Aktuelles aus Jerusalem – 2. März 2018

„Wenn ich dich vergesse, Jerusalem, so werde vergessen meine Rechte! Es klebe meine Zunge an meinem Gaumen, wenn ich deiner nicht gedenke, wenn ich Jerusalem nicht zu meiner höchsten Freude erhebe!“  Psalm 137,5-6

PURIM 2018 – Das jüdische Purimfest fing in Jerusalem am Abend des 1.3.2018 an und ging an Sonnenuntergang am 2.3. zu Ende. Dabei feierten wir Juden überall auf der Welt wieder ausgelassen die Befreiung unseres Volkes aus den Händen des bösen Haman, der damals in Persien versuchte, alle Juden auszurotten. Wir lesen Ester laut vor – also die Geschichte der jüdischen Königin und ihres Onkels Mordechai, die die jüdische Gemeinde im Exil vor der Zerstörung retteten. Familien und Nachbarn beschenken sich mit Süßigkeiten und viele verkleiden sich für die Feierlichkeiten. Wir von Vision für Israel wünschen euch, unseren Freunden nah und fern, (nachträglich) ein fröhliches Purimfest. Lest doch die Geschichte von Esther wieder einmal oder hört sie euch an.

NEUE ISRAELISCHE TECHNOLOGIE ERSETZT SKALPELL – Forscher der Wolfson-Fakultät für chemische Verfahrenstechnik am Technion-Institut in Haifa haben ein „Gerät“ entwickelt, das das Messer des Chirurgen durch biologische Materialien ersetzt. Vor kurzem präsentierten sie die Anwendung dieser Technologie bei einem chirurgischen Eingriff im Mund. Das Gerät verringert die Schmerzen, die sonst mit kieferorthopädischen Operationen einhergehen, beträchtlich und es beschleunigt gleichzeitig die Wiederherstellung des Gewebes. Die „Klinge“ basiert zum einen auf dem intelligenten Einsatz von Enzymen, das heißt von biologischen Molekülen, mit denen sich der Körper selbst wiederherstellt. Zum anderen kommen Nanopartikel und eine Technologie für die kontrollierte Verabreichung von Schmerzmitteln zum Einsatz. Die Wissenschaftler betonten, dass dieser neue Ansatz bei einer Reihe von Operationen verwendet werden kann. „In unserer Studie präsentieren wir einen bedeutsamen, paradigmatischen Wandel: das Ersetzen des mechanisch-physikalischen Prozesses durch einen biologischen Prozess“, so einer der Forscher. An den Forschungsarbeiten waren auch Ärzte vom Medizinischen Zentrum Sourasky in Tel Aviv sowie Ärzte und Zahnärzte vom Medizinischen Zentrum Rambam in Haifa und vom Tierarztzentrum Morija beteiligt. (Jerusalem Post)  „Ich will dich zum ewigen Stolz machen, zur Freude von Generation zu Generation.“ - Jesaja 60,15 und 1. Mose 12,1-3

UMZUG DER US-BOTSCHAFT NACH JERUSALEM IM MAI – Am 23.2.2018 kündigte US-Präsident Donald Trump an, er wolle den Umzug von Tel Aviv nach Jerusalem beschleunigen. Angedacht ist, dass die Botschaft ab Mai 2018 schrittweise in den Jerusalemer Stadtteil Arnona verlegt wird, wobei Botschafter David Friedman und sein persönlicher Stab die ersten sind. Mit Friedmans Umzug wird das derzeitige Konsulatsgebäude zur „Botschaft“. Später soll dann ein Anbau hinzukommen und in den nächsten Jahren wird eine neue Botschaft an einer anderen Stelle in der Stadt entstehen. Israelische Regierungsmitglieder begrüßten die Ankündigung Trumps als Geschenk zum 70. Unabhängigkeitstag Israels, da der Umzug und die Feierlichkeiten im Mai stattfinden. (Israel Today)  „Da wird der Mond schamrot werden und die Sonne sich schämen. Denn der HERR der Heerscharen herrscht als König auf dem Berg Zion und in JERUSALEM, und vor Seinen Ältesten ist Herrlichkeit.“ - Jesaja 24,23

FEIERT DEN 70. GEBURTSTAG ISRAELS MIT VFI IN LONDON – Vision für Israel begeht den 70. Jahrestag der Unabhängigkeit Israels am 12.5.2018 in England mit einer Veranstaltung. Ihr seid herzlich eingeladen, dabei zu sein! Weitere Infos unter www.visionforisrael.com/content/celebrating-israels-70th-london .

