Aktuelles aus Jerusalem – 13. Oktober 2017

„Der HERR wird regieren in Ewigkeit, dein Gott, Zion, von Generation zu Generation. Halleluja!“ 
Psalm 146,10

INTERPOL MACHT PALÄSTINA ZUM VOLLMITGLIED – Interpol hat dafür gestimmt, Palästina als volles Mitglied aufzunehmen; für Israel ist das ein diplomatischer Schlag ins Gesicht, denn es hatte Lobbyarbeit gegen die Aufnahme geleistet. Bei der geheimen Wahl der Mitglieder der internationalen Polizeiorganisation stimmten 75 Länder für die Mitgliedschaft Palästinas, 24 waren dagegen, 34 enthielten sich. Damit waren mehr als zwei Drittel der Länder dafür. Das ist besonders schmerzlich für Israel, das sowohl aus technischen als auch aus substantiellen Gründen dagegen war, denn die Palästinensische Autonomiebehörde (PA) erfüllt noch nicht einmal die Vorgabe von Interpol, ein eigenständiger Staat zu sein. Gemäß dem Osloer Friedensvertrag zwischen Israel und der PLO aus dem Jahr 1993 bekam die PA damals die beschränkte Erlaubnis, in Judäa und Samaria sowie im Gaza-Streifen zu herrschen. 2012 änderte die UNO-Generalversammlung den Beobachterstatus der PA von „Entität“ zu „Nicht-Mitgliedstaat“, ähnlich wie der Vatikan. Israel argumentierte, die Aufnahme der Palästinenser bei Interpol würde israelische Militärs und Politiker in Gefahr bringen, die willkürlich internationalen Arrestbefehlen unterworfen werden können. Auch wären Geheiminformationen, die die 192 Mitglieder der Organisation untereinander austauschen, in Gefahr und könnten leicht in die Hände palästinensischer Terroristen gelangen. (Guardian-UK/LA-Times)

ZEHNTAUSENDE NEHMEN AM JÄHRLICHEN JERUSALEM-MARSCH TEIL – Zehntausende Teilnehmer aus 80 verschiedenen Ländern marschierten am Dienstag, den 10.10.2017 anlässlich des 50. Jahrestages der Vereinigung Jerusalems durch seine Straßen. Der Bürgermeister der Stadt, Nir Barkat, hieß sie alle herzlich willkommen. Israeltouristen, IVK-Soldaten, Vertreter der Sicherheits- und Rettungsdienste, Straßenkünstler, Tänzer, Musiker und Dutzende anderer Gruppen von öffentlichen Ämtern liefen Seite an Seite. „Ich bin gekommen, weil ich Israel liebe“, sagte Jenny aus den Vereinigten Staaten. „Das ist meine 20. Reise hierher. Wir machen gerne Sachen für Israel.“ „Ich bin Christin und ich spüre eine Verbundenheit zu Israel“, sagte Marissa aus Katalonien. „Ich weiß nicht, wie ich es erklären soll, aber ich fühle mich Israel sehr verbunden. Das geht allen Christen so.“ „Der Jerusalem-Marsch ist eine Tradition, die es seit über 60 Jahren gibt. Jedes Jahr begeistert er mich wieder, wobei es dieses Jahr noch spannender ist, weil wir das 50. Jubiläum der Wiedervereinigung feiern“, erklärte Bürgermeister Barkat. (Ynet)  „Und viele Völker und mächtige Nationen werden kommen, um den HERRN der Heerscharen in Jerusalem zu suchen und den HERRN anzuflehen.“ - Sacharja 8,22
Auch 200 Teilnehmer der Konferenz zum Laubhüttenfest von Vision für Israel nahmen gemeinsam an dem Marsch teil.

