Aktuelles aus Jerusalem – 16. März 2018

„Abends und morgens und mittags klage und stöhne ich; und Er hat meine Stimme gehört.“  Psalm 55,1

ISRAELISCHE FORSCHER ENTDECKEN NEUE CASH CROPS – Forscher aus dem Süden Israels teilen jetzt mit, es sei ihnen gelungen, Trüffel kommerziell zu züchten. Der übliche Preis liegt bei 150 Euro pro Pfund, etwas weniger als Silber und viermal so viel wie Uran. Die Forscher am Hanegev-Zentrum für Landwirtschaft in der Wüste in Ramat schafften den Durchbruch, indem sie die Symbiose zwischen dem in der Natur nur selten und willkürlich auftretenden Pilz, Terfezia leonis, und einem gemeinen Wüstenstrauch, Helianthemum sessiliflorum, stimulierten. Es sei das erste Mal, dass Trüffel, eine im gesamten Nahen Osten und darüber hinaus hoch begehrte Delikatesse, kultiviert werden konnte. Sowohl der Pilz als auch der Wirt brauchen wenig Wasser und keinen Dünger, wodurch der landwirtschaftliche Anbau von Terfezia leonis der billigste sein dürfte. Damit könnte es schon im nächsten Jahr losgehen. (Arutz 7)

ISRAELS 70. GEBURTSTAG – Feiert am Samstag, den 12.5.2018 von 10 bis 18 Uhr mit Vision für Israel in London - mit Lobpreis und Anbetung, Gebet und großartiger Lehre über Israel und die Erfüllung von Prophetien. Sprecher: Dennis Greenidge, David Hoffbrand, Rev. Jones Boateng, Derek Walker, Simon Barrett, Alistair Scott, Pastor Naeem Shahbaz und Barry Segal. Wo: Emmanuel Centre, 9-23 Marsham Street, London, SW1P 3DW. 30 % Rabatt für Frühbucher bis 31.3. Weitere Infos unter https://celebratingisraels70th-london.eventbrite.com oder telefonisch im Londoner Büro unter +44-0-1793 279 111. Wir hoffen, wir sehen uns!

HAMAS VERSUCHT PALÄSTINENSISCHE FÜHRUNG ZU TÖTEN – Der Premierminister der PA, Rami Hamdallah, überlebte am 13.3.2018 einen Attentatsversuch, als er in den Gaza-Streifen, der von der Hamas beherrscht wird, fahren wollte. Hamdallah war auf dem Weg zur Einweihung einer neuen Wasseraufbereitungsanlage. Als sein Konvoi in den Gaza-Streifen fuhr, explodierte am Straßenrand eine große Bombe und verwundete mehrere seiner Begleiter. Er selbst blieb unverletzt. Die Partei des PA-Vorsitzenden Mahmud Abbas, der auch Hamdallah angehört, bezeichnete den Vorfall als „Terroranschlag“ und verdächtigt die Hamas. Diese hatte Gaza 2007 gewaltsam an sich gerissen; Abbas hatte sich geweigert, sich an den Ausgang der Wahlen zu halten und jemanden aus der Hamas-Führung zum Premier der PA zu ernennen. Die Hamas hatte die parlamentarische Mehrheit klar gewonnen. (Israel Today)

TERRORIST JAGT SICH SELBST IN DIE LUFT – Ein Mitglied von Saraya al-Quds, dem bewaffneten Flügel des Islamischen Dschihad, starb, als es versehentlich zu einer Explosion kam, wie Ashraf al-Kidra, ein Sprecher der herrschenden Terrorgruppe Hamas, am 10.3.2018 mitteilte. Das Opfer war der 27-jährige Ibrahim Frahat. Saraya al-Quds erklärte, Frahat sei gestorben, als er sich „für den Kampf vorbereitete“, sprach allerdings nicht von einer „versehentlichen Detonation“. Laut Generalmajor Joab Mordechai, der im israelischen Verteidigungsministerium als Verbindungsoffizier zu den Palästinensern dient, starb Frahat, als er Waffen und Munition für den Islamischen Dschihad in einem Wohnhaus in der Gegend Sheikh Zayed von Beit Lahiya herstellte. „Es überrascht nicht, das jemand, der mit dem Feuer spielt, sich am Ende selbst verletzt“, schrieb Mordechai auf Facebook. Seit dem Gaza-Krieg von 2014 sind Kidra zufolge bereits mehrere Mitglieder der Hamas und vom bewaffneten Flügel des Islamischen Dschihad bei verschiedenen „Unfällen“ gestorben. Der Islamische Dschihad soll Tausende Mitglieder in seinem bewaffneten Flügel haben, die über viele Waffen verfügen, unter anderem Raketen, Mörsergranaten und Schusswaffen. (Jerusalem Post)  „Bluttat reiht sich an Bluttat.“ - Hosea 4,2

