Aktuelles aus Jerusalem – 12. Juli 2019

Jul 14, 2019

„Der Gott der Hoffnung aber erfülle euch mit aller Freude und allem Frieden im Glauben, damit ihr überreich seiet in der Hoffnung durch die Kraft des Heiligen Geistes!“  Römer 15,13

ALTER BEOBACHTUNGSTURM AUF IVK-FALLSCHIRMJÄGERSTÜTZPUNKT ENTDECKT – Ein alter Beobachtungsposten wurde am 19.6.2019 auf einem Stützpunkt der Israelischen Verteidigungskräfte (IVK) entdeckt. Er stammt aus der Zeit von König Hiskia, der das Königreich Juda vor fast 3000 Jahren regierte. „Zur Zeit des ersten Tempels wurde im Königreich Juda eine Reihe von Türmen und Festungen errichtet. Sie dienten dazu, dass Nachrichten und geheime [militärische] Informationen in Form von Warnungen und Signalen übermittelt werden konnten“, so Ausgrabungsleiter Valdik Lifshitz. Die Botschaften wurden mit Rauch- oder Feuersignalen weitergegeben, je nach Tageszeit. Das Ausgrabungsprojekt wurde von der Israelischen Naturparkbehörde in Zusammenarbeit mit den IVK und dem Verteidigungsministerium durchgeführt. * Der 2700 Jahre alte Wachturm, den auch israelische Fallschirmjäger und Rekruten von anderen Einheiten jetzt mit freilegten, befindet sich an einer Stelle, die aus Sicherheitsgründen nicht bekannt gegeben werden kann. * Zur Zeit des biblischen Königs Hiskia und der Propheten, warnten Soldaten auf Wachtürmen die Israeliten vor sich nähernden Feinden. Heute nutzen die IVK immer noch ähnliche Türme. Der jetzt gefundene, riesige zweistöckige Wachturm ist 5 mal 3,5 Meter; einige der Steine wiegen 8 Tonnen. Hiskia war der 12. König von Juda und herrschte im 8. Jahrhundert vor Christus. Als erste Maßnahme als König ließ er damals die Tore zum jüdischen Tempels in Jerusalem öffnen und reparieren. Es gibt in der Bibel einige Stellen, an denen Wachmänner auf Wachtürmen erwähnt werden. (Jerusalem Post)  „Auf deine Mauern, Jerusalem, habe ich Wächter bestellt. Den ganzen Tag und die ganze Nacht werden sie keinen Augenblick schweigen. Ihr, die ihr den HERRN erinnert, gönnt euch keine Ruhe.“ - Jesaja 62,6

SCHILLERNDE MOSAIKE – Zwei bunte biblische Mosaike wurden vor Kurzem nahe der 1600 Jahre alten Synagoge in der Stadt Hukkok in Galiläa entdeckt und reihen sich in eine wachsende Kunstsammlung ein, wie Professorin Jodi Magness von der Universität von North Carolina (UNC) mitteilte. Die UNC in Chapel Hill ist eine staatliche, forschungsorientierte Universität. Die neu entdeckten Mosaike enthalten zum einen die ältesten Darstellungen des kaum bekannten Auszugs aus Elim und zum anderen ein noch teilweise erhaltenes Bild der grotesken vier Tiere aus Daniel 7, die auf die Endzeit hinweisen. Die Geschichte über den Auszug von Elim, die in der jüdischen Kunst bis heute meist übersehen wird, trug sich kurz nach dem Auszug der Israeliten aus Ägypten zu, aber noch vor der langen Wanderung durch die Wüste. Elim wird als Oase mit zwölf Quellen und siebzig Palmbäumen beschrieben (2. Mose 15,27). Nach dem kurzen Aufenthalt in Mara, wo bitteres Wasser durch ein Wunder süß wurde, bot Elim als Lagerstätte eine willkommene Auszeit. „Wir sehen, wie Datteln von Männern mit Lendenschurzen geerntet werden; sie lassen das Obst an Seilen, die andere Männer halten, herunterrutschen. In der Mitte sieht man eine Reihe von Quellen, die sich mit Dattelbäumen abwechseln. Auf der linken Tafel trägt ein Mann mit einem kurzen Umhang einen Krug Wasser und geht durch ein bogenförmiges Stadttor, das von Zinnentürmen eingerahmt ist“, so die Professorin. Dass es sich bei dem Bild um Elim handelt, wird durch die Inschrift am Tor bestätigt: „Und sie kamen nach Elim.“ Die beiden neuen Mosaike sind nun Teil einer schillernden Sammlung von sakraler und säkularer Kunst aus kleinen bunten Steinen, die seit 2012 von einem Team von Archäologen und Freiwilligen freigelegt wurde. (Times of Israel)

