IRAN VERSTÖSST ERNEUT GEGEN ATOMABKOMMEN

Nov 9, 2019

Aktuelles aus Jerusalem – 8. November 2019

„Wenn sich ein Heer gegen mich lagert, so fürchtet sich mein Herz nicht; wenn sich auch Krieg gegen mich erhebt, trotzdem bin ich vertrauensvoll.“  Psalm 27,3

IRAN VERSTÖSST ERNEUT GEGEN ATOMABKOMMEN – Am Montag, den 4.11.2019 kündigte der Iran an, er verdoppele die Anzahl der modernen Zentrifugen, die er betreibt. Die Entscheidung sei eine direkte Reaktion auf den Rückzug von Donald Trump vom Abkommen. Der Chef für Atomanlagen in Teheran erklärte, die im Land gebauten Zentrifugen seien 50 Mal schneller als die im Abkommen von 2015 erwähnten. Teheran produzierte bisher täglich rund 450 g leicht angereichertes Uran, jetzt seien es 5 kg, so Ali Akbar Salehi, der Leiter der iranischen Atomenergieorganisation. Zu dem Zeitpunkt, als dies verlautbart wurde, gab es im ganzen Land Proteste anlässlich des 40. Jahrestages der Geiselnahme in der US-Botschaft im Jahr 1979, die 444 Tage dauerte. Überall im Iran schrien die Demonstranten „Tod Amerika!“ und „Tod Israel“. Im Parlament schrien die Politiker die gleichen Parolen, nachdem ein Entwurf gebilligt wurde, laut dem anti-amerikanische Lehren in Schulbücher aufgenommen werden dürfen. Bei den Demonstrationen wurden auch Imitate von US-Flaggen verbrannt und Symbole verwendet, mit denen Trump und Amerika verhöhnt wurden. Der iranische Präsident Hassan Rohani werde demnächst weitere Schritte ankündigen, wie sich der Iran vom Atomabkommen entfernen wolle, so Regierungssprecher Ali Rabiei am Montag; er deutete an, nach Salehis Kommentaren könne es weitere Verstöße gegen das Abkommen geben. (JNN)  „Rette mich, HERR, von bösen Menschen. Vor gewalttätigen Männern behüte mich, die Bosheiten ersinnen im Herzen, die täglich Kriege erregen.“ – Psalm 140,2-3. „Wer eine Grube gräbt, fällt selbst hinein; und wer einen Stein wälzt, auf den rollt er zurück.“ – Sprüche 26,27

BELGIEN HAT ERSTMALS EINE PREMIERMINISTERIN – EINE JÜDIN – Am Sonntag, den 27.10.2019 wurde Sophie Wilmès die erste Frau, die das Amt des belgischen Premierministers bekleidet. Sie ist Jüdin und Nachfolgering von Charles Michel an der Spitze ihres Landes. Ihre Mutter, die auch Jüdin ist, hatte im Holocaust mehrere Verwandte verloren. Jemand aus der jüdischen Gemeinde, der anonym bleiben wollte und der auch der Partei von Wilmès angehört, sagte gegenüber den Medien, das der jüdische Glaube im Leben von Wilmès in jüngster Vergangenheit eine größere Rolle spiele. Michael Freilich, ein belgischer Politiker der Neu-Flämischen Allianz (N-VA), beschrieb Wilmès Ernennung als in historisches Ereignis, dass ihn stolz mache. (JNN)

NETANJAHU: ISRAEL IST DER GRUND, WARUM DER IRAN KEINE ATOMWAFFEN HAT – Premierminister Benjamin Netanjahu wiederholte diese Woche, dass Israel weiter intensiv daran arbeitet, den Iran daran zu hindern, sich an der israelischen Grenze einzunisten. „Wir haben ein Hauptziel: wir wollen den Iran daran hindern, Atomwaffen zu entwickeln und ein Imperium durch Eroberungszüge aufzubauen“, so Netanjahu vor 200 Gästen bei der Eröffnung des Gipfeltreffens für Christliche Medien am Montag, den 4.11.2019. Er fügte hinzu, dass der hohe durch US-Präsident Trump ausgeübte wirtschaftliche Druck Wirkung zeige. Der Premier betonte auch, dass wenn es Israel nicht gäbe, der Iran längst Atomwaffen hätte. (JNN)

