Aktuelles aus Jerusalem – 28. Dezember 2018

Dec 28, 2018

„Was ich aber euch sage, sage ich allen: Wacht!“  Markus 13,37

VORGEZOGENE WAHLEN IN ISRAEL – Im April 2019 wird Israel vorgezogene Wahlen abhalten; das Parlament steht wegen Problemen bei einer wichtigen Entscheidung in Bezug auf die Wehrpflicht vor der Auflösung, wie am 24.12.2018 angekündigt wurde. Die Koalition und die Regierung von Benjamin Netanjahu legten die Wahl einem Sprecher zufolge „im Namen der etatmäßigen und der nationalen Verantwortung“ für den 9.4.2019 fest. Die Koalition kämpft - in Bezug auf den heiß diskutierten Entwurf über die Befreiung ultraorthodoxer Juden von der Wehrpflicht - um einen Konsens. Netanjahu leistet derzeit seine vierte Amtszeit. Seine rechtsgerichtete Likud-Partei hält von den 120 Sitzen im Parlament nur eine ganz knappe Mehrheit von 61, nachdem Verteidigungsminister Avigdor Lieberman im November 2018 zurückgetreten war - nach der Vereinbarung des kontroversen Waffenstillstands mit Gaza, wodurch die fünf Sitze von Liebermans Partei, Israel Beitenu (zu Deutsch: „Unser Zuhause Israel“) in der Koalition verloren gingen. Umfragen zufolge bleibt der Likud von Netanyahu wohl auch nach den Neuwahlen die stärkste Partei im Parlament. Laut israelischem Recht hätte die nächste Wahl spätestens im November 2019 abgehalten werden müssen. (New York Post)  Bitte fangt schon jetzt an, für die kommenden Wahlen in Israel zu beten. Mögen in dieser wichtigen Zeit von Gott erwählte Männer und Frauen in die Regierungsämter kommen.

„EAST MED PIPELINE“ VON ISRAEL NACH EUROPA – Nach zwei Jahre währenden intensiven Verhandlungen, überschattet von mehreren Unterbrechungen in den Gesprächen mit der Türkei stimmte Israel zu, die EU in Zukunft mit Erdgas zu beliefern. Durch dieses Projekt wird Israel zu einer bedeutenden erdgasexportierenden Nation werden. Es wird ein Jahr dauern, die Finanzierung zu organisieren. Dann soll der Bau an der längsten und tiefsten unterirdischen Pipeline der Welt beginnen. Sie wird rund 2.100 km lang sein und 3 km unter dem Mittelmeer liegen; die Bauzeit des 6,1 Milliarden Euro teuren Projektes beträgt fünf Jahre. Darauf hingearbeitet hatte der Minister für die nationale Infrastruktur, für Energie und Wasserressourcen, Juval Steinitz, der das Projekt vor zwei Jahren interessanterweise auf einer Konferenz in Abu Dhabi vorschlug. Die Vereinten Arabischen Emirate haben bereits rund 88 Millionen Euro in das Projekt gesteckt. Es wird selten diskutiert, aber es handelt sich um einen Eckpfeiler der sich ändernden Beziehungen zwischen Teilen der arabischen Welt und dem jüdischen Staat. Das Erdgas wird aus dem israelischen Reservoir Leviathan geholt und über Zypern, Kreta und Griechenland ans Terminal an der Südostspitze Italiens geleitet. Diese multinationale Pipeline wird Europa bis 2030 mit 125 Milliarden Kubikmeter Erdgas versorgen. (Jerusalem Post)  „Und Ich will dich zu einer großen Nation machen, und Ich will dich segnen, und Ich will deinen Namen groß machen, und du sollst ein Segen sein! Und Ich will segnen, die dich segnen, und wer dir flucht, den werde Ich verfluchen; und in dir sollen gesegnet werden alle Geschlechter der Erde!“ - 1. Mose 12,2-3

