Aktuelles aus Jerusalem – 18. Mai 2018

„Aber Rut sagte: Dringe nicht in mich, dich zu verlassen, von dir weg umzukehren! Denn wohin du gehst, dahin will auch ich gehen, und wo du bleibst, da bleibe auch ich. Dein Volk ist mein Volk, und dein Gott ist mein Gott.“  Rut 1,16  

SCHAWUOT 2018 – Dieses Jahr fängt das jüdische Wochenfest am Samstag, den 19.5.2018 bei Sonnenuntergang an und endet am Abend des 21.5. An Schawuot endet nach 49 Tagen das Zählen des Gomers. Auch erinnert das Fest daran, dass dem Volk auf dem Berg Sinai die Thora übergeben wurde. Es ist außerdem als Erntefest bekannt, an dem das Reifwerden der ersten Früchte gefeiert wird. Wir lesen Ruth, eine bewegende, biblische Geschichte über Liebe und den Bund. An diesem Fest bestehen viele Mahlzeiten aus Obst, Gemüse und Milchprodukten.  Wir wünschen allen unseren Freunden nah und fern ein schönes, frohes Schawuot und frohe Pfingsten mit Apostelgeschichte 1,8 und 2,4.

ZWEITE BOTSCHAFT IN JERUSALEM – Guatemala hat seine neue Botschaft in Jerusalem eröffnet, die zweite nach den USA. Der guatemaltekische Präsident Jimmy Morales weihte sie am 16.5.2018 ein - zwei Tage nach der feierlichen Eröffnung der US-Botschaft, die als erste von Tel Aviv nach Jerusalem umgezogen war. Premier Netanjahu sagte, dies passe gut, denn Guatemala habe Israel vor 70 Jahren auch gleich nach den USA anerkannt: „Guatemala ist unser Freund - damals wie heute.“ Präsident Trump hatte den Umzug im Dezember 2017 angekündigt, was bei Netanjahus Regierung Begeisterung ausgelöst hatte. Paraguay wird Ende Mai 2018 wohl als nächstes Land seine Botschaft nach Jerusalem verlegen. (Fox)  Sacharja 8,3-6

ANGESPANNTE LAGE IM SÜDEN – Sechs Häuser in Sederot im Negev, weniger als 2 km von der Grenze zu Gaza, kamen am Nachmittag des 16.5.2018 unter Maschinengewehrbeschuss. Eine Kugel zertrümmerte ein Fenster, andere blieben in Mauern stecken. Eines der Häuser gehörte dem früheren Bürgermeister der Stadt, Eli Moyal. Es gab keine Verletzten; Sicherheitsbeamte wurden entsandt, um den Vorfall zu untersuchen. (Jerusalem Post)  Bitte betet weiter für Schutz der Grenze Israels im Süden und für Bewahrung der IVK-Soldaten, die versuchen, die Gewalt aus dem Gaza-Streifen einzudämmen. Betet für Strategien für Israel und dass andere Länder sich auf die Seite Israels stellen. Möge der Herr den Irrsinn der Anführer der Hamas und all derer heilen, die ihre Terrorpläne umsetzen sollen. - Psalm 91 und Jakobus 3,17

HAMAS SIEHT LIEBER TOTE ALS FRIEDEN – Der israelische Botschafter bei der UNO, Danny Danon, forderte am Dienstag, den 15.5.2018, dass der Sicherheitsrat die Hamas dafür verurteilt, dass sie Zehntausende von Palästinensern aufgehetzt hat, um die Grenze zwischen Gaza und Israel zu verletzen, um danach jüdische Zivilisten anzugreifen. „Im letzten Monat musste sich Israel am Sicherheitszaun zu Gaza gegen gewalttätige Randalierer verteidigen. Es handelte sich nicht um Demonstrationen oder Proteste, sondern um gewalttätige Randale. Sie haben mehrfach versucht, den Zaun zu durchbrechen - mit dem ausdrücklichen Ziel, israelische Bürger zu töten“, so Danon auf einer Sondersitzung des Sicherheitsrates. Er warf der Hamas vor, sie bevorzuge Tote gegenüber einem Frieden. Die Hamas habe Kriegsverbrechen begangen, nicht nur gegen israelische Zivilisten, sondern auch gegen ihr eigenes Volk, das sie als menschliche Schilde für ihre zynischen Ziele missbrauche. Jeder Verletzte, jeder Tote bei den jüngsten Gewaltausbrüchen sei ein Kriegsopfer der Hamas. * In der außerordentlichen UNO-Sitzung am 15.52018 über die Kriese im Gaza-Streifen wiederholten die anwesenden Länder ihre üblichen Positionen, manche aus dem arabischen Blick verurteilten Israel heftig, andere Nationen verteidigten es, wie die USA. Die britische Botschafterin Karen Price meinte, die Demonstranten im Gaza-Streifen würden von denjenigen ausgeschlachtet, die zur Gewalt aufhetzen, was inakzeptabel sei. US-Botschafterin Nikki Haley stach hervor, als sie die konventionelle Weisheit ablehnte, wonach die Gewalt eine Reaktion darauf sein soll, dass Israel seine Souveränität über Jerusalem ausgerufen und die USA ihre Botschaft in die jüdische Hauptstadt verlegt hat. Die Gewalt komme vielmehr von denen, die das Existenzrecht Israels - egal wo - ablehnen. (Jerusalem Post, Medialine)

