Aktuelles aus Jerusalem – 15. März 2019

Mar 16, 2019

„Sie sollen sich schämen und beschämt werden allesamt, die sich freuen über mein Unglück. Sie sollen mit Schimpf und Schande bekleidet werden, die gegen mich großtun! Es sollen jubeln und sich freuen, die meine Gerechtigkeit wünschen, und sie sollen stets sagen: ‚Erhoben sei der HERR, der den Frieden seines Knechtes will!’“  Psalm 35,26-27

KUNDGEBUNGEN GEGEN ANTISEMITISMUS – Am Sonntag, den 10.3.2019 gab es in Israel und an anderen Orten auf der Welt Massendemonstrationen der Zionistischen Weltorganisation (auf Englisch: World Zionist Organization, WZO), nachdem es jüngst wieder einige antisemitische Anschläge gab. Die Demonstranten forderten die Regierungen auf, antisemitistische Vorfälle in ihren jeweiligen Ländern mit höchster Priorität zu behandeln. Die Kundgebungen fanden in Jerusalem, auf dem Times Square in New York, am Großen Synagogenplatz in Paris und andernorts statt. „Wir stehen heute an verschiedenen Stätten in der Welt und sagen: ‚Es reicht’“, so der stellvertretende Leiter von WZO, Jacob Hagoel. „Wir befinden uns in schwierigen Zeiten, die sich schnell verschlechtern - angefangen bei Karikaturen und antisemitischem Graffiti, über die Schändung und Zerstörung von Gräbern, hin zu tätlichen Übergriffen auf Juden in mehreren Ländern. In der Vergangenheit, konnten wir dagegen nichts tun, weil wir uns untergeordnet haben und verfolgt wurden“, so Abraham Duvdevani, der Leiter der Organisation. Der oberste Rabbiner von Israel Rabbi David Lau erläuterte: „Ich hasse keinen anderen Menschen, auch wenn er anders aussieht, auch wenn er anderer Meinung ist, auch wenn er von anderer Herkunft ist.“ (Jerusalem Post)

PAPST TRIFFT AUF JÜDISCHE GRUPPEN UND PRANGERT ANTISEMITISMUS AN – Papst Franziskus prangerte jetzt den „verderbten Hass“ hinter einer Welle von antisemitischen Anschlägen in verschiedenen Teilen der Welt an. Der Dialog zwischen den Religionen könne seiner Meinung nach helfen, wie er am Freitag, den 8.3.2019 bei einer Audienz mit einer Delegation des Amerikanisch-Jüdischen Komitees sagte. Er beklagte, dass das Treffen inmitten eines Klimas „der Bosheit und Rage“ stattfindet, „wo exzessiver und verderbter Hass“ Wurzeln schlage. Christen warnte er, dass jegliche Form von Antisemitismus eine „Ablehnung des eigenen Ursprungs, ja, ein vollkommener Widerspruch“ sei. (Ynet)