RUSSLAND HÄLT SICH NICHT AN WAFFENRUHE – Die US-Botschafterin bei den Vereinten Nationen, Nikki Haley, kritisierte Russland am 12.3.2018, weil es sich nicht an die UN-Waffenruhe in Syrien hält. „Vor 16 Tagen haben wir eine Vereinbarung unterzeichnet. Russland hat für diese gestimmt. Damit versprach Russland, dass es eine 30-tägige Waffenruhe unterstützt - wie die anderen Mitglieder des Sicherheitsrates auch“, so Haley in einem Statement. „Aber heute wissen wir, dass Russland sich nicht an sein Versprechen gehalten hat. Heute sehen wir, dass seine Taten nicht seinen Worten entsprechen, denn erneut werden Bomben über Ostghuta und die dort lebenden Kinder abgeworfen. Heute müssen wir fragen, ob Russland das Regime von Assad noch beeinflussen und die schreckliche Zerstörung von Krankenhäusern, Kliniken und Ambulanzen stoppen, sowie den Einsatz von chemischen Waffen in Dörfern beenden kann. Bei den Verhandlungen hatten wir, die Vereinigten Staaten, allen Beteiligten mitgeteilt, dass wir eingreifen müssen, wenn die Waffenruhe nicht eingehalten wird - und dem hatten die Mitglieder des Sicherheitsrates zugestimmt. Jetzt ist dieser Tag gekommen. Die Waffenruhe wurde nicht eingehalten. Die Situation der Zivilbevölkerung in Ostghuta ist schrecklich. Und die Vereinigten Staaten greifen ein. Wir haben eine neue Resolution vorgelegt, die keinen Spielraum lässt.“ Haley warnte, wenn der UN-Sicherheitsrat in Syrien nicht eingreife, sei Washington bereit zu agieren, sollte dies wie letztes Jahr nötig werden. 2017 hatten die USA den Luftwaffenstützpunkt der syrischen Regierung unter Beschuss genommen, nachdem diese chemische Waffen eingesetzt hatte. „Das ist nicht der Weg, den wir gehen wollen, aber es ist ein Weg, den wir - wie in der Vergangenheit bewiesen - einschlagen können. Wir sind bereit, dies wieder zu tun“, so Haley vor dem Sicherheitsrat. (Arutz 7, Jerusalem Post)

SYRISCHER BÜRGERKRIEG: ÜBER 350.000 TOTE IN SIEBEN JAHREN – Den inzwischen sieben Jahre andauernden schrecklichen Bürgerkrieg in Syrien haben über 350.000 Menschen mit dem Leben bezahlt, wie die Menschenrechtsorganisation Syrian Observatory for Human Rights am 12.3.2018 mitteilte. Die in Großbritannien ansässige Gruppe stützt sich auf ein breites Netzwerk von Quellen in ganz Syrien. Demnach sind seit dem 15.3.2011 353.935 Menschen getötet worden. Die Zivilbevölkerung leidet furchtbar, unter anderem, weil das Regime weiterhin gegen die „Rebellenenklave“ in Ostghuta bei Damaskus kämpft, wo allein in den letzten drei Wochen über 1.000 Menschen ihr Leben gelassen haben. Dem Leiter vom Observatory zufolge liegt die Zahl der zivilen Opfer aus den vergangenen sieben Jahren bei 106.390. (Times of Israel)  Dass eine so riesige Anzahl an Menschenleben zu beklagen ist, darf nicht unterschätzt werden. „Und das Wort des HERRN geschah zu mir zum zweiten Mal: Was siehst du? Und ich sagte: Ich sehe einen siedenden Topf, dessen Oberfläche von Norden her geneigt ist. Da sprach der HERR zu mir: Von Norden her wird das Unglück losbrechen über alle Bewohner des Landes.“ - Jeremia 1,13-14. Es ist unbedingt notwendig, dass wir in die Fürbitte gehen und beten, dass die verheerende Katastrophe in Syrien sich nicht weiter ausbreitet und unter Kontrolle gebracht wird.

