Aktuelles aus Jerusalem – 21. April 2017

„Und habt nichts gemein mit den unfruchtbaren Werken der Finsternis, sondern stellt sie vielmehr bloß!“ - Epheser 5,11

HUNGERSTREIK –  Über 1.500 Palästinenser, die verurteilt in acht israelischen Gefängnissen sitzen, weil sie die Sicherheit Israels gefährdet hatten, sind in einen Hungerstreik getreten. Insgesamt sitzen 6.500 Palästinenser wegen terroristischen Aktivitäten ein. Als Leiter des Hungerstreiks gilt der Terrorist Marwan Barghuthi, der beliebte Chef von Tanzim, der wegen Mord zu fünfmal lebenslänglich verurteilt wurde. Barghuthi wird häufig als möglicher Nachfolger des PA-Vorsitzenden Mahmud Abbas (82) genannt. Angeblich soll mit dem Streik gegen die Lebensbedingungen im Gefängnis protestiert werden. Die Gefangenen wollen längere Besuchszeiten mit ihren Angehörigen und keine Verwahrung ohne Prozess. Allerdings betrachten eine Reihe von Gefängniswärtern den Streik als Mittel zum Zweck, mit dem Barghouti die Führung der PA übernehmen will. Vertreter Israels waren außer sich vor Wut, nachdem die New York Times (NYT) am 16.4.2017 einen Artikel von Barghouti veröffentlicht hatte - zeitgleich mit dem Beginn des Streiks und ohne Hinweis darauf, dass er wegen mehrfachen Mordes inhaftiert ist. Nach der Entrüstung veröffentlichte die Zeitung eine lasche Erklärung, in der es hieß: „Dieser Artikel erläuterte das Urteil, beschrieb aber den Kontext nicht ausreichend, denn die Verbrechen, für die er verurteilt wurde, wurden nicht genannt. Es handelte sich um Mord in fünf Fällen und die Mitgliedschaft in einer terroristischen Organisation. Barghouti äußerte sich während des Prozesses nicht und weigerte sich, die Gerichtsbarkeit und Legitimität des israelischen Gerichts anzuerkennen.“ * Der israelische Minister für Öffentliche Sicherheit Gilad Erdan sagte, er glaube, dass der Streik politisch motiviert und die Beschwerden der Insassen nicht legitim seien. „Das sind alles Terroristen und inhaftierte Mörder, die genau das bekommen, was internationales Recht vorschreibt“, sagte er gegenüber dem israelischen Armeeradio. Es gebe keinen Grund, weitere Zugeständnisse zu machen. Erdan sagte, Barghouti sei in ein anderes Gefängnis im Norden Israels verlegt worden und befinde sich in Einzelhaft. „Das hat nichts mit der Veröffentlichung des Artikels in der NYT zu tun. Vielmehr hat er zu Meuterei angestiftet und zu einem Hungerstreik aufgerufen. Das stellt einen schweren Verstoß gegen die Gefängnissregeln dar“, so Erdan. (Medialine, AP, Haaretz)  Der Zeitpunkt ist nicht zufällig gewählt: Barghouti organisiert einen Hungerstreik unter den palästinensischen Gefängnisinsassen, will damit die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit auf sich ziehen und die Terroristen als politische Gefangene darstellen, die Israel angeblich nur eingesperrt hat, um die Bestrebungen der Palästinenser abzuwürgen. Der Artikel in der NYT passt genau zu diesem Affentheater, bei dem Barghouti Regie führt.

