Aktuelles aus Jerusalem – 1. Dezember 2017

„Schafft Recht dem Geringen und der Waise, dem Elenden und dem Bedürftigen lasst Gerechtigkeit widerfahren! Rettet den Geringen und den Armen, entreißt ihn der Hand der Gottlosen!“  Psalm 82,3-4

UNBESCHREIBLICHER FUND IN ISRAEL – Archäologen haben ein 1.500 Jahre altes christliches Mosaik, das einst den Boden einer Kirche oder eines Klosters zierte, entdeckt. Die Experten fanden es bei Ausgrabungen in der alten, am Mittelmeer gelegenen Stadt Aschdod-Jam, die nun Teil der modernen Stadt Aschdod ist. Den Fund gab die Altertumsbehörde am Donnerstag, den 23.11.2017 bekannt. Eine griechische Inschrift über den Erbauer des Gebäudes gab den Archäologen auch einen wichtigen Hinweis, um es datieren zu können. „Errichtet wurde dieses Gebäude Dank der Gnade Gottes [oder Christi] unter Procopius, unserem äußerst frommen und heiligen Bischof, im Monat Dios in der 3. Indiktion im Jahr 292.“ Jenes Jahr entspricht 539 n. Chr. * Aschdod-Jam war eine wichtige Stadt in der byzantinischen Zeit. Lange unter Sanddünen begraben offenbart sie nun ihre Geheimnisse. (Fox)  „Ich gebe dir verborgene Schätze und versteckte Vorräte, damit du erkennst, dass Ich der HERR bin, der dich bei deinem Namen ruft, der Gott Israels.“ - Jesaja 45,3

ÄGYPTEN TRAUERT NACH MASSAKER IN MOSCHEE UM 305 OPFER – Am Samstag, den 25.11.2017 trauerte Ägypten um 305 Gläubige, die am Vortag auf der Halbinsel Sinai bei einem Anschlag ihr Leben verloren hatten. Im ganzen Land wurden besondere Gebete gesprochen, nachdem ein bewaffneter Mann eine Bombe gezündet und daraufhin die aus der Rawda-Mosche im Nordsinai fliehenden Menschen niedergeschossen hatte. Ägyptische Sicherheitskräfte haben dort mit ISIS-Dschihadkämpfern zu tun. Die Anzahl der Opfer stieg über Nacht von 235 auf 305, darunter waren auch 27 Kinder. Die Staatsanwaltschaft bestätigte, dass darüber hinaus mehr als 100 Menschen verletzt wurden. Präsident Abdel Fattah el-Sissi rief eine dreitägige Staatstrauer aus und erklärte, er wolle auf solch brutale Terroranschläge mit entsprechender Härte reagieren. Es war einer der schlimmsten Anschläge seit dem 11. September 2001. Stunden später zerstörte die ägyptische Luftwaffe nicht nur Fahrzeuge, die bei dem Anschlag benutzt wurden, sondern nahm auch „terroristische“ Orte, wo Waffen und Munition gelagert wurden, unter Beschuss, so ein Sprecher der Armee mitteilte. Augenzeugen zufolge hatten die Terroristen Straßen zum Tatort mit Fahrzeugen, die sie in Brand steckten, blockiert. Zwischen zehn und zwanzig bewaffnete Täter waren beteiligt, wie Magdy Rizk, einer der Verwundeten, sagte. „Sie trugen Masken und Armeeuniformen.“ Er fügte hinzu, die Menschen in der Gegend hatten jüngst Drohungen von extremistischen Gruppen erhalten. (Times of Israel) Bitte betet nach diesem erbarmungslosen Anschlag für die Trauernden. Betet, dass die ISIS und mit ihr in Verbindung stehende Terrorgruppen im Sinai ausfindig gemacht und besiegt werden. „Rette mich, HERR, von bösen Menschen. Vor gewalttätigen Männern behüte mich, die Bosheiten ersinnen im Herzen, die täglich Kriege erregen.“ - Psalm 140,2-3

