Aktuelles aus Jerusalem – 9. November 2018

Nov 10, 2018

Er gibt dem Müden Kraft und dem Ohnmächtigen mehrt Er die Stärke.“  – Jesaja 40,29

REKORD IM TOURISMUS – Der Oktober war der bisher beste Monat für den israelischen Tourismus, dank 500.000 Touristen, die umgerechnet 592 Millionen Euro in die Wirtschaft spülten. „Im Oktober wurde mit der erstaunlichen Zahl von fast einer halben Million Besuchern, die innerhalb eines Monats nach Israel kamen, ein historischer Rekord aufgestellt.“ Der Minister für Tourismus, Jarib Levin sagte weiter: „Touristen tragen zur Wirtschaft und zum Image Israels entscheidend bei. Ich bin überzeugt, dass wir weiter einen starken Anstieg bei der Anzahl der Besucher, die nach Israel kommen, erleben und bis Jahresende einen weiteren Rekord sehen werden.“ Levin zufolge gibt es einen direkten Zusammenhang zwischen dem Wachstum beim Fremdenverkehr und den Investitionen in die Vermarktung des Landes in den letzten beiden Jahren. Im Jahresvergleich kamen im Oktober 65 % mehr Ungarn nach Israel, 50 % mehr Italiener und jeweils 40 % mehr Polen, Holländer und Rumänen. Das Tourismusministerium hatte in diesen Ländern im Durchschnitt 47 % mehr ins Marketing investiert. (Jerusalem Post)

ISIS ÜBERNIMMT VERANTWORTUNG FÜR ANSCHLAG AUF CHRISTLICHE PILGER IN ÄGYPTEN – Am Freitag, den 2.11.2018 erklärte die Dschihad-Gruppe ISIS, sie habe den Anschlag auf drei Busse mit christlichen Pilgern verübt, die auf dem Weg in ein entlegenes Kloster in der Wüste südlich der ägyptischen Hauptstadt Kairo unterwegs waren. Dabei starben sieben Menschen, drei weitere wurden verletzt, wie die orthodoxe koptische Kirche und das Innenministerium mitteilten. Die ISIS-Gruppe vor Ort nennt sich „Sinai-Provinz“. Die ISIS erklärt immer wieder, sie werde Christen in Ägypten angreifen - und zwar als Bestrafung dafür, dass sie Präsident Abdel Fattah Al-Sisi unterstützen. Al-Sisi schrieb auf Twitter, mit dem Anschlag wolle die ISIS dem „soliden Gewebe der Nation“ Schaden zufügen. Er versprach, weiter gegen den Terror kämpfen zu wollen. Christliche Gebetshäuser in ganz Ägypten sind mehrfach zum Ziel der ISIS geworden, weshalb die ägyptische Regierung den Ausnahmezustand ausgerufen hat. Koptische Christen machen rund 10 % der hauptsächlich moslemischen (d. h. sunnitischen) Bevölkerung des Landes aus. Der Anschlag vom letzten Freitag war der zweite, bei dem Pilger auf dem Weg zum Kloster St. Samuel zum Ziel der Terroristen wurden. Im Mai 2017 waren so fast 30 Christen ermordet worden. Das Innenministerium teilte mit, die Polizei verfolge die flüchtigen Täter. (Arutz-7)  Am 4.11.2018 war der jährliche Gebetstag für die verfolgte Kirche. Bitte betet weiter wie Zehntausende von Menschen weltweit für unsere verfolgten Brüder und Schwestern. Betet für Schutz, Bewahrung, Mut, Heilung und Trost für Christen im Nahen Osten und im Rest der Welt. „Kümmert euch um alle, die wegen ihres Glaubens gefangen sind. Sorgt für sie wie für euch selbst. Steht den Christen bei, die verhört und misshandelt werden. Leidet mit ihnen, als würden die Schläge euch treffen.“ - Hebräer 13,3 (Hfa)