EXPERTENKOMMISSION SAGT NEUE EINWANDERUNGSWELLE VORAUS – Da der Antisemitismus weltweit immer schlimmer wird, ist eine neue Einwanderungswelle nach Israel sehr wahrscheinlich, wie eine Expertenkommission letzte Woche mitteilte. Der diesjährige Bericht über die Lage und die Dynamik des jüdischen Volkes heute wurde gerade vom Institut für das Jüdische Volk (JPPI) veröffentlicht. „Viele Juden überlegen sich, ob sie nach Israel oder woanders hin auswandern sollen; andere geben vielleicht ihre jüdische Identität auf“, warnen die Gelehrten. Die israelische Regierung müsse sich auf die entsprechende potentielle Einwanderungswelle, besonders aus Europa, vorbereiten. (Israel Hayom)

REKORDVERDÄCHTIGER TOURISMUS – Auch im Juni 2019 stieg die Anzahl der Touristen nach Israel gegenüber 2018; dieses Mal um 18 %. In der 1. Jahreshälfte waren es 10 % mehr Besucher. Laut Statistikamt kamen im Juni 2019 rund 365.000 Touristen ins Heilige Land, das heißt 17,7 % mehr als im Juni 2018 und 20,5 % mehr als im Juni 2017. Zwischen Januar und Juni 2019 waren es 2,265 Mio. Gäste, 2018 waren es 2,063 Mio. - was ein Wachstum von 9,8 %. Der Tourismus spülte im Juni rund 475.000 Mio. Euro ins Land und seit Januar 2,9 Mio. Euro. Seit Januar stieg der Tourismus aus Spanien und Portugal um 41 % bzw. 38 % gegenüber dem Vorjahr. Auch aus China, Italien, Österreich, Ungarn und Südkorea kamen bedeutend mehr Touristen nach Israel. (Arutz 7)  „Denn Ich kenne ja die Gedanken, die Ich über euch denke, spricht der HERR, Gedanken des Friedens und nicht zum Unheil, um euch Zukunft und Hoffnung zu gewähren.“ - Jeremia 29,11

ZWEITER „SOHN DER HAMAS“ SETZT SICH AB UND DECKT KORRUPTION AUF – Suheib Yousef, der Sohn des Mitgründers der Terrororganisation Hamas, Hassan Yousef, erläuterte letzte Woche gegenüber einem israelischen Journalisten, wie viel Korruption es bei der Hamas gibt. Suheib, dem die Doppelzüngigkeit der Organisation, über die er wegen seiner hohen Position Bescheid wusste, zu viel wurde, hatte die Hamas vor einem Monat verlassen und sich an einen unbekannten Ort in Asien abgesetzt. Suheib ist der jüngere Bruder des „Grünen Prinzen“, Mosab Hassan Yousef; dieser war zehn Jahre lang als verdeckter Ermittler für Schin Bet, also den Israelischen Inlandsgeheimdienst in Tel Aviv, tätig. Er verhinderte dadurch Dutzende von Selbstmordanschlägen und Attentaten und lieferte sogar die Informationen, die zur Verhaftung seines eigenen Vaters führten. Sein Bruder Yousef kontaktierte nun Ohad Hemo, den Korrespondenten für palästinensische Angelegenheiten beim israelischen TV-Sender Channel 12, aus seinem sicheren Versteck in Asien, um ihm alles zu berichten. Yousef erklärte, die Hamas trage Geheimdienstinformationen in der Türkei zusammen, diese Informationen seien aber nicht „für die palästinensische Sache“, sondern würden an den Iran verkauft - als Gegenleistung für finanzielle Unterstützung. Er fügte hinzu, das Geld aus dem Iran würde durch Banken in der Türkei geschleust. Der türkische Flügel der Hamas rekrutiere Leute, einschließlich Kinder, damit sie Terroranschläge in Israel verüben. „Das Ziel der Anschläge im Westjordanland [in Judäa und Samaria] ist es, Zivilisten zu töten, nicht für den palästinensischen Widerstand, nicht für Jerusalem, nicht zum Befreien der palästinensischen Gebiete und auch nicht, weil sie Juden hassen. Sie senden diese unschuldigen Leute, weil sie die Krise von Gaza aus in das Westjordanland exportieren wollen. Wenn die Hamas ihre Macht aufgeben würde, gäbe es keine Probleme mehr“, sagte er. Die Hamas bezeichnete Yousef als „rassistische Terrororganisation, die für das palästinensische Volk gefährlich ist“. Er sei angeekelt vom Verhalten von ranghohen Hamas-Mitgliedern in der Türkei, die auf Kosten des palästinensischen Volkes im Luxus leben. „Ranghohe Vertreter der Hamas leben in teuren Hotels und luxuriösen Häusern, ihre Kinder gehen auf Privatschulen. Sie bekommen ein reichliches Gehalt von der Hamas, zwischen 3500 und 4500 Euro pro Monat. Sie haben Wachleute, Swimmingpools und Sport- und Gesellschaftsklub auf dem Land. Sie essen in teuren Restaurants, wo ein Gang 180 Euro kostet, während eine Familie in Gaza mit 90 Euro im Monat auskommen muss. Die sollten mal ihre eigenen Kinder zum Verüben der Anschläge schicken“, ärgerte sich Yousef. „Warum geht Ismail Hanija nicht an den Zaum, um Steine zu werfen?“ Mit dieser Äußerung bezog er sich auf die wöchentlichen palästinensischen Protestmärsche an der Grenze zu Gaza, die die Hamas organisiert. (Arutz-7)

