Aktuelles aus Jerusalem – 10. März 2017

„Denn wenn du zu diesem Zeitpunkt wirklich schweigst, so wird Befreiung und Rettung für die Juden von einem andern Ort her erstehen. Du aber und das Haus deines Vaters, ihr werdet umkommen. Und wer erkennt, ob du nicht gerade für einen Zeitpunkt wie diesen zur Königswürde gelangt bist? Der HERR hat Seinen heiligen Arm entblößt vor den Augen aller Nationen, und alle Enden der Erde sehen die Rettung unseres Gottes.” - Ester 4,14

BETET FÜR UNSERE PURIM-KONFERENZ IN ENGLAND – Wir feiern am Samstag, den 11.3. im Emmanuel Centre, 9-23 Marsham Street in Westminster, London ab 10.30 Uhr unser Purim-Fest. Es ist das freudigste Ereignis im Jahr. * Dieses Jahr findet das biblische Purimfest vom 11. und 13. März statt. * Feiert die Befreiung des jüdischen Volkes aus den Händen des bösen Haman, der die Auslöschung der Juden in Persien plante, mit uns. An diesem Wochenende wird natürlich auch das Buch Ester auf der ganzen Welt gelesen. Sie und ihr Onkel Mordechai waren es, die die jüdische Gemeinde vor dem sicheren Tod retteten. Noch heute beschenken sich jüdische Familien und Nachbarn deshalb gegenseitig und man verkleidet sich sogar für dieses frohe Fest.  Euch, unseren lieben Freunden in nah und fern, wünschen wir von VfI ein fröhliches Purimfest!

HALLELUJA: REGEN IN ISRAEL! – Nachdem es eine Woche lang für diese Jahreszeit viel zu warm war, soll das Wochenende in Israel kalt und regnerisch werden. Schon Donnerstagnacht sanken die Temperaturen stark ab. Am Freitag sollte es nicht nur regnen, sondern sogar hageln. Wahrscheinlich wird das ganze Purimfest von kaltem und regnerischem Wetter geprägt sein. (Arutz-7) Dies ist eine Gebetserhörung jetzt zum Ende der Regenzeit. Der Februar war leider im ganzen Land sehr trocken. Bitte betet unbedingt weiter für Regen im März. „Jubelt und freut euch im HERRN, eurem Gott! Denn Er gibt euch den Frühregen nach dem Maß der Gerechtigkeit, und Er lässt euch Regen herabkommen: Frühregen und Spätregen wie früher.“ - Joel 2,23  

JÜDISCHES MUSEUM IN LONDON NACH BOMBENDROHUNG EVAKUIERT – Am Montag, den 27.2.2017 wurden die Mitarbeiter und Besucher des Jüdischen Museums in London aufgefordert, das Gebäude nach einer Drohung gegen Mittag zu verlassen. Zu dem Zeitpunkt waren Kinder von zwei Schulen zu Besuch. Weder die Polizei noch Sicherheitsbeamte fanden Sprengstoff bei ihrer Inspektion des Museums. „Dieser Vorfall unterstreicht, wie unerlässlich unsere Arbeit ist“, sagte Abigail Morris, die Direktorin des Museums. „Wir begrüßen jedes Jahr Tausende von Besuchern im Jüdischen Museum, darunter 20.000 Schulkinder, von denen 95 % nichtjüdischer Abstammung sind. Wir stellen Vorurteile in Frage und bekämpfen Antisemitismus, indem wir Barrieren durchbrechen und Brücken bauen.“ Die falsche Bombendrohung folgte einer ähnlichen im Jüdischen Museum von Sydney, die dort wenige Stunden zuvor eingegangen war. In den Tagen davor waren 28 jüdische Gemeindezentren, Schulen und die Büros der Antidiffamierungsliga in San Francisco wegen Bombendrohungen geräumt worden. Es war seit Anfang des Jahres die fünfte Welle derartiger Drohungen. (Arutz 7)  „Mehr als die Haare meines Hauptes sind die, die mich ohne Ursache hassen; mächtig sind, die mich vernichten wollen, meine Feinde sind sie ohne Grund; was ich nicht geraubt habe, das soll ich dann erstatten.“ - Psalm 69,5

