Aktuelles aus Jerusalem – 12. Oktober 2018

Oct 13, 2018

„Der HERR wird regieren in Ewigkeit, dein Gott, Zion, von Generation zu Generation. Halleluja!“ –  Psalm 146,10

INSCHRIFT AUS DER ZEIT DES ZWEITEN TEMPELS – Ein erstaunlicher archäologischer Fund in Jerusalem wurde am 9.10.2018 erstmals auf einer Pressekonferenz im Israelmuseum präsentiert. Es handelt sich um eine Inschrift auf Stein aus dem 1. Jahrhundert vor Christus. Darauf ist der Name Jerusalem vollständig so auf Hebräisch geschrieben, wie er auch heute buchstabiert wird. Bei Ausgrabungsarbeiten vor dem Bau einer Straße kam das Fundament eines Gebäudes aus der Zeit der Römer zum Vorschein; das Gebäude wurde von Säulenabschnitten gestützt. Der krönende Abschluss war eine runde Steinsäule auf der vielfach eine aramäische Inschrift mit hebräischen Buchstaben stand, was für die damalige Zeit typisch war. Die Archäologen, die die Inschrift studiert haben, erklärten, dass Inschriften aus der Zeit des 1. und 2. Tempels, die ‚Jeruschalaim’ [Jerusalem] erwähnen, sehr selten sind. Ihrer Ansicht nach handelt es sich bei dieser jüngst gefundenen Inschrift aus der Zeit des 2. Tempels um die einzige, die in Studien erwähnt wird und den vollständigen Namen Jerusalem zeigt. Wie selten der Name ausgeschrieben wurde, sieht man in der Bibel, wo die Stadt 660-mal erwähnt wird, aber nur in fünf Fällen komplett ausgeschrieben ist. (Arutz 7)  „Denn Deine Knechte haben Gefallen an seinen Steinen, sie haben Mitleid mit seinem Schutt. Die Nationen werden den Namen des HERRN fürchten, alle Könige der Erde Deine Herrlichkeit!“ - Psalm 102,15-16

WELTWEIT GRÖSSTES ENTSALZUNGSWERK – Israel hat Angebote von sieben Konzernen bekommen, um in Sorek, in der Mitte Israels das weltweit größte Entsalzungswerk mit einer Kapazität von 200 Millionen Kubikmetern pro Jahr zu bauen, wie das Finanzministerium letzte Woche mitteilte. „Das neue Werk, was wohl das größte weltweit sein wird, wird die Wasserproduktion in Israel um 25 % erhöhen und bei der Wasserversorgung helfen, denn seit Jahren nehmen die natürlichen Wasserquellen im Land ab“, so das Ministerium. Es gibt in Sorek bereits eine kleinere Anlage. Wenn die neue ans Netz geht, werden die israelischen Entsalzungswerke 85 % des Bedarfs der Haushalte und Städte abdecken. (Haaretz)  Das ist eine wunderbare Entwicklung, um gegen die jahrelange Dürre in Israel und den damit einhergehenden natürlichen Wassermangel anzukämpfen. Dennoch bitten wir euch, weiter intensiv um reichlich sanften Regen für Israel zu beten - jetzt und in Zukunft. „Und ihr, Söhne Zions, jubelt und freut euch im HERRN, eurem Gott! Denn Er gibt euch den Frühregen nach dem Maß der Gerechtigkeit, und Er lässt euch Regen herabkommen: Frühregen und Spätregen wie früher.“ - Joel 2,23

ISRAELISCHER DIRIGENT SOLL BBC-PHILHARMONIE LEITEN – Der Israeli Omer Meir Wellber ist zum Chefdirigenten des Sinfonieorchesters der British Broadcasting Corporation (BBC) ernannt worden. Wellber, ist 36 Jahre alt und stammt aus Beerscheba. Seine neue Stelle wird er im September 2019 antreten. „Glücklicherweise habe ich Omer in den letzten zwölf Monaten beim Dirigieren von verschiedenen Orchestern erleben dürfen, habe seine Brillanz bei einem breiten Repertoire mit eigenen Augen gesehen“, so Simon Webb, der Generaldirektor des BBC-Sinfonieorchesters. „Sein guter Draht zum BBC-Sinfonieorchester war schon im ersten Konzert offensichtlich und so sind wir begeistert, dass wir einen der gesuchtesten jungen Dirigenten seiner Generation gewinnen konnten.“ Wellber hatte 1999 seinen Abschluss am Konservatorium von Beerscheba gemacht und anschließend von 2000 bis 2008 an der Jerusalemer Musikakademie studiert. Im Laufe der Jahre hat Wellber einige der prestigereichsten Ensembles der Welt dirigiert, darunter auch das Londoner Sinfonieorchester. Er ist regelmäßig als Gastdirigent an der Israelischen Oper und trat schon häufig mit dem Israelischen Sinfonieorchester (IPO) auf, das ihm diese Woche zu seiner neuen Stelle gratulierte. „Herzlichen Glückwunsch von Tel Aviv nach Manchester“, so das IPO auf Facebook. „Wellbers Ernennung zu dieser prestigereichen Stelle ist eine Ehre für ihn und die neue, junge Generation israelischer Musiker. Viel Glück, Omer!“ (Jerusalem Post)

