Aktuelles aus Jerusalem – 3. November 2017

„Seid nüchtern, wacht! Euer Widersacher, der Teufel, geht umher wie ein brüllender Löwe und sucht, wen er verschlingen kann. Dem widersteht standhaft durch den Glauben, da ihr wisst, dass dieselben Leiden sich an eurer Bruderschaft in der Welt vollziehen!“  1. Petrus 5,8-9

UNSER BEILEID – Unser Beileid gilt den Opfern von New York nach dem Terrorangriff der ISIS vom 31.10.2017, bei dem acht Menschen getötet und mindestens zwölf verletzt wurden. Bitte betet für Trost und Heilung.

VAE ENTSCHULDIGT SICH BEI ISRAEL FÜR VERWEIGERTEN HANDSCHLAG – Der oberste Vertreter aller Judoka in den Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) entschuldigte sich letztes Wochenende bei seinem israelischen Amtskollegen. Bei einem Tournier in Abu Dhabi waren israelische Athleten mehrfach wegen ihrer Nationalität brüskiert worden. Mohammad Bin Thaloub Al-Darei, der Vorsitzende des Judovereins der VAE, und Aref Al-Awani, ein weiterer ranghoher Sportler des Landes, entschuldigten sich bei Moshe Ponte vom Israelischen Judoverband. Auch beglückwünschten sie das israelische Team für seinen Erfolg. Der israelische Verbandschef Marius Vizer sprach von einer mutigen Geste. Am Freitag, den 27.10.2017 hatte sich der arabische Leichtgewichtler Rashad Almashjari (VAE) nach seiner Niederlage geweigert, dem israelischen Sieger der ersten Runde Tohar Butbul die Hand zu schütteln. Butbul holte in der Gewichtsklasse 66-73 kg in Abu Dhabi Bronze, andere Israelis gewannen ebenfalls Medaillen. Nächstes Jahr sollen israelische Symbole beim Tournier erlaubt sein; dies wurde allerdings nicht bestätigt. Vizer sagte, er hoffe nur, dass in nächster Zukunft die besten Konditionen für die Teilnahme des israelischen Teams geschaffen würden. (Koenig)

POLNISCHE POLITIKER PRANGERN ANTISEMITISMUS AN UND LOBEN ISRAEL – Der Chef der in Polen regierenden, rechtsgerichteten Partei für Recht und Gerechtigkeit prangerte im September 2017 Antisemitismus an und lobte Israel für eine Zeremonie zu Ehren von Polen, die im Holocaust Juden das Leben gerettet hatten. Jaroslaw Kaczynski, der weitestgehend als Entscheidungsträger in Polen gilt, sagte dies, nachdem auf dem Jüdisch-Europäischen Kongress (EJC) Sorge darüber geäußert worden war, wie rasant antisemitische Übergriffe unter der Regierung von Kaczynskis Partei angestiegen sind. Antisemitismus sei sehr gefährlich, sagte Kaczynski. Er bezeichnete Israel als ein großartiges Land: „Wir sehen den Beweis über uns; es gibt eine übermächtige, eine göttliche Kraft, die alles entscheidet. Ohne sie könnte Israel nicht existieren. Das ist eine Art Wunder unserer Zeit.“ 1939 waren unter den 30 Millionen Polen rund 3 Millionen Juden - mehr als sonst irgendwo in Europa. Nur 300.000 überlebten den Zweiten Weltkrieg, nachdem Hitlerdeutschland Polen besetzt und Auschwitz-Birkenau errichtet hatte. Im August 2017 hatte ein führender polnischer Jude die polnische Regierung aufgefordert, im Kampf gegen den Antisemitismus zu helfen. Polnische Juden fühlten sich so unsicher wie selten zuvor. (Arutz 7)

