Aktuelles aus Jerusalem – 29. Juni 2018

„Seid nun besonnen und seid nüchtern zum Gebet.“ -  1. Petrus 4,7

HAMAS MUSS VERMISSTE ISRAELIS FREILASSEN, BEVOR SIE HUMANITÄRE HILFE BEKOMMT – Verteidigungsminister Avigdor Lieberman äußerte sich letzte Woche im Armeeradio zu den falschen Vorstellungen über die Wirtschaft in Gaza und ein Ende des Terrors von dort. „Es gibt drei Gründe für die schlimme humanitäre Lage in Gaza.“ Grund 1 sei Abbas. Er habe irgendwann beschlossen, kein Geld nach Gaza zu überweisen. Erst Mitte Juni hat er die Gehälter für April überwiesen. Grund 2 sei die Hamas. Sie investiere Millionen von Euros in den Bau von Tunneln für Anschläge gegen Israel und sei nicht bereit, auch nur einen Euro in die Bildung oder das Gesundheitssystem im Gaza-Streifen zu investieren. Der Hauptgrund? Die Hamas wolle keine israelischen Gefangene aus Gaza entlassen, weder die Zivilisten Avera Mengistu und Hisham a-Sayed noch die sterblichen Reste der IVK-Soldaten Hadar Goldin und Oron Schaul, die im Krieg von 2014 entführt wurden. Die Hamas könne „ein großzügiges humanitäres Hilfspaket bekommen, wenn sie die vermissten Israelis“ freilasse, so Lieberman. (Times of Israel)

KRANKENHAUS IM NORDEN ISRAELS BEREITET SICH AUF KRIEG VOR – Angesichts der angedrohten Raketenangriffe bereitet sich das größte Krankenhaus Israels im Norden darauf vor, eventuell in den Keller zu ziehen. Eine Übung fand am 14.6.2018 auf dem Rambam Health Care Campus statt. Geprobt wurde das Verhalten im Falle eines Raketenangriffs auf die Gegend von Haifa. Dadurch würde das einzige Krankenhaus im Norden gezwungen sein, alles in das unterirdische Sammy Ofer-Notfallkrankenhaus zu verlegen. Es ist einzigartig, das größte seiner Art weltweit und dient sonst als Parkplatz für das oberirdische Krankenhaus. Im Kriegsfall kann es innerhalb von 72 Stunden in ein medizinisches Zentrum mit 2.000 Betten umgewandelt werden. In dem Fall würde es zum Krankenhaus für alle im Norden verwundeten Personen. Im Rahmen der Übung wurden verschiedene Szenarien durchgespielt, einige basierten auf Lektionen aus dem Zweiten Libanonkrieg. Damals kam das Rambam-Krankenhaus unter Dauerbeschuss. Diese Erfahrung führte zum Bau des unterirdischen Krankenhauses, so dass die Patienten in einer sicheren Umgebung weiter medizinisch versorgt werden können. Im Notfall soll das Krankenhaus auch Hunderte von Krebs- und Dialysepatienten, Schwangere und andere Personen aufnehmen, die kontinuierlich medizinische Versorgung brauchen, auch wenn die Region unter Beschuss ist. „Vor etwa fünf Jahren wurde das unterirdische Rambam-Krankenhaus eingeweiht“, so der Direktor, Professor Rafi Beyar. Es ist von strategischer Bedeutung für den gesamten Norden. „Ich hoffe, dass wir es nie benutzen brauchen. Aber falls der Tag kommt, sind wir auf alle Szenarien vorbereitet.“ (Jerusalem Post)  Bitte betet weiter für die Sicherheit an den Grenzen Israels im Norden - für alle, die dort leben und arbeiten. Herr, wir beten gemäß deinem Wort: „Zerstreue die Völker, die Lust haben am Krieg!“ - Psalm 68,31

