Aktuelles aus Jerusalem – 22. Juni 2018

„Ja, die Gnadenerweise des HERRN sind nicht zu Ende, ja, Sein Erbarmen hört nicht auf, es ist jeden Morgen neu. Groß ist Deine Treue.“ -  Klagelieder 3,22-23

HAMAS-FÜHRUNG BEZAHLTE FAMILIE AUS GAZA FÜR LÜGE ÜBER TODESURSACHE IHRES BABYS – Das führende Hamas-Mitglied Yahya Sinwar bezahlte eine Familie aus Gaza, damit diese eine Lüge über den Tod ihres acht Monate alten Babys log. So behaupteten die Eltern, das Mädchen sei letzten Monat während der Krawalle an der Grenze durch das Einatmen von Tränengas gestorben, statt von einer bereits bestehenden Krankheit. Dies war am 21.6.2018 in einer Klage beim Amtsgericht von Beerscheba zu lesen. Der Tod des Kindes hatte weltweit zu Empörung geführt. Doch später stricht das Gesundheitsministerium von Gaza den Namen Leila al-Ghandour von der offiziellen Todesliste. Die Ermittlungen laufen noch. Ein 20-jähriger Bewohner von Gaza, Mahmoud Omar, der bei den Krawallen im Rahmen des „Marsches der Rückkehrer“ letzten Monat verhaftet worden war, sagte, er sei mit anderen Mitgliedern von den al-Aqsa Märtyrerbrigaden am Grenzzaun eingetroffen und habe versucht, eines der Tore am Grenzübergang zu beschädigen. Dann habe er einen Anruf von seiner Mutter bekommen, dass seine Nichte gestorben sei. As Omar heim kam, so die Klageschrift, habe er erfahren, dass das Mädchen an einer Blutkrankheit gestorben sei, die der ähnelte, an der ihr kleiner Bruder, Salim al-Ghandour, im Jahr 2017 gestorben war, als er nur ein paar Monate alt war. Dann entdeckte Omar, dass die Eltern des Babys Journalisten gegenüber behauptet hatten, ihre Tochter Leila sei gestorben, nachdem sie Tränengas eingeatmet hatte, dass die IVK gegen die Randalierer an der Grenze eingesetzt hatte. Omar erklärte gegenüber den Ermittlern, dass Yahya Sinwar, ein führendes Mitglied der Hamas in Gaza, der Familie knapp 1.900 Euro für die Lüge bezahlt habe, dass Leila an Tränengas gestorben sei. (Ynet)

15 BRÄNDE VON DRACHEN AUSGELÖST – Fünfzehn Brände brachen am Nachmittag des 21.6.2018 im westlichen Negev aus, nachdem eine Gruppe aus Gaza brennende Drachen und Ballons über die Grenze schickte. Dadurch fingen Bäume in Schodeka und Beeri Feuer. Die Feuerwehr versuchte die Brände einzugrenzen. Die Israelischen Verteidigungskräfte (IVK) bestätigten palästinensische Medienberichte, wonach Israel auf eine Gruppe schoss, die brennende Drachen und Ballons östlich von Rafah im Süden des Gaza-Streifens gesendet hatte. Dabei wurde niemand verletzt. * Die jüngsten Brände kommen noch zu den Hunderten von Bränden hinzu, durch die bereits riesige Flächen in Israel verwüstet wurden. Die Spannungen zwischen der von der Hamas beherrschten Enklave und der IVK nehmen scheinbar nicht ab. (Ynet)  Bitte betet für Weisheit und für eine Strategie für die israelische Regierung und die Armee, um mit den feigen Brandanschlägen der Terroristen, unter Führung der Hamas, umzugehen.

