Aktuelles aus Jerusalem – 15. Juni 2018

„Der Morgendämmerung bin ich zuvorgekommen und habe um Hilfe gerufen. Auf Deine Worte habe ich gehofft. Meine Augen sind den Nachtwachen zuvorgekommen, um nachzudenken über Dein Wort.“ Psalm 119, 147-148

TONY AWARDS – „The Band’s Visit“ erhielt am 10.6.2018 den Tony Award; das Musical basiert auf einem israelischen Film, in dem es um eine ägyptische Band geht, die in einer ärmlichen Stadt im Negev landet. Der US-amerikanische Theater- und Musicalpreis wurde dieses Jahr zum 72. Mal in dem berühmten New Yorker Konzertsaal Radio City Music Hall vergeben. Der in Kalifornien geborene Ariel Stachel, Sohn eines israelisch-jemenitischen Vaters und einer aschkenasischen Mutter aus New York, erhielt den Tony Award als Nebendarsteller in einem Musical für seine Rolle als romantischer Trompeter aus Ägypten. Tony Schalhoub wurde als bester Schauspieler in einem Musical geehrt und Katrina Lenk als beste Schauspielerin, er in der Rolle als Leiter der Band und sie als israelische Cafébesitzerin, die ihn bei sich aufnimmt. Das Musical bekam den Preis auch für das beste Musicallibretto (von Itamar Moses), die beste Musicalregie, die beste Originalmusik (von David Jazbek), das beste Beleuchtungsdesign sowie das beste Orchester und das beste Sounddesign. Für Stachel, 26, war „The Band’s Visit“ das Broadwaydebut. Das Stück basiert auf dem preisgekrönten Film des israelischen Regisseurs Eran Kolirin aus dem Jahr 2007. In ihrer Dankesrede würdigte Lenk die verstorbene israelische Schauspielerin Ronit Elkabetz, die ihre Rolle im Film gespielt hatte. Stachel bedankte sich bei seinen Eltern, die zugegen waren. Das Musical habe dazu geführt, dass er seinen Hintergrund, den er lange ignoriert hatte, neu akzeptiert hat. (JTA)  Glückwunsch an alle, die zuerst das Buch geschrieben, dann den Film gedreht und nun ein zehnfach preisgekröntes Musical geschaffen haben.

ISRAEL STEIGT IN DER WELT AUF – Am 11.6.2018 erklärte der israelische Premier Netanjahu, Israel klettere wirtschaftlich auf der globalen Leiter nach oben. „Gestern haben wir Daten vom Internationalen Währungsfonds erhalten. Diesen Zahlen zufolge liegt unser Bruttoinlandsprodukt pro-Kopf sowohl über dem von Japan als auch über dem Durchschnitt der EU-Mitgliedsstaaten. Wir sind dicht hinter Großbritannien und Frankreich. Die Arbeitslosenrate ist so niedrig wie in den letzten 40 Jahren nicht und das Durchschnittseinkommen ist so hoch wie nie zuvor. Hier hat eine große Veränderung stattgefunden. Einige in der Opposition behaupten: ‚Ja, aber die Reichen werden immer reicher und die Armen immer ärmer.’ Doch das stimmt nicht, denn uns liegen auch die Zahlen für die Ungleichheiten in der israelischen Wirtschaft vor. Sie zeigen, dass das Ungleichgewicht immer mehr systematisch, und zwar dramatisch, abnimmt. Dies ist das Ergebnis der langfristigen Wirtschaftspolitik, für die ich mich seit Jahren einsetze, in den letzten Jahren zusammen mit Finanzminister Mosche Kahlon. Ich glaube, wir werden dies auch in den kommenden Jahren zum Wohle des Staates Israel, der Bürger und der israelischen Wirtschaft tun“, so Netanjahu. (INN)  „Heil sei in deinen Festungswerken, sichere Ruhe in deinen Palästen.“ – Psalm 122,7

