Aktuelles aus Jerusalem – 12. April 2019

Apr 12, 2019

„Und nun, ihr Könige, handelt verständig; lasst euch zurechtweisen, ihr Richter der Erde! Dienet dem HERRN mit Furcht, und jauchzt mit Zittern!.“  Psalm 2,10-11

TRUMP WIRBT UNTER JUDEN IN LAS VEGAS FÜR STIMMEN FÜR NETANJAHU – Präsident Trump erklärte bei einer Veranstaltung am Samstag, den 6.4.2019 in Las Vegas, die amerikanisch-jüdischen Beziehungen seien nie besser gewesen. Er sprach dabei vor einer Gruppe von prominenten jüdischen Republikanern anlässlich der Jahresversammlung der Republikanisch-Jüdischen Koalition. „Als ich vor drei Jahren zu Ihnen sprach, kandidierte ich gerade; die Wirtschaft Amerikas stagnierte, unser Militär war aufgebraucht und die Beziehungen zwischen den Vereinigten Staaten und Israel waren so schlecht, wie wohl nie zuvor.“ Trump sprach über die Verbesserung der Beziehungen, verwies auf den Umzug der US-Botschaft nach Jerusalem und die Anerkennung der Souveränität Israels über die Golanhöhen durch die USA. „Die unbeschreibliche Beziehung zwischen den USA und Israel war nie stärker als jetzt“, so der Präsident drei Tage vor der Wahl in Israel am 9.4.2019, die im Allgemeinen als Referendum für die Amtszeit von Premier Netanjahu angesehen wurde, der eine enge Verbindung zu Trump entwickelt hat. Netanjahu ist bereits dreimal wiedergewählt worden. Das Rennen würde knapp ausgehen, hatte Trump vorausgesagt. Netanjahu hatte versprochen, sollte er ein viertes Mal wiedergewählt werden, würde er einen Teil der von Israel „besetzten“ Gebiete in Judäa und Samaria annektieren. Er hatte auch die Anerkennung der Souveränität Israel über den Golanhöhen durch die USA als Erfolg gewertet. (New York Post)

„EINE ENORM SIEGREICHE NACHT“ – Premierminister Benjamin Netanjahu traf am Abend des 9.4.2019 in der Likud-Zentrale in Tel Aviv ein, um mit Hunderten seiner Anhänger zu feiern. Den Hochrechnungen zufolge konnte seine Partei mit 33 bis 35 Sitzen rechnen; der rechts gerichteten Block hatte dabei die höhere Anzahl der Sitze. „Sie erinnern sich sicher: Vor 23 Jahren standen meine Frau Sara und ich hier zum ersten Mal. Und heute tun wir das wieder - dank Ihnen. Danke dafür!“ Er fügte hinzu: „Ich bin heute Abend ganz begeistert. Ich sage Ihnen: Dies ist ein riesiger Erfolg, fast unfassbar. Unter unmöglichen Bedingungen ist der Likud dramatisch gewachsen. Das israelische Volk hat wieder einmal gezeigt, dass es mir vertraut. Für eine fünften Amtszeit. Ich habe heute Abend bereits mit den Leitern der rechts gerichteten Parteien, unseren natürlichen Partnern, Gespräche begonnen. Bereits heute Abend haben die meisten von ihnen öffentlich erklärt, sie würden mich für die Bildung der nächsten Regierungsbildung empfehlen. Ich habe vor, dies schnell zu tun, um eine stabile Regierung für das ganze Land zu formen. Es wird eine rechts gerichtete Regierung sein, aber ich habe vor, der Premierminister für alle Bürger Israels zu sein - für rechte und linke, Juden und Nichtjuden. Für alle Bürger Israels“, betonte er. „Wir stehen vor enormen Herausforderungen - in Sicherheitsfragen, in Wirtschaft und Gesellschaft sowie in den Beziehungen zu anderen Ländern... vor sicherheitstechnischen Herausforderungen und vor den Herausforderungen der Normalisierung und des Friedens mit der arabischen Welt. Ich bin sicher, dass wir uns all diesen Herausforderungen stellen können, wenn wir gemeinsam an einem Strang ziehen.“ (Arutz 7)

