STANDPAUKE VOM PRÄSIDENTEN

Nov 29, 2019

Aktuelles aus Jerusalem – 29. November 2019

„Wenn Mein Volk, das nach Meinem Namen genannt wird, sich demütigt, und sie beten und suchen Mein Angesicht und kehren um von ihren bösen Wegen: so werde Ich vom Himmel her hören und ihre Sünden vergeben und ihr Land heilen.“  2. Chronik 7,14

STANDPAUKE VOM PRÄSIDENTEN – Die Gespräche zwischen Premier Benjamin Netanjahu und Herausforderer Benny Gantz brachen am Dienstag, den 19.11.2019 ab, einen Tag bevor der weltlich rechtsgerichtete Chef von Israel Beitenu (zu Deutsch: Unser Zuhause Israel) Avigdor Lieberman ankündigte, er würde weder bei einer rechtsgerichteten Koalition mit Beteiligung der Orthodoxen unter Leitung von Netanjahu  mitmachen, noch bei einer linksgerichteten Regierung aus Minderheitsparteien unter Gantz, die zudem von arabischen Parteien getragen werden würde. „Keine Chance”, sagte Lieberman. Dank der von seiner Partei gewonnen Sitze, ist er sowohl für Netanjahu als auch für Gantz Königsmacher. Ohne ihn erreicht keiner der beiden die erforderliche Schwelle von 61 Sitzen für eine regierungsfähige Koalition. Liebermann beharrt auf seinem Standpunkt aufgrund der „antizionistischen Kooperation in der Knesset zwischen den arabischen Parteien und den ultraorthodoxen (charedischen) Juden“, wie er es formulierte. Gantz war es bis Mitternacht am 20.11.2019 nicht gelungen, in der Knesset genug Unterstützer für die Bildung einer Koalition zu finden. Deswegen hat jetzt jedes Mitglied des Parlaments drei Wochen Zeit, um sich die Stimmen von 61 Kollegen zu sichern, um so Premierminister zu werden. Wenn dann kein Spitzenkandidat auf der Matte steht, muss die dritte Wahl innerhalb eines Jahres ausgerufen werden. Präsident Reuven Rivlin kritisierte Netanyahu und Gantz scharf. Sie hätten ihrer Schwerter aus dem Wahlkampf nicht zur Seite getan, den Schmutz nicht weggeputzt, kein Bewusstsein für die israelische Souveränität und auch kein staatsmännisches Geschick an den Tag gelegt oder Verantwortungsgefühl für das Volk ihres Heimatlandes bewiesen. So sprach Rivlin von der Unfähigkeit der führenden Politiker zu einer „Zeit der beispiellosen Finsternis” für den Staat Israel. Justizminister Avichai Mandelblit beschloss am selben Tag, die seit langem anstehenden Korruptionsvorwürfe gegen Netanjahu zur Sprache zu bringen. (JNN)  Nie zuvor war es so wichtig für die Führung Israels in die Fürbitte zu gehen: „Ich ermahne nun vor allen Dingen, dass Flehen, Gebete, Fürbitten, Danksagungen getan werden für alle Menschen, für Könige und alle, die in Hoheit sind, damit wir ein ruhiges und stilles Leben führen mögen in aller Gottseligkeit und würdigem Ernst. – 1. Timotheus 2,1-2  