SEE GENEZARETH – Der schrumpfende See Genezareth im Landesinneren, von dem Christen glauben, dass Jeschua dort über was Wasser ging, soll mit entsalztem Wasser aufgefüllt werden. Das israelische Kabinett stimmt dem nun zu. Bis zum Jahr 2022 sollen jährlich 100 Millionen Kubikmeter hineingepumpt werden. Der Pegel des Sees war laut Wasserbehörde nach mehreren Dürrejahren bereits 2017 so niedrig gewesen wie seit einhundert Jahren nicht. Der auf Hebräisch als Kinneret genannte See befindet sich 298 m unter dem Meeresspiegel und hat eine Fläche von rund 177 km². Die Bibel beschreibt ihn als Ort, wo Jeschua Wunder wirkte. Vor zehn Jahren lieferte er jährlich 400 m³ Frischwasser und war das größte Frischwasserreservoir des Landes. Doch nach mehreren trockenen Wintern sei der Wasserstand so niedrig, dass pro Jahr nur 30 bis 40 m³ abgepumpt werden dürften. Israel brauchte die Wasserversorgung aber nicht einzuschränken, denn es hat fünf Entsalzungswerke an der Mittelmeerküste errichtet. Hesekiel Lifschitz vom Ministerium für Energie und Wasser erklärte, diese Werke hätten jährlich 670 m³ geliefert, das seien 80 % des Trinkwasserverbrauchs in israelischen Haushalten. Er sagte, zwei weitere Entsalzungswerke würden für das neue Projekt geplant, eins in Galiläa und ein zweites südlich von Jerusalem. Das Wasser soll dann in die Nebenflüsse des Sees im Norden Israels gepumpt werden. (The Guardian) - 2. Könige 20,20, Jakobus 5,7

ISRAEL VERHINDERT ANSCHLÄGE IN JERUSALEM UND TEL AVIV – Israelische Sicherheitsbeamte ließen vor kurzem eine Terrorzelle der Hamas in der Gegend von Nablus auffliegen, die geplant hatte, in Jerusalem und Tel Aviv Anschläge zu verüben. Die Beamten entdeckten Sprengstoffsätze, von denen einer 10 kg wog. Dieser hätte ferngezündet werden können. Eine Waffe und eine Anleitung zum Bau von Bomben fanden sie ebenso. Bei ihren Ermittlungen stießen sie auf eine weitere Hamas-Zelle, die Anschläge vorbereitete. Premier Netanjahu erklärte: „Die Hamas versucht, uns von Gaza und Judäa und Samaria aus Schaden zuzufügen. Das ist der Grund, warum wir die Sicherheitskontrollen auf der gesamten Westseite des Jordans beibehalten.“ (Ynet)  Danke an euch Fürbitter. Bitte betet weiter Tag für Tag für die Sicherheit und den Schutz Israels. Bleibt im Gebet dran, damit gegen Israel geplanten Anschläge auffliegen und abgewendet werden können.

CÄSAREA HEUTE – Diesen Monat wurden bei einer festlichen Veranstaltung in der israelischen Hafenstadt Cäsarea neu freigelegte Promenadenmauern und der Kreuzfahrermarkt aus dem 13. Jahrhundert enthüllt. Diese alten Stätten stehen der Öffentlichkeit nun nach mehreren Hundert Jahren wieder jederzeit zur Verfügung. Es ist der neueste Teil eines der größten, archäologischen Projekte, das es jemals in Israel gegeben hat. Die Einweihung folgt großflächigen Ausgrabungs- und Restaurationsarbeiten der israelischen Altertumsbehörde mit Unterstützung der Edmond de Rothschild-Stiftung und der Firma Caesarea Development. Die Stiftung hat fast 36 Millionen Euro in das Projekt in Cäsarea investiert, um zahlreiche archäologische Stätten vor Ort wiederherzustellen, um die Gegend in eine der schönsten Touristenattraktionen zu verwandeln. „Die Veranstaltung heute Abend widmet sich der Enthüllung der Promenade an der Kreuzfahrermauer, die der französische König Louis IX. vor 800 Jahren bauen ließ“, sagte der Chef von Caesarea Development Michael Karsenti. Jahrhundertelang war sie begraben und unzugänglich. Das an der Mittelmeerküste befindliche Cäsarea wurde vor über 2.000 Jahren unter Herodes dem Großen errichtet. Es blickt auf eine lange, reiche Geschichte als wichtige Hafenstadt zurück. (Medialine)