„ES GIBT EINEN PREIS FÜR DAS ANZÜNDEN VON FELDERN.“ – Am 11.6.2018 lobte der israelische Premier Netanjahu das Knessetkomitee für Auswärtige Angelegenheiten und Vereidigung für die Bewilligung seines Vorschlages, die Kosten für die Schäden, der von Gaza ausgelösten Brände, von den Zahlungen abzuziehen, die sonst an die Palästinensische Autonomiebehörde (PA) gehen. Letzte Woche hatte Netanjahu den Chef des Nationalen Sicherheitsrates von Israel, Meir Schabbat, angewiesen, das Geld von den Steuern abzuziehen, die Israel für die PA eintreibt. * Jeden Monat sammelt Israel die Einkommenssteuer von Bewohnern der PA ein, die in den Gebieten von vor 1967 leben. Die Gelder werden an die PA überwiesen. Durch die Brandbomben der Terroristen und Randalierer aus Gaza sind Israel inzwischen umgerechnet über 1 Million Euro Schaden entstanden. Letzte Woche hatten die Terroristen an einem einzigen Tag über 4.000 Quadratmeter niedergebrannt * Am 9.6.2018 verursachten die Palästinensern mit Drachen 17 Brände. „Hier muss Gerechtigkeit her“, sagte Netanjahu. „Jeder, der Felder anzündet, muss wissen, dass ihn das teuer zu stehen kommen wird.“ * Das Komitee bewilligte den Vorschlag im Rahmen eines Entwurfes, wonach der PA weniger überwiesen werden soll, weil sie Geld an Terroristen und ihren Familien zahlt. Die israelische Regierung hat aber nicht die Option, die Abzüge zu stornieren oder einzufrieren. Knessetmitglied Elazar Stern sagte: „Dieses Gesetz korrigiert eine historische Ungerechtigkeit. Dieses Gesetz wird den Terror reduzieren. Es ist ein Gesetz, das sich an den grundlegenden moralischen Werten der Menschheit orientiert. Es ist unklar, warum es erst heute zum Gesetz wurde.“ Der Vorsitzende des Komitees Avi Dichter erklärte: „Heute haben wir Geschichte geschrieben. Der Staat Israel wird keine Pipeline mehr sein, durch die Geld für Terror an Terroristen überwiesen wird. Unsere Mission und unser Job ist es, die Sicherheit der Bürger Israels zu gewährleisten und alle nötigen Maßnahmen zu ergreifen, um den Terror gegen uns zu reduzieren, zum Beispiel durch das Abziehen von Geldern. Jetzt ist die Absurdität vorbei.“ (Arutz 7)

„PALÄSTINENSER VERDIENEN JEMAND BESSEREN.“ – „Es ist Zeit, dass die Palästinenser eine bessere Führung haben als Saeb Erekat, der seit 40 Jahren dasselbe sagt und es nicht geschafft hat, auch nur annähernd etwas zu erreichen, was die Palästinenser wollen“, schrieb der US-amerikanische Nahostvermittler Jason Greenblatt am 10.6.2018. Die Palästinenser verdienten so viel mehr als Erekat. „Dr. Erekat, wir hören Ihre Stimme seit Jahrzehnten und Sie haben nichts erreicht, nicht einmal im Ansatz, was sich die Palästinenser wünschen oder irgendetwas, was einem Friedensvertrag nahe käme“, so Greenblatt. „Die Perspektiven von anderen Palästinensern könnten uns helfen, endlich ein Friedensabkommen zu erreichen, so dass Palästinenser und Israelis besser leben können. Die Zeit für echte Führungsqualitäten und Verantwortungsbereitschaft ist jetzt. Vorbei die Zeit, wo auf einem Regierungstreffen nach dem anderen immer wieder dieselben Punkte besprochen werden. Das palästinensische Volk will echte Taten sehen; es braucht ehrliche, realistische und entschlossene Lösungen.“ Es sei eine Wahnvorstellung, dass Israel eines Tages nicht mehr existiert, dass Jerusalem nicht die Hauptstadt des Landes ist oder die USA kein entscheidender Verhandlungspartner im Nahen Osten sind. „Fakt ist, dass Frieden in greifbare Nähe gerückt ist und dass Präsident Trump und seine Regierung eifrig darauf hinarbeiten, Frieden zu schaffen, so dass die Palästinenser eine Zukunft haben, wenn sie und ihre politische Führung den Mut haben, ihn zu ergreifen“, sagte Greenblatt. (Jerusalem Post)