ÄGYPTEN DENKT ÜBER BURKAVERBOT NACH – Kairo diskutiert gerade ein neues Gesetz nach welchem Frauen Burkas nicht mehr in der Öffentlichkeit tragen dürfen sollen. Es ist Teil einer Kampagne, um gegen extremistische Auslegungen des Islam zu kämpfen. Der Ganzkörperschleier wird zumeist in islamistischen Gesellschaften getragen; er bedeckt bis auf die Augen das ganze Gesicht der Frau. Am vergangenen Wochenende reichte die Abgeordnete Ghada Ajami beim ägyptischen Parlament einen Entwurf ein, wonach Frauen, die das Verbot nicht beachten 1.000 ägyptische Pfund (umgerechnet 50 Euro) Strafe zahlen sollen. Ajami betonte, der Entwurf unterstütze die Bemühungen des Staates im Kampf gegen Terror. Laut dem Entwurf wäre es verboten, Burkas in der Öffentlichkeit zu tragen, egal wann und wo, zum Beispiel in Krankenhäusern, Arztpraxen, Schulen, Kinos, Theatern, Büchereien, Museen, Regierungsgebäuden und so weiter. Ahmed Sharbini, ein politischer Analyst in Ägypten, erklärte: „Ägypten befindet sich wegen der radikalen islamistischen Gruppen im Land in einer Zeit der Instabilität.“ Die Burka sei ein Sicherheitsproblem, denn männliche wie weibliche Terroristen könnten eine benutzen, um ihre Identität zu verschleiern und sich unerkannt irgendwo hineinzuschleichen. Sollte das Gesetz verabschiedet werden, würde es weder Freiheiten einschränken noch gegen eine Religion sein, so Sharbini. Die öffentliche und nationale Sicherheit stünden höher als alles andere. (Jerusalem Post)

INDIEN WILL ISRAELISCHE EXPERTISE FÜR WASSERAUFBEREITUNG – Ein ranghoher, politischer Vertreter Indiens wünscht sich im Bereich Wasseraufbereitung eine Zusammenarbeit mit Israel, wie die Zeitung Punjab Newsline am Donnerstag, den 25.10.2018 berichtete. Der Minister aus Punjab, Amarinder Singh, hatte sich am Vortag mit dem israelischen Minister für Energie und Wasser, Jubal Steinitz, getroffen. Der Hauptpunkt ihrer Besprechung war Wassermanagement zum Wassersparen in Punjab. Singh war beeindruckt von der Tatsache, dass Israel 95 % seines Abwassers für die Landwirtschaft aufbereitet. Er erklärte, Punjab würde das gerne in städtischen Gegenden übernehmen. Ebenso lobte er die israelische Tröpfchenbewässerung; auch sie könne in Punjab eingesetzt werden. Letztes Jahr feierten Israel und Indien das 25. Jubiläum ihrer diplomatischen Beziehungen, die seit einigen Jahren in verschiedenen Bereichen blühen und gedeihen. (Algemeiner)

BRANDSTIFTUNG GEGEN JUDEN IN NEW YORK – Am Freitag, den 2.11.2018 gingen bei der New Yorker Polizei Meldungen über Brände an sieben verschiedenen Orten in der Gegend von South Williamsburg im Stadtteil Brooklyn ein. Einem Mitglied des Stadtrats zufolge setzte der Täter Jeschiwas und Synagogen in der größtenteils chassidischen Gemeinde in Brand. „Die Straftat wird von der Sondereinheit für Hassverbrechen und vom Verantwortlichen für Brandstiftung untersucht. Leider scheint es so, als würde diese Art von Anschlägen immer häufiger vorkommen. Worte und Reden sind so real wie jede andere Waffe und so rufe ich die Regierung auf, alle von Hass getriebenen Gruppen unmissverständlich anzuprangern. Wir müssen alles in unserer Macht stehende tun, dass sich Hasser nicht in Sicherheit wiegen, weder in Pittsburgh noch in Charleston oder hier in Williamsburg.“ Der Zeitung Williamsburg News zufolge wurde der verdächtige Brandstifter von der New Yorker Polizei festgenommen - mithilfe der Nachbarschaftswache Williamsburg Shomrim. Zeitgleich mit den Fällen von Brandstiftung wurde Graffiti mit den Worten „Tötet alle Juden“ am Union Tempel, einer Synagoge für reformierte Juden in Brooklyn, entdeckt. Eine politische Veranstaltung, die dort hätte stattfinden sollen, wurde abgesagt. (INN)  Betet bitte angesichts des Antisemitismus in den USA und in Europa, dass sich Juden in gefährdeten Gegenden entscheiden, in den jüdischen Staat umzuziehen.