LEBENSGEFAHR FÜR 300.000 JEMENITEN – Rund 300.000 Menschen stehen in Gefahr, zu sterben, verletzt zu werden oder zu verhungern. Sie sind in der größten jemenitischen Hafenstadt eingeschlossen; diese wird von arabischen Staaten, unter Führung von Saudi Arabien, angegriffen. Dies berichteten Hilfsorganisationen am 12.6.2018. Der Krieg um Al-Hudaida dort dauert schon drei Jahre und ist bereits die schlimmste humanitäre Krise der Welt. Durch die Stadt führt die Straße, auf der Nahrungsmittel und Hilfsgüter für die Mehrheit der 8,4 Millionen Jemeniten transportiert werden. Die Bevölkerung steht vor einer Hungersnot. Jolien Veldwijk, amtierende Direktorin für die karitative Organisation CARE, bezeichnete den jüngsten Angriff als „katastrophal, hoffnungslos und verheerend“. Nun würden die Menschen noch mehr unter Hunger leiden, weil es immer schwieriger werde, Nahrungsmittel zu finden, die dann auch noch teurer sind. „Wenn der Hafen auch nur für einen Tag schließen würde, stiege die Zahl der von Hungersnot betroffenen Menschen stark an, weil dann gar kein Essen ins Land gelangen würde“, sagte sie. Die Kinder seien am stärksten gefährdet. Sie würden zuerst sterben. Die UNO schätzt, dass etwa 600.000 Menschen in der Gegend leben. Im schlimmsten Falle müssten 250.000 Menschen den Kampf um die Stadt mit ihrem Leben bezahlen und darüber hinaus würden Millionen von Menschen im Rest des Landes keine Hilfsmittel und andere Dinge des täglichen Bedarfs mehr geliefert bekommen. (Jerusalem Post)  Herr, wir bringen dir die Lage im Jemen und beten für Barmherzigkeit über Jung und Alt. Sie brauchen Essen und andere lebensnotwendige Dinge brauchen. „Steh auf, HERR! Gott, erhebe Deine Hand! Vergiss nicht die Elenden!“ - Psalm 10,12

GROSSBRITANNIEN FORDERT MENSCHENRECHTSRAT AUF, SEINE ANTIISRAELISCHE HALTUNG ZU ÄNDERN – Der britische britischer Außenminister Boris Johnson kritisierte den UN-Menschenrechtsrat am 18.6.2018 wegen seiner langjährigen antiisraelischen Haltung und forderte ihn auf, einen kontroversen Punkt von der Agenda zu streichen, wodurch Israel einer extremen Überwachung unterworfen werden würde. Er forderte den aus 47 Mitgliedern bestehenden Rat mit Hauptsitz in Genf auf, Agenda Nr. 7 zu streichen - einen Punkt, wodurch der israelisch-arabische Konflikt zu einem permanenten Schwerpunkt des Rates geworden ist. Bei der Eröffnung der 38. Sitzung sagte Johnson: „Wir sind der Ansicht, dass das Dauerthema auf der Agenda, Punkt 7, der sich allein auf Israel und die [umstrittenen] ‚Besetzten Gebiete’ konzentriert, unverhältnismäßig und für den Friedensprozess schädlich ist. Wenn sich die Dinge nicht ändern, werden wir nächstes Jahr gegen alle unter Punkt 7 vorgestellten Resolutionen stimmen.“ (INN)

USA IST DRAUSSEN – Außenminister Pompeo und UNO-Botschafterin Haley teilten am 19.6.2018 mit, die USA würden den Menschenrechtsrat verlassen. Zuvor hatte UN-Menschenrechtsrat fünf antiisraelische Resolutionen verabschiedet, aber nur eine gegen Nordkorea, den Iran und Syrien. Wenn der Rat Israel jedes Jahr im März erneut schlechter behandelt als Korea, den Iran und Syrien, sei er töricht und seines Namens nicht wert, so Haley. „Viele Länder wissen, dass der Rat äußerst antiisraelisch eingestellt ist, aber zu wenige wollen dagegen ankommen.“ Sie verurteilte den Rat auch, weil er für die Bildung einer Kommission gestimmt hatte, die angebliche Kriegsverbrechen Israels bei den jüngsten Krawallen an der Grenze zu Gaza prüfen soll. Am 18.6. hatte Großbritannien den Rat kritisiert und zu Veränderungen aufgerufen. (Arutz 7)

TOURISMUS NACH ISRAEL STEIGT TROTZ GEWALT IM SÜDEN – Diese Woche veröffentlichte Zahlen des Statistikamtes für den Monat Mai zeigen, dass dieses Jahr 14 % mehr Touristen nach Israel kamen als letztes Jahr und sogar 33 % mehr als im Mai 2016. Den Anstieg habe es laut dem Ministerium gegeben, obwohl man wegen der angespannten Sicherheitslage im Süden mit weniger Besuchern gerechnet hatte. Der Tourismus habe dieses Jahr umgerechnet 2,2 Milliarden Euro in die israelische Wirtschaft gespült. Minister Jariv Levin erklärte: „Auch im Mai haben wir einen Anstieg bei den Touristen zu verzeichnen. Inzwischen sind es 19 Monate hintereinander, in denen die Anzahl wuchs. Die Eröffnung neuer Flüge, zum Beispiel von Indien, und die intensive Vermarktung wie beim Giro d’Italia tragen Früchte.“ (Globes)