NETANJAHU BEZEICHNET ERDOGAN ALS ANTISEMITISCHEN DIKTATOR – Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan ist ein „antisemitischer Diktator“, erklärte der israelische Premierminister Netanjahu in einem Krieg der Worte, der am letzten Wochenende zwischen den beiden Ländern eskalierte. „Er ist von Israel besessen“, so Netanjahu über den Türken. „Erdogan weiß, was eine moralische Armee ist und er weiß, was eine echte Demokratie ausmacht - im Gegensatz zu einer Armee, die Frauen und Kinder in kurdischen Dörfern massakriert und im Gegensatz zu einem Staat, der bedauerlicherweise täglich mehr zu einer Diktatur wird“, so Netanjahu. Es gab eine Reihe von Nachrichten auf Twitter, sowohl auf Türkisch als auch auf Englisch, in denen der türkische Außenminister Mevlut Cavusoglu mehrere Anschuldigungen gegen Israel wiederholte, die Präsident Recep Tayyip Erdogan am Vortag geäußert hatte: „Der Besatzer, der am Boden liegende Menschen tritt, ist leicht beleidigt; @netanjahu ist ein kaltblütiger Mörder moderner Zeiten und verantwortlich für Massaker an Tausenden von unschuldigen Palästinenserkindern und die Bombardierung von Kindern an Stränden.“ Erdogans Sprecher schrieb auf Twitter: „Anstatt Präsident Erdogan anzubetteln, er solle die Wahrheit sagen, sollte @netanjahu die unrechtmäßige Besatzung der Palästinensergebiete und die brutale Unterdrückung des palästinensischen Volkes beenden. Erdogan zu kritisieren und Kurden als politisches Mittel zu nutzen, wird ihn nicht vor den Problemen im Inland schützen.“ Am Samstag, den 22.12.2018 reagierte Netanjahu auf Erdogans Äußerungen wie folgt: „Erdogan, der Besatzer von Zypern, dessen Armee Frauen und Kinder in kurdischen Dörfern abschlachtet - innerhalb und außerhalb der Türkei - sollte Israel nichts vorpredigen.“ Anfang des Jahres hatte Erdogan sogar behauptet, der Geist von Adolf Hitler sei über einige israelische Politiker gekommen. (Jerusalem Post)

TRUMP: „ERDOGAN IST DER MANN FÜR DEN JOB IN SYRIEN.“ – Wenige Stunden, nachdem Netanjahu Erdogan als „antisemitischen Diktator“ bezeichnet hatte, erklärte US-Präsident Trump, der Chef der Türkei sei der richtige Mann für den Job in Syrien. Die Türkei soll die Lücke schließen, die der bevorstehende Abzug der US-Truppen in Syrien hinterlassen wird, wie Trump am 24.12.2018 ankündigte. Dabei lobte er Recep Tayyip Erdogan nach einem Gespräch mit ihm über den künftigen Kampf gegen die ISIS im vom Krieg verwüsteten Syrien. Am 23.12.2018 hatte ein Vertreter des US-Verteidigungsministeriums gegenüber Journalisten erklärt, der US-Präsident habe den Befehl für den Rückzug der US-Truppen aus Syrien unterzeichnet. Damit setzte sich der US-Präsident über Kritik hinweg. Seine Regierung habe der ISIS mehr Schaden zugefügt als alle Präsidenten der jüngsten Vergangenheit. Nach dem kontroversen Schritt war der US-amerikanische Verteidigungsminister Jim Mattis zurückgetreten - ebenso wie Brett McGurk, Trumps Sondergesandter für die globale Koalition gegen die ISIS. Später hieß es, Trump hätte mit Erdogan gesprochen. Diesem habe er gesagt, die Situation in Syrien läge nun in Erdogans Hand, Amerika sei jetzt draußen. (INN)  Bitte betet weiter für US-Präsident Trump. Möge er auf erfahrende Berater hören, sie respektieren und sich nach ihrem Rat richten. „Ich ermahne nun vor allen Dingen, dass Flehen, Gebete, Fürbitten, Danksagungen getan werden für alle Menschen, für Könige und alle, die in Hoheit sind, damit wir ein ruhiges und stilles Leben führen mögen in aller Gottseligkeit und Ehrbarkeit.“ - 1. Timotheus 2,1-2