THERESA MAY: ANTISEMITISMUS AN UNIVERSITÄTEN MUSS BEKÄMPFT WERDEN – Die britische Premierministerin Theresa May von der konservativen Partei rief Universitäten in Großbritannien am 1.3.2017 auf, alle Fälle von Antisemitismus auf dem Gelände von Universitäten zu prüfen und sich prompt damit zu befassen. May reagierte damit auf eine Anfrage ihres konservativen Parteikollegen Bob Blackman bei einer Kabinettssitzung, in der die Abgeordneten der Premierministerin im britischen Unterhaus Fragen stellen können. In Blackmans Wortmeldung ging es um antiisraelische Aktivitäten an Universitäten, die oft zu Antisemitismus ausufern: „Diese Woche werden jüdische Studenten Opfer von Einschüchterung, Furcht und Antisemitismus - und zwar aufgrund der so genannten ‚Woche der israelischen Apartheid’. Welche Maßnahme dagegen möchte meine geschätzte, ehrenwerte Kollegin treffen, damit Universitätsdekane und -kanzler sicherstellen, dass Antisemitismus an ihren Hochschulen nicht gedeihen kann?“ May antwortete: „Höher Bildungsanstalten haben die Verantwortung sicherzustellen, dass sie für alle Studenten eine sichere und integrative Umgebung schaffen. Wir erwarten, dass die Unis zuverlässige Richtlinien und Prozeduren implementiert haben, um die Gesetze einzuhalten, Nachforschungen durchzuführen und sich schnell mit von Hass geprägten Verbrechen zu befassen, einschließlich der gemeldeten antisemitischen Vorfälle.“ Sie fügte hinzu, der Minister für Hochschulbildung Jo Johnson habe alle Hochschulen vor kurzem diesbezüglich angeschrieben. Er habe sie an diese Erwartungen der Regierung erinnert und eindringlich aufgefordert, ihrem Beispiel zu folgen sowie die Definition von Antisemitismus zu übernehmen, die die Internationale Allianz zum Gedenken an den Holocaust (IHRA) benutzt. (INN)  Die IHRA definiert Antisemitismus als eine Ansicht, die in Form von Hass gegenüber Juden ausgedrückt wird, wobei rhetorische und physische Demonstrationen von Antisemitismus gegen Juden und Nichtjuden und/oder ihre Hab und Gut sowie gegen jüdische Gemeindeinstitutionen und religiöse Anlagen gemeint sind.

PALAST VON SANHERIB UNTER DEM GRAB VON JONA ENTDECKT – Der uralte Palast des assyrischen Königs Sanherib, der in der Bibel erwähnt wird, ist jetzt entdeckt worden. ISIS-Terroristen hatten das Grabmal des Propheten Jona, das sich über dem Palast befand, zerstört. Während die ISIS aus gewissen irakischen und syrischen Gebieten zurückgedrängt wird, die sie seit 2014 kontrolliert hat, haben Archäologen nun die Chance, den Fundort zu untersuchen. Sie gehen davon aus, dass die ISIS alte Grabstätten auf der Suche nach Wertgegenständen geplündert hat und ihre Fundstücke nun auf dem Schwarzmarkt verkaufen will, um sich so weiter zu finanzieren. „Ich wage gar nicht daran zu denken, wie viele Gegenstände der Daesch [die ISIS] aufgespürt hat, bevor wir vor Ort eintrafen“, sagte die Archäologin Layla Salih gegenüber Journalisten. „Wir glauben, dass die ISIS viele Gegenstände geraubt hat und verkaufen wird. Doch das, was sie zurückgelassen hat, werden wir genau untersuchen und so unsere Erkenntnisse über die damalige Zeit ausbauen.“ Der Palast von König Sanherib geht auf das 7. Jahrhundert vor Christus zurück. Der assyrische König wird in der Bibel in 2. Chronik 32 erwähnt. Dort heißt es: „Nach diesen Ereignissen und dieser Treue kam Sanherib, der König von Assur. Und er drang in Juda ein und belagerte die befestigten Städte, und er gedachte, sie für sich zu erobern.“ König Hiskia von Israel vertraute dem Herrn und glaubte Ihm, dass Er Israel von Sanherib und den Assyrern befreien würde. Die ganze Geschichte findet ihr in 2. Chronik 32 und in 2. Könige 18-19. (Christian Headlines)

