Aktuelles aus Jerusalem – 12. Januar 2018

„Und nun, ihr Könige, handelt verständig; lasst euch zurechtweisen, ihr Richter der Erde!“  Psalm 2,10

IRAN VERBIETET ENGLISCH AN GRUNDSCHULEN NACH WARNUNG RELIGIÖSER FÜHRER – Der Iran hat das Lehren der englischen Sprache an Grundschulen verboten. Dies teilte ein Vertreter des Bildungsministeriums mit, nachdem der oberste religiöse Leiter erklärt hatte, das Erlernen der Sprache bahne den Weg für die kulturelle Invasion des Westens. „Englischunterricht an staatlichen und nichtstaatlichen Grundschulen im Rahmen des offiziellen Lehrplans verstößt gegen Gesetze und Verordnungen“, sagte Mehdi Navid-Adham, der Leiter des staatlichen Rats für höhere Bildung. (Free Beacon)

JÜDISCHE GRUPPEN FÜR VERRINGERUNG DER HILFE FÜR PALÄSTINENSER – Große jüdische Organisationen unterstützen die Idee, dass die USA ihre Hilfe für die Palästinenser reduziert, nachdem Präsident Trump diese Möglichkeit Anfang Januar 2018 erwähnt hatte. Malcolm Hoenlein, stellvertretender Vorsitzende der Leiterkonferenz von großen jüdischen Organisationen in Amerika, erklärte, die Palästinensische Autonomiebehörde (PA) verschließe die Ohren vor Warnungen aus den USA in Bezug auf ihr Handeln. „Vielleicht lässt sie eine Kürzung von Hilfsgeldern aufmerken. Die Regierung hat das Recht, ihre Unterstützung an gewisse Standards zu binden. Wenn Länder gegen diese Standards verstoßen oder die Menschenrechte mit Füßen treten, dann haben die USA absolut das Recht, Hilfe nicht zu gewähren, besonders dann, wenn die USA die PA lediglich bitten, zu Verhandlungen bereit zu sein.“ Marshall Wittmann, Sprecher der proisraelischen Organisation AIPAC (zu Deutsch: Amerikanisch-israelischer Ausschuss für öffentliche Angelegenheiten), sagte: „Wir sind weiterhin für die Reduzierung der Hilfe für die PA, weil diese zum Beispiel die Familien von Terroristen bezahlt und gegen ihr Versprechen, Friedensgespräche mit Israel zu führen, verstößt; stattdessen will sie die internationale Gemeinschaft dazu bringen, palästinensische Ziele zu befürworten.“ Die weltweit älteste jüdische Organisation, B'nai B'rith International (zu Deutsch: Kinder des Bundes), erklärte: „Es ist vernünftig, dass die USA ihre Auslandshilfe als eines von mehreren Instrumenten einsetzt, wenn ihre eigenen Interessen oder die ihrer Verbündeten bedroht sind. Die Palästinenser weigern sich, mit Israel zu verhandeln, kommen ihren in früheren Verträgen ausgehandelten Pflichten nicht nach und haben sich bei den Vereinten Nationen für eine anti-israelische, antiamerikanische Agenda entschieden.“ David Harris, Chef des Jüdisch-amerikanischen Komitees, sagte: „Wenn die Palästinensische Autonomiebehörde sich gegen das Vorantreiben des Friedensprozesses entscheidet, sich antiamerikanisch äußert und so handelt, dann ist es selbstverständlich in Ordnung, wenn man eine klare Botschaft der Missbilligung sendet und Gelder kürzt.“ (JNS)  „Es werden daran gedenken und zum HERRN umkehren alle Enden der Erde; vor dir werden niederfallen alle Geschlechter der Nationen. Denn dem HERRN gehört das Königtum, Er herrscht über die Nationen.“ - Psalm 22,28-29

