Aktuelles aus Jerusalem – 10. November 2017

„Da wende Ich das Geschick Meines Volkes Israel. Sie werden die verödeten Städte aufbauen und bewohnen und Weinberge pflanzen und deren Wein trinken und Gärten anlegen und deren Frucht essen. Ich pflanze sie in ihr Land ein. Und sie sollen nicht mehr herausgerissen werden aus ihrem Land, das Ich ihnen gegeben habe, spricht der HERR, dein Gott.“  Amos 9,14-15

AMERIKA VERSPRICHT, CHRISTEN IM NAHEN OSTEN ZU HELFEN – Interessenvertreter der Christen im Nahen Osten haben erklärt, sie würden sich langsam daran gewöhnen, dass Washington ihnen die kalte Schulter zeigt. Doch Vizepräsident Mike Pence sagte vor kurzem auf einer Konferenz der Organisation Zur Verteidigung der Christen (IDC) in Washington, dass sich dies ändern würde. Für Trump habe der Schutz von Christen im Nahen Osten Priorität. Pence fügte hinzu: „Wir werden nicht ruhen, bis wir die ISIS gefasst und an ihrer Quelle zerstört haben, so dass sie weder für US-Bürger noch für die Menschen im Nahen Osten eine Gefahr darstellt.“ Die USA würden die Opfer von Völkermord nicht vergessen. Pence versprach, dass die Behörde der Vereinigten Staaten für internationale Entwicklung (USAID) Christen und anderen Minderheiten direkt helfen würde. Die IDC hat jahrelang darum gekämpft, dass die USAAID die Hilfe verteilt und nicht die UNO, denn diese und andere Organisationen hätten ihre Aufgabe nicht gut gemacht. Auch im US-Kongress haben Vertreter beider Parteien versprochen, die Christen im Nahen Osten zu unterstützen. Während der gesamten Konferenz beklagten die Sprecher, der Westen ignoriere die Notlage von Christen und anderer Minderheiten. (Algemeiner)  Bitte betet, dass USAID - anders als die UNO - tatsächlich schnell helfen wird. Betet für Wiederherstellung, Ermutigung und den Schutz der christlichen Gemeinde im gesamten Nahen Osten, die durch die ISIS und andere islamistische Gruppen vielfach Missbrauch und Verlust erlitten und viele Tote zu beklagen hat.

NETANJAHU BEKUNDET BEILEID – Netanjahu sprach den Opfern der Schießerei vom 5.11.2017, in der Baptistengemeinde in Sutherland Springs 50 km südlich von San Antonio, bei der 26 Menschen ermordet wurden, sein Beileid aus. Er erkläre, er sei zutiefst bestürzt über diesen barbarischen Akt in Texas: „Wir sind in Gedanken bei den Opfern, ihren Familien und dem amerikanischen Volk.“ Der Schütze wurde später von der Polizei erschossen. Er drang um 11.30 Uhr in das Gotteshaus ein und schoss um sich. Der Justizminister von Texas sagte, neben den 26 Todesopfern habe es auch sehr viele Verletzte gegeben. Da es sich um einen kleinen Ort handle, könne er sich vorstellen, wie verzweifelt die Menschen dort seien. Jeder kenne die Todesopfer und Verletzten persönlich. (Jerusalem Post) Viele Menschen in Israel, darunter auch die Mitarbeiter von VfI, sind wie Premier Netanjahu geschockt und senden den Hinterbliebenen, den Verletzten und dem gesamten Ort nach diesem sinnlosen Akt der Gewalt ihr Beileid. Bitte betet mit uns für Trost und eine schnelle Genesung der Verletzten. Mögen sie Trauernden Gottes Nähe deutlich spüren. „Nahe ist der HERR denen, die zerbrochenen Herzens sind, und die zerschlagenen Geistes sind, rettet Er.“ - Psalm 34,19