ANTISEMITISMUS AUF DEUTSCHEN INTERNETSEITEN – Das hessische Landesamt für Verfassungsschutz hat einen Bericht veröffentlicht, in dem es um Antisemitismus auf deutschen Internetseiten geht. Die Autorin ist Dr. Ann-Christin Wegener. In der Studie geht es hauptsächlich um die Manifestation und den ideologischen Hintergrund von antisemitischer Hetze in sozialen Netzwerken in Deutschland. Wegener schreibt, die deutschen Behörden behaupteten gewöhnlich, dass 90 % der antisemitischen Angriffe von der extremen Rechten verübt werden. Sie geht allerdings davon aus, dass dem nur so ist, weil die Polizei die Fälle so aufnimmt. Solange man nichts über Motivation und Täter weiß, werden alle Fälle als rechtspolitisch behandelt. Die auf Hass basierenden Übergriffe in arabischer oder türkischer Sprache werden nicht so oft angezeigt wie solche auf Deutsch. Auch müsse man beachten, dass viele antisemitische Vorfälle gar nicht gemeldet werden und es nicht zur Beschwerde oder Klage kommt. Schätzungsweise melden weniger als ein Viertel der jüdischen Opfer antisemitische Angriffe bei der Polizei oder der jüdischen Gemeinde. Die Autorin fügt hinzu, dass es in Europa fast keine Aufzeichnungen über von Moslems verübte antisemitische Übergriffe gibt. Viele Behörden hätten versucht, Daten über antisemitische Einstellungen unter moslemischen Einwanderern und ihren Nachkommen geheim zu halten. Das ist geschehen, obwohl alle gelösten Mordfälle an Juden in Westeuropa in den letzten zehn Jahren von Moslems verübt worden sind. Das gleiche gilt zum großen Teil auch für andere extrem antisemitischen Übergriffe. Die Autorin hatte den Antisemitismus auf deutschen Internetseiten untersucht. Dafür verwendete sie vor allen Facebook-Konten der größten deutschen Tageszeitung, Bild, und von Focus, einer der drei großen Wochenzeitschriften. Außerdem hinaus prüfte Wegener auch YouTube-Kanäle, die mehr Anhänger haben als Twitter. Sie kam zu dem Schluss, dass Spiegel TV in Sachen Israel und Naher Osten die Hauptquelle von antisemitischem Inhalt ist. Über Israel und den Konflikt im Nahen Osten werde auf diesen Internetseiten überproportional mehr berichtet als über deutsche Juden. (Arutz 7)

ANTISEMITISCHER VANDALISMUS IN HOLLAND SEIT 2007 UM 40 % GESTIEGEN – Die Anzahl der gemeldeten Vorfälle von antisemitischem Vandalismus in den Niederlanden stieg 2017 um 40 % auf 28, so viele wie seit zehn Jahren nicht mehr. Wie das Informations- und Dokumentationszentrum für Israel (CIDI) in seinem Jahresbericht am 10.3.2018 mitteilte, war der Anstieg zwischen 2016 und 2017 gering. Das CIDI verzeichnete 2017 113 Vorfälle, 2016 waren es 109. In vier der 2017 gemeldeten Fälle wurde körperliche Gewalt angewendet. Die Veröffentlichung der Zahlen kommt zu einem Zeitpunkt, wo es in Holland in der öffentlichen Debatte über Antisemitismus zu ganz neuen Entwicklungen gekommen ist. Diesen Monat unterschrieben fast alle politischen Parteien, die bei den Wahlen in Amsterdam antreten, ein Dokument, in dem sie versprachen, härter gegen Antisemitismus vorzugehen. Zu diesem Schritt entschlossen sie sich, nachdem ein Palästinenser im Dezember 2018 die Fenster eines koscheren Restaurants in Amsterdam eingeschlagen hatte. Das Forum für Demokratie hat jetzt vor den Kommunalwahlen am 21.3.2018 erstmals in der Geschichte der holländischen Politik eine Werbekampagne produziert, die sich exklusiv auf Antisemitismus konzentriert. (Jerusalem Post)  Bitte betet gegen den Antisemitismus in Europa und für den Schutz vor gewalttätigen und verbalen Angriffen.

VFI BRAUCHT EURE HILFE – Mehr über die Projekte von VfI findet ihr unter www.visionforisrael.com/de informieren. Danke im Voraus für eure Unterstützung in Gebet und Gaben! - Römer 15,26-27

Wir danken dem Herrn für Eure Gebete

Barry, Batya und das VfI-Team