Aktuelles aus Jerusalem – 31. Mai 2019

May 31, 2019

„Streite, HERR, mit denen, die gegen mich streiten, kämpfe mit denen, die mich bekämpfen! Ergreife Kleinschild und Langschild, und stehe auf zu meiner Hilfe! Zücke den Speer und versperre den Weg gegenüber meinen Verfolgern; sprich zu meiner Seele: Ich bin deine Hilfe!“  Psalm 35,1-3

SCHULKINDER FINDEN 1.600 JAHRE ALTE MÜNZE IN GALILÄA – Wie die israelische Altertumsbehörde jetzt mitteilte, fand eine Gruppe von Neuntklässlern im Februar eine 1.600 Jahre alte Münze auf einem Schulausflug in Nahal Zippori in Galiläa. Es war das erste Mal, dass diese Art von Münze in Israel gefunden wurde.

ÜBER 1.000 FEUER IN ISRAEL GELÖSCHT – Über 1.000 Brände, wegen denen Tausende von Menschen ihre Wohnhäuser hatten verlassen müssen, konnten inzwischen gelöscht werden. Die Feuer, begünstigt durch die trockene Hitze, brannten vom Donnerstag, den 23.5.2019 bis zum Samstagabend. Ausgelöst wurden sie teilweise von elektrischen Kabeln und von Funkenflug von Lagerfeuern anlässlich des jüdisches Festes Lag baOmer, aber auch durch Brandstiftung und palästinensische Brandbomben an Luftballons aus dem Süden von Gaza. Sie richteten im Süden Israels große Schäden an. In einem Dorf fielen 40 der 50 Häuser den Flammen zum Opfer. Dazu kamen fast 8 km2 Wald; am schlimmsten war es im Ben Schemen-Wald in der Mitte Israels. Über 1.000 Feuerwehrleute waren im ganzen Land im Einsatz. (Arutz-7)  Bitte betet für alle, die nach den massiv zerstörerischen Waldbränden in Israel obdachlos und traumatisiert sind. Betet für Versorgung und Trost für alle Familien und Einzelpersonen. Mögen sie für ihren Neuanfang Mut fassen und sich neue Häuser bauen. Betet bitte auch für niedrigere Temperaturen und für den Schutz vor Brandstiftung.

ÄGYPTEN SENDET ARMEEHELIKOPTER ZUR BRANDBEKÄMPFUNG – Über 70 Jahre, nachdem die letzten Maschinen vom Typ Spitfires (der ägyptischen Luftwaffe von König Farouk) im Himmel über Aschdod gesehen wurden und 40 Jahre nach der Unterzeichnung des Friedensvertrages zwischen Israel und Ägypten, war die ägyptischen Luftwaffe am Freitag, den 24.5.2019 wieder da, allerdings nicht, um gegen seinen früheren Feind zu kämpfen, sondern um bei der Bekämpfung von Waldbränden zu helfen. Die Ägypter schlossen sich den rund 1.000 Brandbekämpfern der israelischen Feuer- und Rettungsbehörde an, um die 1.023 Feuer zu löschen, die im ganzen Land von Judäa und Samaria bis zum See Genezareth im Norden und entlang der Grenze zu Gaza wüteten. Wegen der Brände hatten die Behörden die Evakuierung von fast 3.500 Personen angeordnet. Duzende Familien sind obdachlos geworden, nachdem ganze Siedlungen von Flammen umschlossen waren. Es ist zwar der Verlust von 50 Häuser zu beklagen, aber es gab Gott sei Dank keine Toten. Feuerwehrleute aus Griechenland, Kroatien, Italien und Zypern eilten herzu, um die Flammen zu stoppen. Es waren allerdings die ägyptischen Helikopter, die neben den israelischen im Einsatz waren, die die Aufmerksamkeit vieler Menschen auf sich zogen. Der israelische Premier Netanjahu dankte seinem „Freund, dem ägyptischen Präsidenten Abdel Fatah al-Sisi, für die Entsendung von zwei Helikoptern“. Die beiden Mehrzweckhubschrauber vom Typ Mil Mi-8, die am Wochenende am israelischen Himmel zu sehen waren, waren die ersten seit dem Unabhängigkeitskrieg. So erlebte Israel, dass zwei ehemalige Feinde sich gegenseitig halfen, um gegen die großen Feuer nahe Aschdod vorzugehen. (Jerusalem Post)

