Aktuelles aus Jerusalem – 3. Februar 2017

„Den Trauernden Zions Frieden, ihnen Kopfschmuck statt Asche zu geben, Freudenöl statt Trauer, ein Ruhmesgewand statt eines verzagten Geistes, damit sie Terebinthen der Gerechtigkeit genannt werden, eine Pflanzung des HERRN, dass Er sich durch sie verherrlicht.“ - Jesaja 61,3

PURIM 2017 - Wir feiern am Samstag, den 11. März im Emmanuel Centre, 9-23 Marsham Street, Westminster, London ab 10.30 Uhr unsere Purim-Konferenz. Es ist das freudigste Fest im Jahr, an dem wir uns an die heldenhafte Geschichte von Mordechai und Esther und die Rettung der Juden in Persien erinnern, die der boshaft Haman auslöschen wollte. Kosten: 12,- Britische Pfund pro Person. Telefonische Anmeldung unter +44 (0)1793-279111 oder online: https://www.eventbrite.com/e/purim-celebration-tickets-29435218531 * Dieses Jahr findet das biblische Purimfest am 12. und 13 März statt.

WELT ERINNERT AN DEN HOLOCAUST – Am letzten Freitag, den 27.1.2017 gedachte man von der UNO bis nach Israel und darüber hinaus der sechs Millionen Juden und rund zwei Millionen Christen, Sinti und Roma sowie der behinderten Menschen, die von den Nazis systematisch ermordet wurden. Vor 72 Jahren, also 1945, war das größte deutsche Konzentrationslager Auschwitz-Birkenau befreit worden. Der israelische Premierminister Benjamin Netanjahu hielt aus diesem Anlass in der Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem eine Rede. „In nur wenigen Jahren wurden sechs Millionen von unserem Volk ausgelöscht, ja buchstäblich verbrannt. Die Mächte des Bösen hatten eine Maschinerie für ihren Massenmord geschaffen. Wenn wir der Opfer und dieses Verbrechens gedenken, dürfen wir die Gründe für diese Riesenkatastrophe nicht vergessen: den unersättlichen Hass auf das jüdische Volk. Dieser Hass gipfelte in Mord, doch er begann mit Intoleranz“, so der Premier. Er warnte, dass der Antisemitismus, der den Holocaust vorantrieb, immer noch existiert und an einigen Orten stärker wird. „Der Holocaust liegt, Gott sei Dank, hinter uns, aber nicht Hass und Intoleranz, die ihn damals antrieben. Antisemitismus, der älteste Hass der Welt, lebt im aufgeklärten Westen wieder auf. Das sieht man in den Hauptstädten Europas. Einfach unfassbar. Nur wenige von uns hätten das vor einigen Jahren für möglich gehalten.“ (Kehila News)  Bitte betet weiter gegen Hass und Gewalt gegenüber Israel und dem jüdischen Volk. Lasst eure Stimme hören - wie andere Menschen, die in kleinen und großen Gruppen zusammen, beispielsweise an Universitäten oder in sozialen Netzwerken, beten.

GEBET FÜR HOLOCAUST-ÜBERLEBENDE – Der Holocaust, der auch Schoah genannt wird, dauerte vom 30.1.1933, als Hitler zum deutschen Reichskanzler gewählt wurde, bis zum 8.5.1945. Danach mussten die Überlebenden von Auschwitz, Buchenwald und den anderen Lagern mit dem Erlebten zurechtkommen. Man hatte ihnen kaum zu essen gegeben, sie waren gequält worden, hatten Zwangsarbeit verrichten müssen, waren geschlagen und zu unmenschlichen medizinischen Experimenten missbraucht worden. Bis heute leiden die älteren Holocaust-Überlebenden noch unter den Folgen der geistlichen und körperlichen Qualen, denen sie ausgesetzt waren. Ihre Kinder haben in vielen Fällen Narben durch Traumata, die sie durchlebten, weil sie bei derart emotional und körperlich gebrochenen Eltern aufwuchsen. (JNN) - Bitte betete für alle immer noch betroffenen Menschen.

