Aktuelles aus Jerusalem – 7. Juni 2019

Jun 8, 2019

„Nicht durch Macht und nicht durch Kraft, sondern durch Meinen Geist, spricht der HERR der Heerscharen.“  Sacharja 4,6

SCHAWUOT 2019 – Dieses Jahr beginnt Schawuot am Abend des 8.6. und endet bei Sonnenuntergang am Montag, den 10.6. Dieses biblische Fest erinnert daran, dass Mose die Zehn Gebote auf dem Berg Sinai überreicht bekam - und zwar 50 Tage nach dem Auszug aus Ägypten und der langen Zeit, die die Juden in der Sklaverei verbracht hatten. Schawuot bedeutet „Wochen“. Außerdem erinnern diese Feiertage an die Weizenernte (2. Mose 34,22) und das Reifwerden der Erstlingsfrüchte. * Christen feiern die Ausgießung des Heiligen Geistes an Pfingsten (50 Tage nach dem Auferstehungsfest), welches dieses Mal auf das jüdische Schawuotfest fällt. Während des so genannten „Wochenfestes“ liest man Rut, die biblische Liebesgeschichte, und isst hauptsächlich Obst, Gemüse und Milchprodukte. Wir von Vision für Israel wünschen euch, unseren lieben Freunden nah und fern, ein frohes Wochen- und Pfingstfest. Bitte betet für Freude und Erfrischung für Israel sowie für Schutz vor Gewalt während der Feiertage. „Aber Rut sagte: Dringe nicht in mich, dich zu verlassen, von dir weg umzukehren! Denn wohin du gehst, dahin will auch ich gehen, und wo du bleibst, da bleibe auch ich. Dein Volk ist mein Volk, und dein Gott ist mein Gott.“ - Rut 1,16

TEAM AM MEDIZINISCHEN ZENTRUM SCHEBA FINDET MÖGLICHE BEHANDLUNG FÜR KREBSERKRANKUNG – Eine Wissenschaftlerin am Chaim Sheba Medical Center hat eine potentielle Behandlung für Metastasen bildenden Bauchspeicheldrüsenkrebs gefunden. „In der Geschichte der Krebsbehandlung gab es bisher zwei, drei Studien, die bei der Behandlung von Bauchspeicheldrüsenkrebs nützlich waren”, so Dr. Raanan Berger, der Chef der Onkologie am Medizinischen Zentrum Scheba, dem größten Krankenhaus des Landes, das sich in Ramat Gan befindet, einer Stadt in der Nähe von Tel Aviv; sie gehört zur Metropolregion Gusch. * „Dies ist ein sehr seltener Durchbruch.“ Dieser Krebs steht auf Platz 12 der weltweit am häufigsten auftretenden Krebserkrankungen; allein 2018 wurden 458.918 neue Fälle diagnostiziert. Unter den zum Tode führenden Krebserkrankungen steht der Bauchspeicheldrüsenkrebs auf Platz 4. Weniger als 3 % der Patienten, bei denen sich Metastasen gebildet haben, leben länger als fünf Jahre nach der Diagnose. Die Forschungsarbeiten standen unter der Leitung von Dr. Talia Golan, der Leiterin der Abteilung für Bauchspeicheldrüsenkrebs im Krankenhaus von Scheba. Ihre Arbeit konzentrierte sich auf die Evaluierung der Sicherheit und das Testen der Wirksamkeit einer neuen Medikamentenmischung namens POLO zur Behandlung eines bestimmten Typus von Metastasen bildenden Bauchspeicheldrüsenkrebs bei Patienten, die Träger der Mutation BRCA 1 oder BRCA 2 sind, was hauptsächlich bei aschkenasische Juden (also mittel-, nord- und osteuropäische Juden und ihre Nachfahren) der Fall ist, weshalb bei diesen Personen Brust- und Eierstockkrebs häufiger vorkommen. Golan stellte ihre Forschungsergebnisse diese Woche auf der Jahreskonferenz der Amerikanischen Gesellschaft für klinische Onkologie in Chicago vor. (Jerusalem Post, Wikipedia)  Wir danken Gott für Wissenschaftler, Forscher, Ärzte und Medikamente; wir beten für sie und segnen ihre Arbeit. Aber unsere Hoffnung setzen wir auf den, der heilt: Jeschua, unseren Messias, der für unsere Heilung mit Seinem sündlosen, kostbaren Blut bezahlt hat und durch dessen Striemen wir geheilt sind. „Er sandte Sein Wort und heilte sie.“ - Psalm 107,20. „Doch Er war durchbohrt um unserer Vergehen willen, zerschlagen um unserer Sünden willen. Die Strafe lag auf ihm zu unserm Frieden, und durch Seine Striemen ist uns Heilung geworden.“ - Jesaja 53,4 und 1. Peter 2,24

