Aktuelles aus Jerusalem – 12. Mai 2017

„Also lasst uns nun nicht schlafen wie die Übrigen, sondern wachen und nüchtern sein!” - 1. Thessalonicher 5,6

TOURISMUS: REKORDVERDÄCHTIGE BESUCHERZAHLEN – Am 9. Mai 2017 gab das israelische Ministerium für Tourismus bekannt, dass im April 2017 349.000 Besucher ins Heilige Land kamen, mehr als je zuvor seit der Gründung des modernen Staates Israel. Es waren 38 % mehr als im April 2016 und 21 % mehr gegenüber April 2015. (Arutz 7)

JERUSALEMTAG: SPEKTAKULÄRE ERÖFFNUNGSFEIER ERWARTET – Die Feierlichkeiten anlässlich des Jerusalemtages werden dieses Jahr mit einer Gedenkfeier zum 50. Jubiläum der Befreiung und Wiedervereinigung Jerusalems beginnen. Diese Zeremonie, eine Initiative von Kultusminister Miri Regev, soll am 21.5.2017 entlang der alten Stadtmauer von Jerusalem stattfinden. Neben der Kultusministerin werden Premierminister Benjamin Netanjahu, Präsident Reuven Rivlin, der Minister für Angelegenheiten der Stadt Jerusalem, Zeev Elkin, und der Jerusalemer Bürgermeister, Nir Barkat, daran teilnehmen. Auf dem Programm steht eine noch nie da gewesene künstlerische Präsentation, die über eine Länge von 250 m an die Stadtmauer der Altstadt projiziert wird. Sie erzählt die Geschichte der Stadt mit Schlachten und Heldengeschichten, angefangen in biblischen Zeiten bis in die heutige Zeit. Es wird eine atemberaubende Präsentation in Bild und Ton sein. Einhundert Drohnen werden in einer beeindruckenden Flugschau über Jerusalem fliegen. Bekannte israelische Künstler werden beliebte Lieder über Jerusalem in einer neuen Version vorstellen. Die Kultusministerin sagte am Dienstag, den 9.5.2017: „Es gibt weltweit keine andere Nation, die eine so lange, innige Verbundenheit zu ihrer Hauptstadt hat wie das jüdische Volk zu Jerusalem. Jerusalem ist sehr gut aufgestellt, wächst und gedeiht wie nie zuvor und nun gibt es erstmals eine derart spektakuläre multimediale Präsentation an der Stadtmauer. Kommen Sie nach Jerusalem und feiern Sie das Jubiläum der Befreiung und Wiedervereinigung mit uns. (Arutz 7)  „Freut euch mit Jerusalem und jubelt über sie, alle, die ihr sie liebt! Jauchzt mit ihr in Freude, alle, die ihr über sie getrauert habt!“ - Jesaja 66,10

„DIE US-BOTSCHAFT ZIEHT NACH JERUSALEM.“ – Marc Zell, der für Israel zuständige Mitvorsitzende der US-amerikanischen „Republikaner in Übersee“ erklärte am Mittwoch, den 10.5.2017: „Berichte, wonach Präsident Donald Trump beschlossen haben soll, dass die US-Botschaft in Tel Aviv bleibt, sind nicht wahr.“ Zell fügte hinzu: „Ich habe bereits mehrfach in den Medien gesagt, dass der Präsident gar nichts tun braucht, damit die Botschaft nach Jerusalem umziehen kann. Wenn er also nichts tut, muss die Botschaft nach Jerusalem umziehen. Das ist der Plan und ich denke, es ist klug, den Umzug ohne große Ankündigungen über die Bühne zu bringen.“ Zell geht außerdem davon aus, dass US-Botschafter David Friedman in Jerusalem leben und arbeiten wird. Dieser trifft in wenigen Tagen in Jerusalem ein. Zell will sich mit ihm treffen, um herauszufinden, was Friedman vorhat. (Arutz 7)