SICHERHEITSKRÄFTE VERWEIGERN CHRISTEN IHRE RECHTE – Die Polizei in Ägypten hält sich nicht an ein neues Gesetz, wonach für die Christen im Land Religionsfreiheit gilt, sie das Recht haben, alte Kirchen wiederaufzubauen oder neue zu errichten, weil Moslems auf die Polizei Druck ausüben. Der Wissenschaftler und Forscher C. Meital schreibt, die Diskriminierung der koptischen Minderheit in Ägypten sei in den Medien in der letzten Zeit wieder erkennbar: „Das Thema kam wieder auf, weil Sicherheitskräfte, die von Islamisten unter Druck gesetzt werden, die koptischen Christen ihres Rechts auf Gottesdienste berauben.“ Es heißt, Sicherheitskräfte haben sie in mehreren Dörfern im Norden des Landes von Gebetstreffen abgehalten. Im August gab es wieder Berichte über Vorfälle in Al-Minya-Dörfern. Einmal soll die Polizei eine Kirche in dem Dorf Kidwan geschlossen haben, ein anders Mal hinderten sie die Kopten dran, in einer Privatwohnung im Dor Al-Faran Gottesdienst zu feiern – weil es sich nicht um eine angemeldete Kirche gehandelt habe. In den Berichten wird auf einen Antrag von Bischof Macarius aus Al-Minya verwiesen. Er hatte die Regierung aufgefordert, dass Gesetz umzusetzen; über 15 Gemeinden sind inzwischen von der Polizei geschlossen worden und in 70 Dörfern gebe es gar keine Kirchen. Deshalb suchten die Kopten nach alternativen Versammlungsräumen, hieß es von offizieller Seite. Die koptischen Dorfbewohner schrieben an Präsident Al-Sisi: „Bei jedem Treffen, dass Sie, Herr Al-Sisi, mit Kopten haben, betonen Sie, wie falsch es ist, andere Bürger Ägyptens zu beleidigen, doch heute wissen wir, dass das, was in der Realität passiert, das Gegenteil von Ihrem Ansatz ist, denn wir werden wie Kriminelle und Missetäter behandelt, die allein deshalb strafrechtlich verfolgt werden, weil sie ihre Religion ausüben.“(WND)  Bitte betet für die Christen in Ägypten, die täglich unter Verfolgung leiden, ihr Hab und Gut wird zerstört, sie verlieren politische Rechte und manche verlieren dabei sogar ihr Leben. Mögen sie sich unter den Schutz Gottes stellen und von Ihm ermutigen lassen.

1600 JAHRE ALTES KIRCHENMOSAIK ÜBER DIE ROLLE VON FRAUEN – Ein neu entdecktes Mosaik im westlichen Galiläa zeigt den relativ hohen Status von Frauen in der christlichen Urgemeinde. Die griechische Inschrift aus dem 5. Jahrhundert erinnert an eine „Sausann“ (oder Schoschana), die für die Erbauung der Dorfgemeinde spendete. Es gibt insgesamt sieben Inschriften, darunter eine riesige, die fünf Meter lang ist. Archäologen vom Kinneret College waren diesen Sommer bei Ausgrabungsarbeiten auf drei Gemeinden aus der byzantinischen Zeit gestoßen. Es war für eine patriarchalische Gesellschaft ungewöhnlich, dass eine Frau, Sausann, in der Inschrift ohne Ehemann oder männlichen Vormund genannt wurde. Jene Sausann muss wohl eine angesehene Persönlichkeit gewesen sein, vielleicht trat sie in die Fußstapfen der Frau, nach der sie möglicherweise benannt wurde - die Jüngerin Susanna, die in Lukas 8,3 namentlich genannt wurde und Ihm mit ihrer Habe diente. Der Fund untermauert die These, die viele Gelehrte über die Urgemeinde teilen, nämlich dass Frauen eine grundlegende Rolle beim Bau von Gemeinden spielten. In einem vor kurzen veröffentlichten Artikel in Christianity Today hieß es: „In den obersten Schichten der Gesellschaft bekehrten sich oft die Frauen zum Christentum, während ihre Ehemänner Heiden bleiben, weil sie sonst ihren Status als Senatoren verloren hätten. Das trug zur übermäßig hohen Anzahl von Frauen in der Gemeinde, besonders der Oberschicht, bei.“ (Times of Israel)  „Kraft und Hoheit sind ihr Gewand, und unbekümmert lacht sie dem nächsten Tag zu.“ - Sprüche 31,25  