ISRAEL IN EINER SICHERHEITSTECHNISCHEN NOTLAGE – Israel versucht, den Iran und seine Verbündeten, wie die im Libanon ansässige Terrororganisation Hisb-Allah, daran zu hindern, hochmoderne Waffen zu bauen und gegen den jüdischen Staat einzusetzen und sich in Syrien einzunisten. Generalleutnant Aviv Kochavi als Generalstabschef der Israelischen Streitkräfte und Premier Netanjahu haben in den letzten Tagen davor gewarnt, dass sich die Bedrohung durch die Islamistische Republik erhöht hat. Der Iran würde immer dreister und sei bereit zu reagieren, falls Israel den Iran oder vom Iran unterstützte Terroristen angreift oder die von ihnen gebaute Infrastruktur zerstört. Die Bedrohung gilt als kritisch und die israelische Luftwaffe hat bereits Maßnahmen ergriffen angesichts der Furcht vor iranischen Raketenangriffen oder Selbstmord-Drohnen, wie die im Oktober 2019 gegen Saudi Arabien angewandten. Der frühere Verteidigungsminister und Parteichef von Israel Beitenu (zu Deutsch: Unser Zuhause Israel) Avigdor Lieberman warnte dieser Tage, dass Israel sich in einer Notlage befinde angesichts der noch stärker angespannten Lage und der allgemein größeren Bedrohung durch den Iran. „Wenn der Kommandant der Luftwaffe, Generalmajor Amikam Norkin, warnt, dass die herausfordernde Aufgabe der Verteidigung des Luftraums immer komplexer wird und es neben der Bedrohung durch Raketen auch Drohnen und Marschflugkörper abzuwehren gilt und wenn die IVK die Davidsschleuder und das Arrow-Verteidigungssystem einsetzen, dann haben wir es mit einer Notsituation zu tun“, schrieb er auf seiner Facebook-Seite. „Die Herausforderung der Luftverteidigung ist noch komplizierter geworden. In diesem Augenblick sind das Arrow-Raketenabwehrsystem, das Patriot-Kurzstrecken-Flugabwehrraketen-System, die Davidsschleuder-Geschütztruppen und die Eiserne Kuppel in Bereitschaft.“ (JNN)  Bitte betet für Weisheit und für Strategien für die Führung Israels in der Regierung, im Geheimdienst und bei der Armee. Sie müssen wissen, wie sie mit der wachsenden Bedrohung durch den Iran und die Hisb-Allah an der Grenze im Norden umgehen sollen, auch im Hinblick auf modernere Waffen, die der Feind einsetzen kann.

MISERE IN GAZA – Die missliche Lade der Palästinenser im Gaza-Streifen zeigt die Ernte von Hass – und die ganze Welt kann es sehen. Milliarden von Dollar an humanitärerer Hilfe sind in das bodenlose Fass des islamistischen Hasses auf Israel und das jüdische Volk geflossen – und wurden für Waffen ausgegeben, anstatt für Schulen und das Abwassersystem. Das Geld wurde vergeudet oder auf ausländische Konten der Terroristen umgeleitet. Die Palästinenser könnten blühende Obstgärten und Treibhäuser, Geschäfte und Häuser haben, die von Israelis gebaut wurden, welche „um des Friedens Willen“ bei der Räumung des Gaza-Streifens vertrieben wurden. Doch Gaza liegt in Ruinen, gezeichnet von Armut und Verzweiflung, weil die terroristischen Anführer der Hamas weiter Pläne schmieden und Gewalt und Zerstörungswut gegen die jüdische Nation walten lassen. Anstatt eines neuen Staates, finanzieller Unterstützung aus der ganzen Welt und einer hoffnungsvollen Zukunft für die junge Generation herrschen dort die Diebe der Hamas über der eiternden menschlichen Misere. Diese wahnsinnigen Terroristen bereiten sich immer auf den nächsten Krieg gegen Israel vor, sie bauen Terrortunnel, basteln neue Waffen und beschießen die israelischen Gemeinden im Negev mit Raketen. Und dann jammern die Palästinenser vor aller Welt Augen über Hunger und Mangel an Kraftstoff, wenn Israel – das sie länger zurückgehalten hat, als man sich das je hätte vorstellen können – Verteidigungsmaßnahmen durchführt, um sein eigenes belästigtes, geschocktes, verstörtes und empörtes Volk zu schützen. Wenn israelische Barmherzigkeit kommt, fangen die Palästinenser wieder an, Tunnel zu bauen; Terroristen bombardieren von Israel gut beladene Lkws mit Hilfsgütern und kehren nach Sederot und Aschkelon [beide Städte sind an der Grenze zum Gaza-Streifen gelegen] zurück. In Gaza sieht es so aus, wie es aussieht, weil die Palästinenser und ihre Anführer, die Israel hassen und an den Heiligen Krieg glauben, es so entschieden haben. Alles, was sie je hätten tun müssen, war, den jüdischen Staat anzuerkennen, mit ihrem Terror aufzuhören und sich an ein Friedensabkommen zu halten. Stattdessen haben sie sich für bitteren Hass, Zerstörung und Chaos entschieden. Was sie geerntet haben, ist ihre eigene bittere Ernte und nicht die Schuld Israels. (JNN)  „Den Weg des Friedens kennen sie nicht, und kein Recht ist in ihren Spuren. Ihre Pfade machen sie sich krumm; jeder, der sie betritt, kennt keinen Frieden.“ – Jesaja 59,8 