VERFOLGTE CHRISTIN TROTZ FREISPRUCHS NOCH IN PAKISTAN – Eine pakistanische Katholikin, die im Januar 2019 des Vorwurfs der Gotteslästerung vom Höchsten Gericht von Pakistan freigesprochen wurde, ist weiterhin im Land, obwohl es Befürchtungen gibt, dass sich ihr Gesundheitszustand verschlechtert. Asia Bibi, 53, lebt mit ihrem Mann an einem geheimen Ort in Karachi in Pakistan, wo ihr aber die medizinische Versorgung wegen „niedrigem Blutdruck“ versagt bleibt. Ein Bekannter von Bibi erklärte, ihr gehe es gar nicht gut. Es sei frustrierend, dass sie von der pakistanischen Armee daran gehindert wird, zu ihren Kindern nach Kanada zu reisen, wo Premier Justin Trudeau ihr Asyl angeboten hat. „Alle machen sich große Sorgen. Sie hat in der Berufung gewonnen und sollte Pakistan inzwischen verlassen haben. Aber obwohl die Regierung sagt, sie könne ausreisen, hat in diesem Fall die Armee das Sagen.“ Bibi war fast zehn Jahre in einem pakistanischen Gefängnis dahingesiecht, nachdem ihr vorgeworfen worden war, sie hätte Mohammed gelästert, was in der islamischen Republik ein Kapitalverbrechen ist. * An einem heißen Tag im Juni 2009 behauptete eine ungebildete Landarbeiterin, sie hätte mit Frauen aus ihrem Dorf Beeren gepflückt, als sie forderten, sie solle ihnen eine Tasse Wasser bringen. Als sie zurückkam, weigerten sich die Frauen, das Wasser nach ihr zu trinken - weil sie Christin war. „Ich will, dass die ganze Welt weiß, dass ich gehängt werde, weil ich meinem Nächsten geholfen habe“, sagte Bibi im Jahr 2011 von ihrer kleinen Gefängniszelle aus gegenüber einer französischen Reporterin. „Wir Christen sind immer ruhig geblieben. Von Kindesbeinen an wurde uns beigebracht, nie etwas zu sagen, weil wir eine Minderheit sind. Aber ich bin auch stur und jetzt will ich reagieren; ich will meinen Glauben verteidigen. Ich atme tief ein und fülle meine Lungen mit Mut. Ich werde nicht konvertieren“, hatte Bibi zu den Frauen gesagt, als diese ihr Flüche an den Kopf warfen und forderten, sie solle sich bekehren. „Ich glaube an meine Religion und an Jesus Christus, der am Kreuz für die Sünden der Menschheit starb.“ Bibi wurde wegen dieser Bemerkungen vor den Geistlichen des Dorfes gezerrt und dann ins Gefängnis außerhalb von Lahore nahe der Grenze zu Indien gebracht. Fast zehn Jahre lang wartete sie auf die bevorstehende Todesstrafe, bis sie vor kurzem freigesprochen wurde. (Daily Caller)  Bitte betet, dass diese mutige Frau, die so heftig für ihren Glauben verfolgt wurde, an Geist, Seele und Leib gestärkt wird. Betet, dass sie bald ausreisen und zu ihren Kindern nach Kanada fliegen kann.

ISRAELI ALS PRÄSIDENT VON GUATEMALA? – Ein in Guatemala geborener israelischer Geschäftsmann kandidiert für das Präsidentschaftsamt seines Heimatlandes. Isaak Farhi, 58, zog im Alter von 46 nach Israel, nachdem er zuvor als Leiter der 1200 Personen zählenden jüdischen Gemeinde des mittelamerikanischen Landes gedient hatte. Doch im Juni 2019 wird der Mann, der die doppelte Staatsbürgerschaft hat, für das Amt des Präsidenten kandidieren, nachdem er bei einem Fernsehinterview mitgemacht hatte, welches vor zwei Monaten ausgestrahlt wurde. Darin war ihm die Frage gestellt worden, was das Geheimnis für den Erfolg Israels sei. Er antwortete, „Ideale und Einheit“ seien die Gründe. Außerdem sagte er, dass Guatemala daraus Nutzen ziehen könnte, wenn es sich diese Prinzipien zu eigen machen würde. Farhi bekam daraufhin ein Angebot der ViVa-Partei und teilte vergangene Woche seine Kandidatur mit. Schon in jungen Jahren interessierte Farhi sich für Politik und war involviert. Er zählte zu den Gründungsmitgliedern der Partei für Nationalen Fortschritt, die zu einer der größten Parteien des Landes aufstieg. Farhi lebt in der zentral in Israel gelegenen Stadt Raanana, die wegen ihrer hohen Standards und der urbanen/internationalen Atmosphäre bei reichen Einwanderern beliebt ist. Allerdings wird er im Juni 2019 nach Guatemala zurückkehren, um zu kandidieren. Derzeit ist er als Chef eines Unternehmens tätig, das auf Dienste im Gesundheitswesen spezialisiert ist. * Vergangenes Jahr war Guatemala nach den USA das zweite Land, das seine Botschaft von Tel Aviv nach Jerusalem verlegte. (Jerusalem Post)