VERSUCHE, DIE MEDIEN ZU BEEINFLUSSEN SIND STANDARD BEI POLITIKERN – Gegen Netanjahu gibt es drei Anklagepunkte. Bei dem so genannten „Fall 4000“ soll der Premier einer Telekommunikationsfirma angeblich Geld gegeben haben im Austausch für positive Berichte über ihn auf dem bekannten Nachrichtenportal „Walla!“. Im „Fall 2000“ wird Netanjahu der Versuch vorgeworfen, mit dem Herausgeber einer Zeitung ein Geschäft gemacht zu haben, um Gesetze auf den Weg zu bringen, die dem Herausgeber genutzt hätten, auch dies als Gegenleistung für positive Berichte über Netanjahu in der Zeitung. In diesem Fall gibt es keinerlei Beweise dafür, dass solch ein Deal je zustande kam. Die Versuche Netanjahus, die Medien zu beeinflussen, sei standardmäßiges Verhalten für Politiker und kein krimineller Akt, wie ein hochrangiges, internationales Team aus Juristen gerade bei vorläufigen Anhörungen erklärte. Ein Mitglied der juristischen Fakultät an der Bar-Ilan-Universität, Professor Avi Bell, sagte, in diesen Fällen sei es ein Fehler, die Vorwürfe der Bestechung strafrechtlich zu verfolgen. Für ein Vorgehen gegen derartige Anklagepunkte gebe es in der demokratischen Welt keinen Präzedenzfall. „Es gibt keinen einzigen Fall in der gesamten demokratischen Welt, wo ‚positive Berichterstattung’ je als potentielle ‚Bestechung’ geahndet wurde.“ Im „Fall 1000“ wird der Premier beschuldigt, Geschenke wie Schmuck, Zigarren und Champagner für seine Frau im Wert von rund 270.000 Euro von verschiedenen reichen Freunden empfangen zu haben. Netanjahu hat während der Ermittlungen immer wieder auf seiner Unschuld in allen Fällen beharrt. Sowohl seine Frau als auch er selbst geben zu, Geschenke bekommen zu haben, sagen aber, daran sie nichts falsch, weil diese von ihren eigenen Freunden kamen. Darüber hinaus beharrt Netanjahu auch darauf, dass alle drei Fälle gegen ihn von linksgerichteten Medien vorgebracht wurden und dass es sich um ein politisches Komplott handele. (JNN)  Bitte betet, dass bei allen Anklagepunkten Gerechtigkeit ergeht, in Kombination mit Ehre und Barmherzigkeit gegenüber dem Premier. Möge alles, was zu politischen Zwecken von politischen Gegnern erdichtet wurde, hinausgeworfen werden. Betet, dass die Anwälte Israels dem Premierminister die Möglichkeit geben, das wiedergutzumachen, was falsch lief. „Bei der Menge meiner Gedanken in meinem Innern erfüllten deine Tröstungen meine Seele mit Wonne.“ – Psalm 94,19

GEHEIMES ATOMLAGER – Cornel Feruta, der kommissarische Generaldirektor der Internationalen Atomenergie-Organisation (IAEO) in Wien, teilte dem Aufsichtsrat der Behörde am Donnerstag, den 21.11.2019 mit, der Iran habe keine weiteren Details über die Entdeckung von künstlich hergestellten Uranpartikeln mitgeteilt, was die Vermutungen und Vorwürfe der USA und Israels über ein geheimes Lager zu bestätigen scheint. „Es ist unerlässlich, dass der Iran mit der Atombehörde zusammenarbeitet, um diese Frage unverzüglich zu lösen“, so der Rumäne Feruta. (Washington Post)

SANKTIONEN BRINGEN ZERBRUCH DES IRANS VON INNEN HER – Dem iranischen Regime mag es wie in der Vergangenheit gelingen, die Kontrolle über die Straßen zurückzugewinnen, aber die jüngsten Demonstrationen zeigen eine ungemütliche Wahrheit: immer weniger Leute stehen hinter der Regierung der Islamischen Republik. Die aktuelle Revolte stellt einen bedeutsamen Volksaufstand der Arbeiterklasse dar, die lange als Unterstützer des Regimes galt. Die iranische Regierung hat viel von ihrer Legitimität verloren, ein Indiz dafür, dass die USA den Druck durch die Sanktionen aufrecht erhalten sollte, um das Regime weiter zu schwächen. Die Entscheidung Teherans, mit der Erhöhung der Kraftstoffpreise einen öffentlichen Aufschrei zu riskieren, zeigt, dass der wirtschaftliche Druck Washingtons das islamische Regime zwingt, seine politische Stabilität zu gefährden, um einen finanziellen Kollaps zu vermeiden. Die Proteste fingen wegen der Preiserhöhung an, wandelten sich aber schnell in Forderungen die Diktatur und die religiöse Herrschaft ebenso zu beenden wie die Finanzierung des Regimes des syrischen Präsidenten Bashar al-Assad, der Hisb-Allah und der Terrorgruppe Hamas. Die Demonstrationen im Iran zeugen von der Wirksamkeit der Maßnahmen, mit denen das Weiße Haus den größtmöglichen Druck auf die iranischen Herrscher ausübt. (JNN)  Bitte betet weiter, dass das Regime im Iran gestürzt wird, denn die Islamische Republik ist zum weltweit schlimmsten Feind Israel geworden. Sie plant, wie sie auch ständig droht, den jüdischen Staat zu zerstören. Betet für eine neue Führung, die die islamistische Unterdrückung beendet, das Volk nicht weiter beraubt und die Armut nicht noch mehr verschlimmert.