SPENDEN FÜR HOLOCAUST-ÜBERLEBENDE – Es leben immer noch rund 189.000 Holocaust-Überlebende in Israel, viele in ärmlichsten Verhältnissen. Ihre Schmerzen vom Holocaust sind nie ganz geheilt. Inzwischen sind sie hochbetagt. Wir möchten euch dringend bitten, für diese kostbaren Menschen zu spenden, damit sie einen ruhigen Lebensabend haben. Wir von VfI helfen ihnen mit wöchentlichen Nahrungsmittelpaketen, beschenken sie aber auch mit anderen Dingen des täglichen Bedarfs, mit Möbeln und medizinischem Gerät. Danke im Voraus für eure Spenden und Gebete.

„WIR ERINNERN UNS“ – Über 200.000 Menschen aus der ganzen Welt stellten am Holocaust-Gedenktag Fotos von sich selbst in soziale Netzwerke. Dabei hielten sie ein Plakat mit den Worten „Wir erinnern uns“ in Dutzenden von Sprachen in den Händen. Die Initiative dafür war zwei Wochen davor ins Rollen gebracht wurden - und zwar vom Jüdischen Weltkongress. Auch viele Holocaust-Überlebende, Schauspieler und Spitzenpolitiker machten mit, wie zum Beispiel der US-amerikanische Senator Chuck Schumer, der albanische Außenminister Ditmir Bushati und Mitglieder der EU-Kommission. „Der Antisemitismus ist heute stärker als je zuvor, seit der Zweite Weltkrieg zu Ende ging. Scheinheiligkeit und Diskriminierung zeigen ihre hässlichen Gesichter auf der ganzen Welt“, so Robert Singer, der Leiter des Jüdischen Weltkongresses in einem Statement. „Darum müssen wir gemeinsam erklären, dass wir uns erinnern. Das Ziel ist es, diejenigen zu erreichen, die nicht viel über den Holocaust wissen - oder die vielleicht empfänglich sind gegenüber denen, die ihn ganz und gar leugnen. Wir wollen die Welt daran erinnern, dass solch ein Horror wieder eintreten könnte. Durch die Nutzung von sozialen Medien wollen wir die nächste Generation erreichen, denn bald liegt die Verantwortung bei ihnen, die Geschichte zu erzählen und sicherzustellen, dass die Menschheit es nie vergisst.“ (JTA)

UNO-GENERALSEKRETÄR BEZEICHNET TEMPELBERG ALS HEIMAT DES JÜDISCHEN TEMPELS – PA VERLANGT ENTSCHULDIGUNG – Vertreter der Palästinensische Autonomiebehörde (PA) verlangen eine Entschuldigung vom neuen UNO-Generalsekretär Antonio Guterres, der erklärt hatte, es sei „vollkommen klar, dass der Tempel, den die Römer in Jerusalem zerstörten, der jüdische Tempel war“. Außerdem hatte Guterres am letzten Wochenende gegenüber dem israelischen Radio gesagt, niemand könne die Tatsache leugnen, dass Jerusalem heute eine heilige Stadt für drei Religionen sei, einschließlich des Judentums. Am Sonntag, den 29.1.2017 sagte Adnan al-Husseini, der PA-Minister für Jerusalemer Angelegenheiten, Guterres habe die UNESCO-Entscheidung ignoriert, wonach die Al-Aqsa-Moschee ein rein islamische Erbe sein soll. Damit habe Guterres mit allen rechtlichen, diplomatischen und humanitären Gepflogenheiten gebrochen und seine Befugnisse als Generalsekretär überschritten. Deshalb müsse er sich beim palästinensischen Volk entschuldigen. Guterres hatte gegenüber Radio Israel auch erklärt, er werde keine neue Initiative im Friedensprozess ergreifen. Er glaube jedoch an eine Zwei-Staaten-Lösung und sei bereit, beim Friedensprozess zu helfen, sollte er darum gebeten werden. (JTA)  Das hat der UNO-Chef gut gemacht; er kennt also einige grundlegende Fakten aus der Geschichte der Juden und von Jerusalem!

