Aktuelles aus Jerusalem – 2. Februar 2018

„Seid stark, und euer Herz fasse Mut, alle, die ihr auf den HERRN harrt!“  Psalm 31,25

„WIR KÖNNEN DAS LEUGNEN DES HOLOCAUST NICHT ERLAUBEN.“ – Vor kurzem verurteilte der israelische Premierminister Benjamin Netanjahu eine neue Gesetzgebung in Polen, wonach es verboten ist, Verbrechen „der polnischen Nation“ während des Holocaust zu erwähnen. Er rief den israelischen Botschafter in Warschau auf, sich mit dem polnischen Premier zu treffen, um über dieses umstrittene Gesetz zu reden. „Dieses Gesetz entbehrt jeglicher Grundlage. Ich bin sehr dagegen. Man kann die Geschichte nicht umschreiben und es ist verboten, den Holocaust zu leugnen. Ich habe der israelischen Botschaft in Polen die Anweisung erteilt, sich mit dem polnischen Premierminister zu treffen und ihm mitzuteilen, dass ich vehement gegen das Gesetz bin,“ so Netanjahu. Auch Präsident Reuven Rivlin äußerte sich kritisch: „Am Internationalen Holocaust-Gedenktag ist es wichtiger denn je, dass wir unsere Pflicht wahrnehmen und unserer ermordeten Brüder und Schwestern gedenken. Letzte Woche verabschiedete das polnische Parlament ein kontroverses Gesetz, welches es verbietet, zu sagen, dass die „polnische Nation“ während des Holocausts an Verbrechen beteiligt war. Außerdem ist es nun gesetzlich verboten, den Ausdruck „polnische Todeslager“ zu benutzen, um die Konzentrationslager zu beschreiben, in denen Juden und andere Minderheiten im Zweiten Weltkrieg im damals von den Nazis besetzten Polen ermordet wurden. Jeder, der gegen dieses neue Gesetz verstößt, kann mit einer Geldstrafe belegt werden oder für bis zu drei Jahre ins Gefängnis kommen.  (Haaretz)

US-GESANDTER ÜBER TERROR DER HAMAS ZUTIEFST ERZÜRNT – Der US-Sondergesandte Jason Greenblatt war am Sonntag, den 28.1.2018 in Begleitung von Generalmajor Joab Mordechai von den Israelischen Verteidigungskräften (IVK) an der israelischen Grenze zu Gaza unterwegs. Greenblatt besuchte auch einen der vor kurzem entdeckten Terrortunnel der Hamas, der vom Gaza-Streifen, wo die Hamas herrscht, bis nach Israel reichte. Er wurde ausführlich über die Sicherheitslage informiert, insbesondere hinsichtlich der Bedrohung, die von Gaza ausgeht. Kurz nach der Tour äußerte sich Greenblatt auf Twitter über die Hamas: „Die Terrorgruppe verschwendet Ressourcen zum Tunnelbau und zum Raketenbeschuss Israels, anstatt den Menschen in Gaza zu helfen, zum Beispiel durch die Bereitstellung von Strom, fließend Wasser oder das Ankurbeln der Wirtschaft. Die Hamas verbreitet Hassreden und heizt die Gewalt immer wieder neu an. Ich bin zutiefst erzürnt, dass die Hamas den Terror weiter aktiv fördert. Dieses Handeln der Hamas zeigt, wie sie die Menschen in Gaza ausbeutet und welch eine Bedrohung die Hamas für die Stabilität und Sicherheit in der Region darstellt. Die Hamas [zu Deutsch: „Gewalt“], der palästinensische Dschihad [Heiliger Krieg] und andere extremistische Gruppen bauen ihre militärische Stärke auf Kosten der Zivilbevölkerung aus und stellen eine Gefahr für die Menschen in Gaza, in Israel und in Ägypten dar.“  (Arutz 7)

