Aktuelles aus Jerusalem – 30. März 2018

„Haltet fest am Gebet, und wacht darin mit Danksagung.“  Kolosser 4,2

JERUSALEM VOR PESSACH IN ALARMBEREITSCHAFT – Nach den beiden Terroranschlägen in den letzten Tagen in Mevo Dotan und der Jerusalemer Altstadt, bei denen drei Israelis ihr Leben verloren, sind die Verteidigungskräfte im ganzen Land, aber besonders in der Hauptstadt, in Alarmbereitschaft. In Jerusalem äußert sich dies durch den verstärkten Einsatz von Grenzpolizisten und anderen Polizeibeamten in der Altstadt, wo an Pessach viele Israelis und Touristen Zeit verbringen werden. „Dem Verteidigungswesen ist klar, dass die Lage bei so vielen Veranstaltungen, die es demnächst geben wird, hochgefährlich werden könnte. Wir stehen kurz vor Pessach, zwei Gedenktagen und dem Unabhängigkeitstag“, so ein ranghoher Beamter. (Ynet)  Bitte betet intensiv für Sicherheit und Schutz in Israel, besonders in der Hauptstadt Jerusalem und der Umgebung, wo oft Terroristen, die als Einzelkämpfer unterwegs sind, Anschläge verüben. Sowohl jüdische als auch moslemische Feiertage erhöhen das Risiko von islamistischer Gewalt und Angriffen im ganzen Land. * Das siebentägige Pessachfest beginnt bei Sonnenuntergang am Freitag, den 30.3.2018. Siehe 2. Mose 12 * Unseren Freunden nah und fern wünschen wir für dieses Wochenende ein frohes Auferstehungsfest!

ISRAEL WILL DROHNEN MIT TRÄNENGAS BEI GEPLANTEN PROTESTEN AN DER GRENZE ZU GAZA EINSETZEN – Die Grenzpolizei will neue Drohnen einsetzen, die Tränengaskanister abwerfen können, sollte es in den nächsten Wochen am Grenzzaun zwischen Israel und dem Gaza-Streifen zu den erwarteten Demonstrationen von Palästinensern kommen. Die Terrororganisation Hamas hat ab 30.3.2018 zu friedlichen Protesten aufgerufen. Tausende von Palästinensern werden wohl in Zeltstädte ziehen, die entlang der Grenze zu Israel errichtet werden sollen. Mitte Mai, wenn laut dem westlichen Kalender der israelische Unabhängigkeitstag ist, den die Palästinenser als „Nakba“ (Katastrophe) bezeichnen, soll es einen Massenaufmarsch an der Grenze geben. Israel fürchtet, dieser wird in Gewalt umschlagen. Der stellvertretende Polizeikommissar Jakob Schabtai, der die Drohnenentwicklung leitet, sagte gegenüber Journalisten, die Tränengasdrohnen würden den Einflussbereich der Sicherheitskräfte erweitern. (Times of Israel, Worthy News)

US-SENAT VERABSCHIEDET TAYLOR FORCE-GESETZ – Taylor Force, ein ehemaliger US-Soldat, war 2016 bei einem Terroranschlag erstochen worden, als er in Jaffa spazieren ging. Am 23.3.2018 verabschiedete der US-Senat ein Gesetz, wonach US-Gelder für die Palästinensische Autonomiebehörde (PA) gekürzt werden, wenn diese weiter Terroristen und deren Familien bezahlt. Dadurch, dass sich der Senat für diese Kürzung ausgesprochen hat, wird die Kluft zwischen der Regierung Trump und der PA noch größer. Die Kürzung der amerikanischen Mittel folgt dem Taylor Force-Gesetz; der US-Kongress wollte nicht länger mit ansehen, wie amerikanische Steuergelder als Belohnung an palästinensische Terroristen gehen. Die Beziehungen zur PA sind so abgekühlt, dass Abbas sich weigert, die USA als Mittler bei Friedensgesprächen zu akzeptieren. Trump hatte die Palästinenser erzürnt, als er Jerusalem zur Hauptstadt erklärte und den Umzug der US-Botschaft für Mai 2018 ankündigte. Abbas machte vor kurzem deutlich, er wolle die Familie von Trump zerstört sehen. Den US-Botschafter für Israel, David Friedman, beschimpfte Abbas aufs Übelste. (Medialine)  All denen, die dafür gebetet haben, dass die USA der PA keine Gelder mehr überweist, die nur in den Taschen von Terroristen und ihren Familien enden, möchten wir Dank sagen. Betet, dass die PA keine Möglichkeiten findet, Finanzhilfen aus anderen Ländern auf die Konten der Terroristen zu überweisen.