KLEINSTE KIRSCHTOMATE DER WELT IN ISRAEL GEZÜCHTET – Die „Tröpfchentomate“ aus dem Kibbuz Kedma ist etwa so groß wie eine Heidelbeere. Es ist kleinste Tomate in Israel, vielleicht sogar auf der Welt. Es heißt oft: „Je größer, desto besser.“ Doch in der köstlichen Welt der Kirschtomaten züchtet ein landwirtschaftlicher Betrieb in Israel immer kleinere Früchte. Das unterstreicht, wie stolz man auf seine Neuzüchtungen ist - in einem Land, wo Obst und Gemüse einen hohen Stellenwert haben und wo bereits verschiedene Kirschtomaten gezüchtet wurden. Ariel Kidron, einer der Landwirte in Kedma betonte, wie praktisch die Minitomate ist: „Man kann sie einfach in den Salat werfen, ohne sie schneiden zu müssen. Und sie explodiert praktisch im Mund.“ Der Samen kam ursprünglich aus Holland, wurde aber für das trockene Klima in Südisrael weitergezüchtet. Rami Golan, vom Zentrum für Forschung und Entwicklung in Mittel- und Nordarava begleitete das Projekt. Er sagte, es handle sich definitiv um die kleinste Tomate, die je in Israel - wo Tomaten unglaublich beliebt sind - angebaut wurde. Die Minitomate, die es in rot und gelb gibt, ist kleiner als eine Einschekelmünze. Der Öffentlichkeit wird sie auf einer internationalen Landwirtschaftsmesse Ende des Monats vorgestellt. Alles deutet darauf hin, dass sie ein großer Erfolg wird. (Google)

DAS REGIME IM IRAN HAT EINEN STRATEGISCHEN SCHLAG HINNEHMEN MÜSSEN – Auch wenn das iranische Regime die jüngste Welle von Protesten gegen die Regierung überstanden hat, hat es „einen echten strategischen Schlag“ bekommen, so Brigadegeneral Jossi Kuperwasser a. D., der früher Chef der Abteilung für Geheimdienstforschungen war. „Plötzlich wurde sichtbar, dass nicht viele Menschen für eine iranische ‚Vormachtstellung’ in der Region sind oder die islamistische Idee unterstützen. Es hat sich als leerer Slogan entpuppt.“ Die aktuellen Proteste richten sich gegen die Vorstellung einer ‚Islamischen Republik’. Die Demonstrationen spiegeln zum großen Teil wider, dass die Menschen nicht nur eine Reformation, sondern revolutionäre Veränderungen wollen. Der Schlag, den das Regime durch all das, was sich letzte Woche ereignete, erlitt, ist massiv. Seine Legitimität wurde erschüttert. Es wird natürlich nicht mehr so leicht rechtfertigen können, dass es alle möglichen Terrororganisationen in der arabischen Sphäre finanziell unterstützt. Vor allem wollen [die Demonstranten] nicht Teil einer islamischen Republik sein. Die Vorstellung, dass Kleriker vorschreiben, wie das Land regiert wird, ist für sie nicht mehr akzeptabel. Sie sagen: ‚Wir wollen nicht in einer islamischen Republik, sondern in der iranischen Republik leben.’ Dies ist ein Schlag, der die Unterstützer des Irans und alle seine Anhänger betrifft, egal ob an der Nordfront oder in Gaza oder wo man sich bisher sonst noch auf den Iran verlassen hat. Allen, die dachten, der Iran sei ein langsam erwachender Riese, der seine Macht im Nahen Osten Schritt für Schritt ausbaut und versucht, seine Vorherrschaft als schiitisch-iranische Achse zu etablieren, ist jetzt klar, dass unter all dieser ‚Macht’ ein schwaches System steckt, dass nicht einmal die Unterstützung seines eigenen Volkes hat. Das erinnert ein bisschen an die Sowjetunion von vor 1989; innen war alles verrottet und am Ende brach sie zusammen.“ (Israel Hayom)

TERRORISTEN ERMORDETEN 2017 20 ISRAELIS – Letztes Jahr starben mehr Israelis durch Terroranschläge als 2016, obwohl die Anzahl der Anschläge bedeutend zurückging, wie die Israelischen Verteidigungskräfte (IVK) am 6.1.2018 mitteilten. Neben den 20 ermordeten Israelis gab es bei den 99 Anschlägen von Tätern aus Judäa und Samaria im Jahr 2017 169 Verletzte. 2014 waren bei 100 Anschlägen 93 Israelis getötet und 882 verletzt worden. Seit Oktober 2015 haben Palästinenser in einer Welle der Gewalt israelische Soldaten und Bürger erstochen, überfahren oder erschossen, darunter auch ausländische Touristen. Sicherheitskräfte wie Schin Beit, die IVK und die Polizei arbeiten intensiv daran, illegale Waffenwerkstätten zu finden. Fast jeden Abend gibt es Hausdurchsuchungen, Bombenwerkstätten fliegen auf, Waffen werden beschlagnahmt. (Jerusalem Post)  Bitte betet weiter für Schutz und Bewahrung. „Erbittet Heil für Jerusalem! Ruhe sollen die haben, die dich lieben! Heil sei in deinen Festungswerken, sichere Ruhe in deinen Palästen. Wegen meiner Brüder und meiner Freunde will ich sagen: Heil sei in dir! Wegen des Hauses des HERRN, unseres Gottes, will ich dein Bestes suchen.“ - Psalm 122,6-9

