Aktuelles aus Jerusalem – 29. September 2017

„Er komme herab wie ein Regen auf die gemähte Flur, wie Regenschauer als Befeuchtung auf das Land. In Seinen Tagen wird der Gerechte blühen, und Fülle von Heil wird sein, bis der Mond nicht mehr ist. Und Er möge herrschen von Meer zu Meer und vom Strom bis an die Enden der Erde. Vor ihm sollen sich beugen die Bewohner der Wüste, und seine Feinde sollen den Staub lecken. Die Könige von Tarsis und den Inseln sollen Geschenke bringen, es sollen Tribute entrichten die Könige von Scheba und Saba. Und alle Könige sollen vor ihm niederfallen, alle Nationen ihm dienen.“ 
Psalm 72,6-11

TAUSENDE VON ISRAELIS FEIERTEN ROSCH HASCHANA AM LETZTEN WOCHENENDE IN DER FREIEN NATUR – Tausende von Menschen feierten das Neujahrsfest in Israel in der Natur. Rund 70.000 begaben sich am Donnerstag, den 21.9.2017 in Nationalparks im ganzen Land und genossen am ersten Tag des langen Wochenendes das warme Wetter. Familien mit kleinen Kindern waren unterwegs, gingen auf Wanderungen oder besuchten die Wasserfälle im Norden. Rund 200 Biker fuhren nach Belvoir Fortress im Süden vom See Genezareth, um den ersten Sonnenuntergang des neuen Jahres zu genießen. Tausende von Gästen wurden an den Stränden und anderen beliebten Urlaubszielen erwartet. (Jerusalem Post)  „Denn in Freuden werdet ihr ausziehen und in Frieden geleitet werden. Die Berge und die Hügel werden vor euch in Jubel ausbrechen, und alle Bäume des Feldes werden in die Hände klatschen.“ - Jesaja 55,12. Bitte betet jetzt am Ende des israelischen Sommers für reichlich Niederschlag in der bevorstehenden Regenzeit, damit die Pegelstände im See Genezareth und in anderen wichtigen Gewässern nach Jahren der Dürre wieder ansteigen.

JOM KIPPUR IN ISRAEL 2017 – Nach Rosch HaSchana stehen noch zwei der sieben Feste beziehungsweise Versammlungen aus. Der 6. Termin auf dem biblischen Kalender ist Jom Kippur, welcher am Freitag, den 29.9.2017 beginnt. Dieser Feiertag ist etwas ganz Besonderes, nämlich der heiligste aller Tage: der Versöhnungstag. Die Betonung liegt auf Barmherzigkeit, Begnadigung, Reinigung und die Vergebung der Sünden. Viele Israelis nutzen die so genannten zehn „hochheiligen Tage“, also die Zeit zwischen dem Trompetenfest (Neujahr) und Jom Kippur (3. Mose 23,27), um sich mit ihren Mitmenschen und mit Gott zu versöhnen. * Es ist ein surreales Phänomen und angesichts der nüchternen Stimmung an diesem Tag vielleicht schwer vorstellbar, aber das Leben in Israel kommt tatsächlich zum Erliegen. Ab mittags - vor Beginn des heiligen Tages - ist niemand mehr auf der Straße unterwegs. Sogar Flieger blieben am Boden, es gibt keine Starts und keine Landungen. Alle Restaurants, Supermärkte, Unternehmen, Kinos und Theater etc. bleiben geschossen. Sobald man nach Hause kommt, bleibt das Auto bis zum nächsten Sonnenuntergang stehen. So werden die Straßen zu einem großen öffentlichen Spielplatz. Tausende von Kindern und sogar Erwachsene fahren Rad, andere gehen mit Kinderwagen auf den Straßen und Autobahnen spazieren. Aus Tradition kleidet man sich weiß. Die Rabbis verbieten an diesem Tag, sich die Zähne zu putzen, zu duschen, sich mit Körpermilch oder Ölen einzucremen, Leder zu tragen oder Geschlechtsverkehr zu haben. Die meisten Männer verbringen den ganzen Tag in der Synagoge, beten und rezitieren Liturgien. Krankenwagen sind in Bereitschaft für Motorradunfälle oder andere medizinische Notfälle wie Geburten, Dehydrierung (weil die Menschen nichts trinken) oder wegen niedriger Blutzucker (aufgrund des 25-stündigen Fastens). Messianische Juden versammeln sich teilweise im ganzen Land, um aus Solidarität für die Nation auch zu fasten und zu beten. (Kehilah News)  „Wer ist ein Gott wie Du, der Schuld vergibt und Vergehen verzeiht dem Rest Seines Erbteils! Nicht für immer behält Er Seinen Zorn, denn Er hat Gefallen an Gnade. Er wird sich wieder über uns erbarmen, wird unsere Schuld niedertreten. Und du wirst alle ihre Sünden in die Tiefen des Meeres werfen.“ - Micha 7,18-19, siehe auch Jesaja 1,18 und Römer 6,10

