutlicher Worte. „Abu Mazen erreichte einen neuen Tiefpunkt, als er behauptete, der Grund für die Massaker an Juden über lange Zeiträume sei ihr soziales Verhalten im Bezug auf Zinswucher und Banken gewesen.“ (New York Times)  Böse Menschen und Betrüger aber werden zu Schlimmerem fortschreiten, indem sie verführen und verführt werden.“ - 2. Timotheus 3,13

NETANJAHUS REDE LÄSST PROTESTE IM IRAN WIEDERERWACHEN – „Die Rede von Netanjahu diese Woche hat etwas im iranischen Volk wieder wachgerüttelt, was es sehr beunruhigt“, so Dr. Thamar Eilam Gindin, eine Iranexpertin vom Akademischen Zentrum Schalem. „Trotz der dramatischen und sensiblen Informationen, die Premierminister Netanjahu über die Absichten des Irans zur Entwicklung von atomarer Technologie weitergab, stand das, was die Iraner wirklich beunruhigt, in keinerlei Zusammenhang zu dem, was er beschrieben hatte. Ich habe eine riesige Anzahl von Menschen gesehen, die forderten, den Iran nicht als ‚Islamische Republik’ zu bezeichnen“, erklärte Gindin. „Viele Menschen sagten: ‚Die Islamische Republik Iran repräsentiert das iranische Volk nicht; sie hat uns als Geißeln genommen. Man muss zwischen dem Iran unterscheiden, der 3.000 Jahre alt ist und der Islamischen Republik, die gerade einmal 39 Jahre alt ist.’ Laut Dr. Gindin beschreiben diese Reaktionen die aktuelle Stimmung auf den Straßen des Iran in Bezug auf das Regime und die Behörden de Landes, der Vereinigten Staaten, Israels und Netanjahus. „Die Menschen im Iran fühlen sich unsicher, ihre Währung ist schwach und die wirtschaftliche Lage ist heikel. Es gibt viele, die gegen das Regime sind. Die Rede Netanjahus, in der er behauptete, Teheran habe gegen Abkommen verstoßen, hat noch mehr Druck auf sie ausgeübt. Sie wünschen sich den Niedergang ihres Regimes. Es gibt viele Kämpfer an der Tastatur, aber wenn sie auf die Straßen gehen sollen, haben sie Angst. In jüngster Vergangenheit wurde oft das Hashtag ‚We're done!’ (Wir sind erledigt!) benutzt. Jetzt nach der Rede Netanjahus, taucht diese Hashtag wieder auf.“ (Jerusalem Post)

DER IRAN HAT GELOGEN – In einer Nacht holte der israelische Auslandsgeheimdienst Mossad eine halbe Tonne an Dokumenten über das Atomprogramm aus dem Iran. Dafür war er in ein Gebäude in Teheran eingebrochen, in dem die geheimen Akten aufbewahrt wurden. Die NY Times veröffentlichte am 30.4.2018 einen Artikel darüber und zitierte ranghohe Vertreter Israels, die nicht namentlich genannt werden wollten. Der Mossad habe das Lagerhaus im Februar 2016 entdeckt und seither beobachtet. Im Januar 2018 seien Agenten vom Mossad eingebrochen; sie hatten Originaldokumente an sich genommen und noch in der selben Nacht nach Israel gebracht. Bei seiner TV-Ansprache beschrieb Premier Netanjahu das Versteck und zeigte Bilder. „Hier haben sie ihr Archiv über das Atomprogramm. Nur sehr wenige Iraner wussten, wo es war - ebenso wie einige wenige Israelis. Von außen sieht es unverdächtig aus - wie ein heruntergekommenes Lagerhaus. Doch darinnen befanden sich die geheimen iranischen Atomarchive in riesigen Akten.“ Er hatte echte Kopien von 55.000 Seiten mitgebracht. Die Originalaktenordner und CDs befänden sich an einem sicheren Ort. Israel habe nun den Beweis, dass der Iran gelogen hat, so Netanjahu.  

VFI BRAUCHT EURE HILFE – Über die Projekte von Vision für Israel könnt ihr euch auf unserer Website unter www.visionforisrael.com/de informieren. Danke im Voraus für eure Unterstützung in Gebet und für eure finanziellen Gaben! „Denn es hat Mazedonien und Achaja wohlgefallen, einen Beitrag zu leisten für die Bedürftigen unter den Heiligen, die in Jerusalem sind. Es hat ihnen nämlich wohlgefallen, auch sind sie ihre Schuldner. Denn wenn die Nationen ihrer geistlichen Güter teilhaftig geworden sind, so sind sie verpflichtet, ihnen auch in den leiblichen zu dienen.“ - Römer 15,26-27

Wir danken dem Herrn für Eure Gebete

Barry, Batya und das VfI-Team