Aktuelles aus Jerusalem – 14. Juni 2019

Jun 15, 2019

„Und beständig wird der HERR dich leiten, und Er wird deine Seele sättigen an Orten der Dürre und deine Gebeine stärken. Dann wirst du sein wie ein bewässerter Garten und wie ein Wasserquell, dessen Wasser nicht versiegt.“  Jesaja 58,11

NETANJAHU PRÄSENTIERT TRUMPS LANDKARTE VON ISRAEL MIT GOLANHÖHEN – Premier Netanjahu hat mitgeteilt, dass der Schwiegersohn von US-Präsident Trump ihm eine offizielle Landkarte aus dem US-Außenministerium geschenkt hat, die aktualisiert ist und die seit langem umstrittenen Golanhöhen als Teil Israels markiert. Auf einer Pressekonferenz in Jerusalem am Donnerstag, den 30.5.2019 wollte Netanjahu die wegen der Neuwahl nervöse Nation beruhigen und zeigte die Karte von Kushner, auf die Trump „schön“ gekritzelt hatte. „Diese Landkarte war seit dem Sechs-Tag-Krieg nicht aktualisiert worden“, so Netanjahu. Im Krieg 1967 hatte Israel die Golanhöhen von Syrien erobert. „Jetzt ist sie aktualisiert worden. Hier zeichnet sich also eine sehr interessante Entwicklung ab. Präsident Trump hat „schön“ drauf geschrieben. Ich sage dazu: ‚Sehr schön!’“ (Ynet)

RELIGIÖSE PARTEIEN VON ISRAEL SCHADEN DEM JUDENTUM – Oberflächlich betrachtet sieht es so aus, als hätte das System versagt, wenn man sich überlegt, dass sich Israel wenige Wochen nach der Wahl schon auf die nächste vorbereitet. Das gab es in Israel noch nie. Die israelische Regierung hat den Großteil eines Jahres im Wahlmodus verbracht, anstatt zu regieren. Da stimmt doch etwas nicht. Wenn wir allerdings bedenken, dass es Premierminister Benjamin Netanjahu nicht gelungen ist, eine Koalition zusammenzuzimmern, weil eine Partei nicht vor den religiösen Parteien kuschen wollte, dann stellt diese Neuwahl eine einzigartige Gelegenheit dar, um die bisherige Politik zu überholen. Die religiösen Parteien in Israel begehren politische Macht, weil sie es ihnen ermöglicht, ihre religiöse Agenda durchzusetzen, angefangen beim Verweigern der Wehrpflicht bis hin zu der Tatsache, dass sie der Öffentlichkeit die Thora-Gesetze aufzwingen. In den letzten Jahren hat Netanjahu ihre Forderungen toleriert, weil er ihre Stimmen für seine Große Koalition dringend brauchte. Er dachte wahrscheinlich, dass das wieder so sein würde. Aber ein Mann hat ihn gestoppt. Avigdor Lieberman, der Vorsitzende der rechtsgerichteten säkularen Israel Beitenu (zu Deutsch: „Unser Zuhause Israel“). Dem hat das Ganze gereicht. Er wollte bei einem Gesetzentwurf zur Wehrpflicht für ultraorthodoxen Juden keine Kompromisse mehr eingehen. Bisher war es Netanjahu immer gelungen, in letzter Minute noch etwas zu arrangieren, denn Knessetmitglieder wollen ihre Sitze im Parlament keineswegs durch eine Neuwahl gefährden. Die religiösen Parteien kamen ihm zwar ein paar kleine Schritte entgegen, aber Lieberman blieb standhaft und hielt am ursprünglichen Gesetzentwurf fest. Der ganze Disput geht auf die Gründung des jüdischen Staates zurück, als Premier David Ben-Gurion gestattete, dass einige wenige ultraorthodoxe Männer nicht eingezogen werden brauchten. Ein in Israel bekannter modern-orthodoxer Rabbi erklärte, die Entscheidung damals habe mehr dazu beigetragen, dass säkulare Juden nichts mit Religion zu tun haben wollen als irgendeine andere Maßnahme. Das macht Sinn. Wenn du Israeli bist und deine Kinder riskieren ihr Leben, um den Staat mit ihrem Leben zu verteidigen, warum sollten ultraorthodoxe Juden von der Wehrpflicht befreit sein? * Es gibt unzählige andere Beispiele dafür, dass die politische Macht der ultraorthodoxen Parteien ätzend erscheint. „Viel zu lange schon wird dieses Land von der charedischen Minderheit beherrscht“, schrieb Yaakov Katz, der Chefredakteur der Jerusalem Post. „Diese eine Gruppe kontrolliert alle religiösen und staatlichen Angelegenheiten und nimmt die Regierung als Geißel, beispielsweise durch das Sabbatverbot für den Betrieb öffentlicher Verkehrsmittel, auf die Millionen angewiesen sind. Auch hat sie nahezu 450.000 Israelis daran gehindert, standesamtlich zu heiraten, obwohl diese in der israelischen Armee gedient und vielleicht sogar ihr Leben für Israel riskiert haben. Aber heiraten dürfen sie nicht, denn es reicht nicht, dass nur ihr Vater, aber nicht ihre Mutter, jüdisch ist.“ Religiöse Intoleranz spielt auch eine enorm große Rolle bei der wachsenden Spaltung zwischen Juden in Israel und in der Diaspora. Der vernünftige Kompromiss, mit dem egalitäre Gebete an der Klagemauer zugelassen werden sollten, wofür sich Natan Scharanski vor einigen Jahren intensiv eingesetzt hatte, wurde von den religiösen Parteien sabotiert. Die Liste geht weiter, von übermäßig strengen Regeln für das Konvertieren hin zur Ablehnung und Demütigung von nichtorthodoxen Strömungen des Judentums. Die orthodoxen Juden bilden sich wahrscheinlich ein, dass sie Gottes Willen tun, wenn sie der Öffentlichkeit ihre religiösen Vorstellungen aufzwingen. Doch der Mehrheit der israelischen Bürger gefällt das nicht; wie Menschen andernorts auch sind sie angewidert von aufgezwungener Religion. * Die nicht erwartete Neuwahl bietet den israelischen Bürgern die Möglichkeit, den religiösen Parteien einen Denkzettel zu verpassen - und sie ins politische Abseits zu schicken. Es gibt in Israel hartnäckige Probleme, wie zum Beispiel Frieden mit den Palästinensern. Doch die Macht der religiösen Parteien zu reduzieren, sollte keine unlösbare Aufgabe darstellen. Dies sollte bei den Wählern an vorderster Stelle stehen - ebenso wie bei den künftigen politischen Leitern, die eine regierbare Koalition bilden wollen, wenn nicht Netanjahu, dann jemand anders. Religiöse Leiter haben jedes Recht, Menschen zu inspirieren, religiöser und/oder gottesfürchtig werden. Doch wenn sie die Menschen zwingen wollen, anstatt sie zu inspirieren, schaden sie nur dem, was ihnen am wichtigsten ist: ihrer eigenen Religion. (Algemeiner)  Bitte betet, dass die politische und bedrückende geistliche Macht der religiösen Parteien in Israel zu Ende geht.