ISRAELISCHE TECHNIK BEENDET DROHNENCHAOS AUF LONDONER FLUGHAFEN – Die britische Armee setzte ein israelisches Antidrohnensystem ein, um das unbemannte Flugobjekt zurück auf den Boden zu holen, das den Flugverkehr auf dem Londoner Flughafen Gatwick ab Donnerstag, den 20.12.2018 für mehr als 36 Stunden lahmgelegt und das Weiterreisen von Tausenden von Fluggästen verhindert hatte. Am nächsten Tag wurde der Verkehr auf dem Flughafen mit dem zweithöchsten Flugbetrieb in Großbritannien wieder aufgenommen. Die Polizei war unterdessen weiter auf der Suche nach den Bedienern der Drohne. Der britische Verkehrsminister Chris Grayling erklärte, die Armee sei im Einsatz, um die Sicherheit auf dem Flughafen zu gewährleisten. Laut der Daily Mail setzte die britische Armee die in Israel hergestellte „Drohnenkuppel“ ein, um die Drohne herunterzuholen, nachdem es der Polizei stundenlang mit einem kommerziellen Antidrohnensystem nicht gelungen war. Sechs der Systeme, die in Israel von der Firma Rafael entwickelt worden waren, waren im August 2018 an das britische Verteidigungsministerium für schätzungsweise 17 Millionen Euro verkauft worden, wie in der israelischen Finanzzeitung Globes zu lesen gewesen war. Grayling erklärte, man habe Maßnahmen ergriffen, so dass sich die Fluggäste sicher fühlen dürften. Weiter sagte er, rund 40 Mal habe man einen kleine Anzahl von Drohnen gesichtet, während es keinen Flugverkehr am Flughafen gab. Solch eine Unterbrechung des Verkehrs wegen Drohnen wie in Gatwick habe es bisher nirgends auf der Welt gegeben.” (Koenig)

ISRAEL NACH RÜCKZUG DER USA AUS SYRIEN AUF KAMPF GEGEN DEN IRAN GEFASST – Bei seinem wöchentlichen Treffen mit der Regierung erklärte Premier Netanjahu diese Woche, Israel könnte seine Operationen gegen den Iran und Syrien bei Bedarf ausweiten. Er wollte damit die Ängste besänftigen, die nach dem Rückzug der USA aus Syrien entstanden waren. „Die Entscheidung, dass 2.000 US-Soldaten aus Syrien abgezogen werden, wird unser Vorgehen nicht ändern: Wir werden weiter gegen die Versuche des Irans vorgehen, militärische Stützpunkte in Syrien zu etablieren und wenn nötig werden wir unsere Operationen sogar ausweiten“, so der israelische Premier. Denen, die sich Sorgen machen, wollte er versichern, dass die Zusammenarbeit mit den USA im operativen und geheimdienstlichen Bereich aber auch in anderen Sicherheitsbelangen weiterginge. Am 23.12.2018 hatte Justizministerin Ajelet Schaked Trumps Entscheidung über den Truppenabzug aus Syrien als „für Israel schlecht“ bezeichnet, denn das stärke den türkischen Präsidenten, den auch sie als Antisemiten beschrieb. Der US-Rückzug könnte zu weiteren iranischen Waffenlieferungen an die libanesische Terrorgruppe Hisb-Allah führen. Schaked zufolge wolle Israel alles Erdenkliche tun, um den Iran daran zu hindern, in Syrien Fuß zu fassen. Schaked verurteilte auch die Auswirkungen, die der amerikanische Rückzug auf die kurdischen Milizen in Syrien haben werde. Am vergangenen Wochenende hatte Erdogan mit der „Eliminierung“ von kurdischen Milizen und noch verbleibenden ISIS-Kämpfer gedroht. „Die Kurden sind große Helden“, sagte Schaked, „denn wegen ihnen ist es dem Westen überhaupt gelungen, gegen die ISIS zu kämpfen. Sie sind Verbündete und ich hoffe, sie werden im Kampf gegen die Türken gewinnen. Ich hoffe, die internationale Gemeinschaft wird Erdogan daran hindern, die Kurden zu massakrieren.“ (Jerusalem Post, Reuters)  Bitte betet gemäß der Heiligen Schrift für Israel: „Gott umgürtet mich mit Kraft und untadelig macht Er meinen Weg. Er macht meine Füße den Hirschen gleich, und stellt mich hin auf meine Höhen. Er lehrt meine Hände das Kämpfen und meine Arme spannen den ehernen Bogen.“ - Psalm 18,33-35. Betet für den Schutz der kurdischen Bevölkerung vor der Drohung Erdogans, sie eliminieren zu wollen.“

BITTE SPENDET GROSSZÜGIG – Danke im Voraus für eure Unterstützung in Gebet und für eure finanziellen Gaben! - Römer 15,26-27

Wir danken dem Herrn für Eure Gebete

Barry, Batya und das VfI-Team

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