NETANJAHU FLIEGT ZU GESPRÄCHEN NACH RUSSLAND – Am Montag, den 29.1.2018 flog Israels Premierminister Netanjahu zu Gesprächen mit Präsident Wladimir Putin nach Moskau. Gesprächsthema waren israelische Bedenken über den Ausbau der militärischen Präsenz des Irans in Syrien. Netanjahu sagte, er würde mit Putin über die unablässigen Bemühungen des Irans in Syrien sprechen; Israel ist strikt dagegen und will dagegen vorgehen. Netanjahu erklärte, er und Putin träfen sich regelmäßig, um die Aktivitäten Israels und Russlands in Syrien zu koordinieren. Im Jahr 2015 griff Russland im Auftrag von Präsident Baschar al-Assad in den Bürgerkrieg in Syrien ein. Iranische Truppen, die Hisb-Allah und andere schiitische Milizen unterstützen Assad ebenfalls. Israel befürchtet, der Iran könnte auf Dauer eine Garnison in Syrien unterhalten, wodurch sich die Gefahr für Israel erhöhen würde – zusätzlich zur Bedrohung durch die Hisb-Allah im Libanon. Der Libanon ist inzwischen zu einem immensen Waffenarsenal mutiert und stand zuletzt im Jahr 2006 mit Israel im Krieg. Netanjahu erklärte, er wolle mit Putin auch besprechen, dass der Iran den Libanon zu einem noch größeren Waffenlager machen wolle, von wo aus präzise gesteuerte Raketen auf den Staat Israel abgefeuert werden könnten; dies würde Israel nicht tolerieren.  (Arutz 7)

ASSAD: „WENN SIE NOCH EINMAL ANGREIFEN, LASSE ICH BEN-GURION UNTER BESCHUSS NEHMEN“ – Der syrische Präsident Baschar al-Assad ließ Israel über den russischen Präsidenten Wladimir Putin eine Drohung übermitteln. Sollte Israel sein Land noch einmal angreifen, würde Syrien mit dem Abschuss von Scud-Raketen auf den Flughafen Ben-Gurion reagieren. „Die Ehre Syriens steht über allem“, sagte Assad zu Putin. Dieser antwortete, er würde Israel diese Botschaft mitgeben. Medien der syrischen Opposition und der Rebellen berichteten, Israel habe bei diesem letzten Angriff Munitionslager, in denen sich Langstreckenraketen befanden, im Visier gehabt. Das Syrische Zentrum für Menschenrechte erklärte, diese Waffenlager, die der Terrorgruppe Hisb-Allah und der syrischen Armee gehörten, seien bei dem Angriff beschädigt worden. Es sei zu Bränden und Gebäudeschäden gekommen. Verletzte habe es nicht gegeben. (Arutz 7)  Syrien ist einer der schlimmsten Feinde Israels und der Iran ist einer seiner stärksten Verbündeten. So wie Damaskus und Teheran den Terror fördern, macht das niemand sonst auf der Welt. Sie unterstützen Terrorgruppen, wie die Hisb-Allah und die Hamas, die Tausende von Langstreckenraketen auf Großstädte und Ballungszentren im jüdischen Staat gerichtet haben. Dagegen zeigt Israel sein Mitgefühl ständig und hilft syrischen Menschen angesichts der andauernden Unruhen über die Grenzen hinweg immer wieder medizinisch und humanitär. Bitte betet weiter intensiv für die Sicherheit Israels an seinen Grenzen im Norden, für die Bewohner sowie für alle dort eingesetzten Soldaten.

HALEY: ES IST ZEIT FÜR EINE NEUE PALÄSTINENSISCHE FÜHRUNG – Die US-amerikanische UNO-Botschafterin Nikki Haley sagte am Donnerstag, den 25.1.2018, die Palästinenser sollten sich eine neue Führung suchen, wenn sie ein Friedensabkommen und damit eine bessere Zukunft für sich und für Israel haben wollen. Die USA möchten Israel und den Palästinensern weiter helfen, einen Friedensvertrag zu schließen: „Wir werden der [derzeitigen] palästinensischen Führung nicht nachlaufen, denn sie hat das, was für den Friedensvertrag nötig ist, nicht.“ Bei Haleys Vergleich des Vorsitzenden der Palästinensischen Autonomiebehörde (PA) Mahmud Abbas mit anderen arabischen Politikern schnitt er schlecht ab; diese anderen Politiker wären in den letzten zehn Jahren mutig Schritte gegangen, um Friedensabkommen mit Israel zu schließen. Über Abbas sagte sie: „Er hat abgelehnt, dass die Amerikaner bei den Friedensgesprächen eine Rolle spielen. Er hat den US-Präsident beleidigt. Er hat dazu aufgerufen, die Anerkennung Israels auszusetzen. Er hat eine alte, fiktive Vergangenheit wieder wachgerüttelt und griff dabei auf das 17. Jahrhundert zurück, um Israel als kolonialistisches Projekt zu beschreiben, welches sich europäische Mächte ausgedacht haben sollen.“ Sie erwähnte Sadat, der 1977 nach Jerusalem reiste, um eine Rede vor der Knesset zu halten. „Sadat ging nicht auf Knien nach Jerusalem. Er sprach unumwunden von den schweren Zugeständnissen, die er von den Israelis erwartete. Dann sprach er Worte aus, von denen er und die Welt wussten, dass sie einen Wendepunkt darstellen würden. So sagte er zu den israelischen Politikern: ‚Sie wollen mit uns in diesem Teil der Welt leben. In aller Aufrichtigkeit sage ich Ihnen, wir heißen Sie unter uns willkommen, samt Schutz und Sicherheit.’” (Worthy News)  Bitte betet für die Führung der Palästinensische Autonomiebehörde, insbesondere für Leute mit einer Vision für Frieden und Zusammenarbeit mit Israel.