ISRAELIN (15) GEWINNT GOLD BEI JUGENDOLYMPIADE – Die gerade 15-jährige Israelin Anastasia Gorbenko hat im Schwimmen einen sechs Jahre alten israelischen Rekord gebrochen und am 7.10.2018 bei der Jugendolympiade die Goldmedaille geholt. Sie überwand die 200 Meter in 2:12,88 Minuten. Obwohl die zwei bis drei Jahre jünger ist als andere Schwimmerinnen, schaffte Gorbenko es mit Topgeschwindigkeiten in der Vorrunde ins Finale mit 2:14,74 Minuten. Dort schlug sie die Serbin Anja Crevar mit mehr als einer Sekunde. (Haaretz)

96-JÄHRIGER AMERIKANISCHER JUDE GEWINNT NOBELPREIS FÜR PHYSIK – Arthur Ashkin, der 1992 nach 40 Jahren Dienst in den Laboren von New Jersey in den Ruhestand ging, aber weiter in seinem eigenen Labor tätig ist, hat nun im Alter von 96 Jahren den Nobelpreis gewonnen. Damit ist er der älteste Preisträger. Ende der 1960-er Jahre hatte er mit seinen Arbeiten zur Manipulation von Mikropartikeln mit Laserlicht begonnen. Das führte 1986 zur Erfindung der optischen Pinzette. Damit kann man Partikel, Atome, Viren und andere lebende Zellen zwischen Laserstrahlen halten. Seither sind so hochpräzise Instrumente für Augenoperationen und für industrielle Anwendungen entwickelt worden. Ashkin bekam die Hälfte des Preisgeldes von 1 Million Dollar; die andere Hälfte ging an Gerard Mourou aus Frankreich und Donna Strickland aus Kanada; sie hatten eine Methode entwickelt, um ultrakurze optische Impulse zu geben, die bei Augenoperationen zur Korrektur der Sehschärfe eingesetzt werden. (Arutz 7)

DEUTSCHE KANZLERIN IN JERUSALEM: „DER IRAN DARF KEINE ATOMWAFFEN BAUEN.“ – Die deutsche Kanzlerin Angela Merkel sagte am Donnerstag, den 4.10.2018, Israel und Deutschland seien gemeinsam der Ansicht, man müsse alles unternehmen, um zu verhindern, dass der Iran Atomwaffen entwickelt. „Die Bedrohung Israels durch den Iran ist stärker, weil der Iran in Syrien präsent ist“, so Merkel. Sie betone, dass sich iranische Truppen unweit der Grenze Israels zu den Golanhöhen befänden. Sie wies Falschmeldungen zurück, wonach sie ihren Israelbesuch an eine Bedingung geknüpft haben soll - nämlich die Verzögerung einer geplanten Wiederbesiedlung des illegalen Beduinencamps Khan al-Ahmar. „Das ist eine interne Entscheidung Israels. Sie obliegt der israelischen Regierung und wir haben uns da nicht eingemischt“, so Merkel. (Jerusalem Post)  „Ich ermahne nun vor allen Dingen, dass Flehen, Gebete, Fürbitten, Danksagungen getan werden für alle Menschen, für Könige und alle, die in Hoheit sind, damit wir ein ruhiges und stilles Leben führen mögen in aller Gottseligkeit und Ehrbarkeit.“ - 1. Timotheus 2,1-2