ISRAEL TRAUERT UM SEINE FIRST LADY, NECHAMA RIVLIN – Nechama Rivlin, die Ehefrau des israelischen Präsidenten Reuven Rivlin, verstarb am Dienstag, den 4.6.2019, einen Tag vor ihrem 74. Geburtstag. Bis zu ihrem Ruhestand war sie als Forscherin an der Hebräischen Universität in Jerusalem an der Abteilung für Zoologie, Ökologie und Genetik tätig. Nechama litt an Lungenfibrose und nutzte seit Jahren Sauerstoffflaschen zur Unterstützung ihrer Atmung. Im März 2019 hatte sie ein Lungentransplantat bekommen, doch leider konnte ihr Zustand nach Komplikationen nicht stabilisiert werden. Der israelische Premierminister Benjamin Netanjahu sprach Präsident Reuven Rivlin sein Beileid aus. „Mit dem Rest des israelischen Volkes sprechen Sara und ich Ihnen von ganzem Herzen unser tiefstes Beileid zum Ableben der First Lady Nechama Rivlin aus. Als sie tapfer und mit großer Willenskraft kämpfte, haben wir alle gebetet, dass sie wieder gesund wird. Unser Beileid gilt dem Präsidenten und der ganzen Familie. Möge sie allen gut im Gedächtnis bleiben und die Erinnerung an sie ein Segen sein.“ (Jerusalem Post, Times of Israel, Arutz 7)

DANKE, GOUVERNEUR RON DESANTIS – Selbst vor seiner Reise nach Israel, in den Wochen nach seiner Wahl 2018, setzte sich der Gouverneur von Florida sofort für den jüdischen Staat ein. Sein Kabinett erkannte Jerusalem als „ewige Hauptstadt Israels“ an, investierte umgerechnet 8,8 Millionen Euro in Israel-Aktien und setzte Airbnb auf die schwarze Liste, als das weltweit tätige Unternehmen plante, Wohnungen in Judäa und Samaria zu boykottieren. (Airbnb hat seine Überlegungen seither revidiert.) Vergangene Woche äußerte sich DeSantis mehrfach gegen die anti-israelische Bewegung BDS und leitete als erster Gouverneur eines US-Bundesstaates eine offizielle Handelsreise nach Judäa und Samaria, in Begleitung von zwei Dutzend führenden Unternehmern. „Antisemitismus treibt die BDS an; man kann die beiden nicht voneinander trennen“, sagte er im Industriegebiet Gusch Etzion im Westjordanland, wo er sich mit jüdischen und arabischen Geschäftsleuten, die gegen die Boykotts sind, traf. „Wir werden Juden nicht diskriminieren, selbst wenn es andere Leute tun... Wir werden entsprechend anders handeln. Es gibt Leute, die mit dem Iran, dem Staat, der Terrorismus weltweit finanziert, oder einigen anderen schlimmsten Regime der Welt Handel treiben. Dagegen will die BDS den jüdischen Staat, eine Demokratie, boykottieren“, sagte er. „Wenn jemand in Florida BDS unterstützen, ist er - politisch gesprochen - tot.“ Die Delegation aus Florida unterschrieb über 20 Absichtserklärungen für verschiedene Bereiche in der Wirtschaft, im Handel, in der akademischen Welt, für Innovation und für den Tourismus. (Jerusalem Post)