„NEIN“ ZU PALÄSTINENSISCHEM STAAT – In einem Interview mit dem Herausgeber einer konservativen israelischen Wochenzeitung erklärte der israelische Premier Netanjahu, er habe dem Berater des Weißen Hauses Jared Kushner und dem US-Sondergesandten für den Nahen Osten Jason Greenblatt bereits mitgeteilt, dass es keinen palästinensischen Staat geben könne. In dem vor einigen Tagen veröffentlichten Interview brachte der Herausgeber von Makor Rishon Hagai Segal das Thema zur Sprache, das US-Präsident Trump als den „Deal des Jahrhunderts“ bezeichnet. Dieses Thema würde wohl nach der Wahl gleich auf den Tisch kommen, spekulierte er. Doch Premier Netanjahu erwiderte, er wisse nicht, wann die Amerikaner den Plan vorstellen wollen. „Ich habe diese Frage vor kurzem bei einem Besuch in Washington gestellt, aber keine Antwort bekommen. Wenn sie den Plan direkt nach der [israelischen] Wahl hätten präsentieren wollen, hätte man mir das gesagt. Wie dem aus sei, ich habe meine Richtlinien für ein Abkommen mitgeteilt. Ich werde keinen Plan akzeptieren, bei dem auch nur eine einzige Siedlung oder ein einziger Siedler umgesiedelt werden müsste“ so Netanjahu. Darauf sagte Hagai Segal: „Könnte es palästinensische Souveränität über jüdische Siedlungen geben?“ Netanjahu erwiderte: „Definitiv nicht. Nicht einmal für eine einzige. Die Kontrolle im Westen des Jordans bleibt in unseren Händen. Von der sicherheitstechnischen Warte aus tragen wir die Verantwortung für die Kontrolle über das gesamte Gebiet. Das ist unsere Bedingung.“ Auf die Frage von Hagai Segal, was die Palästinenser dann von Netanjahu bekämen, antwortete dieser: „Sie führen ihr eigenes Leben. Wir haben kein Interesse daran, in Nablus zu herrschen.“ Dann wiederholte er: „Was mich betrifft, so gibt es drei unumgängliche Bedingungen. Erstens: kein Siedler wird umgesiedelt. Zweitens: wir haben die sicherheitstechnische Kontrolle über das gesamte Gebiet westlich vom Jordan. Drittens werde ich Jerusalem nicht teilen.“ (INN)  „Wer aber bei Mir seine Zuflucht sucht, wird das Land erben und Meinen heiligen Berg in Besitz nehmen.“ - Jesaja 57,13

ANSCHLAG AUF SYNAGOGE IN BUENOS AIRES – In Argentinien hat es wieder einen antisemitischen Anschlag gegeben. Am Freitag, den 5.4.2019 drang ein Mann während des jüdischen Gottesdienstes am Schabbat in eine Synagoge ein und bedrohte die Mikdash Yosef-Gemeinde im Stadtteil Palermo von Buenos Aires mit scharfen Gegenständen und bewarf die Mitglieder und einen Wachmann mit Steinen. Er goss außerdem Öl auf den Boden, was dazu führte, dass verschiedene Besucher am Eingang des Gotteshauses ausrutschten und hinfielen. Einer der Wachmänner verhinderte noch mehr Gewalttaten, indem er Pfefferspray gegen den Angreifer einsetzte. Der Täter brüllte während seines Angriffs antisemitische Parolen und verfluchte das jüdische Volk. Er wurde verhaftet, als die Polizei eintraf. Rabbi Uriel Husni, der Leiter der Gemeinde, erklärte: „Ich hätte nie gedacht, dass so etwas passieren können. Das hier war Terror. Zusammen mit den Sicherheitsleuten konnten wir ihn stoppen. Jetzt haben wir um Polizeischutz an der Tür der Synagoge gebeten.“ (Arutz 7)

ISRAELISCHER TORHÜTER IST DER ÄLTESTE PROFI WELTWEIT – Der über siebzigjährige Israeli Isaak Hayik steht nun im Guinness-Buch der Weltrekorde als ältester, noch aktiver Fußballspieler. Hayik, der bald seinen 74. Geburtstag feiert, hatte einen Brief ans Büro vom Guinness-Buch der Rekorde geschrieben, war aber dennoch geschockt, als am letzten Wochenende ein offizieller Vertreter bei seinem Spiel, bei dem er wieder im Tor stand, auftauchte. Hayik spielt für die Maccabi Ironi Or Yehuda. „Das Lustige ist, dass als ich mich an Guinness gewandt habe, um den Weltrekord zu brechen, weil ich der älteste Torhüter sein wollte“, schrieb er auf seiner Facebook-Seite. „Ich hätte mich nicht zu träumen gewagt, dass der Guinness-Vertreter mich nicht nur zum ältesten Torhüter, sondern auch zum ältesten aktiven Fußballspieler der Welt ernennen würde.“ Obwohl sein Team 5:1 gegen Hapoel Ramat Yisrael in der israelischen Halb-Profi-Liga verlor, war Hayik, nachdem er das gesamte Spiel über im Einsatz war (eine Voraussetzung, um den Eintrag zu bekommen), überschwänglich: „Die Begeisterung ist enorm. Da hat sich der Kreis geschlossen. Heute spielen die Enkel der Männer mit mir, die vor 50 oder 60 Jahren meine Teamkollegen waren.“ Der 1945 im Irak geborene Hayik zog im Alter von fünf Jahren nach Israel und fing in den 1960er Jahren an, für sein Team zu spielen. (Times of Israel)