ALTE MÜNZE WÄHREND BESUCH AUS BRASILIEN IN SILO ENTDECKT – Letzte Woche stieß man bei Ausgrabungsarbeiten in Silo auf eine seltene alte Münze, just als Vertreter Brasiliens zu Besuch waren. Gerade als Dr. Scott Stripling, der Leiter der Ausgrabungsarbeiten an der Stelle, wo früher die Stiftshütte stand, die Delegation aus Gouverneuren und Kongressabgeordneten aus Brasilien informierte, geschah etwas Spannendes. Ganz in der Nähe stieß einer seiner Mitarbeiter auf eine 2.000 Jahre alte Münze aus der hasmonäischen Zeit. Die Besucher waren tief berührt. In Silo gibt s heutzutage eine moderne jüdische Gemeinde und die Delegation aus Südamerika traf sich mit den Bewohnern, um mehr über die politische Situation und die Geschichte der Gegend zu erfahren. Der Besuch an der Ausgrabungsstätte war Teil einer Tour durch die Region Benjamin in Samaria, die sich auf im Krieg von 1967 zurückeroberten Gebieten nördlich von Jerusalem befindet. Zu den Delegierten zählte Everaldo Dias Pereira, der Chef der Sozialchristlichen Partei Brasiliens, der vor drei Jahren in den Schlagzeilen war, nachdem er den brasilianischen Präsidenten Jair Bolsonaro im Jordan getauft hatte. (Jerusalem Post, Arutz 7)