IRANISCHE WIRTSCHAFT AUF TIEFSTAND – Der israelische Premier Netanjahu dankte US-Präsident Trump und den USA für die Verhängung von Sanktionen gegen den Iran, die wegen des Atomvertrags von 2015 ausgesetzt worden waren. „Seit Jahren fordere ich Sanktionen gegen das mörderische iranische Terrorregime, das die ganze Welt gefährdet“, so der Premier. „Die Auswirkungen der neuen Sanktionen ist schon zu spüren. Der Riyal ist abgestürzt, die Wirtschaft des Irans ist auf einem Tiefpunkt. Danke, Präsident Trump, für diesen historischen Schritt.“ Am Freitag, den 2.11.2018 wurden offiziellen Meldungen aus Washington zufolge 700 Personen, Gruppen und Firmen aus dem Iran auf die schwarze Liste gesetzt. Druck wurde auf das Bankennetzwerk SWIFT ausgeübt, Teheran zu blockieren, wenn die Sanktionen diese Woche in Kraft treten. Außenminister Mike Pompeo sagte, die Sanktionen gegen den Iran sind dazu gedacht, dessen Atomprogramm und „die breite Unterstützung für Terrorismus in der Region“ zu stoppen. (INN)

ECUADOR LOBT ISRAEL – Der Präsident von Ecuador hat die jüdische Gemeinde seines Landes anlässlich ihres 80. Jubiläums gelobt. Mehrere jüdische und nichtjüdische Vertreter nahmen vor kurzem an einer Zeremonie in der Synagoge der jüdischen Gemeinde von Ecuador in der Hauptstadt Quito teil. Präsident Lenin Moreno unterstrich den positiven Beitrag der ecuadorianischen Juden zur Gesellschaft seines Landes. „Gestatten Sie mir heute zu sagen, dass ich stolz bin auf mehrere Generationen von Politikern und Bürgern, die die Landesgrenzen und ihr Herz für unsere jüdischen Geschwister öffneten, als diese vor dem Horror fliehen mussten und hier in meinem Heimatland Frieden finden wollten“, so Moreno. Der Leiter der Gemeinde, Abraham Vigoda, sagte, in Ecuador würden Juden vollkommen akzeptiert. Der israelische Botschafter in Ecuador, Edwin Yabo, verlas eine Botschaft des israelischen Präsidenten Reuven Rivlin: „Wir werden das humanitäre Handeln von Ecuador nie vergessen.“ Er erinnerte an den ecuadorianischen Konsul Manuel Antonio Munoz Borrero, der im Zweiten Weltkrieg 700 Juden das Leben rettete und dem Jad Waschem deshalb den Ehrentitel „Gerechter unter den Nationen“ verliehen hatte. Heute leben 650 Juden in Ecuador. „Es ist eine jüdische Gemeinde, die nie groß war, aber immer einen großen Beitrag geleistet hat, ob in der Industrie oder Produktion, in der Rinderzucht, Pharmazie oder Architektur“, sagte Yabo. (Jerusalem Post)

PA: „ISRAEL HAT UNSERE SCHLANGE GESTOHLEN“ – Am Donnerstag den 1.11.2018 erklärten der Israelische Naturschutzbund und das Amt für den Schutz von Naturparks die „Palästinaviper“ zur nationalen Schlange Israels. Die Palästinaviper, Latein: Daboia Palaestinae, wurde nach einer Abstimmung im Internet ausgewählt. Man findet sie im Levante (also in Mittelmeerländern östlich von Italien), im Norden des Negev, im Westen Jordaniens, im Norden und Süden des Libanons, im der Mitte Syriens und in ganz Israel, wo sie meist als gewöhnliche Viper oder Israelviper bezeichnet wird. Die Palästinensische Autonomiebehörde (PA) protestierte, sprach von „Raub“ und erklärte Israel ignoriere das palästinensische Erbe. Imad al-Atrash, der Direktor der Palästinensischen Gesellschaft für Naturschutz, prangerte die Mitteilung über die Schlange am Donnerstag an und fügte hinzu, der Kampf um die nationale Identität der Schlange sei Teil des größeren Kampfes der PA zur Bewahrung der „palästinensischen Identität“. Al-Atrash rief Organisationen im Ausland dazu auf, sich dem Kampf um die Anerkennung der Palästinaviper anzuschließen; diese sei keine „Israelviper“. (INN) „Israel hat unser Land gestohlen. Israel hat unsere Schlange gestohlen!“, solche Äußerungen kann’s nur im Nahen Osten geben.

VFI BRAUCHT EURE HILFE – Über die Projekte von VfI könnt ihr euch auf unserer Website unter www.visionforisrael.com/de informieren. Danke im Voraus für eure treuen Gebete und für eure finanziellen Gaben! - Römer 15,26-27

Wir danken dem Herrn für Eure Gebete

Barry, Batya und das VfI-Team

Download Our App