AHMADINEDSCHAD WIRD WEGEN AUFHETZEN ZU PROTESTEN FESTGENOMMEN – Der frühere iranische Präsident Mahmud Ahmadinedschad ist von der Polizei festgenommen worden. Dies berichtete die in London erscheinende palästinensische Tageszeitung Al-Quds Al-Arabi am 6.1.2018. (Al-Quds Al-Arabi heißt „das arabische Jerusalem“.) Ahmadinedschad wird vorgeworfen, zu den Protesten gegen die Regierung aufgerufen zu haben. Er nahm mehrfach an Demonstrationen teil. Dabei kritisierte er die Regierung: „Einige der aktuellen Vertreter wissen nichts über die Probleme des Volkes und seine Sorgen; sie wissen nichts über das reelle Leben in der Gesellschaft. Der Iran leidet heute unter Misswirtschaft, nicht unter einem Mangel an Ressourcen. Die Regierung von Präsident Rohani glaubt, sie besitze das Land und dass das Volk dumm sei. Die Menschen sind zornig auf das Monopol des öffentlichen Wohlstands.“ Die Demonstranten gehen seit 28.12.2017 auf die Straßen. Inzwischen sind dabei 21 Menschen gestorben, Hunderte wurden festgenommen. (INN) „Gott wird den Gerechten und den Ungerechten richten, denn es gibt eine Zeit dort für jedes Vorhaben und für jedes Werk.“ - Prediger 3,17

PATRIARCH WIRD IN BETHLEHEM MIT EIERN BEWORFEN – Der Patriarch der griechisch-orthodoxen Kirche in Jerusalem besuchte am 6.1.2018 die Stadt, wurde dabei aber nicht herzlich empfangen. Demonstranten bewarfen den Patriarchen Theophilus III und seine Begleiter mit Eiern; eine Frau schlug mit einem Schuh auf sein Fahrzeug. Theophilus III. von Jerusalem wollte die Gottesdienste in der Geburtskirche am orthodoxen Heiligabend besuchen, der für die meisten Orthodoxen auf den 7.1. fällt. Die Kirche, die viel Land besitzt, ist derzeit in einen rechtlichen Streit über den Verkauf von Immobilien verwickelt. Die hauptsächlich aus Palästinensern bestehende Gemeinde ist erbost, dass die Kirche Land verkauft oder verpachtet, in manchen Fällen an Israelis oder an Firmen, die in israelischem Besitz sind. Es gibt Forderungen für den Rücktritt von Theophilus. (Washington Post)

TOURISMUS SCHUF 2017 25.000 ARBEITSPLÄTZE – Der Minister für Tourismus Jariv Levin sagte am Sonntag, den 7.1.2018 bei der Eröffnung der Kabinettsitzung, 2017 sei für den Tourismus nach Israel ein „historischer Wendepunkt“ gewesen. Mehr als 3,6 Millionen Gäste kamen ins Land, also 700.000 mehr als im Jahr davor. Levin erklärte, die Revolution beim Tourismus sei das Ergebnis neuer Vermarktungsmethoden. Auch seien Fluglinien ermutigt worden, neue Strecken zu bedienen und mit großen Reisebüros weltweit zusammen zu arbeiten. Der Tourismus nach Israel hätte 25.000 neue Jobs geschaffen und umgerechnet rund 5 Milliarden Euro eingebracht. (INN)

VFI BRAUCHT EURE HILFE – Über die Projekte von Vision für Israel könnt ihr euch auf unserer Website unter www.visionforisrael.com/de informieren. Danke im Voraus für eure Unterstützung in Gebet und Gaben! „Denn es hat Mazedonien und Achaja wohlgefallen, einen Beitrag zu leisten für die Bedürftigen unter den Heiligen, die in Jerusalem sind. Es hat ihnen nämlich wohlgefallen, auch sind sie ihre Schuldner. Denn wenn die Nationen ihrer geistlichen Güter teilhaftig geworden sind, so sind sie verpflichtet, ihnen auch in den leiblichen zu dienen.“ - Römer 15,26-27

Wir danken dem Herrn für Eure Gebete

Barry, Batya und das VfI-Team