NAZIVERBRECHER NOCH AUF FREIEM FUSS – Hunderte oder gar Tausende Nazis, die verdächtigt werden, Kriegsverbrechen begangen zu haben, sind immer noch auf freiem Fuß, wie ein führender Experte zu diesem Thema am 26.1.2017 vor dem Holocaust-Gedenktag betonte. Efraim Zuroff erwartet, dass in den kommenden Jahren noch einmal sehr viele Verdächtige verurteilt werden, auch wenn sie 90 Jahre und älter sind. Er räumte ein, die meisten würden aber gar nicht zur Rechenschaft gezogen, da viele Länder unwillig sind, den Fällen nachzugehen. Seit 2001 sind 104 Nazis verurteilt worden. Zwischen April 2015 und März 2016 kam es nur zu einer Verurteilung, zwei neue Fälle wurden eröffnet. Aufgrund der geänderten Gesetzeslage in Deutschland erwarte er, dass es in den nächsten paar Jahren ein paar Fälle mehr werden. Jetzt würden nicht nur diejenigen, die Menschen getötet haben, sondern auch andere, die in den Todeslagern arbeiteten, angeklagt. Er lobte Deutschland, doch die Ukraine, Norwegen und Schweden gingen den Fällen gar nicht nach. Zuroff betonte, es sei ein Lauf gegen die Zeit, bevor die Verdächtigen sterben. Man sei bei dem Versuch, Nazis weltweit strafrechtlich zu verfolgen, klar gescheitert. (Arutz 7)

ANTISEMITISMUS IN DEUTSCHEN SCHULBÜCHERN – Am 26.1.2017 entschuldigte sich der Klett-Verlag für eine antisemitische Darstellung in einem Text über die Eurokrise. (Es handelt sich um ein Lehrbuch über Politik.) Man werde den Schulen eine Ersatzseite zum Einkleben senden. Weitere Bücher würden wegen des gravierenden Fehlers zunächst nicht ausgeliefert. Der Klett-Verlag sagte gegenüber Philipp Frohn, der für die Zeitschrift Vice schreibt, es handle sich um einen bedauerlichen Fehler, der bei der nächsten Auflage [die erst in einigen Jahren rauskommen soll!] korrigiert werde. In der Illustration ist ein Euro zu sehen, der wie ein Pac-Man ausschaut und Europa fressen will, dahinter ist ein Symbol mit den Worten „Rothschild Bank“. Die Anspielung, dass eine Bank, die in jüdischem Familienbesitz ist, die Welt zu ihren eigenen Zwecken kontrolliert, sei eine klassische, antisemitische Konspirationstheorie, derer sich die Nazis intensiv bedient hatten, schrieb Frohn. „Die Botschaft an die Schüler ist klar: Die treibende Kraft hinter der ganzen schmutzigen Affäre ist eine Bank. Eine jüdische Bank“, fügte er hinzu. In dem Politiklehrbuch wird der berüchtigte amerikanische Illustrator David Dees als Künstler genannt. Dessen Arbeit bezeichnete die in New York ansässige Antidiffamierungsliga (ADL) in ihrem Bericht 2008 als antisemitisch und konspirativ. Laut ADL schrieb Dees auf seiner eigenen Webseite, er hoffe, seine Bilder würden andere Menschen wachrütteln - und zwar in Bezug auf den Angriff der Elite, die in ihrer Machtgier eine Regierung weltweit anstrebe. Neuere Illustrationen zeigen Donald Trump mit einer Kette um den Hals mit einem Zentralbank-Anhänger und einem Davidstern. (JTA)  Seit 2012 und bis die neue Klett-Ausgabe erscheint, wurden und werden hunderttausende deutsche Kinder die Illustration sehen. Nicht nur in Schulbüchern der PA findet sich destruktives Material. Bitte betet, dass es harte Strafen gibt, wenn antisemitisches Gedankengut in Schulbüchern entdeckt wird. Ein Klaps auf die Hand reicht nicht.

SEID DABEI – Im Mai 2017 wird Israel das Jubiläum der Wiedervereinigung Jerusalems feiern. Kommt vom 6. bis 17. Mai nach Israel und seid dabei. Wir werden wunderbare Sehenswürdigkeiten besuchen und am 14. Mai das „Millennium Center“ einweihen. Ihr könnt die schöne Hafenstadt Jaffa entdecken, den herrlichen Blick vom Berg der Seligpreisungen genießen, eine Bootsfahrt auf dem See Genezareth mitmachen, die alte Festung Masada sehen, euch mit Jerusalem vertraut machen, im Toten Meer baden und im Garten Gethsemane beten. Mehr (auf Englisch) unter https://www.visionforisrael.com/en-gb/content/millennium-tour-2017 - „Und die Nationen werden deine Gerechtigkeit sehen und alle Könige deine Herrlichkeit.„ - Jesaja 62,2

Wir danken dem Herrn für Eure Gebete

Barry, Batya und das VfI-Team