POLITIKER KRITISIEREN NYT (New York Times) – Den inhaftierten Fatah-Terroristen Marwan Barghouti als palästinensischen Führer und Parlamentsmitglied zu bezeichnen, ist, als würde man den syrischen Präsidenten Assad als Kinderarzt betiteln, erklärte der israelische Premier Netanjahu am Dienstag, den 18.4.2017. „Das sind Mörder. Das sind Terroristen und wir werden das nicht aus den Augen verlieren.“ Der Premier fügte hinzu: „Diese moralische Klarheit, der Wille, unser Land zu beschützen, gegen die zu kämpfen, die uns ausradieren wollen, ist - neben der Liebe für Israel - eine unserer großen Stärken. Die Liebe zu Israel findet ihren Ausdruck in dieser Freigebigkeit, Schönheit und Wärme. Wir werden unser Land weiterentwickeln und schützen.“ Israelische Politiker aller Parteien verurteilten die NYT am Montag, den 17.4.17 aufs Schärfste für die Veröffentlichung des Barghouti-Artikels, der nicht erwähnte, dass dieser wegen Mordes einsitzt. Barghouti wurde im Juni 2004 wegen fünffachen Mordes und versuchten Mordes, u. a. an einem griechisch-orthodoxen Priester, den er für einen Rabbi hielt, verurteilt. Dafür bekam er fünfmal lebenslänglich plus 40 zusätzliche Jahre als Haftstrafe auferlegt. In der Unterüberschrift des Artikels wurde Barghouti als führender Palästinenser und als Parlamentsmitglied bezeichnet. * Michael Oren, stellvertretender Minister für Diplomatie im Büro des Premierministers, verglich Barghouti mit Dylann Roof, dem US-amerikanischen Massenmörder, der im Juni 2015 in einer Kirche in Charleston neun Menschen erschossen hatte. „Die NYT sollte sich dafür schämen, dass sie etwas Verleumderisches von einem verurteilten Mörder wie Barghouti, der palästinensischen Version von Dylann Roof, abgedruckt hat“, schrieb Oren auf Twitter. „Amerikaner wären schockiert. Wir sind es auch.“ Auf Facebook postete der Vorsitzender der Partei Jüdische Heimat Naftali Bennett ein Bild von Joela Chen, der Mutter von zwei Kindern, die auf dem Weg zu einer Hochzeit an einer Tankstelle von Terroristen ermordet worden war, die Barghouti geschickt hatte. Bennett betonte, dass Barghouti als Chef von Tanzim, dem paramilitärischen Abkömmling der Fatah, hinter der Ermordung von Duzenden von Israelis steckt. „Barghouti ist nicht nur ein Feind“, schrieb Bennett, „er ist ein Mörder, der es verdient, im Gefängnis zu verrotten.“ (Jerusalem Post)

NEUER KRIEG IM SOMMER – Der israelische Minister für Wohnungsbau Joab Gallant sagte am Sonntag, den 16.4.17, es gebe keine andere Wahl, als einen neuen Krieg gegen die Hamas zu führen. Er rief alle Israelis auf, sich auf einen Konflikt diesen Sommer vorzubereiten. Warum zerrt die Terrororganisation Hamas, die im Gaza-Streifen herrscht, Israel alle paar Jahre immer wieder in hoffnungslose Kriege? Ein Teil der Antwort findet sich in dem arabischen Wort „Hudna“ (zu Deutsch: Waffenstillstand). Es hat nichts damit zu, Frieden mit seinem Nächsten schließen zu wollen. Historisch gesehen war es eine Strategie: Eine Partei rief eine „Hudna“ aus, um sich neu zu gruppieren und mit Waffen auszurüsten, während der Feind unachtsam war. Der Begriff stammt aus der Geschichte der Eroberung vom Mekka durch die Moslems. Weil er den Sieg nicht sofort erringen konnte, schloss Mohammed einen Vertrag für einen Zeitraum von zehn Jahren mit den Quraisch, einem arabischen Stamm, gelegentlich auch „Koreischiten“ genannt. Im Jahr 628, nach nur zwei Jahren des Zehnjahresvertrages, meinten Mohammed und seine Truppen, die Quraisch seien zu schwach, um Widerstand zu leisten. Die Moslems brachen den Waffenstillstand und nahmen Mekka ohne Widerstand ein. Im Umdat as-Salik, einer Zusammenfassung des mittelalterlichen Handbuches, steht: „Wenn Moslems schwach sind, kann ein Waffenstillstand - wenn nötig für zehn Jahre - geschlossen werden, denn der Prophet (Allah, gelobt sei er und möge er Frieden haben) schloss einen Waffenstillstand mit den Quraisch für solch einen Zeitraum, wie Abu Dawud schrieb“ ('Umdat as-Salik, o9.16). * Die Bedingung für Moslems, die einen Waffenstillstand mit dem Feind schließen wollen, ist Schwäche. Die Hamas ist schwach und sucht immer wieder nach Möglichkeiten sich neu zu gruppieren, um sich zu stärken - zum Nachsehen Israels. Die führenden Terroristen, die in Gaza regieren, geben zu, dass sie keinen Frieden mit dem jüdischen Staat wünschen und ihn stattdessen zerstören wollen. Selbst ein verlängerter „Waffenstillstand“ bedeutet lediglich, dass die Terroristen mehr Zeit haben, neue Tunnel zu graben und ihr Waffenarsenal aufzustocken, um sich dann wieder selbst in den Fuß zu schießen und dann dafür die nächsten fünf Jahre erneut herumzustolpern. (JNN)