HALEY KRITISIERT UN-MENSCHENRECHTSRAT FÜR VERURTEILUNG ISRAELS – Am Freitag, den 23.03.2018 verabschiedete der UN-Menschenrechtsrat (UNHRC) in Genf gleich fünf antiisraelische Resolutionen. Die US-Botschafterin bei den Vereinten Nationen Nikki Haley äußerte die Empörung der USA darüber, wie der UNHRC Israel behandelt. Sie warnte, die USA würden sich überlegen, ob sie weiterhin ein Mitglied bleiben wollten. „Wenn der Menschenrechtsrat Israel schlechter als Nordkorea, den Iran oder Syrien behandelt, dann handelt er selbst töricht und ist seines Namens nicht würdig. Unsere Geduld ist nicht grenzenlos. Die Geschehnisse heute machen deutlich, der Organisation fehlt es an der nötigen Glaubwürdigkeit, um wirklich als Verfechter der Menschenrechte angesehen werden zu können.“ In einer Resolution wurde Israel aufgefordert, die Golanhöhen an das vom Bürgerkrieg zerrissene Syrien abzugeben. Eine weitere forderte die Mitgliedsstaaten auf, Israel kein militärisches Gerät zu verkaufen. In weiteren Resolutionen wurde Israel aufgerufen, sich an die Grenzen von 1948 zurückzuziehen und aufzuhören, in Judäa und Samaria Wohnhäuser zu bauen. (JNS)  „Fürwahr, trügerisch klingt von den Hügeln das Getöse der Berge; fürwahr, nur im HERRN, unserm Gott, ist das Heil Israels!“ - Jeremia 3,23

PALÄSTINENSER BEANSPRUCHEN JÜDISCHES KULTURERBE – Als Nächstes wollen sich die Palästinenser bei der UNESCO wahrscheinlich den archäologischen Ausgrabungsort Qumran und die Schriftrollen vom Toten Meer unter den Nagel reißen. Davon geht zumindest Schimon Samuels vom Simon Wiesenthal-Zentrum aus. Er führt Buch darüber, wie erfolgreich die Palästinenser dabei sind, biblische und andere (jüdische) kulturelle Stätten, als Eigentum in der Weltkulturerbeliste eintragen zu lassen, seit sie 2011 Mitglied der Organisation der Vereinten Nationen für Erziehung, Wissenschaft und Kultur (UNESCO) wurden. Diese hat ein eigenes Komitee für das Weltkulturerbe. Dort steht Folgendes auf der Liste von „Palästina“: die Geburtskirche in Bethlehem (seit 2012); die landwirtschaftlichen Terrassen von Battir, d.h. der Standort der alten jüdischen Festung zu Betar (seit 2014); die Grabmäler der Patriarchen in Hebron (seit 2017). „Die PA hat eine vorläufige Liste von 13 weiteren Stätten, die sie bei der UNESCO eintragen lassen will. Davon werden die Palästinenser als nächstes wahrscheinlich Besitzansprüche auf die Höhlen von Qumran und die Schriftrollen vom Toten Meer anmelden“, so Samuels. Am empörendsten war bisher wohl, dass die UNESCO seit Beitritt der PA Resolutionen verabschiedet hat, die jüdische Beziehungen zum Tempelberg und zur Klagemauer leugnen. Jene so genannte Jerusalem-Resolution bezeichnet diese Stätten auch nur mit den islamischen Namen „al-Haram al-Sharif“ und „Buraq Plaza“. (Jerusalem Post)

