DER GOTT ISRAELS IST MIT EUCH

May 1, 2020

Liebe Freunde,

Von allen Festen ist das Passahfest dasjenige, welches vielleicht am meisten auf Jeschua (Jesus) hinweist. Zunächst einmal ist dies das Fest der Erlösung. Jeschua ist unsere Erlösung. Er erlöste uns aus der Knechtschaft der Sünde und brachte uns in Ihm in die Freiheit. Zweitens war es der Abend des Passahfestes, an dem Jeschua sein letztes Abendmahl, das Passah-Seder, mit seinen Jüngern hatte, und das war die Nacht, in der er verraten wurde.

Und als die Stunde kam, setzte er sich zu Tisch und die zwölf Apostel mit ihm. Und er sprach zu ihnen: Mich hat herzlich verlangt, dieses Passah mit euch zu essen, ehe ich leide. Denn ich sage euch: Ich werde künftig nicht mehr davon essen, bis es erfüllt sein wird im Reich Gottes. – Lukas 22,14-16

Während wir diesen Feiertag feiern und unsere Häuser und Herzen für dieses wichtige Fest vorbereiten, werden wir wie immer auch an die ursprüngliche Pessachgeschichte erinnert - als die Israeliten, nachdem sie Ägypten verlassen durften, von der Armee des Pharaos verfolgt wurden, bis sie am Rande des Roten Meeres in der Falle saßen.

Und als der Pharao nahe zu ihnen kam, erhoben die Kinder Israels ihre Augen, und siehe, die Ägypter zogen hinter ihnen her! Da fürchteten sich die Kinder Israels sehr, und sie schrien zum HERRN. – 2. Mose 14,10

Heute können wir immer noch das Echo der Angst hören, die die Israeliten gespürt haben müssen, als sie an diesem Tag ihren Verfolgern gegenüberstanden. Wir können sie spüren, wenn wir über globale Unruhen lesen; Krieg, Hungersnot, Pandemien, Völkermord... unsägliche Gräueltaten, die unbestraft bleiben. Es gibt viele, die gerne das kalte Feuer der Verzweiflung in uns schüren würden - denn Angst ist ein hervorragendes Werkzeug.

Aber glücklicherweise können wir auch erkennen, dass dies nicht das erste Mal ist, dass Gottes Volk mit der Gefahr der Zerstörung konfrontiert wurde. Und jedes Mal, wenn dies geschehen ist - vom ersten Passahfest bis heute - hat Gott sein Versprechen gehalten. Er hat das Meer für sein Volk geteilt. Er hat uns zum Wohlstand geführt. Er hat uns auf unzählige Arten geheilt. Und das wird er wieder tun.

Mose aber sprach zum Volk: Fürchtet euch nicht! Steht fest und seht die Rettung des HERRN, die er euch heute bereiten wird; denn diese Ägypter, die ihr heute seht, die werdet ihr nicht wiedersehen in Ewigkeit! Der HERR wird für euch kämpfen, und ihr sollt still sein! – 2. Mose 14,13-14

Die Geschichte des Exodus zeigt uns, wie Gott sein Volk aus der Sklaverei in Ägypten erlöste und es frei machte, um ihm zu dienen. Ebenso werden wir durch den Opfertod Jeschuas am Kreuz von der Knechtschaft an Sünde und Tod befreit. Wie beim ursprünglichen Passahfest in Ägypten ist es das Opfer des Lammes (Jeschua), das den Zorn Gottes über diejenigen hinweggehen lässt, die das Blut des Lammes an die Türpfosten ihrer Herzen gestrichen haben. Er befreit uns von der Knechtschaft der Sünde und bewirkt, dass der Zorn Gottes für immer von uns genommen wird.

Das ist die wesentliche Botschaft des Evangeliums selbst - dass wir Sühne haben durch den Opfertod, das Begräbnis und die Auferstehung Jeschuas, unseres Messias - des großen Lammes Gottes.

Am Morgen des Passahabends werden alle gesäuerten Nahrungsmittel in einer Zeremonie mit dem Namen "Bi'ur Chametz" verbrannt. Ungesäuerte Nahrung gilt als verderblicher Einfluss - eine verborgene Unreinheit, die reinere Elemente und Sünde manipuliert. Geistiger Sauerteig ist wie ein böser Trieb in uns, der unsere Seele verdirbt und sauer macht. Wir müssen ihn von uns fern halten und uns selbst heiligen.

Darum fegt den alten Sauerteig aus, damit ihr ein neuer Teig seid, da ihr ja ungesäuert seid! Denn unser Passahlamm ist ja für uns geschlachtet worden: Christus. So wollen wir denn nicht mit altem Sauerteig Fest feiern, auch nicht mit Sauerteig der Bosheit und Schlechtigkeit, sondern mit ungesäuerten Broten der Lauterkeit und Wahrheit. – 1. Kor 5,7-8

Hier ermutigt uns der Apostel Paulus, uns selbst innerlich zu prüfen und den Sauerteig loszuwerden, damit wir zu einem "neuen Klumpen" werden können, der von der Sünde unserer Vergangenheit rein ist.

Wenn wir uns die Matza ansehen, sehen wir, dass sie gestreift ist. Dies ist eine weitere Darstellung von Jeschua: "Durch seine Wunden (Streifen) wurden wir geheilt" (Jesaja 53,5). Und sie ist durchstochen: "Sie werden auf mich schauen, den sie durchstochen haben" (Sacharja 12,10). Die Matze ist rein - es ist kein Sauerteig in ihr - so wie Jeschuas Körper rein und ohne Sünde war.

Freunde, für uns sind diese Zeiten beispiellos. Aber wir dürfen nicht vergessen, dass nichts davon zu groß für Gott ist. Während wir dieses Passahfest und bald die Auferstehung unseres Herrn feiern, lasst uns den alten Sauerteig des Zweifels und der Furcht wegwerfen - und ihn durch den "neuen Klumpen" des freudigen Glaubens an Gott ersetzen.

Wir mögen in verschiedenen Ländern leben, mit verschiedenen Regierungen, verschiedenen Leitern und verschiedenen Gesetzen - aber wir dienen dem einen Gott. Und unser Gott hält seine Versprechen.

Möge der Herr Sie segnen und bewahren. Shalom und ein gesegnetes Passahfest Ihnen allen.

Mit herzlichen Grüßen,

Barry & Batya Segal

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