JUDENHASS IN SCHWEDEN – Letztes Jahr stieg die Anzahl der von Hass geprägten, antisemitischen Verbrechen in Schweden auf einen Rekord, wie aus der Statistik der Regierung hervorgeht. Seit 2006 führt man hierüber Buch. Laut dem Bericht des Schwedischen Nationalrats für die Verhinderung von Verbrechen für 2018, der letzte Woche veröffentlicht wurde, gab es 2018 280 Vorfälle; 2016 waren es 182, ein Anstieg von 53 %. Allgemein gab es 4.865 rassistisch motivierte Verbrechen, 69 % mehr als 2016. Für 2017 wurde aus ungenannten Gründen kein Bericht publik gemacht. Bei einem Brandbombenanschlag 2017 auf die jüdische Synagoge in Göteborg waren es ungefähr zehn Täter, die so gegen die Politik Israels protestieren wollten. * Mit 20.000 Personen macht die jüdische Gemeinde nur 0,2 % der schwedischen Bevölkerung aus, aber 4 % aller Hassverbrechen waren antisemitischer Natur. (Arutz 7)  Mögen in Schweden verfolgte Juden nach Israel auswandern. „Erhebe ringsum deine Augen und sieh: Sie alle versammeln sich, kommen zu dir! So wahr Ich lebe, spricht der HERR, ja, du wirst sie alle wie ein Schmuckstück anlegen und dich mit ihnen gürten wie eine Braut.“

J STREET – KEIN FREUND VON ISRAEL – J Street ist eigentlich eine (links-)liberale jüdisch-amerikanische Lobbyorganisation. Doch ihre Anführer und finanziellen bzw. politischen Unterstützer fordern schon jetzt, dass die nächste US-Regierung ihre Hilfe für Israel nur gewährt, wenn der jüdische Staat seine Siedlungen nicht weiter ausbaut. „Unsere Hilfe soll kein Blankoscheck sein“, so Jeremy Ben-Ami, der Leiter der Gruppe am 27.10.2019 bei der Eröffnung der zweitägigen Jahreskonferenz von J Street in Washington. Ben-Ami rief die Kandidaten auf, die Entscheidungen der Regierung Trump zu kippen; seiner Meinung nach habe dessen Politik die Juden gegenüber den Palästinensern bevorzugt. Die Studentengruppe von J Street setze sich bereits dafür ein, dass die Demokratische Partei eine Forderung in ihrem Parteiprogramm verankert, mit der Israel aus den so genannten „besetzten Gebieten“ in Judäa und Samaria vertrieben werden soll. Zwei Mitarbeiter, die unter Obama im Nationalen Sicherheitsrat waren, Ben Rhodes und Tommy Vietor, sprachen während der Konferenz mit mehreren demokratischen Präsidentschaftskandidaten, wie z. B. mit dem Bürgermeister von South Bend, Indiana, Pete Buttigieg, dem ehemaligen Wohnungsbauminister Julian Castro; Senator Bernie Sanders aus Vermont und Senator Michael Bennet aus Colorado. (JNN)  „Und der Stolz des Menschen wird gebeugt und der Hochmut des Mannes erniedrigt werden. Und der HERR wird hoch erhaben sein, er allein, an jenem Tag.“ – Jesaja 2,17

EINEN GANZ HERZLICHEN DANK AN EUCH für eure regelmäßigen und großzügigen Spenden, mit denen wir bedürftigen und älteren Menschen, Rollstuhlfahrern, behinderten Kindern, Intensivstationen und Krebspatienten in Krankenhäusern sowie Rettungsteams helfen dürfen, siehe www.visionforisrael.com/de. – Römer 15,26-27

Wir danken dem Herrn für Eure Gebete

Barry, Batya und das VfI-Team

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