„PROTESTE“ SOLLTEN AUFMERKSAMKEIT DER MEDIEN ERREGEN – Der ehemalige israelische Botschafter in den USA, Michael Oren, sagte diese Woche, mit den Protesten in Gaza sollte nur die Aufmerksamkeit der Medien erregt werden. „Von Hamas [das Wort bedeutet ‚Gewalt’] aufgehetzte Palästinenser brannten ihren eigenen Grenzübergang nieder und brauchten damit ihre eigene Energie auf, um der Welt danach etwas von einer ‚humanitären Krise’ vorzugaukeln und uns die Schuld dafür in die Schuhe zu schieben. Ich hoffe, dass das dieses Mal nicht klappt.“ Weiter sagte Orgen gegenüber CNN: „Jetzt, wo wir hier miteinander sprechen, attackiert die syrische Armee das palästinensische Flüchtlingslager Jarmuk, tötet Hunderte von Menschen, vielleicht sogar Tausende. Wurde darüber auf CNN berichtet? Hat irgendjemand anderes darüber berichtet? Kümmert es irgendjemanden, wenn Syrer Palästinenser töten? Nein! Nur wenn es einen Konflikt zwischen Israelis und den Palästinensern gibt, wird darüber berichtet. Und das weiß die Hamas sehr wohl.“ (The Hill)  Bitte betet weiter, dass der Kampf gegen die höchst voreingenommenen Medien gewonnen wird, die Israels Position in Bezug auf Sicherheitsmaßnahmen und Selbstverteidigung ständig falsch darstellen.

HAMAS ZÜGELT GAZA-DEMONSTRANTEN NACH WARNUNG AUS ÄGYPTEN – Am Mittwoch, den 16.5.2018 beruhigten sich die Proteste an der Grenze zwischen Gaza und Israel beträchtlich, was darauf deutet, dass die Bemühungen Ägyptens, um die Ruhe an der Grenze wiederherzustellen, etwas gefruchtet haben. Zuvor waren bei gewaltsamen Zusammenstößen Dutzende von Palästinensern getötet worden. Der Hamas-Anführer Ismail Hanija fuhr diese Woche zu einem Kurzbesuch nach Ägypten und bemühte sich als Vermittler zwischen den Islamisten und Israel. Der israelische Minister für die Geheimdienste, Israel Katz, erklärte, ein ägyptischer Geheimdienstchef, dessen Namen er nicht nannte, warnte Hanija, dass Kairo Beweise dafür hat, dass die Hamas die Proteste finanziert und Menschen an den Grenzzaun geschickt hat - als „lebendige Munition: Frauen und Kinder, anstatt Granaten und Raketen“. Weiter sagte Katz in einem Interview mit Radio Israel, er habe Hanija unmissverständlich klar gemacht, Israel würde viel schärfer als bisher reagieren, wenn die Proteste so weitergingen. Ägypten würde in diesem Fall untätig bleiben und nicht helfen. Der Sprecher der Hamas, Fawzi Barhoum, erwiderte: „Es gibt keine Mediation. Die Aufmärsche werden weitergehen, bis unsere Leute ihr Ziel erreichen“. Bei einer Pressekonferenz in einem Lager der Demonstranten am 16.5.2018 forderten palästinensische Gruppen wie die Hamas und der Islamische Dschihad die Menschen auf, sich am Freitag an den Massenaufläufen zu beteiligen. Allerdings fing am Donnerstag, den 17.5.2018 der für Moslems heilige Fastenmonat Ramadan an, wo sie tagsüber nichts essen und trinken. Dies könnte die Anzahl der Demonstranten verringern. Trotz des Fastens würden die Proteste aber bis Anfang Juni 2018 weitergehen. (Jerusalem Post)