VIELE ISRAELISCHE JUGENDLICHE SIND OPFER VON SEXUELLEM MISSBRAUCH – Sexueller Missbrauch kommt bei israelischen Jugendlichen viel häufiger vor als Drogenmissbrauch, wie aus dem jährlichen Elem-Bericht, der Präsident Reuven Rivlin am Sonntag, den 26.5.2019 überreicht wurde, hervorgeht. Demnach nehmen 25 % der Jugendlichen, mit denen Elem in Kontakt steht, Drogen, auch wenn nicht alle von ihnen abhängig sind. Dagegen leiden vier von fünf jungen Leuten, weil sie sexuell missbraucht wurden. Elem wurde 1982 gegründet und hat bereits Zehntausenden von jungen Leuten, die ein schwieriges Leben haben, zur Seite gestanden. Elem-Mitglieder, die mit Minibussen unterwegs sind, sprechen scheinbar auf der Straße lebende Jugendliche an, um ihnen zu helfen. Viele der Kinder sind wegen der Gewalt in ihren kaputten Familien von Zuhause weggelaufen; einer von fünf Jugendlichen berichtet über Gewalt daheim oder Missbrauch in sozialen Medien. Die Mehrheit der Opfer, die sexuellen Missbrauch durchgemacht haben, sind junge Frauen und Mädchen, von denen einige in die Prostitution abgerutscht sind, um sich Geld für Essen und eine zeitweilige Unterkunft zu verdienen. (Jerusalem Post)  Der obige Bericht hat uns tief traurig gemacht. Bitte betet für die jungen Menschen in Israel, die tragische Dinge, wie sexuellen Missbrauch und Gewalt erleben, und deren Zuhause kein liebevoller, sicherer Ort ist. Bitte betet für Errettung, Hoffnung, Gottes Eingreifen, Versorgung, die Wiederherstellung von zerbrochenen Herzen, ja, für einen Neuanfang und ein gutes Ende. - Jeremia 29,11

„TRAGEN SIE KEINE KIPPA IN DER ÖFFENTLICHKEIT“ – Felix Klein, ein deutscher Jurist und Diplomat, der auf Völkerrecht spezialisiert und seit 2018 Beauftragter der Bundesregierung für jüdisches Leben in Deutschland und den Kampf gegen Antisemitismus ist, sagte am Samstag, den 25.5.2019, dass Juden in Deutschland aufgrund des 20%igen Anstiegs beim Antisemitismus allein im letzten Jahr doch in der Öffentlichkeit keine Kippa mehr tragen sollten. * Der israelische Präsident Reuven Rivlin erklärte daraufhin: „Wir wissen die moralische Position der Regierung von Deutschland und ihren Beistand für die jüdische Gemeinde dort zu schätzen. Aber Angst um die Sicherheit deutscher Juden ist eine Kapitulation vor dem Antisemitismus und ein Eingeständnis, dass Juden auf deutschem Boden erneut nicht sicher sind. Wir werden uns dem nie beugen, wir werden nicht nach unten schauen. Wir werden auf Antisemitismus nie mit Miesmacherei reagieren und wir erwarten und fordern, dass unsere Verbündeten ebenso handeln.“ (Jerusalem Post, Algemeiner)