NETANJAHU WILL TRUMP ZUR EINWEIHUNG DER BOTSCHAFT EINLADEN – Der israelische Premierminister Benjamin Netanjahu wird wohl Donald Trump zur Einweihung der US-Botschaft in Jerusalem im Mai 2018 einladen. Netanjahu erklärte den Umzug zu einem bedeutsamen Moment für den Staat Israel. Dies würde die Feierlichkeiten zum Unabhängigkeitstag noch freudvoller machen. Er dankte Trump für seine Leitung und tiefe Freundschaft. * Die Palästinensische Autonomiebehörde (PA) reagierte zornig auf die Mitteilung. Solche „einseitigen“ Entscheidungen seien dem Friedensprozess zwischen Palästinensern und Israelis nicht zuträglich. Die Terrorgruppe Hamas ihrerseits warnte, diese Entscheidung könne zu einer „Explosion“ in der Region führen. Die Beziehungen zwischen der US-Regierung und der PA sind seit dem 6.12.2017 angespannt; nach der Ankündigung Trumps im Dezember hatten der PA-Vorsitzende Mahmud Abbas und ranghohe PA-Vertreter behauptet, die USA könnten im Nahostfriedensprozess nicht länger mitwirken, da sie „voreingenommen“ seien. Die PA verweigert seither jeglichen Kontakt zur Regierung Trump. (Times of Israel)

ISRAEL WARNTE 2017 30 LÄNDER MIT EINZELHEITEN ÜBER GEPLANTE TERRORANSCHLÄGE – Die Mitteilung von Wirtschaftsminister Eli Cohen diese Woche war bedeutsam und könnte weitreichende Auswirkungen darauf haben, wie sehr sich andere Länder auf Geheimdienstinformationen aus Israel verlassen. Cohen sagte: „Sie alle wissen, dass Israel Australien detailliert darüber informierte, dass Terroristen ein Flugzeug in die Luft jagen wollten. Insgesamt rief Israel 2017 in 30 Ländern an und teilte ihnen mit: ‚Ihr müsst Folgendes wissen. Das und das ist dann und dann dort und dort geplant. Seid achtsam! Es soll einen Anschlag geben.‘“ Cohen äußerte dies bei einer Konferenz von Juristen an der Universität von Tel Aviv. Davor hatte es Berichte gegeben, wonach der israelische Militärgeheimdienst 2017 einen Bombenanschlag ISIS auf ein Flugzeug aus Australien verhinderte. Laut IVK nahmen australische Sicherheitskräfte im August 2017 in Sydney zwei Verdächtige fest, die auf Geheiß der Isis einen selbst gebauten Sprengkörper an Bord eines Flugzeuges von Etihad Airways schmuggeln wollten. Israels Stärke beim Zusammentragen von Geheimdienstinformationen und bei Antiterrormaßnahmen verleihen dem jüdischen Staat einen hohen Stellenwert, der dem Staat hoffentlich auch dienlich ist, wenn er sich bemüht, Beziehungen zu anderen Ländern zu knüpfen und zu pflegen. (Times of Israel)  „Keiner ist wie der Gott Jeschuruns [Ehrenname für Israel], der auf dem Himmel einherfährt zu deiner Hilfe und in Seiner Hoheit auf den Wolken.“ - 5. Mose 33,26

PALÄSTINENSER BRENNEN EIGENE FABRIK AUS PROTEST GEGEN IVK-SOLDATEN AB – Palästinensische Demonstranten brannten am 25.2.2018 ungewollt eine Fabrik in Judäa und Samaria ab, während sie in der Stadt Nablus gegen IVK-Soldaten protestierten. Medienberichten zufolge stießen die Demonstranten mit IVK-Soldaten zusammen und rollten brennende Reifen zu ihnen. Einer der Reifen drehte ab und rollte direkt in eine nahe gelegene Plastikfabrik. Das Gebäude wurde Raub der Flammen; die Fabrik ist komplett zerstört. Journalisten zufolge kam auch israelische Feuerwehr zum Brandort, um der palästinensischen Feuerwehr bei der Brandlöschung zu helfen. Die Zusammenstöße gab es, nachdem Palästinenser sich entrüsteten, weil Israelis illegal provisorische Unterkünfte errichtet hatten. Dieser „Außenposten“ in der Gegend von Nablus namens Evjatar wurde inzwischen von der Armee abgerissen. (Times of Israel)