PROBLEME IN GAZA NUR OHNE HAMAS LÖSBAR – Für den 10.6.2018 berief Netanjahu eine Kabinettssitzung ein, um Vorschläge zu diskutieren, wie die humanitäre Lage der Bewohner im Gaza-Streifen verbessert werden kann. Zu den besprochenen Maßnahmen gehörten die Versorgung von Gaza mit Strom, Frischwasser und Nahrungsmitteln. Man konnte sich aber nicht einigen. Verteidigungsminister Lieberman warte vor der Sitzung im Armeeradio: „Alle, die glauben, dass die Verbesserung der Lebensbedingungen und der wirtschaftlichen Lage in Gaza, die Anzahl der brennenden Drachen der Terroristen oder deren Gewaltbereitschaft reduzieren würde, liegen schlicht und einfach falsch. Jetzt reicht es mit den Illusionen und Wahnvorstellungen, wonach eine bessere Wirtschaft dem Terror ein Ende bereiten würde. Das Gegenteil ist der Fall. Die Terroristen werden denken, dass sie mit Terror und Gewalt politischen Ziele erreichen können. Um das Leben in Gaza zu verbessern, muss das Hamas-Regime gestürzt werden. Alle, die mehr als vier Stunden Strom am Tag haben wollen, müssen das Hamas-Regime stürzen.“ * In den internationalen Medien wird immer davon berichtet, dass Israel unfaire Sanktionen erhoben hat, durch die das Volk in Gaza zu leiden hat. Was die Reporter oft auslassen, ist die Tatsache, dass Ägypten Gaza auch blockiert - aus dem gleichen Grund wie Israel - nämlich, um die Chefs der Hamas in der Enklave entlang der Küste daran zu hindern, Waffen zu importieren und ihre militärische Infrastruktur auszubauen. In ähnlicher Manier zahlt die PA selbst seit Jahren schon geringere Gehälter an Regierungsmitarbeiter in Gaza, wo die Hamas herrscht; auch weigert sich die PA meistens, den Strom zu zahlen, den Israel in das Gebiet liefert. (Israel Today)  Bitte betet, dass die Terrororganisation Hamas aufgelöst und gestürzt wird und dass neue, verantwortungsvolle Politiker an die Macht kommen.

„DIE KLAGEMAUER GEHÖRT ALLEN.“ – Der Chef der israelischen Arbeitspartei Avi Gabbay sprach am 11.6.2018 auf einer Konferenz des Amerikanisch-Jüdischen Komitees (AJC) und erwähnte auch die Kontroversen um die Klagemauer. „Es gibt hier ultraorthodoxe, orthodoxe, reformierte, konservative Juden und sogar Christen. Wir sind alle Brüder und die Klagemauer gehört uns allen gleichermaßen. Wenn ich zum Premierminister gewählt werde, werde ich die frühere Vereinbarung über die Klagemauer umsetzen.“ Zur Lage an der Grenze zu Gaza sagte er: „Wir wissen, wie die Lage in den ausländischen Medien dargestellt wird. Es ist keine Situation, die sich leicht erklären lässt. Doch ich bin für aggressive Antworten auf jeden Terroranschlag, um einen neuen Krieg in Israel zu verhindern. Die Hetze der Palästinenser muss sofort aufhören. Ein Friedensvertrag wird die Sicherheit des Landes im Laufe der Zeit garantieren und Israel wird im Nahen Osten eines Tages mit Vision, Courage und Führungskraft leuchten.“ (Arutz-7)  „Denn ein Tag in Deinen Vorhöfen ist besser als sonst tausend. Ich will lieber an der Schwelle stehen im Haus meines Gottes als wohnen in den Zelten des Unrechts.“ - Psalm 84,11

WIEN UNTERSTÜTZT ISRAEL – Die Nachbarn von Israel sind nicht wie die von Österreich; darum wolle Wien die Sicherheitsbedenken Israels gegenüber der EU deutlich machen, versprach Kanzler Kurz Netanjahu am 11.6.2018. Die israelische-österreichischen Beziehungen seien exzellent, Tourismus und Handel zwischen beiden Ländern waren nie besser. Wien habe eine besondere Verantwortung gegenüber Israel und dem jüdischen Volk. (Jerusalem Post) 

VFI BRAUCHT EURE HILFE – Über die Projekte von Vision für Israel könnt ihr euch auf unserer Website unter www.visionforisrael.com/de informieren. Danke im Voraus für eure Unterstützung in Gebet und für eure finanziellen Gaben! „Denn es hat Mazedonien und Achaja wohlgefallen, einen Beitrag zu leisten für die Bedürftigen unter den Heiligen, die in Jerusalem sind. Es hat ihnen nämlich wohlgefallen, auch sind sie ihre Schuldner. Denn wenn die Nationen ihrer geistlichen Güter teilhaftig geworden sind, so sind sie verpflichtet, ihnen auch in den leiblichen zu dienen.“ - Römer 15,26-27

Wir danken dem Herrn für Eure Gebete

Barry, Batya und das VfI-Team