KIND HÖRT NACH OP ZUM ERSTEN MAL ETWAS – Am 14.4.2017 teilte das Medizinische Zentrum Shaare Zedek in Jerusalem mit, erstmals eine Operation mit Gehirnstammzellen vorgenommen zu haben, durch die ein taub geborener 5-jähriger Junge einen fehlenden Hörnerv implantiert bekam. Prof. Thomas Roland, Chefarzt für HNO-Heilkunde und seine Kollegen von der New Yorker Langone-Uniklinik kamen extra aus Manhattan, um bei dem ungewöhnlichen Eingriff der HNO-Chirurgen, Neurochirurgen und Logopäden vom Shaare Zedek-Zentrum dabei zu sein. Seit der Entwicklung von Hörprothesen, den so genannten Cochlea-Implantaten, ist die Zahl der tauben Menschen weltweit bedeutend gesunken und in den meisten Fällen verbindet sich das Implantat gut mit dem Hörnerv, so dass der Patient hören kann. Das Implantat ist besonders bei taub geborenen Babys ein Erfolg, wenn die Operation schon sehr früh gemacht wird. Der Eingriff wird auch bei Erwachsenen vorgenommen, die normal hören konnten, aber aus irgendeinem Grund taub wurden. * Die OP diese Woche war erfolgreich. Danach wurden die entsprechenden elektrischen Signale empfangen. Der Junge erholte sich gut und konnte entlassen werden. Die beteiligten Ärzte sind optimistisch, dass das Kind im Laufe der Zeit sprechen lernen und mit seiner Umwelt kommunizieren wird. (Jerusalem Post)

JUNGE BRITIN IN JERUSALEM ERMORDET – Eine junge Britin starb am Karfreitag 2017 und zwei Israelis wurden verwundet, als ein palästinensischer Terrorist sie in einem Jerusalemer Zug mit einem Messer angriff. Der Zug war auf dem Weg durch das Zentrum von Jerusalem, als der arabische Terrorist begann, auf den Oberkörper der 25-jährigen Studentin einzustechen. Polizisten, die zu dem Zeitpunkt keinen Dienst hatten, und andere Bürger reagierten schnell und brachten den Terroristen zu Boden. Ein älterer Israeli verletzte sich am Bein, als er sich in Sicherheit bringen wollte. Eine Schwangere wurde leicht am Bauch verletzt, als der Zug plötzlich anhielt. Der Terrorist war ein 57-jähriger palästinensischer Araber aus einem nahe gelegenen Dorf. (Israel Today)  Bitte betet weiter gegen Terrorangriffe in Jerusalem. - Psalm 91, Jesaja 54,14  

50.000 TOURISTEN UND EIN HEIRATSANTRAG – Der Regionalrat von Samaria war zufrieden mit den Besucherzahlen während des Pessachfestes. Über 50.000 Besucher kamen nach Samaria, ließen Drachen auf Berg Garizim steigen, trafen im Nationalpark im alten Samaria sozusagen auf König Herodes, wanderten auf der „Veranda von Israel“ und verkosteten Wein in preisgekrönten Weinkellereien. Am Donnerstag, den 13.4.2017 gab es einen Auftritt des israelischen Musikers Ariel Zilber. Tausende von Besuchern kamen in den Norden von Samaria und nahmen an den Frühlingsfeierlichkeiten teil, die anlässlich des 50. Jahrestages seit der Befreiung von Dotan stattfanden. In dem Tal suchte Josef nach seinen Brüdern (1. Mose 37). * Unter den Besuchern war auch David Schapira, der seiner Freundin Racheli in der Weinkellerei Tura in der Stadt Rehelim einen Heiratsantrag machte. (Arutz-7)

VFI BRAUCHT EURE HILFE DRINGEND – Opfer von Terror in Israel müssen oft monatelang in einer Rehaklinik behandelt werden, verlieren die Arbeit, leiden unter emotionalen Traumata. All das wirkt sich auch auf ihre Familien aus. Über den Dienst an den Armen, Kindern, Senioren und Holocaust-Überlebenden hinaus hilft Vision für Israel auch Terroropfern und ihren Familien. Danke für eure Spenden. - „Und wie ihr wollt, dass euch die Menschen tun sollen, tut ihnen ebenso!“ - Lukas 6,31

Wir danken dem Herrn für Eure Gebete

Barry, Batya und das VfI-Team