ISRAEL VOR SCHWERER WASSERKRISE – Trotz der Niederschläge vor kurzem bewegt sich Israel, wie die Wasserbehörde jetzt warnte, auf eine lang anhaltende Wasserkrise zu. Angesichts der wachsenden Anzahl von Anzeichen für eine Dauerkrise in der Wasserversorgung haben die Wasserbehörde und das staatliche Unternehmen Mekorot einen Plan erarbeitet, um sicherzustellen, dass Haushalte und die Landwirtschaft ausreichend Wasser haben. Die Kosten belaufen sich bis 2050 auf rund 1,7 Mrd. Euro. Selbst wenn es 2018 genug regnet und nicht zum fünften Mal in Folge der Notstand ausgerufen wird, bleibt die Lage dennoch prekär. „Es ist egal, ob dieses Jahr offiziell der Wassernotstand ausgerufen wird oder nicht. Die Regierung muss sich auf jeden Fall strategisch vorbereiten und entscheiden, wie viel Wasser wir in den nächsten fünf Jahren brauchen und wie wir es beschaffen wollen“, hieß es. „Nächstes Jahr könnten wir an den Punkt kommen, wo bei manchem kein Wasser kommt, wenn er den Wasserhahn aufdreht, besonders im westlichen Galiläa“, so ein Mitarbeiter von Mekorot. Das Notprogramm für die nächsten 18 Monate ist für vier mittelfristige Maßnahmen: das Bohren, um an das Wasser aus den Wasserschichten zu kommen, neue Entsalzungswerke, das Einleiten von Wasser in den See Genezareth und die Reduzierung des Wasserverbrauchs allgemein. (Haaretz)

ISRAEL SOLL GAZA STROM FÜR ABWASSERENTSORGUNG UND ENTSALZUNG LIEFERN – Die Israelische Wasserbehörde unterschrieb letzte Woche ein Abkommen mit dem Elektrizitätswerk von Gaza und wird dementsprechend Strom zum Betrieb einer Abwasserfirma im Norden Gazas liefern. Das 60 Millionen Euro schwere Projekt wird von der Weltbank und verschiedenen Ländern finanziert. Es läuft innerhalb der nächsten zwei Monate an und wird 300.000 Bewohnern von Gaza Nutzen bringen. Israel wird darüber hinaus Strom an das Entsalzungswerk in Khan Yunis liefern, welches von der EU finanziert wurde und umgerechnet 31 Millionen Euro gekostet hat. Alon Schoster, Leiter von Regionalrat von Schaar HaNegev, sagte, das Verhindern einer humanitären Krise in Gaza, sei „definitiv im Interesse Israels, was die Sicherheit, Diplomatie und Moral angeht.“ (Ynet)  Die Anführer der Hamas in Gaza hätten sich selbst ein Entsalzungswerk und eine Wasseraufbereitungsanlage finanzieren können, wenn sie das Geld nicht für den Bau von Terrortunneln verschwendet hätten. Israel beweist gegenüber seinen Feinden immer wieder Barmherzigkeit. – Matthäus 5,7

VFI BRAUCHT EURE HILFE – Über die Projekte von Vision für Israel könnt ihr euch auf unserer Website unter www.visionforisrael.com/de informieren. Danke im Voraus für eure Unterstützung in Gebet und Gaben! „Denn es hat Mazedonien und Achaja wohlgefallen, einen Beitrag zu leisten für die Bedürftigen unter den Heiligen, die in Jerusalem sind. Es hat ihnen nämlich wohlgefallen, auch sind sie ihre Schuldner. Denn wenn die Nationen ihrer geistlichen Güter teilhaftig geworden sind, so sind sie verpflichtet, ihnen auch in den leiblichen zu dienen.“ – Römer 15,26-27

Wir danken dem Herrn für Eure Gebete

Barry, Batya und das VfI-Team