Purim mit Holocaustüberlebenden

Mar 30, 2019

Dieses Purim waren wir mit mehreren Feiern beschäftigt, eine besondere davon für Holocaustüberlebende im Jerusalemer Rathaus. Barry und Batya nahmen daran teil und brachten Geschenke für jeden mit. Batya erzählt:

“Nach vielen grauen und kalten Tagen wurde es Dienstag, der Tag an dem 200 Überlebende für eine Purimfeier in das Rathaus von Jerusalem eingeladen waren. Es war ein schöner, sonniger Morgen und überall blühten die Blumen.

Am Eingang des Gebäudes war ein großer Tisch gedeckt mit Leckereien für das Frühstück. Wir spendeten ein Buffet mit warmen und kalten Speisen und Getränken. Es war wunderbar die Überlebenden persönlich zu treffen. Ein paar von ihnen kannten wir schon von der Einweihung der Rettungswagen im Millennium Center und sie dankten uns noch einmal für die Veranstaltung, die sie in guter Erinnerung hatten. Die Stimmung war freudig und die Überlebenden kamen mit kindlicher Freude, verkleidet für den Feiertag.

Im Hauptsaal des Rathauses mit Blick über die Jerusalemer Skyline wurden wir von einer Klezmer Band begrüßt, die fröhliche Musik für Purim und schöne chassidische Musik spielten. Die Überlebenden genossen die Musik so sehr, dass sie sogar anfingen vor Freude zu tanzen und die Stimmung war gigantisch.

Wir waren gefragt worden die Veranstaltung mit ein paar Worten an die Überlebenden zu eröffnen. Wir erzählten ihnen wie erfreut wir waren mit ihnen Purim zu feiern und ihnen etwas mitgeben zu können. Wir redeten über die Überlebensgeschichte des jüdischen Volkes durch die Generationen und über die Tatsache, dass sie das schlimmste überlebt haben und dass wir dank ihnen den Sieg über das Böse feiern konnten mit dem freien demokratischen Staat Israel. So wie wir in der Vergangenheit unter dem Hass von Haman gegen das jüdische Volk gelitten haben, so leiden wir in jeder Generation unter unberechtigtem Hass.

Barry sprach auch über seinen Vater, ein angesehener Offizier in der U.S. Armee während dem zweiten Weltkrieg. Er diente in einer Eliteeinheit, nahm an fünf Schlachten teil, die den Nazis erhebliche Verluste zufügten. Viele von Barrys Familienangehören starben im Holocaust und er beschrieb das Privileg, das er hatte, Aliyah als einsamer Soldat zu machen und eine Familie in Israel zu gründen.

Die Freude war groß als der Bürgermeister Jerusalems kam um die Gäste zu begrüßen und sie „unsere Helden“ nannte.

Am Ende der Veranstaltung gingen wir nach Hause, glücklich über die Möglichkeit diese wunderbaren Menschen zu ehren und ihnen Freude schenken zu können – sie zu segnen, zu umarmen und ihnen zeigen zu können wie wichtig sie sind.“

Download Our App