PARIS: MÖRDER VON SARAH HALIMI KOMMT NICHT VOR GERICHT – Eine führende jüdische Organisation in Frankreich erklärte letztes Wochenende, sie habe „mit Bestürzung“ vernommen, dass der Mann, dem die Ermordung der jüdischen Rentnerin Sarah Halimi in April 2017 vorgeworfen wird, nicht gerichtlich belangt werden wird. Die in Paris ansässige Gruppe namens BNVCA, die für Opfer von antisemitischen Angriffen tätig ist, sagte, der ermittelnde richterliche Beamte sei im Fall Halimi zu dem Schluss gekommen, dass der Mörder, Kobili Traore, stark unter Drogen gestanden habe, als er den Mord beging, und dass er geistlich nicht stabil genug sei, um gerichtlich belangt zu werden. Angesichts der zahlreichen politischen und rechtlichen Hürden, die die Familie Halimi in den letzten beiden Jahren im Kampf für Gerechtigkeit hatte, erklärte ein Vertreter der BNVCA, er habe von Anfang an den Eindruck gehabt, dass dieses Verbrechen nicht mit einer Verurteilung enden würde. Halimi, die zum Zeitpunkt ihres Todes 65 Jahre alt war, war in den frühen Morgenstunden des 4.4.2017 schlimm geschlagen und dann aus einem Fenster im dritten Stock geworfen worden - und zwar von ihrem Nachbarn Traore, der in ihre Wohnung im Osten von Paris eingebrochen war. Andere Nachbarn, die Angst bekommen hatten, riefen die Polizei. Sie hatten die Hilfeschreie der Frau ebenso gehört wie das „Allahu akbar“ des Täters. Ermittlungen der Polizei ergaben später, dass Halimi Verwandten erzählt hatte, sie habe Angst vor Traore, der ihre Tochter einige Wochen davor, als sie gerade zu Besuch war, mit den Worten „schmutzige Jüdin“ beleidigte hatte. Doch die Anwälte von Traore behaupten weiter, ihr Mandant hätte zu stark unter Drogen gestanden, als dass man ihn für seine Tat zur Rechenschaft ziehen könne. Die BNVCA wies darauf hin, dass es paradox sei, dass ein betrunkener Fahrer schlimm bestraft, aber ein Drogenabhängiger freigesprochen wird. Die Gruppe sei nun sehr pessimistisch, ob es überhaupt möglich sei, den Antisemitismus auszulöschen, wenn die Beschuldigten weder vor Gericht gestellt noch verurteilt würden. Weiter erklärte die Gruppe: „Wir befürchten, dass diese Entscheidung andere angeblich geistlich kranken Leute ermutigen könnte, antijüdische Verbrechen zu begehen.“ (Algemeiner)  „So ist das Recht zurückgedrängt, und die Gerechtigkeit steht ferne. Denn die Wahrheit ist gestürzt auf dem Marktplatz, und die Geradheit findet keinen Eingang.“ - Jesaja 59,14 

MOSSAD-TEAM BEKOMMT SICHERHEITSPREIS – Der israelische Sicherheitspreis wird dem Mossad-Team überreicht, das 2018 in die iranischen Atomarchive eindrang und in einer Nacht zahlreiche geheime Dokumente herausschmuggelte. Ein Komitee unter Führung von Premier Benjamin Netanjahu entschied über die Verleihung des Preises und verwies darauf, wie risikoreich der Einsatz war. Der Preis geht an Israelis, die sich enorm für die Sicherheit des Landes eingesetzt haben und dafür, dass es seine Macht behält oder im Fall eines militärischen Konfliktes technisch oder operativ qualitative Vorteile hat. In einer im staatlichen Fernsehen ausgestrahlten Sendung hatte Netanjahu 2018 das Versteck der Dokumente beschrieben. „Dort haben sie ihr Atomarchiv gehabt. Von außen betrachtet war es ein unverdächtiger Gebäudekomplex. Es schaute wie ein heruntergekommenes Lagerhaus aus. Aber darin befand sich das geheime Atomarchiv des Irans - mit unzähligen Dateien“, sagte er. „Und Folgendes haben jetzt wir: 55.000 geheime Seiten und dazu weitere 55.000 Dateien auf 183 CDs. Alles, was Sie gleich sehen werden, sind Kopien der iranischen Originale. Wo sind die Originale? Nun, ich kann Ihnen sagen, dass sie an einem sehr sicheren Ort sind.“ (Jerusalem Post)

FEIERT SUKKOT MIT UNS – Es findet vom 15.-17.10.2019 statt. Weitere Informationen findet ihr unter http://sukkot.visionfuerisrael.org/

BITTE SPENDET GROSSZÜGIG für medizinisches Gerät und Medikamente, die wir bedürftigen und älteren Menschen, Rollstuhlfahrern, behinderten Kindern, Intensivstationen und Krebspatienten in Krankenhäusern sowie Rettungsteams zukommen lassen. Wir von VfI wollen gut vorbereitet sein für den Fall, dass es zu einem Krieg mit dem Iran und dessen Alliierten im Norden kommt. Auch angesichts der verstärkten Terrorangriffe durch die Hamas im Süden erwartet der jüdische Staat einen weiteren Krieg zu Land. Über die Projekte von VfI, wie zum Beispiel die Schulranzenaktion, durch die seit 1999 bereits 225.000 Schulranzen an bedürftige Kinder verteilt wurden, könnt ihr euch auf unserer Website unter www.visionforisrael.com/de informieren. Danke im Voraus für eure Unterstützung in Gebet und für eure finanziellen Gaben! - Römer 15,26-27

Wir danken dem Herrn für Eure Gebete

Barry, Batya und das VfI-Team

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