FUNDE IN JERUSALEM DEUTEN AUF ERFÜLLUNG VON BIBLISCHEN PROPHETIEN – Jonathan Feldstein, ein in Israel lebender orthodoxer Jude, sagte jetzt, Besucher müssten die Stadt Davids erleben und die Erfüllung von Jesajas Prophetie sehen. In Jesaja 37,33 steht: „Darum, so spricht der HERR über den König von Assur: Er wird nicht in diese Stadt kommen. Und er wird keinen Pfeil hineinschießen und ihr nicht mit dem Schild entgegentreten, und er wird keinen Wall gegen sie aufschütten.“ Die Weissagung sei eingetroffen. Bisher haben Archäologen nämlich nie assyrische Pfeile gefunden, sondern nur babylonische und römische. „Es war erstaunlich die Orte zu sehen, an denen biblische Könige gesalbt wurden und Pilger sich darauf vorbereiteten, in den Tempel zu gehen; das Bild, das sich einem bietet, ist unvergleichlich und hat mich verändert“, so Feldstein. Er habe auf dieser Reise gelernt, in Jerusalem sei kein Ort so bedeutsam, wie die Davidstadt. „Sie untermauert 3.000 Jahre ungebrochener jüdischer Geschichte und ist das Fundament, auf dem das Christentum steht“, sagte er. (Koenig)  „So wird Mein Wort sein, das aus Meinem Mund hervorgeht. Es wird nicht leer zu Mir zurückkehren, sondern es wird bewirken, was Mir gefällt, und ausführen, wozu Ich es gesandt habe.“ - Jesaja 55,11

GIRO D’ITALIA STARTET 2018 IN ISRAEL – Zum ersten Mal in seiner 101-jährigen Geschichte fängt das große Radrennen 2018 außerhalb Europas an. So werden 175 der besten Radfahrer für drei Tage nach Israel kommen und Millionen von Zuschauern weltweit mitverfolgen, wie Israel das größte Sportereignis seiner Geschichte ausrichtet. Italienische und israelische Minister sowie der ehemalige spanische Radrennfahrer Alberto Contador (34) wollten diese Woche noch mehr dazu ankündigen. Das Radrennen wird sicher Tausende von Touristen und begeisterte Radler nach Israel locken. „Für den Radsport und für Israel ist das total spannend. An eine so große Veranstaltung wird sich das Land immer wieder erinnern“, erklärte Daniel Benaim, Hauptgeschäftsführer und Eigentümer von Comtec Group, dem Sponsor des Giros in Israel. (Ynet)

ISRAEL FÄNGT IRANISCHE DROHNE DER HISB-ALLAH AUS SYRIEN AB – Israel fing am Dienstag, den 19.9.2017 eine im Iran gebaute Drohne ab, die von Syrien aus in den israelischen Luftraum eingedrungen war. IVK-Sprecher Brigadegeneral Ronen Manelis erklärte, diese Spionagedrohne der Hisb-Allah sei vom Internationalen Flughafen von Damaskus aus gestartet und dann von einer Patriot-Rakete abgefangen worden. „Die IVK wird das Eindringen in den Luftraum über Israel durch iranische Terrorgruppen, sei es durch die Hisb-Allah oder Schia-Milizen, nicht zulassen. Das gilt auch für den Versuch. Wir werden auf alles klar und deutlich reagieren und eingreifen, um solche Versuche in Zukunft zu vermeiden“, sagte er. (Jerusalem Post)