„ISRAEL IST DAS LEBEN DER PALÄSTINENSER WICHTIGER ALS DER HAMAS.“ – Vor einigen Tagen kletterte ein Palästinenser aus dem Gaza-Streifen über den Sicherheitszaun, nachdem er von der Hamas angeschossen wurde. IVK-Soldaten, die oft als blutrünstige Rassisten verleumdet werden, zögerten nicht, die medizinische Notversorgung des Mannes sicherzustellen. IVK-Generalmajor Joab Mordechai, Koordinator für Aktivitäten der Regierung in den Gebieten (COGAT), nutzte die Gelegenheit, um den falschen Eindruck der Öffentlichkeit zu korrigieren. Auf Facebook schrieb er an die Bevölkerung von Gaza gerichtet in arabischer Sprache: „Es ist ganz einfach: Ein Palästinenser aus dem Gaza-Streifen kam heute über den Sicherheitszaun nach Israel, nachdem er von Hamas-Leuten angeschossen worden war. IVK-Soldaten halfen ihm; es ist schlicht und einfach eine humanitäre Frage. Dem Staat Israel und seiner Armee ist das Leben eines Palästinensers wichtiger als der Hamas. Das ist der Punkt. Je mehr Sie, liebe Bewohner von Gaza, darüber nachdenken, desto besser werden Sie verstehen, dass die Hamas Ihnen nichts zu bieten hat. Sie verdienen mehr!“ (Israel Today)  Bitte betet weiter, dass ein Wunder der Veränderung in der Regierung des Gaza-Streifens stattfindet und dass die Terrororganisation Hamas gestürzt wird.

USA: VERDOPPELUNG BEI ANTISEMITISCHEN VORFÄLLEN – Wie die Antidiffamierungsliga diese Woche mitteilte, gab es 2017 in den USA 1986 Fälle von Antisemitismus, mehr als doppelt so viel wie 2015, als die Zahl bei 942 lag. Gegenüber 2016 betrug der Anstieg mit 1267 Fällen 57 %. Letztes Jahr umfassten die Anschläge auch 160 Bombendrohungen gegen jüdische Gemeindezentren und anderer Institutionen. Antisemitische Vorfälle an Schulen und Universitäten verdoppelten sich 2017 zum zweiten Mal in Folge. An nichtjüdischen Grundschulen und Gymnasien gab es 457 Vorfälle, 2016 waren es 235 und 2015 die Hälfte davon (114). In fast allen Fällen handelte es sich entweder um Belästigung oder Zerstörungswut, darunter auch sieben Vorfälle, bei denen jüdische Friedhöfe entehrt wurden. In 19 Fällen wurden Juden körperlich angegriffen. (JTA)

BITTE HELFT VFI MEDIZINISCHES GERÄT FÜR UNTERPRIVILEGIERTE MENSCHEN UND EINEN NEUEN KRANKENWAGEN ZU KAUFEN – Wann immer wir Spenden bekommen, werden regelmäßig medizinisches Material und Geräte an unterprivilegierte Menschen, Krankenhäuser und Rettungsteams weitergegeben. Diese Spenden gehen dann an Bedürftige in Altenheimen sowie an Intensivstationen und onkologische Abteilungen in Krankenhäusern. Sie werden außerdem für Rollstühle für behinderte Kinder verwendet. Derzeit sammeln wir Spenden für den dritten Krankenwagen, den wir als Dienst spenden wollen. Unsere Spendenkonten sind:
Deutschland:     Vision für Israel e.V.      IBAN: DE27 7015 0000 1002 9131 41
Schweiz:           Vision für Israel e.V.      Postfinance Konto: 85-235852-6
Danke im Voraus für eure finanzielle Unterstützung.

Wir danken dem Herrn für Eure Gebete

Barry, Batya und das VfI-Team