ISRAEL ENTWICKELT SICH FÜR ARABISCHE GOLFSTAATEN ZU EINEM VERBÜNDETEN – Die Einstellung gegenüber Juden ändert sich in manchen Teilen der arabischen Welt. Der Generalsekretär der in Saudi Arabien ansässigen Islamische Weltliga Mohammed bin Abdul Karim al-Issa verwies vor kurzem auf eine alte Lektion über friedliche Koexistenz: „Der Nachbar des Propheten Mohammed war Jude und als der Jude krank war, besuchte der Prophet ihn und sprach freundlich zu ihm.“ Al-Issa, ein ehemaliger Justizminister, fügte hinzu, erzkonservative Moslems wollten davon nichts wissen. Wie das Weiße Haus vor einigen Tage verlauten ließ, führt die erste offizielle Auslandsreise von Präsident Trump nach Israel und Saudi Arabien. Der stellvertretende Chef des Geheimdienstes von Saudi Arabien, Generalmajor Ahmed Asiri erklärte: „Wir haben den gleichen Feind, die gleiche Bedrohung. Und wir sind beide enge Verbündete der Amerikaner.“ Die meisten der einflussreichen TV-Nachrichtensender und Zeitungen, die in der arabischen Welt erscheinen, gehören den Golfstaaten. „Im Fernsehen hören wir Begriffe wie ‚israelischer Aggressor’ nicht mehr. Jetzt geht es meistens um den ‚persischen Aggressor’“, so Ahmad al-Ibrahim, ein saudischer Politikanalyst. (Wall Street Journal)

KORREKTUR ZUM THEMA MOHAMMEDS BEZIEHUNGEN ZU DEN JUDEN – Der Prophet Mohammed soll angeblich seinem jüdischen Nachbar einmal geholfen haben. Als dieser krank war, soll Mohammed ihm freundliche Worte zugesprochen haben. Doch die Geschichte von Mohammeds Beziehungen zur jüdischen Gemeinde war von folgendem geprägt: Nahezu 1000 Jahre (dreimal so lange, wie Juden in Amerika leben), lebten Juden in den Oasen von Taima, Chaibar und Yathrib (heute „Medina“) sowie auf der nördlichen arabischen Halbinsel. Die jüdische Gemeinde in Nordarabien war eine der größten und ältesten in der Geschichte des jüdischen Volkes. Es waren mächtige und reiche Juden. Sie wurden von den arabischen Stämmen vor Ort wegen ihrer Religion, Kultur, Belesenheit und Bildung geschätzt. Sie errichteten Burgen auf Bergen und entwickelten einträgliche Plantagen. Sie hatten militärische Stärke, verfügten über Pferde und moderne Waffen. Und: Sie wurden innerhalb von nur wenigen Jahren fast vollkommen ausgelöscht. Die Juden von Medina waren in drei Gruppen geteilt: Die Banū Qainuqa waren Schmiede, Waffenmacher und Goldschmiede. Die Banū n-Nadīr hatten Dattelplantagen. Die Banū Quraiza handelten mit Wein. * Als Mohammed im Jahr 622 aus Mekka flog, ging er nach Medina. Zunächst schloss er einen Bund mit den Juden. Er lernte in ihren Lesesälen und übernahm viele ihrer Sitten in seine neue Religion (zum Beispiel, dass man kein Schweinefleisch essen darf). Doch dann konnte Mohammed die Juden zwei Jahre später nicht davon überzeugen, dass er selbst ein Prophet war und dass sie zu seiner Religion übertreten sollten. Sodann änderte sich seine Einstellung ihnen gegenüber. Aus dieser Feindseligkeit heraus wies Mohammed seine Freunde an, Kaʿb ibn al-Aschraf, einen berühmten jüdischen Dichter, zu ermorden und zu enthaupten. Er war der Chef der Banū n-Nadīr (der Dattelplantagenbesitzer) gewesen. Auch sollten Mohammeds Freunde alle Juden, die sie kannten, töten. Daraufhin belagerte Mohammed die Banū Qainuqa (die Hufschmiede). Die professionellen Waffenschmiede waren durch den Mangel an Wasser und Nahrung aufgrund der Belagerung so geschwächt, dass sie sich ergeben mussten. Der „Protagonist“, Mohammed, proklamierte öffentlich, dass er alle Juden ermorden wolle. Diese grausame Kampagne begann er mit der brutalen Enthauptung des Anführers der Dattelbauern. (JNN, Aish)