INEFFIZIENTES VORGEHEN DER ÄGYPTISCHEN SICHERHEITSKRÄFTE - ISRAEL BEUNRUHIGT – Bereits in der Vergangenheit hatte es in Ägypten Anschläge gegeben, zum Beispiel im Bezirk Gise von Kairo, wo über 50 ägyptische Polizisten getötet worden, als eine Razzia gegen die Moslembrüder schieflief. Aus Israels Sicht ist das Versagen der Ägypter verwunderlich, besonders im Sinai. Es sei schwer verständlich, wie die Ägypter - nach jahrelangen Kämpfen gegen die ISIS - nicht verhindern konnten, dass nicht einmal 1000 Terroristen solch blutige Anschläge verüben. Die Ineffizienz der ägyptischen Sicherheitskräfte schreie zum Himmel, besonders wenn man daran denkt, dass Israel Ägypten viel mit Geheimdienstinformationen und mit Drohnen gegen die ISIS-Stützpunkte geholfen hat. Auch in den Vereinigten Staaten ist man frustriert und überrascht. Sie hatten mehrfach gegenüber Sissi und seinem Volk darauf hingewiesen, die ägyptischen Sicherheitskräfte seien nicht ausreichend vorbereitet; ihr Vorgehen sei unbeholfen und berechenbar. Ägypten sei noch weit davon entfernt, im Kampf gegen Terrorgruppen ähnlich wirksam wie Israels zu handeln. (Haaretz)  „An jenem Tag werden fünf Städte im Land Ägypten sein, die die Sprache Kanaans reden und dem HERRN der Heerscharen schwören werden. Eine wird Ir-Heres heißen.“ - Jesaja 19,18

SOLIDARITÄT MIT ÄGYPTEN – Die Fassade vom Rathaus in Tel Aviv - Jaffo war am Abend des 24.11.2017 in rote, weiße, schwarze und goldene Töne gehüllt, ein Zeichen der Solidarität mit Ägypten nach dem furchtbaren Anschlag, der wenige Stunden davor verübt worden war. Der Bürgermeister von Tel Aviv, Ron Huldai, sprach dem südlichen Nachbarn seine tiefe Anteilnahme nach dem sinnlosen Tod von über 300 moslemischen Gläubigen nach dem Freitagsgebet aus. „Es gab in Ägypten einen schrecklichen Anschlag. Wir senden unseren Freunden jenseits der Grenze unser herzliches Beileid und beleuchten unser Rathaus ihnen zu Ehren [in den Farben der ägyptischen Flagge]“, so Huldai. (Jerusalem Post)

ISRAELISCHER WANDERWEG – Dr. Haggai Ben Artzi, Dozent für jüdische Geschichte an der Bar-Ilan-Universität, gratulierte dem Minister für Tourismus, Jariv Levin, der die Route des „Israelischen Nationalwanderwegs“ geändert. Sie schließt nun Jerusalem, Judäa, Samaria und die Golanhöhen mit ein. „Leider führt der Wanderweg erst 50 Jahre nach dem Sechstagekrieg wieder in die wichtigsten biblischen Teile Israels zurück. Jahre sind verstrichen, wo man nicht auf die Golanhöhen, in die Altstadt Jerusalems, nach Judäa, Samaria oder Hebron durfte. Da hat jemand versagt“, so Ben Artzi. Er betonte, dass das Jordantal, Jericho und die Golanhöhen in der Zeit des Ersten und Zweiten Tempels Judäa und Samaria eine zentrale Rolle für das jüdische Volk spielten. Doch der nationale Wanderweg durfte nicht dort entlangführen. Artzi hofft, dass die neue Route mehr Israelis näher an die jüdischen Siedlungen in Judäa und Samaria bringen wird. „Wenn ich säkularen Touristen begegne, erzählen sie mir, dass wie im Himalaja, on Südamerika oder China waren, aber wenn ich sie nach Beit El einlade, haben sie Angst. Darum hoffe ich, dass dieses Projekt viele Wanderer näher an die biblischen Stätten bringen und israelische Herzen mit Judäa und Samaria verbinden wird.“ (Arutz 7)