NEUE WAFFE GEGEN RANDALIERER – Das israelische Verteidigungsministerium hat eine neue Technologie präsentiert, um nicht gewalttätige Krawalle an der Grenze zu Gaza aufzulösen. Es handelt sich um eine Drohne, die Taschen mit stinkender „Schokolade“ abwirft. Sie soll bei Ausschreitungen an der Grenze zu Gaza und in Judäa und Samaria eingesetzt werden. Diese Woche war das im Gaza-Streifen zum ersten Mal der Fall; der Einsatz wurde als Erfolg gewertet. Dank der neuen Entwicklung brauchen IVK-Soldaten nicht so nahe an die Grenze; vielmehr können die Einsätze auf das Kommando des befehlshabenden Offiziers von der Luft aus durchgeführt werden. Die Drohe ist dafür ausgelegt, Schwerlasten zu transportieren und kann für eine Reihe von Einsätzen und im Niedrigflug verwendet werden. Dass man damit auch Krawallmacher auseinandertreiben kann, zählte nicht zu den ursprünglich geplanten Einsätzen. Aus der Not heraus wurde diese Einsatzvariante mit ins Design aufgenommen. Die Drohe wurde daraufhin so ausgestattet, dass sie viele Taschen mit der so genannten (stinkenden) Schokolade transportieren kann. Diese Taschen platzen, wenn sie auf den Boden treffen und ihr Inhalt wird über die Randalierer verteilt. Die Substanz wurde getestet und führt selbst bei direktem Kontakt nicht zu Beeinträchtigungen der Gesundheit. (INN)

TÜRKEI DEMÜTIGT BOTSCHAFTER – Der israelische Botschafter in der Türkei, Eitan Naeh, wurde am 16.5.2018 in Istanbul einer Sicherheitsprüfung unterzogen, nachdem die türkische Regierung ihn wegen der wachsenden Spannungen zu Israel des Landes verwiesen hatte. Am Vortag hatte die Türkei die Ausweisung Naeh angekündigt. Israel hatte zuvor seine Grenze zu Gaza mit Gewalt schützen müssen, nachdem Zehntausende von Krawallmacher versucht hatten, den israelischen Sicherheitszaun zu durchbrechen. * Als Reaktion auf den Schritt der Türkei forderte Israel den in Jerusalem ansässigen türkischen Konsul Husnu Gurcan Turkoglu auf, das Land zu verlassen. Bevor Naeh ins Flugzeug nach Israel einsteigen durfte, wurde er am Flughafen Ataturk in Istanbul einem „rauen Sicherheitscheck“ unterzogen, wie das israelische Außenministerium mitteilte. Türkische Medien durften den Sicherheitscheck sogar filmen - eine böswillige Absicht, um den israelischen Botschafter zu demütigen. Die Spannungen zwischen Ankara und Jerusalem eskalierten nach der Eröffnung der US-Botschaft in Jerusalem; die türkische Regierung war vehement dagegen gewesen. Am Morgen des 15.5.2018 warf Erdogan dem israelischen Premierminister Netanjahu vor, er habe wegen der Aufstände in Gaza Blut an den Händen. Netanjahu erwiderte: „Ein Mann, der Tausende von türkischen Soldaten nach Nordzypern sendet, um es zu besetzen, und der in Syrien einmarschiert, braucht uns nichts vorzuschreiben, wenn wir uns gegen die Infiltrationsversuche der Hamas verteidigen.“ (Haaretz)

VFI BRAUCHT EURE HILFE – Über die Projekte von Vision für Israel könnt ihr euch auf unserer Website unter www.visionforisrael.com/de informieren. Danke im Voraus für eure Unterstützung in Gebet und für eure finanziellen Gaben! „Denn es hat Mazedonien und Achaja wohlgefallen, einen Beitrag zu leisten für die Bedürftigen unter den Heiligen, die in Jerusalem sind. Es hat ihnen nämlich wohlgefallen, auch sind sie ihre Schuldner. Denn wenn die Nationen ihrer geistlichen Güter teilhaftig geworden sind, so sind sie verpflichtet, ihnen auch in den leiblichen zu dienen.“ - Römer 15,26-27

Wir danken dem Herrn für Eure Gebete

Barry, Batya und das VfI-Team