SCHLAUE TRANSPORTSYSTEME – Vergangene Woche schaffte es die Stadt Jerusalem ins Finale für die Auszeichnung als „Smart City“; bei der Expo in Barcelona wurde das intelligenteste Nahverkehrssystem weltweit geehrt. Auf dem „Weltkongress der smartesten Städte“ wurden technologische Innovationen und High-Tech-Städteplanung aus der ganzen Welt vorgestellt. Sieben Städte in sieben verschiedenen Kategorien holten sich ihre Ehrung auf dem Wettbewerb ab. Von den insgesamt 450 teilnehmenden Städten hatten es 28 ins Finale geschafft, darunter Jerusalem. Obwohl die israelische Hauptstadt nicht gewann, war sie unter den ersten drei Städten für den Mobilitätspreis, der die Integration von Stadtbahnen ebenso würdigt wie den Einsatz von künstlicher Intelligenz beim hochmodernen Verkehrsampelnetz. Die Taktung der Ampeln in ganz Jerusalem wurde optimiert, damit die Stadtbahn noch schneller durch die Stadt fahren kann. Seit der Einführung der künstlichen Intelligenz im Straßen- und Bahnsystem ist die Zahl der Fahrgäste von 40.000 auf 60.000 gestiegen; die Fahrzeit von einer Seite der Stadt zur anderen sank von durchschnittlich 80 auf 42 Minuten. Oren Dror, der Chef von Axilion Smart Mobility, sagte: „Um gute Lösungen umzusetzen, kooperieren wir eng mit der Firma Microsoft; auch das Technion und die Universität von Tel Aviv wirken mit – und all das in 30 verschiedenen Städten, von denen einige zu den weltweit größten und bevölkerungsreichsten zählen.“ (Arutz 7)

ISRAELISCHE ERFINDUNG – Ein israelisches Unternehmen, dass im Bereich der Gewinnung von Wasser aus der Luft federführend ist, tauchte in einem Bericht des US-amerikanischen Nachrichtenmagazin „Time Magazine“ mit den besten Erfindungen des Jahres 2019 auf. Der so genannte „GENNY“ der Firma Watergen sieht zunächst wie ein standardmäßiger Wasserkühler aus, kann aber täglich bis zu 27 Liter sauberes Trinkwasser direkt aus der Umgebung gewinnen. Die in Rishon LeZion ansässige Firma hat erklärt, ihre Erfindung wird helfen, den Plastikmüll im Haus zu verringern, weil Familien keine Wasserflaschen mehr brauchen. Alles, was das Gerät zum Arbeiten braucht, ist Strom oder Solarenergie. GENNY gewinnt Wasser dank der patentierten Technologie zum Wärmaustausch namens GENius, mit der Wasserdampf aus der Luft eingesammelt und dann auf den Taupunkt abgekühlt wird. Anschließend wird das Wasser physisch, chemisch und biologisch behandelt und durchläuft einen Mineralisierungsprozess, so dass man am Ende sauberes, frisch schmeckendes Trinkwasser hat. Entworfen wurde das Gerät so, dass es auch bei hoher Luftverschmutzung funktioniert; das Luftfiltersystem bläst die ultratrockene Luft wieder in den Raum, was es für den Hausgebrauch passend macht. Time Magazine berichtete zwar über ein GENNY-Modell, das für den Gebrauch daheim oder bei mittelständischen Unternehmen gut ist, die Firma konzentriert sich allerdings auf Wassertechnologie für Katastrophen und für verarmte Gegenden. Beispielsweise hat das Unternehmen sein Produkt an Brasilien, Vietnam und Indien verschenkt. Im Jahr 2018 half es außerdem bei den Rettungsaktionen nach den Bränden in Kalifornien mit und versorgte die Menschen mit sauberem Wasser, die am stärksten von den tropischen Stürmen Harvey und Irma betroffenen waren. (Jerusalem Post)

WIR FREUEN UNS über eure regelmäßigen und großzügigen Spenden, mit denen wir bedürftigen und älteren Menschen, Rollstuhlfahrern, behinderten Kindern, Intensivstationen und Krebspatienten in Krankenhäusern sowie Rettungsteams helfen dürfen, siehe www.visionforisrael.com/de. – Römer 15,26-27

Hier noch ein kurzer Videogruß (auf englisch) von Barry Segal von dieser Woche!

Wir danken dem Herrn für Eure Gebete    

Barry, Batya und das VfI-Team

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