ZWÖLF TERRORISTEN BEI ZERSTÖRUNG VON TUNNELN GETÖTET – Mindestens zwölf Terroristen starben am Montag, den 30.10.2017, als Soldaten der Israelischen Verteidigungskräfte (IVK) ein Netzwerk von Tunneln in der Nähe von Chan Yunis im Süden von Gaza zerstörten. Darunter war auch ein ranghohes Mitglied der Terrororganisation Islamistischer Dschihad. Die Hamas-Terroristen, die im Gaza-Streifen herrschen, teilten mit, zwei Mitglieder des bewaffneten Flügels der Hamas seien getötet worden. IVK-Sprecher Jonathan Conricus beschrieb, wie das Tunnelnetzwerk die Grenze von Gaza in das israelische Gebiet von vor 1967 verletzt habe. Die Passagen seien von Israel aus nahe am Sicherheitszaun gesprengt worden. Das Eingreifen der IVK sei milde gewesen im Vergleich zu der gravierenden und inakzeptablen Verletzung der Hoheitsrechte Israels. Laut Brigadegeneral Ronen Manelis reichten die Tunnel weit in das Gebiet von vor 1967 hinein und stellen eine ernsthafte Bedrohung für die Sicherheit der jüdischen Nation dar. Die IVK sprengten die Tunnel rund 900 Meter vor der Stadt Kissufim. Der Armee zufolge werden vorsorglich zum Schutz Israels zusätzliche Einheiten in das betroffene Gebiet entsandt. (Arutz 7)

LOB FÜR TECHNOLOGIE ZUM AUFSPÜREN VON TUNNELN – Premier Netanjahu und Verteidigungsminister Avigdor Lieberman lobten die IVK am 30.10. 2017 für die Zerstörung eines Terrortunnels im Gazastreifen, den sie mittels hochmoderner Technologie in der Nähe zu einem Kibbuz unter israelischem Territorium entdeckt hatten. „Ich habe oft gesagt, dass wir moderne Technik gegen die Bedrohung durch die Tunnel einsetzen würden. Jetzt sind wir so weit. Heute haben wir ein Tunnelnetzwerk aufgespürt und zerstört“, so Netanjahu. Lieberman warnte, dass Israel keinerlei feindlichen Einfall in sein Territorium dulden würde, auch wenn Israel keinen neuen Konflikt mit der Terrororganisation in Gaza wolle. „Ich denke, die Botschaft ist allen klar: Wir werden keinen Einfall in unser souveränes Gebiet dulden“, sagte Lieberman. (Times of Israel)

UNRWA FORDERT ENDE VON TUNNELN UNTER PA-SCHULEN – „Die Palästinenser müssen aufhören, Tunnel unter den Schulen in Gaza zu bauen“, dies forderte das Hilfswerk der Vereinten Nationen für Palästina-Flüchtlinge im Nahen Osten (UNRWA) letztes Wochenende, als es mitteilte, dass ein neuer Tunnel unter einer seiner Schulen entdeckt worden war. „Tunnel unter UNRWA-Institutionen, die internationalem Recht unterstehen, sind unakzeptabel. Durch die Tunnel werden die Kinder und Mitarbeiter Risiken ausgesetzt“, so die Organisation. Der Sprecher des israelischen Außenministeriums Nahshon erklärte: „Wir sind dankbar, dass die UNRWA jetzt erkannt hat, was wir seit Jahren sagen.“ Der israelische UNO-Botschafter sagte: „So sieht die Herrschaft der Hamas aus - und das reicht als Beweis dafür aus, dass sie doppelte Kriegsverbrechen begangen haben, denn die Terrortunnel werden gebaut, um Anschläge auf Israel zu verüben, wobei die Kinder in Gaza als menschliche Schutzschilde missbraucht werden.“ (Jerusalem Post)  Bitte betet, dass Israel und andere Länder auf die Terrororganisation Druck ausüben, damit keine Tunnel mehr gebaut werden. Für ihren Bau wird ein Großteil der Gelder und Baustoffe, die eigentlich zum Wiederaufbau bestimmt sind und von internationalen Spendern kommen, missbraucht - so dass Israelis entführt und/oder ermordet werden können. Der Rest des Geldes für die Tunnel kommt aus dem Iran, der die Hamas-Terroristen und ihre Ziele offen unterstützt.

CORBYN NIMMT NICHT AM BALFOUR-GALADINNER TEIL – Der Chef der britischen Labour Party, Jeremy Corbyn, lehnte es ohne Angabe von Gründen ab, diese Woche mit dem israelischen Premier in London am Galadinner anlässlich des 100. Jahrestages der Balfour-Deklaration teilzunehmen. Corbyn ist seit langem ein Kritiker Israels; oft wurde ihm vorgeworfen, er toleriere in seiner Partei Antisemitismus. Ohne auf Corbyns Entscheidung direkt zu reagieren, erklärte der israelische Botschafter im Vereinigten Königreich Mark Regev: „Die, die gegen die Balfour-Deklaration sind, stellen sich selbst als die Extremisten bloß, die sie sind.“ Eine „wortstarke Minderheit“ von Studenten und Dozenten in England seien auch 70 Jahre nach Staatsgründung dagegen, obwohl sich Großbritannien mit seiner Unterstützung für Israel auf der richtigen Seite der Geschichte bewegt hätte. (Times of Israel)