BEZIEHUNGEN ZU ARABISCHEN LÄNDERN – Der israelische UNO-Botschafter Danny Danon erklärte jetzt, Israel pflege gute Beziehungen zu vielen arabischen Ländern, auch wenn diese sich offiziell weigern, Israels Existenzrecht anzuerkennen. „Wir reden hier über ein Dutzend islamistische Länder, darunter auch arabische, die das Potenzial in den Beziehungen zu Israel verstehen. Der Staat Israel ist nicht das regionale Problem, er ist die regionale Lösung. Darum bauen wir unsere Zusammenarbeit aus.“ Danon fügte hinzu, die US-amerikanische UNO-Botschafterin Nikki Haley habe die Atmosphäre bei der UNO drastisch geändert. „Gerüchten zufolge soll Saudi-Arabien Israel besonders nahe stehen, weil beide Länder die Furcht vor dem Iran eint. Die libanesische Zeitung Al-Akhbar berichtetet im November 2017, die saudische Regierung erwäge eine Normalisierung der Beziehungen mit Israel - bevor die Regierung Trump ihre Bemühungen um den Frieden in Nahost umsetzt; Ziel dabei ist nicht nur die Festlegung der Status zwischen Israel und der PA, sondern auch die Anerkennung Israels durch einen Großteil der arabischen Welt. (Arutz 7)  Bitte betet für die Verbesserung die Beziehungen zwischen Israel und den arabischen Ländern sowie für die Anerkennung des jüdischen Staates. Betet für Einheit im gemeinsamen Auftreten gegen feindlich eingestellte Länder und Gruppen im Nahen Osten, zum Beispiel gegen den Iran, die Hisb-Allah und andere Terrorgruppen, die von der islamistischen Republik unterstützt werden. Betet, dass israelische Politiker, führende Persönlichkeiten und die Öffentlichkeit zuerst nach dem Herrn trachten, wenn sie vor ihren Feinden beschützt werden wollen. - Psalm 91

BERICHT: UNTER DRUCK GERATEN NEHMEN ARABISCHE LÄNDER ABSTAND VON VERFOLGUNG ISRAELS VOR INTERNATIONALEN GERICHTEN – Nachdem Saudi-Arabien und Ägypten Druck ausgeübt haben, hat der Vorsitzende der Palästinensische Autonomiebehörde (PA), Mahmud Abbas versprochen, bei internationalen Gerichten nicht gegen Vertreter Israelis vorzugehen, wie das Internetportal Al-Khaleej Online letzte Woche in Dubai schrieb. Ein ranghoher Vertreter der PA erklärte, Saudi-Arabien und Ägypten hätten Druck auf Abbas ausgeübt, um den Disput mit den USA zu beenden. Washington hatte zuvor gedroht, das Büro der PLO in der US-amerikanischen Hauptstadt zu schließen. Anfang der Woche hatte das US-Außenministerium angekündigt, es wolle die Erlaubnis für das Betreiben des PLO-Büros in Washington nur erneuern, wenn die PA ohne Vorbedingungen in Friedensgespräche mit Israel einwilligt und Vertreter Israels nicht vor internationale Gerichte zerrt. (Middle East Monitor)

IRANISCHE APOKALYPSE – Der Iran hat bereits mehrere militärische Stützpunkte in Syrien errichtet, darunter auch welche auf den Golanhöhen, keine 50 km von der israelischen Grenze entfernt. Der Grund dafür sei wohl der Wunsch Teherans, eine islamistische, apokalyptische Katastrophe zu provozieren, als dass dies strategischen Wert hätte. So zumindest sieht es ein Experte für schiitische Glaubenslehre. Ryan Mauro vom Clarion Project argumentiert, dass die Stützpunkte weder für konventionelle, militärische noch für asymmetrische Anschläge eine direkte Gefahr darstellen. Das Motiv sei eher die Erfüllung von schiitischen Prophetien über eine entscheidende Kraftprobe mit dem jüdischen Staat, an die die religiösen Leiter im Iran glauben; demnach würde so das Kommen ihres Retters, des „Mahdi“, ausgelöst. (World Net Daily)

SCHUTZ FÜR FRAUEN – Nur bei 30 % der Fälle, wo Frauen fast ermordet wurden, kam es in den letzten zehn Jahren zu einer Verurteilung, so ein Bericht der der Knesset anlässlich des Internationalen Tages der Gewalt gegen Frauen. * 2016/2017 hatten 35 % der Frauen, die von ihren Männern getötet wurden, bei der Polizei Anzeige wegen häuslicher Gewalt erstattet. 2015/2016 war fast die Hälfte der Männer bei der Polizei bekannt. (INN)  Betet für den Schutz von jüdischen und arabischen Frauen in Israel vor häuslicher Gewalt. Betet, dass die israelische Polizei solche Fälle ernst nimmt und ermittelt, wenn gefährdete Frauen um Hilfe bitten.

VFI BRAUCHT DRINGEND EURE HILFE – Über die Projekte von Vision für Israel könnt ihr euch auf unserer Website unter www.visionforisrael.com/de informieren. Danke im Voraus für eure Unterstützung in Gebet und Gaben!

Wir danken dem Herrn für Eure Gebete

Barry, Batya und das VfI-Team