WAHL IM ZOO VON JERUSALEM – Am Dienstag, den 9.4.2019 fanden im Biblischen Zoo von Jerusalem und im nebenan gelegenen Aquarium von Israel ebenfalls Wahlen statt - parallel zur politischen Wahl. Die Wahlurnen standen ab 9 Uhr bereit und alle Besucher durften bis 18 Uhr für ihre Lieblingskandidaten unter den dauerhaften Zoobewohnern wählen. Die Wahl war letzte Woche zuerst auf Facebook in einem Post und einem Video angekündigt worden, wobei verschiedene Kandidaten ihr jeweiliges Hauptthema präsentierten: Die Känguru-Partei versprach, die Taschen ihrer Wähler zu füllen; die Elefanten-Partei behauptete, es stünde ein Elefant im Zimmer und der sei der einzige, der einen potentiellen Raketenangriff abwenden könne. Die Pandas, Flamingos, Krallenaffen und das Damwild vereinten sich und bildeten eine Partei, die versprach, dass alles locker und lustig verlaufen würde. Und die Partei der Zebras und Zebrahaie versprachen, das „Meer der Politik“ sauber zu halten. Anders als bei der Parlamentswahl durften wirklich alle Zoo- und Aquariumsbesucher wählen, unabhängig vom Alter oder ihrer Nationalität. Es war nicht das erste Mal, dass der Zoo sich vom politischen Fieber hat mitreißen lassen. Bei den Kommunalwahlen im Oktober 2018 gab es eine ähnliche Kampagne. Dabei stimmten 693 Personen ab und Ziv der Löwe wurde Bürgermeister. Die Nashorn-Partei belegte mit 17 % aller Stimmen Platz 2 und die Känguru-Partei kam mit 14 % auf Platz 3. (Algemeiner)  Die Ergebnisse der jüngsten Wahl im Zoo stehen noch nicht endgültig fest, aber wir werden unsere Partner informieren, sobald die Information vorliegt.

BITTE SPENDET für medizinisches Gerät und Medikamente, die wir bedürftigen und älteren Menschen, Rollstuhlfahrern, behinderten Kindern, Intensivstationen und Krebspatienten in Krankenhäusern sowie Rettungsteams zukommen lassen. Wir von VfI wollen gut vorbereitet sein für den Fall, dass es zu einem Krieg mit dem Iran und dessen Alliierten im Norden kommt. Auch angesichts der verstärkten Terrorangriffe durch die Hamas im Süden erwartet der jüdische Staat einen weiteren Krieg zu Land. Über die Projekte von VfI, wie zum Beispiel die Schulranzenaktion, durch die seit 1999 bereits 225.000 Schulranzen an bedürftige Kinder verteilt wurden, könnt ihr euch auf unserer Website unter www.visionforisrael.com/de informieren. - Jetzt vor Pessach, das vom 19. bis 27.4.2019 stattfindet, bitten wir euch großzügig für die Armen zu spenden.
„Da ist einer, der ausstreut, und er bekommt immer mehr, und einer, der mehr spart, als recht ist, und es gereicht ihm nur zum Mangel. Wer gern wohltut, wird reichlich gesättigt, und wer andere tränkt, wird auch selbst getränkt.
- Sprüche 11,24-25

Unsere Spendenkonten sind:
Deutschland:     Vision für Israel e.V.      IBAN: DE27 7015 0000 1002 9131 41
Schweiz:           Vision für Israel e.V.      Postfinance Konto: 85-235852-6

Danke im Voraus für eure Unterstützung in Gebet und für eure finanziellen Gaben!

Wir danken dem Herrn für Eure Gebete

Barry, Batya und das VfI-Team

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