„RELIGION GEGEN DEN STAAT“ - DAS KÖNNTE IM ISRAELISCHEN WAHLKAMPF EIN ZENTRALES THEMA WERDEN – Die erneute Wahl in Israel wurde von einem Thema ausgelöst, das eine der großen Trennlinien in der israelischen Gesellschaft markiert: Die Rolle der wachsenden Anzahl ultraorthodoxer (haredischer) Juden im modernen Leben. Die Regierungsbildung von Premier Netanjahu scheiterte letzte Woche an der Frage der Befreiung von der Wehrpflicht für ultraorthodoxe Männer, was seit langen unter der weltlichen Mehrheit der jüdischen Israelis zu Ressentiments führt, denn diese müssen ihren Wehrdienst leisten. Der Konflikt wegen der Wehrpflicht ist nur eines von mehreren großen Streitthemen in Bezug auf die Rolle der Religion in der israelischen Gesellschaft. Die ultraorthodoxen Parteien haben zwar großen politischen Einfluss, doch Experten sagen, ihre abgekapselten Gemeinden würden nicht in die moderne Gesellschaft hineingelassen, was langfristig negative Konsequenzen für die Zukunft des Landes habe. Nach dem Wahlgewinn am 9.4.2019 hinderte Netanjahus früherer Verbündeter (nunmehr sein Rivale) Avigdor Lieberman Netanjahus Regierungsbildung. Lieberman bestand darauf, dass ultraorthodoxe junge Männer per Gesetz eingezogen werden müssen, wie alle anderen Israelis. Nicht nur, dass Liebermans nationalistisch-säkulare Partei Israel Beiteinu Netanjahu damit die Chance verbaute, seine fünfte Regierung zu bilden, sein Vorgehen ist Schuld daran, dass dieses Thema im Wahlkampf Vorrang haben wird. * Normalerweise wird das israelische Politikspektrum danach definiert, wo ein Politiker in Sachen Gründung eines Palästinenserstaat steht. Doch die innere Spaltung ist in religiösen Angelegenheiten genauso tief. Die ultraorthodoxen Parteien haben nämlich im fragmentierten parlamentarischen System von Israel den politischen Status des Königsmachers. In den letzten Jahrzehnten haben die Ultraorthodoxen ihre politische Macht benutzt, um ein abgesondertes Leben zu führen. Sie betreiben ein eigenes Netzwerk von Schulen, haben Großfamilien - finanziert durch Sozialhilfe (die aus Steuergeldern kommt) - und bestehen auf ihrem Status quo-Lebensstil, mit dem sie verhindern, dass am Schabbat Handel betrieben werden darf. Auch sorgen ihre religiösen Ansichten dafür, dass der öffentliche Verkehr am Schabbat praktisch zum erliegen kommt, was die säkulare Mehrheit der Bevölkerung in Rage versetzt. Darüber hinaus haben die Ultraorthodoxen das Monopol für Eheschließungen, Begräbnisse und Bekehrungen. Doch in einem Land, wo jüdische Männer gewöhnlich drei Jahre in der Armee dienen, ist die Freistellung von der Wehrpflicht der Grund für die tiefe Kluft in der Gesellschaft schlechthin. „Sein Leben für sein Land zu geben, ist das ultimative Opfer. Es ist unverschämt, dass es in Israel Trittbrettfahrer gibt, die auch noch die Frechheit besitzen, den Rest von uns wie Söldner der niedrigsten Kaste zu behandeln, die dazu auch noch den Lebensunterhalt [der Ultraorthodoxen] bezahlen“, erklärte Dan Ben-David, ein Ökonom an der Universität von Tel Aviv University. Er fügte hinzu, die Wehrpflicht sei „symptomatisch“ für ein viel größeres Problem. „Sie wollen anscheinend nicht an der modernen Gesellschaft teilhaben, schämen sich aber nicht, die Früchte davon zu essen, angefangen bei der modernen Gesundheitsvorsorge über eine moderne Infrastruktur bis hin zu ihrem stark subventionierten Lebensstil“, sagte der Volkswirtschaftler. (WIN) Bitte betet, dass ultraorthodoxe Parteichefs und -mitglieder geschwächt werden und die israelische Regierung nicht länger erpressen, manipulieren und destabilisieren können; dass sie der öffentlichen Verantwortung nicht mehr aus dem Weg gehen können; dass sie eingezogen werden wie alle anderen jungen Männer und Frauen auch. Den ultraorthodoxen Juden darf nicht gestattet werden, dass Land mit harschen religiösen Gesetzen und unpopulären Entscheidungen zu leiten.

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BITTE SPENDET GROSSZÜGIG – Über die Projekte von VfI könnt ihr euch auf unserer Website unter www.visionforisrael.com/de informieren. Danke im Voraus für eure Unterstützung in Gebet und für eure finanziellen Gaben! - Römer 15,26-27

Wir danken dem Herrn für Eure Gebete

Barry, Batya und das VfI-Team

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