PAYPAL SCHLIESST KONTO VON FRANZÖSISCHER GRUPPE MIT BEZIEHUNGEN ZU TERRORISTEN – Der US-amerikanische Online-Bezahldienst Paypal, hat vor einigen Tagen das französische Konto vom International Solidarity Movement (ISM) eingefroren. Dieser Organisation wirft Israel vor, auf der Seite von propalästinensischen Terroristen zu stehen, die im Jahr 2003 drei Zivilisten in Tel Aviv ermordet und über 50 Personen verletzt hatten. Der israelische Journalist Jean Patrick Grumberg, ein Reporter für die französische Seite der amerikanischen Webseite Dreuz.info, informierte PayPal, dass die französische ISM die antiisraelische Boykottorganisation (BDS) unterstützt. PayPal hat in Frankreich seit 2016 vier Konten geschlossen, weil sie gegen das französische Antidiskriminierungsgesetz verstoßen hatten. (Jerusalem Post)

LEICHE EINER HOLOCAUST-ÜBERLEBENDEN ERSTOCHEN UND VERBRANNT IN PARISER WOHNUNG ENTDECKT – Das Nationale Amt für Wachsamkeit gegen Antisemitismus (BNVCA) teilte am 25.3.2018 mit, dass Mirelle Kanol, eine 85 Jahre alte Dame, ermordet wurde. Der Fall erinnere an das Verbrechen, das an der 66-jährigen Jüdin Sarah Halimi verübt worden war; die jüdische Lehrerin und Ärztin war laut Staatsanwaltschaft im April 2017 von ihrem moslemischen Nachbarn ermordet worden, unter anderem wegen ihres jüdischen Glaubens. Laut BNVCA wurde die Leiche der 85-jährigen am Abend des 23.03.2018 entdeckt. Ihr verkohlter Körper wies elf Stichwunden auf. Die Staatsanwaltschaft, die im Fall der Ermordung der Holocaust-Überlebenden in Paris ermittelt, teilte mit, sie habe zwei Verdächtige festgenommen. Diese hätten zugegeben, die Frau angegriffen zu haben, weil sie Jüdin war. Einer der Verdächtigen hatte Kanol regelmäßig besucht; sie hatte ihn „wie einen Sohn“ behandelt. Kanols eigener Sohn sagte gegenüber den Medien, der Verdächtige habe die Seniorin auch am Tag der Tat besucht. Kanols Enkelin, Noa Goldfarb, schrieb auf Facebook, ihre Großmutter sei von ihrem moslemischen Nachbarn getötet worden. In Frankreich lebt eine halbe Million Juden, die sich immer wieder besorgt über gewaltsame antisemitische Vorfälle äußert. (JTA)  Manchmal fehlen einem die Worte, um zu beschreiben, welchen Horror und Schock Menschen verursachen, die sich dem Bösen verschrieben haben und denen Gewalt antun, mit denen sie sich „angefreundet“ haben. Bitte betet für die Hinterbliebenen von Mirelle Kanol.

FLUGZEUG AUF DEM WEG NACH ISRAEL ÜBERFLIEGT ERSTMALS SAUDI ARABIEN – Saudi Arabien hat seinen Luftraum für Flüge von Air India nach Israel erstmals nach 70 Jahren geöffnet. „Dies ist ein historischer Abend. Der israelische und der saudische Himmel sind durch einen Direktflug verbunden“, erklärte der israelische Transportminister Israel Katz. „Wir feiern die erstarkten Beziehungen zu Indien und den ersten zivilen Flug über Saudi Arabien und die Golfstaaten.“ Der Flug fand am 22.03.2018 statt und deutet auf bessere Beziehungen zu Israel hin. (The Guardian)

VFI BRAUCHT EURE HILFE – Über die Projekte von Vision für Israel könnt ihr euch auf unserer Website unter www.visionforisrael.com/de informieren. Unsere Spendenkonten sind:

Deutschland:  Vision für Israel e.V.     IBAN: DE27 7015 0000 1002 9131 41

Schweiz:         Vision für Israel e.V.     Postfinance Konto: 85-235852-6

Danke im Voraus für eure Unterstützung in Gebet und für eure finanziellen Gaben! „Denn es hat Mazedonien und Achaja wohlgefallen, einen Beitrag zu leisten für die Bedürftigen unter den Heiligen, die in Jerusalem sind. Es hat ihnen nämlich wohlgefallen, auch sind sie ihre Schuldner. Denn wenn die Nationen ihrer geistlichen Güter teilhaftig geworden sind, so sind sie verpflichtet, ihnen auch in den leiblichen zu dienen.“ - Römer 15,26-27

Wir danken dem Herrn für Eure Gebete

Barry, Batya und das VfI-Team