ISRAEL HOLT BEI 31. FECHTEUROPAMEISTERSCHAFTEN IN DÜSSELDORF MEDAILLE – Der israelische Fechter Yuval Freilich holte bei den Fechteuropameisterschaften vom 17. bis 22. Juni 2019 Gold. Auf der Weltrangliste steht Freilich auf Platz 40. Er besiegte den Italiener Andrea Santarelli, der auf Platz 13 steht, im Finale. Die beiden beendeten das erste Drittel ihres Kampfes mit 3:3, doch dann übernahm Freilich die Führung in den nächsten beiden Dritteln und gewann mit 15:9. Er ist der erste israelische Fechter, der bei einer Europameisterschaft den Titel holte. Der 24-jährige wuchs in der Siedlung Neve Daniel auf. Er ist Sohn von australischen Einwanderern und betreibt den Fechtsport, seit er fünf Jahre alt war. Bei den Meisterschaften der Teenager gewann er 2014 und 2015 zweimal Gold und einmal Silber in der Kategorie der unter 23-jährigen. Am Tag seines Sieges sagte er: „Es war wirklich ein fantastischer Tag.“ (Times of Israel)  „Die auf Mich hoffen, werden nicht beschämt werden.“ - Jesaja 49,23

TAUFBECKEN – Ein 1500 Jahre altes Taufbecken wurde bei Renovierungsarbeiten in der Geburtskirche in Bethlehem, 10 km südlich von Jerusalem entdeckt. Es wurde wohl zwischen 501 und 600 v. Chr. geschaffen. Ziad al-Bandak, der Leiter des Präsidentenkomitees der Palästinenser, unter dessen Leitung die Arbeiten stehen, erklärte letzte Woche, er erwarte Experten aus anderen Ländern, die das Gefäß untersuchen sollen. Al-Bandak beschrieb das byzantinische Becken als „herrlich“; es war in einem größeren bekannten Gefäß untergebracht. Die Sanierungsarbeiten fingen vor fünf Jahren an, um die jahrzehntelang vernachlässigte historische Kirche zu restaurieren. Die palästinensische Nachrichtenagentur WAFA berichtete, dass die Zeremonie zum Abschluss der Arbeiten, die für November 2018 geplant waren, auf Mai 2020 verschoben wurde. Durch die Verschiebung bekommen die drei Kirchen, die das Sagen über die Geburtskirche haben, die Gelegenheit, die Grotte der Kirche zu restaurieren. (Fox)  Egal wo, man findet in Israel immer und überall Geschichtsträchtiges. „Denn deine Knechte haben Gefallen an seinen Steinen, sie haben Mitleid mit seinem Schutt.“ - Psalm 102,15

Unser neuer ISRAEL-KALENDER "Jerusalem Vibes" (Stimmungen in Jerusalem) ist im Büro in München eingetroffen. Er hat ein Kalendarium von September 2019 bis Dezember 2020 und ist in Englisch und Hebräisch geschrieben. Solange der Vorrat reicht, geben wir ihn gegen eine Spende von € 15,- oder mehr ab. Bitte meldet Euch im Büro in München.

Wir danken dem Herrn für Eure Gebete

Barry, Batya und das VfI-Team

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