ISRAELISCHE ARMEE ERKLÄRT DEM RAUCHEN DEN KRIEG – Die Israelischen Verteidigungskräfte (IVK) gehen nun schärfer gegen das Rauchen vor. So werden ab dem 1.11.2017 auf den 56 offenen Stützpunkten in Israel keine Zigaretten mehr verkauft. Brigadegeneralin Meirav Kirschner sagte, dass bisher jährlich über 2,5 Mio. Zigaretten und Tabakprodukte in den Schekem-Läden auf IVK-Stützpunkten verkauft wurden. Knessetmitglied Tamar Zandberg, Vorsitzende des Knessetkomitees gegen Drogen und Alkoholmissbrauch, erklärte: „Die Zigaretten, die Schekem-Läden bis jetzt im Sortiment haben mussten, werden nun entfernt. Das mag auf wenig Gegenliebe stoßen, aber es ist extrem wichtig.“ Gemäß den neuen Richtlinien kann jeder Soldat an Kursen teilnehmen, um mit dem Rauchen aufzuhören. Die IVK wird eine Datenbank über alle Raucher anlegen und jeder neue Rekrut am 1. Tag gefragt, ob er raucht. „Dem obersten Befehlshaber möchten wir sagen: Rauchen hat negative Auswirkungen auf die Armee. Es beeinflusst die körperliche Fitness; Raucher lassen sich öfter krankschreiben“, so Kirschner. Bei den neuen Richtlinien gehe es allein um die Gesundheit der Soldaten. (Jerusalem Post)

„SOHN DER HAMAS“ SCHOCKIERT PA-DELEGATION BEI UNHCR – Mosab Hassan Yousef, der Sohn von Scheich Hassan Yousef, dem Gründer der Hamas, schockierte die Delegation der Palästinensische Autonomiebehörde (PA) bei UN-Menschenrechtsrat, als er die Menschenrechtsverletzungen der PA an ihren eigenen Leuten ansprach. Die PA-Delegation reagierte entrüstet, als Hassan Yousef die PA zum „schlimmsten Feind des palästinensischen Volkes“ erklärte. „Wenn es Israel nicht gäbe, hätten Sie niemanden, dem Sie die Schuld in die Schuhe schieben könnten“, erklärte er in dem Video, das von der in Genf ansässigen Nichtregierungsorganisation UN Watch veröffentlicht worden war. UN Watch untersucht die Aktivitäten und Beschlüsse der UNO kritisch. (Arutz 7)

FÜHRERSCHEIN FÜR FRAUEN – König Salman gab am 26.9.2017 ein historisches Dekret heraus, wonach saudische Frauen nun den Führerschein machen dürfen. Die Änderung tritt im Juni 2018 in Kraft. Offiziell gibt es kein Gesetz, dass Frauen das Autofahren verbietet, doch ein religiöser Bann hatte sie jahrzehntelang daran gehindert. Bis jetzt war Saudi Arabien das einzige Land in der Welt, wo Frauen keinen Führerschein machen konnten. Moslemische Geistliche meinen, weibliche Autofahrer unterminierten soziale Werte, auch mangle es ihnen an Intellekt, um sich auf den Straßen des Landes zurechtzufinden. Anfang des Monats hatte Scheich Saad al-Hajari von der religiösen Behörde der Regierung noch gesagt: „Würden Sie einem Mann mit einem halben Hirn einen Führerschein aushändigen? Und wenn sie auf dem Markt sind, wird es noch einmal halbiert. Das heißt, sie haben nur noch ein Viertel.“ Von offizieller Seite hieß es, hochrangige Komitees der Ministerien für innere Angelegenheiten, Finanzen, Arbeit und soziale Entwicklung wollten sich demnächst treffen, um die Vorbereitungen für die Änderung in die Wege zu leiten. Ihr Bericht wird für Oktober 2017 erwartet. (New York Post)

LAUBHÜTTENFEST 2017 – Wir laden euch ganz herzlich ein, an Sukkot, dem freudigsten der Herbstfeste, dabei zu sein. Während der Feiertage danken wir Gott für Seine Treue und Versorgung. Diese Jahr veranstalten wir die Konferenz zum Laubhüttenfest in Jerusalem vom 8.-10. Oktober. Zu den Gastsprechern gehören Allen Jackson, Malcolm Hedding, David Herzog, Wes Richards, Sophocles Christodoulou, Barry Segal and Benjamin Siegal. Weitere Informationen zu der Konferenz findet Ihr auf unserer Website: https://www.visionforisrael.com/de/tours .

VFI BRAUCHT EURE HILFE – Danke im Voraus für eure Spenden, die jetzt zu den hohen jüdischen Feiertagen besonders gebraucht werden. - „Und wie ihr wollt, dass euch die Menschen tun sollen, tut ihnen ebenso!“ - Lukas 6,31

Wir danken dem Herrn für Eure Gebete

Barry, Batya und das VfI-Team