„GEDULDE DICH, JUDEN KOMMEN ZULETZT DRAN.“ – Als eine jüdische Schülerin aus London ihr Paket von einem Versandhaus in einem Laden abholen wollte, war sie geschockt, denn das Personal verhielt sich ihr gegenüber rassistisch. Der Mitarbeiter hörte mittendrin auf, sie zu bedienen und fing an, sich um einen anderen Kunden zu kümmern. Auf die Frage nach ihrem Paket wurde ihr gesagt: „Gedulde dich. Juden kommen zuletzt dran.“ Das Mädchen fühlte sich zutiefst beleidigt und informiert die Organisation Hashomrim, die dies der Polizei meldete. Die Polizei leitete den Fall an Gruppen weiter, die sich mit Antisemitismus in England befassen. (Arutz 7)  Mehr als die Haare meines Hauptes sind die, die mich ohne Ursache hassen; mächtig sind, die mich vernichten wollen, meine Feinde sind sie ohne Grund.“ - Psalm 69,5

TAUSENDE PELIKANE WERDEN IN ISRAEL DURCHGEFÜTTERT – Für Vogelliebhaber sind Zugvögel ein Geschenk, die israelischen Fischzüchter dagegen kamen die Tausende von Pelikanen bisher teuer zu stehen. Daher füttern israelische Gemeinden die Vögel jetzt. Das soll den Fischzüchtern helfen, ihren Bestand zu schützen. Mitarbeiter im Kibbuz Mischmar haScharon verköstigen die Pelikane, die über Israel fliegen, drei- bis viermal die Woche mit sechs Tonnen Fisch. Das Projekt wird vom Landwirtschaftsministerium finanziert. Schätzungen zufolge wird das heilige Land jedes Jahr von zwischen 75.000 und 100.000 Vögel überflogen. Sie kommen aus Südeuropa und verbringen den Winter in Zentralafrika. „Sie fressen hier und im Norden. Dabei müssen sie sich genug anfressen, um es bis in den Süden des Sudans zu schaffen.“ (Reuters)  „Seht hin auf die Vögel des Himmels, dass sie weder säen noch ernten noch in Scheunen sammeln, und euer himmlischer Vater ernährt sie doch. Seid ihr nicht viel wertvoller als sie?“ - Matthäus 6,26

NORDKOREA: HUNDERTE TODESOPFER NACH EINSTURZ EINER ATOMANLAGE – Letzten Monat kollabierte in Nordkorea ein Militärstützpunkt, an dem Atomtests durchgeführt wurden. Dies wurde am 31.10.2017 bekannt. Das Unglück habe sich beim Bau eines Tunnels auf dem unterirdischen Testgelände Punggye-ri rund 80 km vor der chinesischen Grenze ereignet. Man gehe davon aus, dass Tests mit Thermo-Atomwaffen für den Einsturz verantwortlich sind. Zunächst seien 100 Menschen eingeschlossen worden, weitere 100 Personen sollen bei dem Versuch, sie zu retten, ihr Leben verloren haben, wie es in japanischen Medien hieß. Nachdem Pjöngjang letzten Monat den Test mit einer Wasserstoffbombe bestätigt hatte, warnten chinesische Wissenschaftler, dass die Anlage von Punggye-ri gefährdet sei. Bei einer Explosion könne gefährliche Strahlung in die gesamte nördliche Halbkugel entweichen. „China kann nicht länger zuschauen, bis die Anlage implodiert. Unsere Geräte können radioaktiven Niederschlag messen, wenn es welchen gibt, aber dann ist es zu spät.“ * Am 3.11. bezeichnete Pjöngjang die Berichte aus Japan als verleumderische Falschinformation. (INN, Breitbart)

VFI BRAUCHT EURE HILFE – Über die Projekte von Vision für Israel könnt ihr euch auf unserer Website unter www.visionforisrael.com/de informieren. Danke im Voraus für eure Unterstützung in Gebet und Gaben!

Wir danken dem Herrn für Eure Gebete

Barry, Batya und das VfI-Team