BAHNBRECHENDE ENTDECKUNG FÜR MÖGLICHE BEHANDLUNG VON ALS – Forscher an der Universität von Tel Aviv führten vor kurzem eine Studie durch, die zur Entdeckung eines bis dahin unbekannten Mechanismus führte, der bei der Entwicklung von amyotropher Lateralsklerose (ALS) stattfindet. Sie gehen davon aus, dass diese Entdeckung zu einer Behandlung der bisher tödlichen Krankheit führen könnte. Das Forscherteam fand heraus, dass die Motoneuronen bei ALS-Patienten durch Gifte zerstört werden, die von Muskeln ausgeschieden werden. Das Ergebnis der Studie ließ die Forscher daraus schließen, dass die Grundlage bei der künftigen Behandlung der Krankheit ein spezifisches Mikro-RNA-Molekül sein muss, dass die Gene blockiert, die die Verbreitung des Giftes verursachen. „Wir glauben, dass unsere Entdeckung ein echter Durchbruch auf dem Weg zur Entwicklung einer wirksamen Behandlung von ALS ist und vielleicht sogar für andere neurodegenerative Krankheiten wie Alzheimer und Parkinson, die andere Nerven zerstören“, sagte einer der Forscher. ALS wird auch als Motoneuron-Krankheit oder Lou-Gehrig-Syndrom bezeichnet. Sie zerstört die Neuronen, die für die Muskelbewegungen im Körper des Patienten verantwortlich sind, was zu permanenten Behinderungen führt. Medizinisch ist die Behandlung noch nicht möglich. (Koenig)  Bitte betet für eine effektive Behandlung und vor allem, dass Betroffene ihre Heilung von Gott empfangen, denn Ihm ist Nichts unmöglich - wie auch denen, die da glauben, nichts unmöglich ist. Siehe Jeremia 32,27, Jesaja 53,4, Matthäus 19:26 und Lukas 1,37.

ISRAELISCHE FIRMA ENTWICKELT PLASTIKVERPACKUNG, DIE VERROTTET – Die in Israel ansässige Firma TIPA hat eine Frischhaltefolie entwickelt, der zu 100 % verrottet. TIPA-Verpackungen lösen sich in Wasser, Kohlendioxid und organische Materie auf, die dann von Bakterien zersetzt werden. „Bisher gab es keine praktisch anwendbare Technologie, um Frischhaltefolie wiederzuverwerten. Wenn wir sie mit Plastikflaschen wegwerfen, holt man in den Wiederverwertungsanlagen nur die Flaschen maschinell heraus. Der Rest landet auf der Deponie“, erklärt Merav Koren, Leiterin der Marketingabteilung von TIPA. Die Firma will das mit ihrer zu 100 % kompostierbaren Frischhaltefolie ändern. „Folie von TIPA sieht aus wie Folie und verhält sich so, aber sie beendet ihr Leben wie Orangenschale“, so Koren. „Sowohl ihre Eigenschaft als Verpackungsfilm als auch die Klebefunktion sind zu 100 % abbaubar. Kein einziges extra Molekül landet auf der großen „Plastikmüllhalde in den Ozeanen“ zwischen Hawaii und Kalifornien. Anders als herkömmliches Frischhaltefolien, bleibt dieses Material nicht für unserer Kinder und Enkelkinder für immer zurück.“ (Haaretz)

VFI BRAUCHT EURE HILFE – Über die Projekte von Vision für Israel könnt ihr euch auf unserer Website unter www.visionforisrael.com/de informieren. Danke im Voraus für eure Unterstützung in Gebet und für eure finanziellen Gaben! „Denn es hat Mazedonien und Achaja wohlgefallen, einen Beitrag zu leisten für die Bedürftigen unter den Heiligen, die in Jerusalem sind. Es hat ihnen nämlich wohlgefallen, auch sind sie ihre Schuldner. Denn wenn die Nationen ihrer geistlichen Güter teilhaftig geworden sind, so sind sie verpflichtet, ihnen auch in den leiblichen zu dienen.“ - Römer 15,26-27 

Wir danken dem Herrn für Eure Gebete

Barry, Batya und das VfI-Team