ISRAELISCHES KRANKENHAUS BEKOMMT MITTEL, UM SYRISCHEN KINDERN NACH GEHÖRSCHÄDIGUNG ZU HELFEN – Ein israelischer Menschenfreund hat einem Krankenhaus im Norden Israels eine sechsstellige Summe gespendet, um die Behandlung von syrischen Kindern zu bezahlen, die während des Bürgerkrieges in ihrem Land eine Gehörschädigung erlitten haben. Morris Kahns Spende an das Medizinische Zentrum Ziv in Safed ist Teil der globalen Initiative der Genesis-Preis-Stiftung zur Unterstützung von Flüchtlingen; sie soll andere jüdische Stiftungen und Philanthropen ermutigen, es Kahn nachzutun. Der Genesis-Stiftung zufolge hat das Medizinische Zentrum Ziv weitreichende Erfahrungen bei der Behandlung von verwundeten syrischen Zivilisten. Gemäß dem Krankenhaus leidet ein Drittel aller syrischen Kinder aus den Kriegsgebieten, die von Mitarbeitern von Ziv untersucht wurden, unter einer Gehörschädigung. Die Kinder werden untersucht, behandelt, operiert und bekommen eine Reha. „Wir haben in den letzten vier Jahren über 1.000 Syrern aller Altersgruppen, die unsere Hilfe brauchten, geholfen.“ Kahn wurde in Südafrika geboren; der Geschäftsmann und Menschenfreund zog 1956 nach Israel. Er ist der Gründer von Coral World, dem Korallenwelt-Unterwasser-Observatorium in Eilat, und von einer gemeinnützigen Organisation namens Zalul, die sich um die Säuberung und Bewahrung der Seen und Flüsse in Israel kümmert. (Arutz-7)  Offiziell steht Israel immer noch im Krieg mit Syrien. Dennoch behandelt Israel syrische Opfer aus dem Nachbarland. Vertreter Syriens bringen die Menschen, die sofortige medizinische Behandlung brauchen, still nach Israel, wo sie kostenlos behandelt werden. Ein Vertreter Israels erklärte: „Für uns sind es Patienten, die sofort behandelt werden müssen, weil sie sonst sterben würden. Dabei ist es egal, ob sie feindliche Soldaten oder Zivilisten sind.“ Wie kann Israel seine grausamsten Feinde mit solch einer Freundlichkeit behandeln? Der Israeli antwortet: „Das ist unsere Tradition und entspricht unserem biblischen Wertesystem.“

PRÄSIDENT MEXIKOS DANKT JÜDISCHEM STAAT NACH ERDBEBEN FÜR SCHNELLE HILFE – Der mexikanische Präsident Enrique Peña Nieto dankte Premierminister Benjamin Netanyahu am Dienstag, den 10.10.2017 in einer Telefonkonferenz für das israelische Such- und Rettungsteam, das Jerusalem nach dem verheerenden Erdbeben im letzten Monat nach Mexiko entsandt hatte. Nieto wusste besonders zu schätzen, wie schnell der jüdische Staat ein Team mobilisiert hatte, um bei den Arbeiten nach dem Erdbeben der Stärke 7,1 auf der Richterskala zu helfen. Am 19.9.2017 waren über 300 Menschen durch das Beben gestorben. Die 71 Soldaten von der israelischen Heimatfront waren das erste ausländische Team vor Ort; es traf bereits zwei Tage später ein und konzentrierte sich darauf, eingeschlossene Überlebende zu befreien und öffentliche Gebäude zu prüfen, um festzustellen, ob sie nach dem Erdbeben abgerissen werden müssen oder noch sicher sind. Als Netanyahu das Team bei seiner Rückkehr am 28.9.2017 begrüßte, sagte er den Soldaten: „Ihr seid der lange Arm Israels, der lange humanitäre Arm, der Tausende von Kilometer weit um die Welt reicht. Ihr habt das wahre Gesicht des israelischen Staates gezeigt. (Jerusalem Post)

CORNEAT VISION PRÄSENTIERT KÜNSTLICHE KORNEA – Die israelische Firma CorNeat Vision hat die Entwicklung ihres künstlichen Augenhornhaut-Implantats abgeschlossen. Nach erfolgreichen Tests an Hasen beginnt das Unternehmen nun mit der Tests für Bio-Kompatibilität und Sicherheit, um Mitte des nächsten Jahres mit den ersten Transplantationen bei Menschen beginnen zu können. Bei dem Implantat handelt es sich um eine synthetische Augenhornhaut mit hochmoderner Zellentechnologie zur Integration von künstlicher Optik ins Augengewebe der Patienten. Der Chef von CorNeat Vision, Almog Aley-Raz, erklärte: „Erkrankungen der Augenhornhaut sind weltweit der zweitwichtigste Grund für Erblindung. Zwischen 20 und 30 Millionen Patienten brauchen bereits Hilfe und jedes Jahr kommen rund 2 Millionen neue Fälle hinzu. Obwohl diese Erkrankungen viel Leid und Behinderungen auslösen, können mit herkömmlichen Lösungen wie Hornhauttransplantationen nur 200.000 Menschen weltweit behandelt werden. Es gibt einen dringenden Bedarf an effizienten, nachhaltigen und bezahlbaren Lösungen für Hornhauterkrankungen, Verletzungen und Erblindung, um Millionen von Patienten auf der Welt das Leid abzunehmen und sie von ihrer Behinderung zu befreien.“ (Globes)