JOHN BOLTON: „PALESTINA IST KEIN STAAT.“ – Der US-amerikanische Sicherheitsberater John Bolton erklärte am Mittwoch, den 3.10.2018 auf einer Pressekonferenz im Weißen Haus, man habe sich verabschiedet vom freiwilligen Protokoll; er bezog sich auf die Lösung von Disputen gemäß der Wiener Konvention der UNO für diplomatische Beziehungen. Laut dem Protokoll gibt es einen Mechanismus, wonach Unterzeichnerstaaten sich gegenseitig beim Internationalen Gerichtshof anzeigen dürfen, um diplomatische Dispute zur regeln. Bolten erklärte die Gründe für diesen Schritt. Der „sogenannte Staat Palästina“ hatte die USA wegen des Umzugs der Botschaft nach Jerusalem angeklagt. Bolton erklärte, Palästina sei kein Staat. „Es ist jetzt kein Staat. Nach üblichem, internationalen Recht erfüllt es die Bedingungen, um als Staat eingestuft werden zu können, nicht! Es kontrolliert seine Grenzen nicht. Es erfüllt die normalen Funktionen einer Regierung nicht. Es gibt eine ganze Reihe von Gründen, warum es kein Staat ist. Es könnte ein Staat werden, wie der Präsident gesagt hat, aber dafür sind diplomatische Verhandlungen mit Israel und anderen Ländern nötig. Wir sind immer, egal ob Demokraten oder Republikaner an der Macht waren, gegen eine Aufnahme von ‚Palästina’ in der UNO gewesen, weil es kein Staat ist.“ (Arutz 7)  „Mögen beschämt werden und zurückweichen alle, die Zion hassen! Mögen sie sein wie das Gras auf den Dächern, das verdorrt, ehe man es ausreißt.“ - Psalm 129,5-6

PRO-ISRAELISCHER KANDIDAT BEI WAHLEN BRASILIEN AUF VORMARSCH – Der extrem konservative, proisraelische Kandidat, den viele mit US-Präsident Donald Trump verglichen haben, hat die erste Runde der Präsidentschaftswahlen in Brasilien gewonnen. Jair Bolsonaro, 62, holte 46 % der Stimmen. Damit kommt es am 28.10.2018 zur Stichwahl mit dem linksgerichteten Fernando Haddad von der Arbeiterpartei. Bolsonaros populistische Kandidatur wurde von vielen Menschen weltweit mit Sorge beobachtet, weil er oft mit Trump verglichen wurde. Auch Bolsonaro ist für seine Unterstützung für Israel bekannt. Im August 2018 kündigte er an, er würde die Botschaft der Palästinensische Autonomiebehörde in Brasilia schließen und die brasilianische Botschaft von Tel Aviv nach Jerusalem verlegen. „Ist Palästina ein Land? Palästina ist kein Land. Darum sollte es hier auch keine Botschaft haben“, hatte Bolsonaro bei der ersten Sitzung des Nationalen Kongresses nach einer dreiwöchigen Pause erklärt. Er fügte hinzu: „Mit Terroristen verhandelt man nicht.“ (INN)

ISRAELS SENIOREN SIND GLÜCKLICH – Das israelische Statistikamt (CBS) veröffentlichte jetzt Zahlen, wonach die meisten Senioren mit ihrem Leben glücklich sind. Derzeit leben über eine Million Senioren im Land, 42 % von ihnen sind über 75. Seit 1948 steigt die Zahl der über 65-jährigen stetig. Damals machten sie nur 4% der Bevölkerung aus. Im Jahr 2017 waren es 11,6 % und 2040 werden es 14 % sein (rund 2 Millionen). Rund 60 % von ihnen sind verwitwet; etwa 24.000 leben mit einer anderen Person, die nicht mit ihnen verwandt ist, zum Beispiel ein Pfleger. Zirka 43 % erklärten ihre Gesundheit sei nicht gut oder gar nicht gut. Dennoch erklärten 85 % der Senioren, sie seien mit ihrem Leben glücklich, 22 % sogar sehr glücklich. (INN)  „Auch bis in euer Greisenalter bin Ich derselbe, und bis zu eurem grauen Haar werde Ich selbst euch tragen. Ich, Ich habe es getan, und Ich selbst werde heben, und Ich selbst werde tragen und werde retten.“ - Jesaja 46,4

Wir haben noch einige Ausgaben des neuer ISRAEL-KALENDER "Israel through the eyes of art" im Büro in München. Er hat ein Kalendarium von September 2018 bis Oktober 2019 und ist in Englisch und Hebräisch geschrieben. Solange der Vorrat reicht, geben wir ihn gegen eine Spende von € 15,- oder mehr ab. Bitte meldet Euch im Büro in München.

Wir danken dem Herrn für Eure Gebete

Barry, Batya und das VfI-Team

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