NEUER FLUGHAFEN IN ISTANBUL WIRD GEBETSRAUM FÜR JUDEN HABEN – Der neue Flughafen in Istanbul, der wohl der größte in der Welt werden wird, soll dem Vernehmen nach zwei Synagogen bekommen. Die jüdischen Gebeträume im Flughafen sollen in den normalen und Business Class-Lounges platziert werden und es gibt sogar Pläne, einen in der großen Wartehalle einzurichten. Die Initiative dazu ergriff Turkish Airlines, die täglich zwischen 600 und 5.000 koschere Mahlzeiten bereit stellt. Rabbi Mendy Chitrik, der aschkenasische Rabbi der Türkei, erklärte: „Es gibt mehr Turkish Airlines-Flüge zwischen Tel Aviv und Istanbul als von Istanbul nach London.“ Chitika stattete die beiden kleinen Synagogen mit jüdischen Gebetsbüchern aus, die sowohl aschkenasische als auch sephardische Juden benutzen können, damit jeder, der diesen Flughafen nutzt, dort beten kann. Er fügte hinzu: „Es berührt einen, dass jeder Jude, der dies wünscht, auch in Istanbul Tefillin [Gebetsriemen] umlegen und beten kann.“ (Jerusalem Post)

REKORDZAHLEN BEIM TOURISMUS NACH ISRAEL – Im Mai 2019 kamen 440.000 Touristen nach Israel, 11 % mehr als 2018 und 26,8 % mehr vor zwei Jahren, wie das israelischen Amt für Statistik jetzt mitteilte. Zwischen Januar und Mai 2019 kamen fast 1,9 Millionen Touristen in den jüdischen Staat, verglichen mit 1,75 Millionen im Vorjahreszeitraum, ein Anstieg von 8,3 %. Hainan Airlines, die größte chinesische Fluggesellschaft, die gerade eine neue Flugverbindung von Shenzhen nach Tel Aviv eröffnet hat, fliegt von Schanghai und Peking auch direkt nach Tel Aviv. Durch mehr Flüge von China nach Israel sind bedeutend mehr Besucher in den jüdischen Staat gekommen und ihre Zahl wird erwartungsgemäß weiter anwachsen. Aus dem israelischen Tourismusministerium hieß es, dass 2018 14 % mehr Besucher ins Heilige Land kamen als 2017 und sage und schreibe 42 % mehr als 2014. (United With Israel)  „Und deine Tore werden beständig offenstehen. Tag und Nacht werden sie nicht geschlossen, um zu dir zu bringen den Reichtum der Nationen und ihre gefangen weggeführten Könige.“ - Jesaja 60,11

LIEDER VON BARRY UND BATYA AUF YOUTUBE – Liebe Leser, abonniert den YouTube-Kanal von Barry und Batya. Dann könnt ihr ihnen zuhören und lernen, ihre Lieder mitzusingen. https://www.youtube.com/channel/UC9Nj8CTAGFJZUVvSL-7iBBg

FEIERT SUKKOT MIT UNS – Fangt schon jetzt an, für unser alljährliches Laubhüttenfest im Zentrum von Jerusalem zu planen. Es findet vom 15.-17.10.2019 statt. Der Frühbucherrabatt gilt nur noch bis Ende Juli. Lernt gläubige Geschwister vor Ort und in anderen Gemeinden im Land kennen. Spaziert und tanzt beim Jerusalem-Marsch durch die Straßen der ewigen Hauptstadt des jüdischen Volkes. Übrigens: Dieses Jahr wird VfI 25 Jahre alt, es werden also ganz besondere Feierlichkeiten sein. Infos unter http://sukkot.visionfuerisrael.org .

BITTE SPENDET GROSSZÜGIG für medizinisches Gerät und Medikamente, die wir bedürftigen und älteren Menschen, Rollstuhlfahrern, behinderten Kindern, Intensivstationen und Krebspatienten in Krankenhäusern sowie Rettungsteams zukommen lassen. Wir von VfI wollen gut vorbereitet sein für den Fall, dass es zu einem Krieg mit dem Iran und dessen Alliierten im Norden kommt. Auch angesichts der verstärkten Terrorangriffe durch die Hamas im Süden erwartet der jüdische Staat einen weiteren Krieg zu Land. Über die Projekte von VfI, wie zum Beispiel die Schulranzenaktion, durch die seit 1999 bereits 225.000 Schulranzen an bedürftige Kinder verteilt wurden, könnt ihr euch auf unserer Website unter www.visionforisrael.com/de informieren. Danke im Voraus für eure Unterstützung in Gebet und für eure finanziellen Gaben! - Römer 15,26-27

Wir danken dem Herrn für Eure Gebete

Barry, Batya und das VfI-Team

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