UMFRAGE: ARABER LEBEN LIEBER IN ISRAEL – Es wird immer schwieriger, in Israel von „Apartheid“ zu sprechen, denn die Mehrheit der Araber sagen, sie ziehen es vor, im jüdischen Staat zu leben. Wieder einmal kam eine Umfrage zu demselben Ergebnis. Bei der vom Zentrum für jüdisch-arabische Zusammenarbeit der Universität von Tel Aviv durchgeführten Umfrage äußerten sich arabische Bewohner vor Ort darüber, wie sie persönlich den Staat Israel einschätzen. Gute 60 % der Araber sahen Israel positiv, nur 37 % taten dies nicht. Bei arabischen Moslems lag der Prozentsatz bei 49 % zu 49 %, bei christlichen Arabern bei 61 %. Fast alle Drusen (94 %) erklärten, sie sähen den jüdischen Staat im positiven Licht. Die große Mehrheit (63 %) sagte, in Israel zu leben sei für Araber gut. (Israel Today)  Arabische Israelis haben im jüdischen Staat dieselben Bürgerrechte. In der Unabhängigkeitserklärung von 1948 wurde die arabische Bevölkerung aufgefordert, als vollwertige und gleichberechtigte Bürger - mit Vertretern in provisorischen und dauerhaften Institutionen - beim Aufbau des Staates zu helfen. Darüber hinaus ist Israel eine der wenigen Nationen im Nahen Osten, wo Frauen gleichberechtigt sind und persönliche Freiheiten genießen; sie sind beispielsweise wahlberechtigt und können für Ämter auf kommunaler und nationaler Ebene kandidieren.

DEUTSCHER GEHEIMDIENST: IRAN VERSUCHTE 32 MAL ILLEGAL NUKLEARTECHNOLOGIE ZU KAUFEN – Der Iran hat illegal versucht, Technologie zu kaufen, die für Atomraketen und andere Raketengeschoss eingesetzt werden könnte. Dies löst die Frage aus, ob es sich dabei um einen Verstoß gegen den 2015 zwischen den Westmächten und Teheran geschlossenen Deal handelt, wie in einem Bericht des deutschen Geheimdienstes zu lesen ist. Demnach versuchte der Iran im Jahr 2016 - nach Inkrafttreten des Deals - 32 Mal, in Nordrhein-Westfalen Technologie einzukaufen - „definitiv oder zumindest mit hoher Wahrscheinlichkeit“ für das iranische Atomwaffenprogramm gedacht. In dem Bericht steht der Iran auf der Liste der Länder, die „Waffen“ illegal verbreiten, genauer gesagt, „atomare, biologische und chemische Massenvernichtungsmittel“ sowie Waffenträgersysteme. Dem Iran wird zur Last gelegt, Briefkastenfirmen in den Vereinigten Arabischen Emiraten, der Türkei und China zu benutzen, um internationale Restriktionen für sein Atom- und Raketenprogramm zu umgehen. (Fox)

VFI BRAUCHT EURE HILFE – Danke im Voraus für eure Spenden, die auf folgende Konten überwiesen werden können:

Deutschland:     Vision für Israel e.V.      IBAN: DE27 7015 0000 1002 9131 41

Schweiz:           Vision für Israel e.V.      Postfinance Konto: 85-235852-6

„Und wie ihr wollt, dass euch die Menschen tun sollen, tut ihnen ebenso!“ - Lukas 6,31

Wir danken dem Herrn für Eure Gebete

Barry, Batya und das VfI-Team