FRAUENQUOTE IN LATEINAMERIKA – In Aufsichtsräten von jüdischen Organisationen in ganz Lateinamerika und auf den karibischen Inseln sind Frauen unterrepräsentiert; noch weniger sind es in Toppositionen und da, wo Entscheidungen getroffen werden. Frauen haben nur etwas mehr als ein Fünftel der Posten in Aufsichtsräten, genauer gesagt 22,3 %; von den Präsidenten, Vizepräsidenten, Aufsichtsratsvorsitzenden oder Dekanen von jüdischen Organisationen sind nur 13 % Frauen. Dies geht aus einer ersten regionalen Genderstudie hervor. * Die jüdische Gemeinde ist dabei, dieses Problem anzugehen. Eine fortlaufende Initiative soll Frauenthemen in der jüdischen Dachorganisation von Argentinien (DAIA) ansprechen. Die DAIA hat sich in den letzten Jahren bemüht, die Gleichheit der Geschlechter zu thematisieren. Beispielsweise wurde in den letzten drei Jahren ein Meeting für Frauen in Führungspositionen organisiert. „Wir arbeiten in unserer Organisation an einem neuen Ethikcode, der Probleme wie Integrität und Genderperspektiven einführen wird“, so Patricia Manusovich, die Leiterin der DAIA. Die Studie war überschrieben mit „Gender und Leiterschaft in der jüdischen Gemeinde in Lateinamerika und in der Karibik“. Darin werden feste Quoten vorgeschlagen für die Beteiligung von Frauen mit dem Ziel der Gleichheit, also 50 %, oder einer proportionalen Beteiligung, je nach Genderverteilung in der betreffenden Organisation. „Wir wollen Schritte unterstützen, die zu Veränderungen führen und zu einer stärkeren Präsenz von Frauen in den Aufsichtsräten von jüdischen Organisationen und in den Gemeinden in der Region“, so Sergio Widder, der Chef des Joint Distribution Committee (JDC). Das JDC ist eine seit 1914 vor allem in Europa tätige Hilfsorganisation US-amerikanischer Juden für jüdische Glaubensgenossen mit Sitz in New York City. (JTA, Wikipedia)

KÜNSTLICHE INTELLIGENZ – Im Jahr 2018 erlebte die Technologie für künstliche Intelligenz in Israel ein enormes Wachstum bei der Anzahl der Firmen, die Mittel beschafften sowie bei den investierten Beträgen und bei den neu auf den Markt gebrachten Produkten. Dies geht aus dem neuen Bericht von Start-Up Nation Central hervor. In Israel floriert „ein lebendiges Ökosystem“ für künstliche Intelligenz (KI). Im Jahr 2014 gab es 512 Unternehmen; Ende 2918 waren es schon 1.150. Das entspricht einem Anstieg von 120 % in vier Jahren. Dazu gehören Firmen, die die Kerntechnologie für KI entwickeln, aber auch Unternehmen, die KI-Technologien für ihre Dienstleistungen nutzen, zum Beispiel im Gesundheitswesen, für die Sicherheit im Netz oder für selbstfahrende Kraftfahrzeuge. Der Bericht von Start-Up Nation Central zeigt, dass Unternehmen, die 2018 mit KI zu tun hatten, 1 % aller israelischen Technologiefirmen ausmachten. Erstaunlicher Weise gingen 32 % des Geldes, dass bei Investoren beschafft wurde, und 37 % des Geldes, das insgesamt beschafft werden konnte, an KI-Firmen. Das ist ein Anstieg von 94 % bei der Anzahl der Runden zum Beschaffen von Finanzen gegenüber 2014 und ein Anstieg von 85 % in Bezug auf das beschaffte Kapital. Insgesamt belief sich dieses auf 2,25 Milliarden Dollar, mehr als dreimal so viel wie 2014, als es 516 Millionen waren. 2018 war also für die Kapitalbeschaffung ein Rekordjahr. (Forbes)

HUNDE VON ISRAEL – In Israel sind fast 500.000 Hunde angemeldet, 235.929 weibliche und 240.933 Rüden. Im Durchschnitt sind die Hunde 6,5 Jahre alt. Im letzten Jahr wurden 56.219 Welpen geboren und in die Datenbank des Landwirtschaftsministeriums eingetragen. Der Shih Tzu ist im jüdischen Staat am beliebtesten. Letztes Jahr war er auf Platz 3, als der beliebteste Hund der Pekingese war, eine alte Züchtung eines „Spielzeughundes“, der nach drei Jahren von Platz 1 auf Platz 2 verdrängt wurde. Auf Platz 3 sitzt der deutsche Schäferhund, ein mittelgroßer „Arbeitshund“. Der Name, den letztes Jahr in Israel geborene Hunde am häufigsten verpasst bekamen, ist Toy, höchstwahrscheinlich nach dem Lied von Netta Barzilai genannt, die 2018 bei der Eurovision gewonnen hatte. Weitere beliebte Namen waren Louis für Rüden und Luna oder Bell für Hündinnen. Das Landwirtschaftsministerium wirbt für die Adoption und die richtige Pflege der Vierbeiner. (INN) „Ein guter Mensch sorgt für seine Tiere, der Gottlose aber ist durch und durch grausam.“ - Sprüche 12,10 (Hfa)

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Wir danken dem Herrn für Eure Gebete

Barry, Batya und das VfI-Team

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