SEXUELLE BELÄSTIGUNG DURCH ARABER – Ich zog im Jahr 2000 nach Israel und ging in Nazareth Illit in die Schule. Es ist wirklich eine wunderbare Stadt, die Hauptstadt von Galiläa. Doch ein Problem ist für Frauen in der Stadt täglich allgegenwärtig. Der Ausdruck „sexuelle Belästigung“ klingt sehr krass und schlimm, weil er in aller Munde ist. Doch wenn einem alltägliche Aktivitäten (der Weg zur Arbeit und wieder zurück nach Hause, die Busfahrt zum Einkaufszentrum, das Einsteigen ins Taxi, das Entleeren des Mülleimers) unerträglich oder unmöglich zu sein scheinen, wird klar, dass es wirklich ein Problem ist. Ich heiße Jenny, bin 21 und wohne nun in Ramat Gan. Bis vor zwei Monaten lebte ich in Nazareth Illit. Doch in meiner Heimatstadt wurde ich tagtäglich belästigt - von Vertretern von dort lebenden Minderheiten. Sobald ich das Haus verließ, hupten Autofahrer oder pfiffen und ich wurde eingeladen, zu wildfremden Männern ins Auto zu steigen. In etwas ungewöhnlicheren Fällen (die allerdings in Nazareth Illit nicht ungewöhnlich sind), war es den Übergriffigen nicht einmal peinlich, neben mir anzuhalten oder vor mir stehen zu bleiben und mich in ihr Auto einzuladen - ohne auch nur einen Moment zu zögern! Ich frage mich, warum. Warum? Unabhängig davon, wie ich mich kleide (und der Transparenz wegen: ich kleide mich nicht provokativ, weil das nicht mein Stil ist). Woher wusste ich, dass die Belästiger zu einer Minderheit gehören? Wenn man in einer gemischten Umgebung aufwächst, umgeben von arabischen Dörfern; wenn man mit dieser Bevölkerung zusammenarbeitet (wobei ich meine Kollegen sehr respektiere), dann kann man sie leicht identifizieren. Die Antwort mag politisch nicht korrekt sein, aber man erkennt ihre Fahrzeuge, ihren Akzent, ihre Sprache. Man kennt ihre Ausdrücke, ihre Gesichter, ihre Verhaltensmuster. Man erkennt sie einfach. Nicht, weil man Rassist ist. Nicht, weil man rät oder etwas nur annimmt, nicht weil man etwas einschätzt. Nein, man weiß es einfach. Zu den vielen Möglichkeiten, wie ein Mensch belästigt werden kann, ist Belästigung in der Öffentlichkeit, einem sicheren Ort, wohl am schlimmsten – zumindest für mich, denn sie stört etwas Grundlegendes, dass ein Mensch in seiner Umgebung braucht: Sicherheit. (Arutz-7)  Arabische Männer haben keinen blassen Schimmer davon, was es heißt, eine Frau zu respektieren und freundlich zu behandeln. Bitte betet, dass Gott Frauen in Israel und im Nahen Osten, die belästigt und gemobbt werden, hilft. Mögen sie auf Menschen treffen, die ihnen helfen können.

ARABISCHE BAUARBEITER GREIFEN JÜDISCHEN KINDERGARTEN IN TEL AVIV AN – Obwohl die enormen ausländischen Finanzspritzen für die Palästinensische Autonomiebehörde (PA) die pro-Kopf-Investitionen nach dem Zweiten Weltkrieg in Europa winzig erscheinen lassen, hat es die PA dennoch nicht geschafft, für ihre Bürger Arbeitsplätze zu schaffen. Israel ist bemüht, den mit Arbeitslosigkeit einhergehenden Druck zu mildern, indem sie einer Vielzahl von palästinensischen Arabern erlaubt, täglich nach Israel zu kommen, damit sie dort im Baugewerbe arbeiten können. Am Sonntag, den 5.11.2017 wurde deutlich, wie derartige Gesten des guten Willens negative Auswirkungen haben können. Gott sei Dank gab es in diesem Fall keine tragischen Folgen. Doch etwa 100 jüdische Kinder mussten aus ihrem Kindergarten in Giv’atajim, einem Vorort von Tel Aviv, schnell evakuiert werden, als arabischer Bauarbeiter auf einem benachbarten Bauplatz anfingen, Steine zu werfen. Die Kinder waren zu dem Zeitpunkt alle im Gebäude, weshalb keines von ihnen körperlich verletzt wurde. Eine Mitarbeiterin des Kindergartens wurde Augenzeugin, als sie in die Küche ging und sah, wie die Araber Steine warfen und hörte, wie sie Juden beschimpften. Die Polizei wurde gerufen; sie nahm zwei der beteiligten Araber fest. Die Täter wurden später ohne einstweilige Verfügung auf Kaution wieder auf freien Fuß gesetzt. (Israel Today)  Bitte betet für den Schutz israelischer Kinder und Erwachsener, die oft mit Steinen angegriffen oder von anderen Terroristen attackiert werden, obwohl Israel den Arabern Gutes tut.

VFI BRAUCHT EURE HILFE – Über die Projekte von Vision für Israel könnt ihr euch auf unserer Website unter www.visionforisrael.com/de informieren. Danke im Voraus für eure Unterstützung in Gebet und Gaben!

Wir danken dem Herrn für Eure Gebete

Barry, Batya und das VfI-Team