GEHEIMNISVOLLES MONUMENT AUS STEIN IN GALILÄA ENTDECKT – Archäologen von der Tel Hai-Hochschule, der Altertumsbehörde (IAA) und der Hebräischen Universität zu Jerusalem haben die Entdeckung eines 4.000 Jahre alten „Dolmen“ (aus kornisch „tolmen“ = „Steintisch“) in der Nähe des Kibbuz Schamir im Oberen Galiläa bekannt gegeben. Dabei handelt es sich um eine Art riesigen Tisch aus Stein. An der Decke befinden sich künstlerisch gestaltete Dekorationen. Man fand den Dolmen was innerhalb einer 2 mal 3 Meter großen Kammer, bedeckt war er von einem enormen Stein, der geschätzte 50 Tonnen wiegt. Es war einer der schwersten Steine, die je bei der Konstruktion einen Dolmens im Nahen Osten benutzt wurde. Der Dolmen selbst war eingeschlossen in einen großen Steinhaufen (Tumulus) mit einem Durchmesser von rund 20 Metern. Alle Steine bringen mindestens geschätzte 400 Tonnen auf die Wage. Mindestens vier kleinere Dolmen sind am Fuß des dekorierten Dolmens platziert. „Was wir hier sehen, ist ein riesiges Monument mit einer gewissen Hierarchie (mit der großen Zelle und den kleineren). Es ist das erste Mal, dass wir im Nahen Osten einen hierarchischen Dolmen gefunden haben“, hieß es in einer Erklärung der IAA. * Uri Berger, ein Archäologe bei der IAA und Partner in dieser Studie, fügte hinzu: „Die Gravuren zeigen eine Gerade zum Zentrum des Bogens. Wir haben ungefähr 15 solcher Gravuren an der Decke des Dolmens dokumentiert; sie sind in einer Art Bogen entlang der Decke zu sehen. Es gibt keine vergleichbaren Gravuren im Nahen Osten und ihre Bedeutung bleibt ein Geheimnis.“ Experten gehen davon aus, dass der Dolmen ein Hinweis auf die Wichtigkeit und Stabilität eines Regierungssystems in der Region aus der Bronzezeit ist. „Archäologen legen die Vergangenheit aufgrund von Funden aus“, so die IAA. „Das Fehlen von Städten, großen Siedlungen und monumentalen Gebäuden zeigt vom Niedergang des Regierungs- und Wirtschaftssystems in jener ‚finstern’ Zeit. Die Dolmen erzählen eine andere Geschichte - eine Geschichte über eine Gesellschaft, die ein komplexes Regierungs- und Wirtschaftssystem hatte, welches monumentale bautechnische Projekte realisierte, aber keine anderen archäologischen Fundstücke hinterließ. Professor Sharon erklärte: „Der gigantische Dolmen im Kibbuz Schamir ist zweifelsohne ein Indiz für öffentliche Bauwerke, die eine große Zahl von Mitarbeitern für eine längere Zeit erforderte. Diese brauchten auch Unterkünfte und Essen. Ein Gebäude mit solchem Bauaufwand erforderte Ingenieur- und Architektenwissen, über die kleine Gruppen von Nomaden normalerweise nicht verfügten. Was noch wichtiger ist: ein solides Verwaltungssystem war erforderlich, um so viele Arbeiter zu finden, für ihre persönlichen Bedürfnisse zu sorgen und vor allem, um ein so großes und langwieriges Projekt in die Tat umzusetzen.“ (Israel News)  Hat jemand vielleicht die Riesen gesehen?

VFI BRAUCHT EURE HILFE DRINGEND – Opfer von Terror in Israel müssen oft monatelang in einer Rehaklinik behandelt werden, verlieren die Arbeit, leiden unter emotionalen Traumata. All das wirkt sich auch auf ihre Familien aus. Über den Dienst an den Armen, Kindern, Senioren und Holocaust-Überlebenden hinaus hilft Vision für Israel auch Terroropfern und ihren Familien. Danke für eure Spenden. - „Und wie ihr wollt, dass euch die Menschen tun sollen, tut ihnen ebenso!“ - Lukas 6,31

Wir danken dem Herrn für Eure Gebete

Barry, Batya und das VfI-Team