ÄGYPTEN: LEITER DER MUSLIMBRÜDER ZU LEBENSLANGER HAFT VERURTEILT – Am 8.5.2017 verurteilte ein ägyptische Gericht den obersten Leiter der Muslimbruderschaft Mohammed Badie zu lebenslanger Haft, weil er gewaltsame Anschläge geplant hatte, wie ein offizieller Vertreter des Gerichts und ein Anwalt mitteilten. Badie war Teil einer Gruppe von 37 Angeklagten, denen vorgeworfen worden war, im Sommer 2013 zu Unruhen angestiftet zu haben, nachdem der damalige frühere Islamist und Präsident Mohammed Mursi des Amtes enthoben worden war. Mursi war teil der Bruderschaft gewesen. Das Gericht verurteilte Badie, Mahmud Ghozlan, einen Sprecher der Muslimbrüder, sowie Hossam Abubakr, ein Mitglied des Leitungsbüros, zu lebenslangen Haftstrafen. Badie hatte in der Vergangenheit zum Dschihad („Heiligen Krieg“) aufgerufen, um Jerusalem von der „israelischen Herrschaft“ zu befreien. Ein von MEMRI veröffentlichtes Video zeigt, wie Badie dem Gericht erklärt, dass seine Bewegung nicht gegen Ägypten, sondern nur gegen die Juden sei. (Das MEMRI ist ein Institut zur Beobachtung islamischer Medien des Nahen Ostens.) Die ägyptische Regierung ist seit Mursis Entmachtung noch nie so hart gegen die Bruderschaft vorgegangen wie jetzt. Tausende von Anhängern sind im Gefängnis. Massenhafte Verurteilungen wie diese in Ägypten hat die UNO als „beispiellos“ beschrieben. (Arutz 7)

„DIE REGIERUNG TRUMP MUSS QUERDENKEN.“ – Die israelische Justizministerin Ajelet Schaked, die derzeit in New York ist, sprach mit Journalisten über die von US-Präsident Trump geplante Reise nach Israel. Sie sagte: „Es ist nicht neu, dass eine Zwei-Staaten-Lösung, zumindest was uns angeht, völlig außer Frage steht. Ich hoffe, die Regierung Trump wird quer denken. Wenn von einem ‚Deal’ die Rede ist, geht es nicht unbedingt um einen politischen Deal, sondern vielleicht um einen wirtschaftlichen Frieden in der Region, was interessant sein könnte. Ich hoffe, diese US-Regierung wird sich nicht von Denkmustern früherer Regierungen gefangen nehmen lassen.“ Die Ministerin verwies darauf, wie bedeutsam es ist, dass Trumps Besuch in Israel in die Zeit des Jerusalemtages fällt. „Ich weiß nicht, ob das Absicht war, aber es hat auf jeden Fall symbolischen Charakter. Die US-Regierung ist noch neu, die Atmosphäre ist positiv und ich glaube, dass sich daraus viel Gutes entwickeln kann“, fügte Schaked hinzu. Sie wollte sich auch mit dem Chef des US-amerikanischen Justizministeriums Jeff Sessions treffen. „Wir werden uns über eine mögliche Kooperation und den Kampf gegen Hetze im Internet sowie die Finanzierung von Terror austauschen. Ich glaube, dass der Justizminister ein guter Freund Israels ist und dass es möglich sein wird, in Dingen, die sowohl Israel als auch den USA wichtig sind, zusammenzuarbeiten.“ (Arutz 7)

MEDIZINISCHE ZEITSCHRIFT WIDMET DEM ISRAELISCHEN GESUNDHEITSWESEN GESAMTE AUSGABE – Während des Gaza-Kriegs 2014 hatte die in Großbritannien erscheinende medizinische Zeitschrift Lancet einen äußerst kritisch formulierten Brief über die Israelischen Verteidigungskräfte (IVK) veröffentlicht. Die aktuelle Ausgabe von Lancet widmet sich dem israelischen Gesundheitswesen mit zehn Beiträgen über lebensrettendes, medizinisches Gerät, bahnbrechende Genforschung und die Bemühungen Israels bei der Behandlung von syrischen Flüchtlingen, die im Bürgerkrieg verletzt wurden. Der Herausgeber von Lancet, Professor Richard Horton, hatte sich zuvor für den oben erwähnten Brief entschuldigt und versprochen, eine Ausgabe zu veröffentlichen, die den Beitrag Israels für die medizinische Welt hervorhebt. (i24news)  „Denn der HERR wird Seinem Volk Recht schaffen.“ - 5. Mose 32,36

DAS MILLENNIUM CENTER WIRD ERÖFFNET – Am Sonntag, den 14. Mai wird unser neues Joseph-Lagerhaus, das Millennium Center, feierlich eröffnet. Wir danken allen unseren Freunden für die großzügige Unterstützung mit Spenden und Gebet, die uns so weit gebracht hat, dass wir unser neues Zentrum feierlich einweihen können. Bitte betet für die Feierlichkeiten und dass die restlichen Bauarbeiten zügig und schuldenfrei abgeschossen werden können.

Wir danken dem Herrn für Eure Gebete

Barry, Batya und das VfI-Team