TERRORISTEN WECHSELN SOLDATENUNIFORM – Syrische Rebellen erklärten diesen Monat, bis zu 500 vom Iran unterstützte Terroristen und Mitglieder der Terrororganisation Hisb-Allah hätten die Uniform gewechselt und seien dabei in den Golanhöhen Tunnel zu graben, um sich auf einen Großangriff vorzubereiten. Sie sollen sich auf ein Gebiet, das sie „Todesdreieck“ nennen, konzentrieren, während sich das syrische Regime auf einen Großangriff nach dem Ramadan vorbereite. Mit der Offensive sollen die Rebellen im Süden Syriens besiegt werden. Jerusalem, Washington, Moskau und Aman zeigten sich wegen der potentiellen Krise besorgt. Unterdessen forderte Israel das syrische Regime wieder auf, die iranischen Truppen des Landes zu verweisen. Am 17.6.2018 hatte Premier Netanjahu in Gesprächen mit dem russischen Präsidenten Putin und dem US-Außenminister Pompeo die Forderung Israels wiederholt, dass der Iran Syrien verlassen müsse. Nach der Niederlage der syrischen Rebellen in Damaskus habe das Regime dort begonnen, seine Truppen an die Front zu verlegen. Diese erstrecke sich vom ländlichen Süden von Damaskus entlang der jordanischen Grenze bis nach Daraa. Die Breite dieser Front sei in den Golanhöhen gerade mal 1 km andernorts bis zu 10 km. Israel betonte Russland und den USA gegenüber, dass die iranischen Truppen mindestens 40 bis 60 km von der israelischen Grenze in den Golanhöhen entfernt sein dürften. (Jerusalem Post)  Bitte betet weiter für den Schutz Israels an der Grenze im Norden. „Er schafft Frieden in deinen Grenzen.“ - Psalm 147,14

FRAU VERFOLGT JÜDISCHE KINDER MIT MESSER – Am 17.6.2018 wurde eine Frau in London festgenommen, nachdem sie mit einem Messer in der Hand jüdische Kinder gejagt hatte. Dabei hatte sie geschrien: „Ich will euch Juden alle umbringen.“ Stamford Hill ist ein Teil von London, in dem es eine große Anzahl von ultraorthodoxen Juden gibt. Etwa 15 Kinder im Alter von 8 bis 15 Jahren waren nach dem Abendgebet in der Synagoge vor Ort auf dem Heimweg, als sich der Vorfall ereignete. Die Polizei wurde von der Schomrim-Nachbarschaftswache über die Drohung verständigt, wie in der Londoner Zeitung Jewish Chronicle zu lesen war. Die 47-jährige Frau wurde der Polizei zufolge wegen ihrer radikalen, schweren Störung der öffentlichen Ordnung festgenommen. Sie wurde zur Untersuchung in ein Nervenkrankenhaus eingeliefert. (Arutz-7)  Danke für eure Gebete für den Schutz von jüdischen Kindern weltweit. - Psalm 91

EINWANDERUNG – Die Zahl der Einwanderer („Olim“), die in den ersten zehn Jahren nach ihrer Ankunft in Israel in Jerusalem leben, liegt derzeit bei 23.122; von ihnen sind 6.764 aus den USA, 6.169 aus Frankreich und 3.618 aus den ehemaligen GUS-Staaten. Bürgermeister Nir Barkat sagte jetzt: „Eine der Herausforderungen der Stadt ist es, für junge Menschen und Einwanderer attraktiv zu bleiben. Derzeit nimmt Jerusalem die meisten Einwanderer auf. Zwischen 2012 und 2017 trafen 20.547 Olim in der Stadt ein, 6.735 verließen sie. Ihr Anteil an der Stadtbevölkerung sei riesig: 13.812 Personen. Sie machen ein Viertel des natürlichen Wachstums der Stadt aus. Unsere nächsten Herausforderungen umfassen den Ausbau von Etzion Ulpan, der ein Magnet für junge Einwanderer werden soll. Wir müssen Zentren schaffen, wo die Einwanderer leben können, und die Stadt so verändern, dass sie von der Regierung bevorzugt behandelt wird.“ * Ulpan Etzion Jerusalem ist das Sprachzentrum, in dem Hebräisch-Intensivkurse gehalten werden. Es dient als Model für alle Sprachschulen für neue Einwanderer. * Der Leiter des Aufnahmeamtes Galinkovich erklärte, die meisten Einwanderer, die nach Jerusalem kommen, sprechen Englisch, Spanisch und Portugiesischen. Die Mehrheit sei jung. Er erwähnte auch die verschiedenen Programme der Stadt in Bezug auf Kultur, Bildung, Unterbringung, Arbeitsplätze und Seelsorge nach der Einwanderung. (Arutz 7)  „Denn der HERR wird Zion aufbauen, Er wird erscheinen in Seiner Herrlichkeit.“ - Psalm 102,17

Unser neuer ISRAEL-KALENDER "Israel through the eyes of art" ist im Büro in München eingetroffen. Er hat ein Kalendarium von September 2018 bis Oktober 2019 und ist in Englisch und Hebräisch geschrieben. Solange der Vorrat reicht, geben wir ihn gegen eine Spende von € 15,- oder mehr ab. Bitte meldet Euch im Büro in München.

Wir danken dem Herrn für Eure Gebete

Barry, Batya und das VfI-Team